Liebe Gemeinde,

Der Herr ist auferstanden. Er ist tatsächlich auferstanden. Mit diesem Ostergruß begrüße ich Sie am heutigen Ostersonntag alle ganz herzlich. Den Predigttext für den heutigen Ostersonntag finden wir im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, die Verse 19-28. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm „alle Feinde unter seine Füße legt“ (Psalm 110,1). Denn „alles hat er unter sein Füße getan“ (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untetan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.

Liebe Gemeinde,

den Korinthern war es so ziemlich egal, ob es eine Auferstehung gibt oder nicht. Die meisten unter ihnen lebten im hier und heute und verschwendeten keinen Gedanken an die Zeit nach ihrem Tode. Warum auch ? Im hier und jetzt gab es schließlich genug zu tun und zu erleben. Kommt uns irgendwie bekannt vor, oder?

Da sah sich Paulus gezwungen, einmal kräftig aufzuräumen und wieder gerade zu rücken, was in eine Schieflage geraten war. Und daher begann er auch mit dem Anfang allen Übels:

1. Adam und Jesus

Der alte Adam war der erste Mensch, der auf dem Planeten Erde wohnte. Es kam, worüber wir schon oftmals gesprochen haben, zum Sündenfall und damit zum Rausschmiss aus dem Paradies.

Bis heute sind wir alle Nachfahren des ersten Adams und daher unter der Herrschaft der Sünde. Die größte Sünde gegenüber Gott ist es, dass wir keine Gemeinschaft mehr mit ihm haben wollen. Wir meinen, alles selbst in der Hand zu haben, alles viel besser ohne Gott in den Griff zu bekommen und somit auch befreiter leben zu können.

Und dabei hat Gott immer wieder alles versucht, damit sein Volk zu ihm umkehrt. Denken wir nur an Mose, David oder die Propheten, die immer wieder das Volk zur Rechenschaft gerufen haben. Aber es nutzte alles nichts. Das Volk blieb verbohrt.

Gott liebte seine Geschöpfe dennoch weiterhin und wünschte sich nichts sehnlicher, dass seine Geschöpfe wieder Gemeinschaft mit ihm haben sollten. Und da kam Plan B ins Spiel.

Gott selber musste auf die Erde kommen und für alle Sünden seiner Geschöpfe mit seinem Blut bezahlen. Und genau dies tat unser Herr am Karfreitag für uns. Der alte Adam brachte die Sünde in die Welt und mit dem neuen Adam wurde die Welt wieder versöhnt mit Gott.

2. Erlösung ist möglich

So pauschal, wie ich es gerade gesagt habe, geht es denn nun doch wieder nicht. Von unserer Natur aus sind und bleiben wir nämlich zunächst der alte Adam.

„So werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden“, so haben wir es in unserem Predigttext gehört.

Paulus sagt damit: Ihr seid alle tot. Aber ER gibt das Leben. Er gibt das wahre Leben. ER gibt das ewige Leben. Dafür müsst ihr das, was ER für euch getan hat, aber auch im Glauben annehmen.

Jeder Mensch, und das gilt bis heute unvermindert fort, jeder Mensch, der das, was Jesus für uns getan hat, im Glauben annimmt, der ist von diesem Moment an von Gottes Geschöpf wieder zu seinem geliebten Kind geworden.

Und das gilt weltweit. Egal ob weiß oder schwarz, egal ob arm oder reich, alle sind wir aufgefordert, diesen Schritt zu tun. Diesen Schritt, liebe Gemeinde, muss jeder ganz für sich persönlich tun. Da gibt es auch keine Stellvertretung, wie es von anderen Religionen her gelehrt wird.

Aber für jeden, der diesen Schritt tut, gilt die Aussage aus unserem heutigen Predigttext „So werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden“.

3. Herr der Herren

„Alles hat er unter seine Füße getan“ so haben wir es auch soeben gehört.

Darüber müssen wir einmal einen kleinen Moment nachdenken. Jesus ist der Herrscher über alle Menschen, über alles, was auf Erden geschieht im Großen wie im Kleinen.

Kein Ungemach ist so groß, dass Jesus nicht darüber herrschen könnte und keines unserer Probleme ist so klein, dass Jesus dies nicht interessieren würde.

Wir leben ja gerade in etwas unruhigen Zeiten und wissen nicht, wo diese Reise hingeht und ob sie gut ausgeht. So höre ich es Tag für Tag. Aber stimmt das wirklich?

Nein, liebe Gemeinde, dies stimmt so pauschal jedenfalls nicht. An der Hand unseres Herren wissen wir in der Tat nicht immer, wo wir gerade durch müssen, aber wir wissen, dass wir heil in unserem Heimathafen ankommen werden.

Jesus hat uns einen sicheren Hafen versprochen, aber er hat uns nicht versprochen, dass die Überfahrt ohne Turbulenzen verlaufen wird.

Vertrauen wir also dem auferstandenen Herrn, der lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit, dass wir an seiner Hand beruhigt durch unser Leben gehen dürfen und dies auch tun sollen. Immer wenn Ängste, Nöte und Sorgen in uns aufsteigen, dann lassen Sie uns allein auf IHN schauen und ihm dies alles übertragen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gesegnetes Osterfest in der Gemeinschaft des auferstandenen Herrn.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 5. Vers des Osterliedes „Auf, auf mein Herz, mit Freuden…“ (EG 112) von Paul Gerhardt einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn,
sie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn.
Die Trübsal trübt mir nicht mein Herz und Angesicht,
das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

lassen Sie uns in dieser Osterfreude auch weit über dieses Osterfest weiterleben und all unser Geschick dem Herren anvertrauen, der uns versprochen hat: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

Der Herr ist auferstanden; er ist wahrhaftig auferstanden. Mit dieser Botschaft zu Ostern begrüße ich Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostersonntag. Den Predigt-Text für das heutige Osterfest finden wir im 28. Kapitel des Matthäusevangeliums, die Verse 1-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.
Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht!

Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hergehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

Und sie gingen eilends weg von Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen. Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt ! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. Da sprach Jesus zu
ihnen: Fürchtet euch nicht ! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

Liebe Gemeinde,

wenn wir heute Ostern feiern, dann ist dies bei den meisten Menschen erfüllt mit Begriffen, wie Ostereier, Osterhase, Osterurlaub und vielleicht noch dem Osterspaziergang. Das Geschehen, was sich hinter Ostern verbirgt, das ist bei den meisten Menschen doch längst in Vergessenheit geraten. Und dabei feiern wir heute eigentlich drei Feste in einem. Lassen Sie uns diese Feste einmal etwas genauer aus der Nähe anschauen.

1. Ostern – Das Erinnerungsfest

Heute erinnern wir uns an das erste Osterfest, von welchem wir soeben gehört haben. Man sagt das so lapidar dahin. Aber stellen wir uns doch nur einmal vor, wir wären anstelle der Zeitzeugen damals Augenzeugen der Auferstehung gewesen. Ich glaube, wir wären aus dem Staunen doch gar nicht mehr herausgekommen. Und vor lauter Staunen hätten wir vielleicht auch vergessen, was da wohl passiert ist.

Grund genug, dass wir uns immer wieder vor Augen führen, dass unser Herr, der am Karfreitag das Lösegeld für all unsere Sünden mit seinem stellvertretenden Tode bezahlt hat, nunmehr auch den Tod besiegt hat, indem er von den Toten auferstanden ist.

Ich bekomme es bei dem österlichen Auferstehungsgeschehen immer wieder mit der Scheintodtheorie und den allseits so beliebten Nahtoderfahrungen zu tun. Dies wird mir oftmals als Erklärung des österlichen Geschehens angeboten.

Das würde ich eventuell sogar noch ins Kalkül ziehen, wenn nicht, ja wenn nicht eine so erhebliche Zeitspanne zwischen der Feststellung des Todes und der Auferstehung gelegen hätte. Scheintod und Nahtoderlebnisse sind Sache von Minuten bis Stunden, aber niemals ein Geschehen, dass sich über Tage hinweg hinzieht.

Natürlich können wir dies nicht wissenschaftlich erklären. Das bedeutet aber letztendlich aber doch nur, dass die Wissenschaft eben noch nicht so weit in ihren Erkenntnissen vorangeschritten ist, dass sie hierfür messbare Methoden zur Verfügung stellt.

Also bleibt uns nichts anderes übrig, als dies einfach zu glauben. Aber vielleicht steckt ja doch noch mehr dahinter.

2. Ostern – Das Ermutigungsfest

Mit dem Ostergeschehen war ja noch nicht alles aus. Viele Male zeigte sich Jesus seinen Jüngern. Denken wir nur an die Emmausjünger. Oder denken wir an den ungläubigen Thomas, der so gar nicht an das glauben wollte, was seine Mitjünger angeblich erlebt hatten.

Das waren doch alles reale Menschen wie wir, die wir heute zusammen sind, um das Osterfest zu feiern. Das waren doch allesamt Menschen, die mitten im Leben standen. Das waren doch keine durchgeknallten Spinner, die im Drogenrausch vielleicht irgendwelchen Halluzinationen aufgesessen waren.

Und wenn wir dem Apostel Paulus auch keine Lügnerei unterstellen wollen, dann ist der auferstandene Herr sogar einmal über 500 Menschen zugleich erschienen. Die meisten, die dies erlebt hatten, lebten ja noch, als Paulus diese Begebenheit zu Papier gebracht hat. Es wäre also ein leichtes für die Skeptiker der damaligen Zeit gewesen, diese Aussage von Paulus zu widerlegen. Aber das konnten sie nicht, da der Herr wahrhaftig von den Toten auferstanden ist.

Warum aber dann das Wort Ermutigungsfest? Nun, liebe Gemeinde, Jesus ist von den Toten auferstanden und lebt nunmehr in die Länge. Er hat den Tod ein für alle Male besiegt und lebt und regiert fortan von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Und das ist das Ermutigende für uns alle. Diesem Herrn, dem können wir auch heute noch jeden Tag begegnen. ER wartet auch heute noch darauf, dass wir ihn anrufen, damit er uns ganz persönlich begegnen kann.

In der Form des Heiligen Geistes ist er immer nur ein Gebet weit von uns entfernt. Alle, die ihn als ihren ganz persönlichen Herrn annehmen, all denen will er treuer Begleiter für ihr ganzes Leben lang sein. ER möchte alles mit uns teilen. Unsere Freude, unser Glück, aber auch unser Leid möchte er mit uns teilen. Egal, was uns auch widerfahren mag, egal, ob uns unsere treuesten Freunde im Stich lassen, ER steht uns immer zur Seite und zwar unser ganzes Leben lang.

Daher dürfen wir auch all unsere Ängste, Nöte und Sorgen, die uns immer wieder quälen, ihm vor die Füße legen in der festen Gewissheit, dass ER das Beste daraus machen wird.

Ostern – Das Ermutigungsfest ruft uns gerade dazu auf. Wir werden dazu aufgerufen ein heiteres und frohes Christenleben zu führen. Daran dürfen wir uns nicht nur heute, sondern jeden morgen auf’s Neue erinnern.

3. Ostern – Das Ermächtigungsfest

„Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern…“, so lesen wir es gegen Ende unseres heutigen Predigttextes. Unser Leben mit dem Herrn an unserer Seite hat auch eine bestimmte Aufgabe für uns parat.

Diese Aufgabe, die der auferstandene Herr den beiden Frauen mitgab, diese Aufgabe gilt auch heute noch. Und zwar für uns alle. Jeder, der den Weg zum Glauben gefunden hat und den Herrn Jesus als seinen persönlichen Heiland angenommen hat, wird von ihm aufgefordert hinzugehen und über  das, was er erlebt hat auch anderen Menschen zu berichten.

So manchmal denke ich, wir haben aus diesem österlichen „Gehet hin..“
ein „Bleibet drin“ gemacht. Es ist doch längst kein Geheimnis mehr, dass wir in unseren Gottesdiensten und Gemeinschaftsstunden gern unseren Glauben bekennen und über diesen reden. Sobald sich die Kirchentüren öffnen und wir wieder in die Woche entlassen werden, verstummen wir doch lieber, als diesem „Gehet hin…“ nachzukommen.

Und doch, liebe Gemeinde, ist dies gerade unsere wertvollste Aufgabe als Christen, nämlich anderen Menschen den Weg zum Glauben aufzuzeigen. Wir können keinen Menschen zwangsbekehren. Das sollen wir um Himmels willen auch niemals versuchen.

Welche Menschen erwecken unsere Neugier ? Ganz genau, Menschen, die anders sind als wir und irgendwie ganz anders leben. Und das sind wir als Christen für unsere Mitmenschen. Allein durch unseren aufrechten Lebensstil als Christen erwecken wir die Neugier bei sehr vielen Menschen.

Einmal nicht auf meinem Recht bestehen ? Kennt man heute gar nicht mehr; erweckt aber Neugier und Interesse. Das Wohl des anderen über das eigene Wohl zu stellen ? Kennt man heute auch nicht mehr. Aber die Neugier ist uns gewiss. Von dem, was ich genug habe, dem abzugeben, de von allem zu wenig hat ? Kennt man doch auch nicht mehr. Weckt aber das Interesse bei unseren Mitmenschen.

In Zeiten des „Erst komm ich und dann komm ich und dann kommst Du noch lange nicht…“ fallen wir als Christen ganz besonders auf. Wenn Sie mir dies nicht abkaufen möchte ich Ihnen eine kleine Begebenheit berichten:
Ich gebe jedem, der am Straßenrand sitzt und bettelt stets 1-2 € in sein dafür vorgesehenes Behältnis. Gleichseitig interessiert mich der Mensch und sein Schicksal, also spreche ich auch mit ihm. Manchmal auch sehr lange. Nun, eines Tage kam ein wildfremder Mensch zu mir und fragte mich, warum ich mich denn mit dem „Penner“ unterhalten würde.

Er, der meine Unterhaltung ein paar Minuten beobachtet hatte, musste sich nun die Frage gefallen lassen, warum er mich denn beobachtet hat.
Nun, es sei ungewöhnlich, dass sich jemand mit einem „Penner“ unterhalte. Also seine Neugier war geweckt und ich blieb ihm die Antwort auch nicht schuldig, warum ich dies tue. Und jeder, also seien Sie gewarnt, jeder der mit mir über Jesus redet bekommt anschließend ein Traktat in die Hand mit der Bitte, dieses auch zu lesen.

Alles andere, liebe Gemeinde, ist nicht mehr meine Aufgabe, sondern die Aufgabe unseres Herrn. Lassen Sie uns doch alle unserer Hauptaufgabe mit Feuereifer nachgehen: Machen wir sie doch alle wieder so richtig neugierig !!! Und vergessen wir dabei nicht; der Herr ist stets mit uns.

Die so beschriebene österliche Zuversicht drückt der Liederdichter Christian Fürchtegott Gellert sehr schön in dem 5. Vers seines Liedes „Jesus lebt, mit ihm auch ich… (EG 115) aus, der da lautet, wie folgt:

Jesus lebt ! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen schönen Ostersonntag in der ständigen Gegenwart des auferstanden Herrn. Bis zum morgigen Ostermontag verabschiede ich mich von Ihnen allen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag nach Ostern. Wie die neugeborenen Kindlein, so lautet die Übersetzung des heutigen Sonntages. Und über die neue lebendige Hoffnung, die wir seit Ostern haben, berichtet uns Petrus in unserem heutigen Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im 1 Petrusbrief, Kapitel 1, die Verse 3-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Lebendige Hoffnung

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwirklichten Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit euer Glaube als echt und viel kostbarer befunden werde als das vergängliche Gold, dass durchs Feuer geläutert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus. Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.

Liebe Gemeinde,

wir haben eine lebendige Hoffnung. Schön und gut, erst einmal aber ist dies doch nur eine leere Worthülse. Was steckt denn eigentlich dahinter und was zeichnet denn diese lebendige Hoffnung aus ? Lassen Sie uns darüber heute morgen einmal gemeinsam nachdenken.

1. Der lebendige Hoffnungsträger

Hoffen und Harren hält machen zum Narren, so lautet ein uraltes Sprichwort. Das ist auch immer dann richtig, weil mancher Hoffnung einfach der Grund fehlt. Wer ohne jedwede Grundlage auf etwas hofft, der wird von dieser Hoffnung oftmals enttäuscht werden.

Wir hingegen haben eine lebendige Hoffnung. Wir dürfen gewiss sein, dass unser irdisches Leben nicht mit dem irdischen Tode vorbei sein wird, sondern weitergeht. Wir hoffen ja auch nicht blindlings und grundlos. Nein, liebe Gemeinde, Jesus Christus hat mit seiner Auferstehung den Tod ein für alle Male besiegt.

Das sind keine Hirngespinste, wie wir es an Ostern bereits gehört haben, das sind knallharte Fakten. Wenn dieser auferstandene Jesus bei uns ist alle Tage bis an der Welt Ende, dann ist unsere Hoffnung auf den lebendigen Heiland begründet, der den Tod ein für alle Male überwunden hat und uns alle ebenfalls an dieser Überwindung teilhaben lassen möchte.

2. Die Kindschaft

Wenn wir uns an den lebendigen Herrn und Heiland wenden, und ihm unser Leben übergeben, dann sind wir von den Geschöpfen Gottes mit einem Male wieder zu Gottes geliebten Kindern geworden.

Lassen Sie uns den Unterschied vom Geschöpf zum Kind einmal ein wenig näher betrachten.

Als Kind Gottes leben wir in der direkten Abhängigkeit zu unserem Vater. Wie unsere irdischen Väter auch, so übernimmt unser Himmlischer Vater damit auch die Verantwortung für uns. Wie wir versuchen unseren Kindern eine gute und liebevolle Erziehung angedeihen zu lassen, so wird uns auch unser himmlischer Vater liebevoll erziehen.

Wann immer wir seinen Beistand benötigen ist er für uns da, so wie wir auch für unsere Kinder immer ansprechbar sind, wenn sie Hilfe benötigen. Aber auch wenn uns etwas total misslingt ist unser himmlischer Vater für uns als seine Kinder da. Er will uns trösten und uns wieder aufbauen, damit wir danach getrost wieder den Weg der Nachfolge antreten können.

All dies, liebe Gemeinde, genießen wir als Kinder. Als Geschöpfe genießen wir dies nicht.

Ein Geschöpf oder ein Fremder wird auch niemals ein Erbe als Verwandter antreten können. Dies steht ihm ja auch gar nicht zu. Erben kann nur, wen der Erblasser dazu bestimmt hat oder wer mit dem Erblasser verwandt ist.

Als Kinder Gottes sind wir sogar Erben der ersten Ordnung. All das, was unserem Vater gehört, das gehört auch uns. Wir müssen ihn nur darum bitten. Streng genommen müssten wir noch nicht einmal darum bitten, das Erbe steht uns ja zu. Aber was dabei herauskommt, wenn wir auf eigene Faust unser Erbe antreten, das lehrt uns ja schon die Geschichte vom verlorenen Sohn.

3. Ziel der lebendigen Hoffnung

Das Ziel der lebendigen Hoffnung ist der Seelen Seligkeit. Seele wird im Urtext auch übersetzt mit Psyche. Damit können wir schon etwas mehr anfangen. Die lebendige Hoffnung führt genau dazu, dass unsere Errettung sich insbesondere auf unsere Psyche auswirkt. Unabhängig von unserem Körper haben wir eine lebendige Hoffnung des ewigen Lebens in uns.

Trotz mancher körperlicher Gebrechen behalten wir diese Hoffnung stets quicklebendig in uns. Wir können uns dies auch als einen Schlüssel vorstellen, den wir verliehen bekommen haben. Diesen Schlüssel tragen wir unser ganzes Leben lang mit uns einher.

Bei unserem irdischen Tode eröffnet er uns den Eintritt in den Himmel. Schon hier auf Erden dürfen wir uns jederzeit an diesem Schlüssel erfreuen. Immer wenn wir diesen Schlüssel zur Hand nehmen, erzeugen wir ein Stück Ewigkeit in unseren Herzen. Diese Freude ist vollkommen unabhängig von allen äußeren Gegebenheiten. Jeder, der diesen Schlüssel in Händen hält, kennt seinen unermesslichen Wert. Deshalb sind auch viele Menschen auf Erden glücklich und zufrieden, auch wenn sie aus Weltmenschensicht betrachtet, eigentlich „nichts zu lachen haben“.

Jetzt haben wir noch das Wort Seligkeit, welches wir ja auch in unserem alltäglichen Sprachgebrauch kaum noch verwenden. Im Urtext finden wir daher auch das Wort Rettung.

Retten kann ich jemanden nur, der in Gefahr schwebt. Bis zu unserer Bekehrung schwebten wir alle in der Gefahr, in der Hölle zu landen und damit auf Ewigkeit abgeschieden zu sein von der väterlichen Liebe Gottes. Jesus hat durch seine Erösungstat den Grundstein für unsere Rettung gelegt.

Wenn wir diese Errettung annehmen, dann bedeutet dies dies für einen jeden, der zu seiner Rettung „Ja“ sagt, eine endgültige Befreiung von Sünde, Tod, Teufel und Vergänglichkeit. All das, was uns also als Nichtchristen erwartet hätte ist mit einem Male weggewischt und seine Stelle ist der Seelen Seligkeit getreten.

Lassen Sie uns doch diese frohe Botschaft unseren Mitmenschen weitersagen. Ich weiß, viele wollen sie gar nicht hören, diese rettende Botschaft die wir vermitteln wollen. Ich sage das immer ganz pragmatisch mit folgendem Beispiel: Gesetzt der Fall Sie machen eine Kreuzfahrt und Ihr Schiff gerät in Seenot. Alle Passagiere müssen um zu überleben mittels der Rettungsboote ausgeschifft werden. Sagen Sie dann auch: Davon will ich nichts hören, das betrifft mich doch nicht, ich steige da nicht ein ?

Eines Tages, liebe Gemeinde, wird dieses Schiff genannt Welt untergehen. Zeigen wir doch bis dahin möglichst vielen Menschen den Weg zu den seit über 2000 Jahren bereitstehenden Rettungsbooten auf.

Mut und Vertrauen dazu kann uns sicherlich auch der erste Vers des Liedes von Christian Keimann „Meinen Jesus lass ich nicht“ (EG 402) geben, der da lautet, wie folgt:

Meinen Jesus lass ich nicht, weil er sich für mich gegeben,
so erfordert meine Pflicht, unverrückt für ihn zu leben.
Er ist meines Lebens Licht; meinen Jesus lass ich nicht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Herzliche Segensgrüße sendet Ihnen
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

Der Herr ist auferstanden, er ist tatsächlich auferstanden ! Mit dieser Osterbotschaft begrüße ich Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostersonntag. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, die Verse 1-11. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das Zeugnis von der Auferstehung Christi

Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Jesus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oder jene; so predigen wir und so habt ihr geglaubt.

Liebe Gemeinde,

ein Zeugnis der Auferstehung, welches bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat haben wir soeben gehört. Und doch fragen wir uns immer wieder, ob denn das auch wirklich so gewesen ist. Und daraus resultieren natürlich auch Zweifel. Lassen Sie uns heute Morgen einmal genauer auf die Wahrheitsspurensuche gehen, die wir in unserem heutigen Text finden.

1. Nach der Schrift

Jesus ist für unsere Sünden gestorben, Jesus wurde begraben und Jesus ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift. Was bedeutet das denn, „Nach der Schrift“ ? Dies bedeutet nichts anderes, als dass sich all das erfüllt hat, was bereits im Alten Testament (also der Schrift) über Jesus geschrieben worden ist. Den Propheten vergangener Jahre ist bereits das ganze Leben Jesu, sein Tod und die Auferstehung von Gott geoffenbart worden.

Sie schrieben es nieder, aber wie es nun mal im Leben so ist, kaum einer wollte den Propheten glauben schenken. Es war auch auch zu phantastisch, was diese über Gott und das Weltgeschehen zu berichten wussten. Also hielten es die Menschen damals, wie unsere heutigen Zeitgenossen, die frei nach dem Motto leben: Also schloss er messerscharf, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

Schauen wir uns nur einmal ein paar ganz konkrete Prophetien im Alten Testament und deren Erfüllung im Neuen Testament an:

Geburtsort Bethlehem: Micha 5,1 : Matthäus 2,1
Kindertötungen: Jeremia 31,15 : Matthäus 2, 16
Flucht nach Ägypten: Hosea 11, 1 : Matthäus 2, 14
Einzug in Jerusalem auf einem Esel: Sacharja 9, 9 : Johannes 12, 13-14
Kreuzigung zusammen mit Sündern: Jesaja 53, 12 : Matthäus 27, 38
Begraben im Grab eines Reichen: Jesaja 53, 9 : Matthäus 27, 57-60
Auferweckung vom Tod: Psalm 16, 10 : Matthäus 28, 9

Liebe Gemeinde, dies sind nur einige wenige ganz konkrete Prophezeiungen und ganz konkrete Erfüllungen, die wir alle jederzeit nachlesen können. Alles nur Zufall ?

Nehmen wir mal ein ganz simples Beispiel: Jemand sagt uns ein Geschehen für das Jahr 2016 voraus und zwar ganz konkret, also nicht den Untergang des Weltfriedens, sondern dass am 28.08.2016 in der Stadt X genau das Geschehen Y passieren wird. Natürlich werden wir diesen jemanden wohl alle belächeln. So, und nun geschieht genau am 28.08.2016 in der Stadt X das Geschehen Y.

Zufall, alles nur Zufall würden wir sagen. Jetzt sagt dieser jemand ein weiteres konkretes Geschehen voraus, welche auch wieder genau so eintritt, wie er es vorhergesehen hat. Einige von uns würden sicherlich ins Grübeln kommen. Und wenn dieser jemand dann mehrere hundert Male etwas voraussagt und alles trifft genau so ein, dann würde kaum noch einer von uns an den hellseherischen Fähigkeiten dieses Menschen zweifeln.

Warum wenden die Menschen dies nicht auch auf die Bibel an. Viele Prophezeiungen des Alten Testamentes sind mittlerweile erfüllt worden, wie wir bereits gesehen haben. Und dies sind weit mehr als 7. Warum schenken wir den anderen Prophezeiungen dann eigentlich so wenig Glauben?

Dass das Auferstehungsgeschehen der Wahrheit entspricht haben wir ja anhand der o.g. Beispiele gesehen.

Rein logisch müssten sich die anderen Prophezeiungen doch alle bewahrheiten, wenn die übrigen bereits erfüllt worden sind. Vertrauen wir doch einfach wieder voll und ganz darauf. Lassen Sie uns doch dem vertrauen, der den Tod überwunden hat und der uns allen versprochen hat: Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

2. Mehr als 500 Augenzeugen

Na, immer noch ein wenig am zweifeln? Für alle, dies es ganz genau wissen möchten, berichtet Paulus, dass das Auferstehungsgeschehen ja nicht in der vollkommenen Abgeschiedenheit stattgefunden hat. Dann könnten etwaige Zweifel ja auch berechtigt sein.

Nein, Jesus zeigte sich zunächst seinen Jüngern und dann ist er von mehr als 500 Menschen auf einmal gesehen worden. Gut, wenn ein Mensch etwas gesehen haben will, dann könnte er sich vielleicht irren. Wenn zwei Menschen gemeinsam das gleiche gesehen haben, und auch identisch darüber berichten, dann spricht dies für die Tatsache, dessen, was sie gesehen haben. Wenn hingegen 500 Menschen auf einmal alle zusammen ein Geschehen beobachtet haben, dann lässt dies keinen Zweifel mehr zu.

Im Rückschau der Geschichte kann man ja viel schreiben. Diejenigen, die es betrifft sind ja nicht mehr unter uns. Aus heutiger Sicht ist dies natürlich vollkommen richtig. Aber als Paulus den Brief an die Korinther verfasste, lebten die meisten dieser 500 Menschen noch. Wenn das, was Paulus berichtet, nicht der Wahrheit entspräche, dann wären zumindest einige dieser noch lebenden Zeitgenossen aufgestanden und hätten Paulus einhellig der Lüge bezichtigt. Aber genau das taten sie nicht.

Seit alters her wird der Augenzeugenbeweis ganz besonders bei Gericht gewürdigt. Wenn heutzutage in einem Gerichtsprozess mehr als 300 Zeugen auftreten, und alle unabhängig voneinander das gleiche Geschehen identisch beschreiben, dann würde kein Richter der Welt an diesen Aussagen zweifeln. Und mal so ganz unter uns: Zwei bis drei Zeugen könnten sich unter der Hand noch abstimmen, aber glauben Sie allen Ernstes, dieses wäre mit über 300 Zeugen möglich?

3. Immer noch Zweifel ?

Liebe Gemeinde, der Herr ist auferstanden, er ist tatsächlich auferstanden!!! Dieses ist eine unumstößliche Wahrheit, wie wir sie soeben noch einmal beweisen konnten. Warum zweifeln so viele Menschen noch daran?

Ich glaube gar nicht einmal, dass es sich um Zweifel handelt. Es handelt sich dabei zumeist um einen willentlichen Unglauben. Wenn ich wirklich dem glaube, was die Bibel über diesen auferstandenen Jesus von Nazareth berichtet, wenn das wirklich wahr ist, ja, dann muss ich mein Leben komplett ändern. Ich glaube es ist diese Tatsache, die viele Menschen daran hindert, dem Auferstehungsgeschehen nicht zu glauben.

Aber ist dies wirklich so schlimm, wenn ich mein Leben ändern muss? Ändere ich nicht mein Leben zum besseren hin? Und schon wieder ein Trugschluss. Nicht ICH ändere mein Leben sondern ER ändert mein Leben, wenn ich ihn denn lasse.

Deshalb zum Abschluss nur etwas in aller Kürze: Jesus steht bei jedem Menschen vor der Türe und bittet um Einlass. Wenn wir die Türe aus welchen Gründen auch immer nicht öffnen, dann bleibt er draußen. Kein Mensch wird zwangsmissioniert. Öffnen wir Jesus die Türe und bitten ihn in unser Leben hinein, dann wird er Einzug halten und unser komplettes Leben neu ordnen und fortan zu unserem Besten in uns regieren.

Kein Mensch muss vor diesem König der Herzen Angst haben. Jesus regiert nicht wie ein Despot, Jesus regiert uns mit lauter Liebe. Mit so einer allmächtigen und allumfassenden Liebe, dass alle, die ihm angehören gar nicht mehr anders können, als diese Liebe einfach weiter zu reichen.

Wenn ER bei uns ist alle Tage bis an der Welt Ende, dann sollen wir dies auch all denen sagen, die ihre Herzen ihm gegenüber noch nicht geöffnet haben. Lassen Sie uns doch alle zu einem lebendigen Zeugnis und Nachfolger dessen werden, der dem Tod die Macht genommen hat und nunmehr regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Die Auswirkungen der Auferstehung unseres Herrn in unser persönliches Leben hinein beschreibt der Liederdichter Christian Fürchtegott Gellert sehr schön in seinem Lied: „Jesus lebt, mit ihm auch ich…“ (EG 115), dessen 5. Vers lautet, wie folgt:

Jesus lebt ! Ich bin gewiss, nichts soll mich von Jesus scheiden,
keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Seine Treue wanket nicht; dies ist meine Zuversicht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Ostersonntag. Bis zum morgigen Ostermontag behüte Sie der auferstandene Herr und sei mit Ihnen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Auch wir vom ePredigt-Team wünschen Ihnen ein gesegnetes Osterfest und möchten uns für die treue Leserschaft seit nun mehr als 17 Jahren bedanken.

Waltraud und Jens Steinführer

Liebe Gemeinde,

der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Diesen traditionellen Ostergruß der Ostkirche möchte ich Ihnen allen heute Morgen senden. Den Predigttext für den heutigen Ostersonntag finden wir im Markusevangelium, Kapitel 16, die Verse 1-8. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesu Auferstehung

Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein weißes Gewand an, und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu
ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.

Liebe Gemeinde,

der Herr, auf den sie all Ihre Hoffnung gesetzt hatten war ihnen genommen worden. In einem recht suspekten Gerichtsverfahren war er zum Tode verurteilt worden und man hatte ihn anschließend gekreuzigt. Somit schien es, war alle Hoffnung dahin. Was blieb noch übrig? Das einzige, was noch übrig blieb, war dem toten Jesus die letzte Ehre zu erweisen, indem man ihn salbte. Und so machten sich die drei Frauen unseres Predigttextes auf zu dem Grab, wo sie Jesus hingelegt hatten und wurden dort als erste Menschen mit Ostern konfrontiert.

Lassen Sie uns daher heute Morgen auf den Spuren der drei Frauen wandeln und teilhaben an ihren Erkenntnissen.

1. Jesus ist auferstanden

Als ob es das normalste der Welt sei, erklärte der Jüngling den verdutzten Frauen ganz einfach: „Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“ Sterben, Tod und dann Verwesung, das war es, was doch alle einmal
erwartete. Und nun dies. Es ist jemand eben wieder auferstanden. Mit einem Male wurden alle gültigen Naturgesetze über den Haufen geworfen.

Wie würden wir heute reagieren? Ich denke einmal, genau so, wie die drei Frauen aus unserem Predigttext. Es ist doch so, dass wir heute noch mehr wissenschaftsgläubig sind, als die Menschen in der damaligen Zeit. Für alles um uns herum fordern wir erst einmal einen wissenschaftlichen Beweis.

Nehmen wir doch einmal ein Beispiel aus der Pharmazie. Ein neuer Wirkstoff wird entdeckt. Danach folgen jahrelange Studien in welchen tausende von Parametern geprüft werden. Erst wenn alles sicher zu sein scheint, dann kommt dieses neue Präparat auf den Markt.

Nehmen wir auf der anderen Seite die Homöopathie. Ständig spricht die hehre Wissenschaft ihr jegliche Wirksamkeit ab, da diese mit den Methoden, die uns jetzt zur Verfügung stehen, nicht bewiesen werden kann. Was man nicht beweisen kann, das gibt es nicht. Das ist auch heute
noch unsere Denkweise. Dummerweise hält sich Gott aber nicht an die jeweils gültigen Naturgesetze.

Und daher tun wir uns auch heute noch schwer, die Auferstehung als das anzunehmen was sie war, nämlich die Tatsache, dass Jesus tot war und wieder lebendig geworden ist.

Ostern, liebe Gemeinde, ist eine Herausforderung für uns und eine Aufforderung an uns. Ostern fordert uns heraus, dass wir uns dem undenkbaren und unbeweisbaren stellen und Ostern fordert uns auf ein klares Ja zu sagen zu dem, was am Ostermorgen geschehen ist.

2. Jesus ist weg

Vielleicht wäre es ja einfacher gewesen, wenn unsere drei Frauen Jesus im Grabe getroffen hätten. Wenn er ihnen dann in aller Ruhe und Ausführlichkeit alles erklärt hätte, was soeben geschehen war, dann hätten sie es bestimmt frohen Mutes aufgenommen.

Aber so war es ja eben nicht. Der Jüngling sagt den Frauen noch einen entscheidenden Satz, nämlich, dass Jesus vor ihnen hergeht und dass sie ihn sehen werden. Liebe Gemeinde, dieser Satz des Jünglings galt nicht allein den Frauen damals, dieser Satz gilt über alle zeitlichen und räumlichen Grenzen hinweg bis heute einem jeden von uns.

Das müssen wir einmal ganz langsam und bedächtig in uns wirken lassen.
Egal, was wir bisher im Leben erlebt haben, egal was wir gerade zu diesem Zeitpunkt erleben und egal, was wir noch alles erleben werden, unser Herr ist diesen Weg immer schon vor uns vorausgegangen. Und er wird auch alle unseren weiteren Wege vor uns hergehen.

Jetzt kommt etwas ganz wichtiges: Wir müssen genau den Weg gehen, den uns unser Herr vorausgegangen ist. Nur wenn wir auf diesem Wege bleiben dann dürfen wir auch darauf vertrauen, dass dieser Weg für uns gangbar ist. Und hier spielt uns unsere menschliche Natur natürlich immer wieder ein Schnippchen. Oftmals folgen wir nämlich nicht unserem Herrn, sondern den von uns eigens erdachten Wegen. Und wenn dies dann in die Hose geht, dann machen wir natürlich auch gleich den Herrn dafür verantwortlich.

Um es vorwegzunehmen, der Jesus-Weg, den Jesus vor uns vorangeht ist kein Weg, wo es keine Schmerzen keine Leiden und keine Tränen mehr gibt. Das wird uns auch weiterhin widerfahren, egal wie dicht wir dem Herrn auf den Fersen sind. Aber durch alles Leid, liebe Gemeinde können wir
das Licht seiner Herrlichkeit erkennen und erleben.

Ostern als eine Aufforderung Jesu, ihm nachzufolgen und auf seinen Pfaden zu wandeln. Besinnen wir uns doch wieder darauf und stellen unsere eigenen Vorstellungen und Pläne mal ganz einfach auf die Seite.

Aber wie erkenne ich denn den Weg, den der Herr vor uns hergeht? Eine gute Frage, die relativ einfach zu beantworten ist. Lesen wir doch einfach in der Bibel nach, was der Herr von uns erwartet. Denken wir doch nur an die 10 Gebote und an die Bergpredigt. Ok, und wenn ich nicht mehr weiterweiß ? Dann hilft nur noch eines, das direkte Gespräch mit unserem Herrn. Jetzt nicht gleich sagen: „Das klappt doch nie!!!“.
Nein, einfach mal ganz unvoreingenommen ausprobieren. Jeder, der dies bisher getan hat, hat auch eine Antwort erhalten.

3. Die Schockstarre

Wenn wir ehrlich sind, dann können wir uns doch sicherlich gut in die drei Frauen hineinversetzen. Das wäre in etwa so, wenn uns jemand erklären würde, die Erde sei eine Scheibe und das würde auch noch stimmen. Unser ganzes Weltbild wäre mit einem Male über den Haufen geworfen.

Was hier passierte, war ja noch viel ärger. Der natürlich geglaubte Rhythmus von Geburt, Sterben und Tod war unterbrochen worden. Alles, was bis dahin Gültigkeit hatte, galt auf einmal nicht mehr. Ich glaube, wir würden auch alle zunächst einmal in eine Schockstarre verfallen.

Wenn wir anstelle der drei Frauen gewesen wären, dann hätten wir doch auch vermutlich gesagt: Das erzählen wir mal lieber nicht weiter, die erklären uns doch für total bekloppt. Hinterher kommen wir noch irgendwo hin, wo es von innen keine Klinken gibt.

Und dann passiert genau das, womit wir nicht rechnen, Jesus erkennt unsere Not und ruft uns aus der Schockstarre heraus in das wahre Leben hinein. Wie er Saulus von seinem falschen Wege auf den rechten Wege brachte, so ruft er auch heute noch einen jeden von uns direkt zu sich.

Auch wenn wir es manchmal so gar nicht glauben können, wenn sich so alle fünf Sinne in uns dagegen wehren, so lassen Sie uns doch diesem Rufe unseres Herrn folge leisten.

„Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“ Machen wir doch diesen Ostergruß zu unserem Lebensmotto. Kleben wir uns doch diesen Ostergruß an den Badezimmerspiegel, in unser Auto, auf unseren Schreibtisch und überall dorthin, wo wir uns häufig befinden, damit wir immer wieder daran erinnert werden.

Die Folgen dieses österlichen Geschehens die beschreibt der Liederdichter Paul Gerhardt sehr schön im 8. Vers seines Liedes: „Auf, auf, mein Herz mit Freuden….“ (EG 112), der da lautet, wie folgt:

Er bringt mich an die Pforten, die in den Himmel führt,
daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird:
„Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt;
wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht.“

Der auferstandene Herr zeige Dir den Weg, den er für Dich vorgesehen hat
Der auferstandene Herr begleite Dich alle Tage Deines Lebens auf diesem Wege
Der auferstandene Herr bringe auch Dich dereinst an die Pforte, die in den Himmel führt

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Ostersonntag. Bis zum morgigen Ostermontag grüße ich Sie alle recht herzlich

Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden !!!

Mit diesem Ostergruß aus der Urchristengemeinde grüße ich Sie alle recht herzlich am heutigen Ostersonntag. Unseren Predigttext für den Ostersonntag finden wir im 1. Korintherbrief, Kapitel 15, der Verse 19-28. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendsten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. Denn er muss herrschen, bis Gott ihm „alle Feinde unter seine Füße legt“ (Psalm 110,1). Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Denn „alles hat er unter seine Füße getan“ (Psalm 8,7).
Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.

Liebe Gemeinde,

Ostern, das bedeutet für viele von uns 4 Tage Freizeit am Stück ohne dafür einen Urlaubstag opfern zu müssen. Ostern bedeutet aber auch:
Familientreffen, gutes Essen, spazieren gehen oder einfach nur relaxen.

Dies sind die Umfrageergebnisse einer Erhebung, deren einzige Frage war:
„Was bedeutet Ostern für Sie ?“. Bei so vielen „tollen“ Antworten besteht gewiss Erklärungsbedarf bei dem größten Teil der Bevölkerung.

Erklären wir doch einmal jemandem, der bei der o.g. Befragung mitgemacht hat, was Ostern für uns als Christen bedeutet. Wenn wir so etwas tun, dann sollten wir uns einer möglichst einfachen Sprache bedienen und nicht unbedingt voraussetzen, dass profunde Kenntnisse der Bibel vorhanden sind. Also probieren wir es doch einmal zusammen und erklären, welche 3 Bedeutungen Ostern für uns als Christen hat.

1. Der freie Weg

Ich versuche jetzt, mich einer möglichst einfachen Sprache zu bedienen, denn unsere Botschaft soll ja auch ankommen.

Also, als Adam und Eva aus dem Paradies herausgeflogen sind, weil sie gesündigt hatten, war der Rückweg für immer gesperrt. Weil sie nicht mehr zurückkehren konnten, waren sie für Gott einfach nicht mehr existent, also tot.

Jetzt hatte Gott aber ein gewaltiges Problem. Er hat den Menschen ja nach Seinem Bilde geschaffen und Er liebt ihn über alles. Der Mensch hatte also keine Möglichkeit zu Gott zurück zu kehren, weil er eben ein armer Sünder geworden ist.

Gott konnte den Menschen nur wieder annehmen, wenn er ohne Sünde ist, bzw. er (der Mensch) für diese Sünde bezahlt hat. Da wir Menschen aber notorische Dauersünder sind, gestaltete sich das Problem doch mehr als schwierig. Es musste jemand in der Lage sein, für alle Sünden der Welt für alle Zeiten, also die der Vergangenheit, die der Gegenwart und die der Zukunft zu bezahlen. Dies konnte aber kein Mensch sein, da dieser ja nun schon mal ein Sünder ist.

Der einzige, der in dieser ganzen verzwickten Lage ohne Sünde ist, das war Gott selber. Gott selber müsste also für die Sünden aller Menschen aller Zeiten bezahlen. Also musste er , der ohne jedwede Sünde ist, auf die Erde kommen und für die Sünden der Menschen bezahlen.

Liebe Gemeinde, das tat Er an Karfreitag. Indem Er die Sünden der gesamten Menschheit auf sich geladen hat, und für diese bezahlt, macht Er uns alle wieder zu sündlosen Menschen.

Nein, so ist es natürlich nicht. Wir werden weiter sündigen, das steht schon mal fest. Aber wenn wir das, was wir getan haben bereuen, dann nimmt Er diese Sünden und trägt sie in das Buch „bezahlt“ ein. Wenn Sie einen Gegenstand einmal bezahlt haben, dann kann kein Mensch von Ihnen fordern den gleichen Gegenstand nochmals zu bezahlen.

Für alle Sünden wurde also 1x bezahlt. Wenn die Sünde weg ist, dann ist der Weg zu Gott wieder frei. Wir haben die Möglichkeit, Frieden mit Gott zu schließen.

2. Auferstehung

Gott stirbt für unsere Sünden. Schön und gut, aber dann ist Gott ja tot.
Bekanntermaßen ist es ein wenig schwierig Gemeinschaft mit einem Toten zu haben. Also ist dieser Weg doch eigentlich nichts wert.

Ja, Gott starb für uns am Kreuz und lud all unsere Sünden auf sich.
Aber, und jetzt kommt das größte ABER der Weltgeschichte: Gott blieb nicht im Tode. Am dritten Tage nach der Kreuzigung ist Gott auferstanden von den Toten.

Das gibt’s doch gar nicht, das ist doch vollkommener Blödsinn. Das ist doch wissenschaftlich gar nicht bewiesen. Nun, mit dem wissenschaftlichen Beweis ist das so eine Sache. Seit Heisenberg und Einstein müssen wir mit dem Wort des wissenschaftlichen Beweises sehr vorsichtig sein. Was wir wissen sind allenfalls falsifizierbare Wahrscheinlichkeiten.

Auf den Punkt gebracht bedeutet dies z.B.: Gestern morgen wurde es hell, heute morgen wurde es hell. Aber kein Mensch kann den Beweis antreten, dass es auch morgen früh wieder hell werden wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist zwar groß aber eben nicht 100 %. Und somit kann die Auferstehung doch stattgefunden haben auch entgegen aller vermeintlichen Wissenschaft.

Also, der Weg zu Gott ist wieder frei, und Gott lebt. Daher können wir seit Ostern wieder eine lebendige Beziehung zu Gott haben. Wir können mit IHM reden, denn ER lebt ja. Wir können alle unsere Probleme Nöte und Sorgen mit IHM besprechen, denn ER liebt uns über alles und möchte, dass es uns gut geht.

Das glaube ich nicht, das geht mir zu weit. Kann ich gut verstehen.
Bevor ich meine Frau kennen gelernt habe, habe ich so ziemlich alles über Liebe und Gefühle in der (ich muss mich jetzt outen) „Bravo“ gelesen. Ich wusste theoretisch sehr viel über die Liebe. Aber erst als ich mich in meine Frau verliebt habe, da habe ich die Liebe erst richtig kennengelernt.

Und so ist es auch mit der Beziehung zu Gott. Wir können alles über Gott wissen. Aber erst dann, wenn wir eine Beziehung zu IHM eingehen, erst dann können wir SEINE Liebe spüren, fühlen und jeden Tag auf’s neue erleben.

3. Der Tod

Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass ich gerne zu Beerdigungen gehe, dann dürfen Sie zu recht sagen: Jetzt ist er vollkommen durchgeknallt. Oder wie man bei uns im Ruhrgebiet so schön zu sagen pflegt: „Der gehört wech !!“ (gemeint ist damit eine Einrichtung, deren Zimmer nur Türklinken von außen haben).

Warum gehe ich gern zu Beerdigungen ? Ganz einfach weil sich dort Himmel und Erde sichtbar berühren. Wer die Bibel liest, der wird darauf aufmerksam, dass eigentlich recht wenig vom Tod dort zu lesen ist. Er wird nicht glorifiziert aber auch nicht dramatisiert.

Warum ? Ganz einfach, weil Jesus dem Tode die Macht genommen hat. Und was keine Macht mehr über uns hat, das ist uninteressant. Und glauben Sie mir eines, die Bibel berichtet an keiner Stelle über etwas, das uninteressant ist. Der Tod hatte keine Macht über den getöteten Gekreuzigten. Er, Jesus, stand einfach wieder auf von den Toten.

Wenn wir eine lebendige Beziehung zu unserem Herrn unterhalten, dann sagt Er uns, dass Er immer bei uns sein wird. Wenn wir Seine Kinder geworden sind, dann gehören wir IHM im Leben im Sterben und eine Ewigkeit darüber hinaus.

Für einen Christen ist der Tod nur eine Durchgangsstation hin auf den Weg nach Hause zu Seinem Herrn. Darum lesen wir in der Bibel so wenig von dem körperlichen Tod. Weil dieser überhaupt keine Bedeutung mehr hat, wir haben ja die Zusage der ewigen Gemeinschaft mit unserem Herrn.
Dass wir salopp gesagt, dafür eben durch die Türe des körperlichen Todes gehen müssen, ist genau so ein Vorgang wie wenn wir in ein Flugzeug einsteigen, um zu verreisen.

Was habe ich also von Ostern ?
Den freien Weg zu Gott, die Verheißung des ewigen Lebens und die feste Gewissheit, dass ER schon jetzt hier während meines irdischen Lebens immer für mich sorgt.

Mehr geht doch nun wirklich nicht.
Ostern ist eben doch mehr als 4 Tage frei, spazieren gehen und relaxen.

Und wenn dann doch einmal trübe Gedanken in uns hochkommen, dann dürfen wir frohen Mutes in den 14. Vers des Liedes „Frühmorgens, da die Sonn aufgeht…“ (EG 111) einstimmen,
der da lautet, wie folgt:

Mein Herz darf nicht entsetzen sich;
Gott und die Engel lieben mich;
die Freude, die mir ist bereit,
vertreibet Furcht und Traurigkeit.
Halleluja.

Der Herr lasse Dich auch im Alltag immer den freien Weg zu IHM erkennen
Der Herr gebe Dir allezeit die Gewissheit, dass ER stets für Dich sorgt
Der Herr lasse Dich jeden Tag Deines Lebens auf SEINE Verheißungen vertrauen

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen schönen Ostersonntag auch mit relaxen und spazieren gehen aber auch gleichzeitig immer unter Gewissheit, dass der Herr auferstanden ist, dass er wahrhaftig auferstanden ist.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Ostermontag.
Unseren heutigen Predigttext finden wir bei dem Propheten Jesaja im 25 Kapitel, die Verse 8-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen.

Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volkes in allen Landen; denn der Herr hat’s gesagt. Zu der Zeit wird man sagen: „Siehe, das ist unser Gott, auf den wir hofften, dass er uns
helfe. Das ist der Herr, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.“

Liebe Gemeinde,

uns allen kommt der Text sicherlich bekannt vor. Wir haben ihn alle schon einmal woanders gelesen, nämlich im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung des Johannes. Was hat dieser Text denn nun mit Ostern zu tun, wir sind ja noch nicht bei dem neuen Jerusalem angelangt ?

Ich glaube, in Teilbereichen sind wir dies schon. Wagemutig formuliert, sind wir seit Ostern gar nicht mehr so weit weg von der neuen Welt, die Gott schaffen wird. Ich möchte einmal sagen, wir haben, besser gesagt, Jesus hat für uns schon ein Etappenziel erreicht. Welche konkreten
Auswirkungen hat dies denn nun in unserer heutigen Welt im Jahre 2013 ? Ich glaube, es sind drei Aspekte, mit denen das Ostergeschehen auch schon in unsere heutige Welt ein Stück  Ewigkeit hineinträgt, wenn wir es denn haben wollen.

Lassen Sie uns an diesem Ostermontag diese drei Aspekte ein wenig näher betrachten.

1. Der Tod ist überwunden

Mit der Auferstehung unseres Herrn hat er uns in Seiner Leibhaftigkeit gezeigt, dass Er den Tod ein für alle mal überwunden hat. Dies gilt gleichermaßen für alle Menschen, die Ihm nachfolgen.

Als Jesusjünger dürfen wir der Verheißung unseres Herrn vertrauen, dass wir den ewigen Tod nicht sehen werden, sondern eine Ewigkeit in Seiner Gemeinschaft leben und erleben dürfen.

Gewiss, unser jetziger Körper ist dem Verfall preisgegeben. Das lässt sich auch nicht verleugnen. Aber es erwartet uns nach unserem körperlichen Tode in dieser Welt ein himmlischer Ewigkeitskörper, der Krankheit und Tod nicht mehr kennt.

2. Himmel auf Erden

wie oft haben wir doch schon diese Phase vom Himmel auf Erden benutzt, wenn es uns gerade besonders gut ging. Das ist hier sicherlich nicht gemeint.

In unserem Predigttext lesen wir „Der Herr wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen…“ Dies macht unser Herr seit Ostern immer wieder. Vielleicht nicht immer mit unseren äußeren Tränen, aber immer mit den Tränen unserer inneren Augen. Diese inneren Augen wurden uns in
dem Moment geöffnet, als wir uns zu unserem Herrn bekehrt hatten.

Wenn wir es so wollen, dann genießen wir als Christen das Vorrecht der vier Augen. Wir haben zwei äußere Augen, mit denen wir an dem Geschehen in dieser Welt unmittelbar teilnehmen und wir besitzen zwei innere Augen, die auf unseren Herrn fokussiert sind.

Wir können uns dies so vorstellen, dass alles, was wir mit unseren inneren Augen sehen und erkennen vorher durch den „Jesusfilter“ hindurchgegangen ist. Wir sehen mit unseren inneren Augen viel intensiver. Wir sehen Dinge, die unseren äußeren Augen verborgen bleiben.

Wenn unsere äußeren Augen bei dem Tode eines Angehörigen auch weinen mögen, dann dürfen wir mit unseren inneren Augen doch sogleich erkennen, dass sie ja nicht auf immer und ewig von uns gegangen sind. Gewiss sind auch unsere inneren Augen einen Moment lang traurig, doch wischt unser Herr sofort diese Tränen ab, damit sie unseren Blick nicht trüben können.

Als Christ leben wir zwar in dieser Welt, doch dürfen wir mit unseren inneren Augen immer mal wieder einen Blick in den Himmel werfen. Zum Beispiel dann, wenn wir einmal niedergeschlagen sind und die Hilfe unseres Herrn direkt spüren, fühlen und erleben können.

Ich finde, das ist doch wirklich schon der Himmel auf Erden. Ich kenne niemanden, der darauf je wieder verzichten möchte.

3. Jubel und Fröhlichkeit

Angesichts dieser Perspektiven bleibt uns doch eigentlich gar nichts anderes mehr übrig, als zu jubeln und fröhlich zu sein über das, was der Herr für uns getan hat. Soviel zur Theorie.

Nach wie vor hat jedoch der große Widersacher Gottes seine Hände hier auf Erden mit im Spiel. Und es gelingt ihm oft mit ganz einfachen Mitteln uns diese Freude gehörig zu vermasseln. Da läuft etwas nicht so, wie wir es uns wünschen und schon kommen wir gehörig in’s Wanken. Wir verlieren vielleicht unseren Arbeitsplatz. Eine großartige Möglichkeit des Teufels, uns von Gott weg zu ziehen.

Wir sehen, es sind nicht unbedingt die ganz großen Katastrophen in unserem Leben, die uns von Gott wegziehen, sondern die vielen kleinen Unbillen des Lebens, die uns Stück für Stück immer ein wenig weiter von Gott entfernen können.

Genau davor müssen wir auf der Hut sein. Wie können wir dies tun ? Lernen wir doch von einem alten Sprichwort, das da sagt: „Danken schützt vor wanken und loben weist nach droben.“

Liebe Gemeinde, dieses kleine Sprichwort ist quasi unser Notfallbesteck gegen die Angriffe des Teufels. Üben wir uns doch mal wieder im Danken und machen nicht alles gleich mit Kritik schlecht. Denken wir doch nicht immer an das, was uns gerade fehlt, sondern an das, was wir alles haben. Und loben wir doch wieder unseren Herrn dafür, was Er uns alles so wunderbares geschenkt hat.

Wenn wir dies wieder regelmäßig tun, dann können wir bald gar nicht mehr anders als jubeln und fröhlich sein in unserem Herrn.

Diese Fröhlichkeit finden wir auch in dem Liede „Wir wollen alle fröhlich sein…“, dessen erster Vers lautet, wie folgt:

Wir wollen alle fröhlich sein
in dieser österlichen Zeit;
denn unser Heil hat Gott bereit‘.
Halleluja, Halleluja,
Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Der Herr sende die Osterfröhlichkeit in Dein Herz
Der Herr lasse Dich diese Fröhlichkeit in Deinem Leben umsetzen
Der Herr lasse durch Dich diese Fröhlichkeit in vielen Menschen wirken

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Ostermontag und einen guten Start in die neue Woche. Bis zum nächsten Sonntag wünsche ich Ihnen allen Gottes Segen auf allen Ihren Wegen.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.

Mit diesem Ostergruß möchte ich Sie alle recht herzlich am heutigen Ostersonntag begrüßen.
Unser heutiger Predigttext beschäftigt sich natürlich mit dem Geschehen rund um die Auferstehung unseres Herrn. Wir finden den Predigttext für den heutigen Ostertag im Johannesevangelium, Kapitel 20, die Verse 11-18. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Maria von Magdala

Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, schaute sie in das Grab und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.

Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist.
Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du ? Wen suchst du ? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast; dann will ich ihn holen.
Spricht Jesus zu ihr: Maria ! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni !, das heißt: Meister ! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an ! denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und
eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott. Maria von Magdala geht und verkündigt den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und das hat er zu mir gesagt.

Liebe Gemeinde,

eigentlich ist die Schilderung des Geschehens recht unspektakulär, ja, beinahe hört sie sich wie ein alltägliches Geschehen an. Und das lässt sie letztendlich auch so real erscheinen. Nicht mit viel Punk und Getöse geht sie einher, sondern wie ein ganz natürliches Geschehen. Und das ist es auch, was die Auferstehung unseres Herrn so glaubwürdig macht. Für Gott ist es nichts besonderes, Jesus von den Toten zu erwecken. Er war, ist und bleibt der allmächtige Herrscher über Himmel und Erde.

So alltäglich dieses Geschehen auch abläuft, hat es doch eine dreifache Wirkung auf uns als gläubige Christen. Lassen Sie uns am heutigen Ostersonntag einmal diese dreifache Auferstehungswirkung ein wenig näher betrachten.

1. Auferstehung aus der Hoffnungslosigkeit

Für uns als Christen endet die Hoffnungslosigkeit mit der Auferstehung unseres Herrn. Bis zu diesem Punkt waren wir bedingt durch den Sündenfall von unserem Herrn getrennt. Es gab einfach keinen Weg direkt hin zu Ihm. Im Alten Testament können wir nachlesen, welcher Prozedur es
bedurfte, um das Volk immer wieder auf’s Neue von den Sünden zu reinigen. War dies geschehen, passierte auch schon die nächste Sünde. Im Prinzip war also ein „Entsündigen“ gar nicht möglich.

Unser Herr hat mit Seinem Tode ein für alle mal alle Sünden an das Kreuz getragen, sodass sie vor Gott für alle Ewigkeit nicht mehr existieren. Sowohl die vergangenen, als auch die heutigen, wie auch alle zukünftigen Sünden.

Und doch müssen wir einem Umstand Rechnung tragen, der gleich im ersten Satz unseres heutigen Predigttextes zu finden ist. Wir lesen dort „Maria aber stand draußen und weinte…“ Diese Situation gibt es heute auch noch, und sie gibt auch heute noch Anlass zum weinen. Der Sühnetod unseres Herrn ist nur für diejenigen gedacht und bestimmt, die Ihn auch in ihr Leben aufnehmen. Keiner, der dieses nicht tut, kann sich auf diesen Generalerlass berufen. Wer also noch „draußen“ ist hat allen Grund zur Hoffnungslosigkeit. Wer aber drinnen ist bei Jesus für den gibt es seit Ostern keine Hoffnungslosigkeit mehr.

Übrigens, ob drinnen oder draußen, das bestimmen wir selber. Wir haben es in der Hand, ob wir in den Himmel oder in die Hölle kommen. Eine aufrichtige Bitte an unseren Herrn und wir dürfen sofort die Seiten wechseln.

2. Auferstehung aus Tränen und Verzweiflung

Wer schon einmal einen nahen Angehörigen verloren hat, der kann sicherlich das Weinen der Maria nachvollziehen. Es ist so, als ob auf einmal die Welt stehen bleibt und sich einfach nicht mehr weiterdrehen will. Der geliebte Mensch ist endgültig von uns gegangen. Alles, was uns bleibt sind Erinnerungen an die Zeit, die wir mit ihm zusammen verbringen durften. Und natürlich die schmerzliche Erkenntnis, dass dieser Mensch niemals wieder zurückkommen wird.

Doch seit Ostern, liebe Gemeinde, hat sich auch dieses Bild gewandelt. Natürlich sind wir weiterhin traurig wenn unsere Lieben sterben. Aber seit Ostern dürfen wir uns einer Realität sicher sein: Sie sind uns alle nur im Glauben vorausgegangen. Seit Ostern haben wir wieder freien Eintritt in den Himmel. Ostern hat Jesus den Tod durch Seine Auferstehung besiegt. Und darum ist unser Gang zu den Gräbern auch immer ein wenig von dieser Hoffnung geprägt und von der Wiedersehensfreude,
die uns im Himmel erwartet.

3. Auferstehung aus der Resignation über den eigenen Tod

Liebe Gemeinde, wer denkt nicht ab und wann darüber nach, was nach dem Tode kommen wird. Ist mit dem Tode vielleicht doch alles aus ?

Diese Frage können wir mit dem Ostergeschehen definitiv beantworten.
Nein, mit dem Tode ist nicht alles aus, damit fängt es erst richtig an.

Jesus hat nicht nur den Weg zum Himmel für uns wieder frei gemacht, Er ist uns auch vorausgegangen, um unsere Wohnungen in der ewigen Heimat zu bereiten. Mit dieser Gewissheit dürfen wir ganz getrost auch unserem eigenen Tode entgegensehen. Seit wir wieder den unmittelbaren Zugang zu Gott haben, dürfen wir unser Leben auf Erden ruhig als eine Art
Durchgangsstation mit dem Endziel Ewigkeit betrachten.

Wenn wir dies machen, dann können wir nicht nur dem Tode gelassener in’s Auge blicken, nein, wir können unser Leben hier auf Erden viel entspannter und angenehmer leben. Wenn mit dem Tode nicht alles aus ist, dann kann ich über so manches großzügig hinwegschauen, was mich hier auf
Erden stört. Auch wenn ich mich benachteiligt fühle, was macht das schon aus im Angesicht der Ewigkeit, die ich in Gottes Herrlichkeit verbringen darf.

Und wenn meine Zeit hier sowieso nur eine Durchgangsstation ist, dann muss ich mich auch nicht so verhalten, als ob dies alles wäre. Ich muss nicht immer nur an mich, mich und immer nur mich denken. Ich darf dann meine Zeit auch dazu benutzen, um anderen Menschen zu helfen.

Ich wage einmal zu behaupten, dass wir erst die richtige Einstellung zu diesem Leben hier auf Erden finden, wenn wir es von seinem Ende, also der ewigen Gemeinschaft mit Gott her betrachten. Versuchen wir es doch einmal. Ich kann ihnen versprechen, vieles, was uns im Moment sehr
wichtig ist, wird auf einmal verschwindend klein. Lassen Sie uns also wieder einmal daran denken, dass wir seit Ostern wieder für die ewige Gemeinschaft mit unserem Herrn bestimmt sind und lassen Sie uns Jesus ganz einfach ‚“Danke“ sagen, dass Er diesen Weg wieder geöffnet hat.

Das Ostergeschehen drückt der Liederdichter Ulrich S. Leupold sehr schön in dem 5. Vers seines Liedes „Er ist erstanden, Halleluja…“ aus, der da lautet, wie folgt:

Er ist erstanden, hat uns befreit;
dafür sei Dank und Lob allezeit.
Uns kann nicht schaden Sünd oder Tod,
Christus versöhnt uns mit unserm Gott.
Lasst uns lobsingen vor unserem Gott,
der uns erlöst hat vom ewigen Tod.
Sünd ist vergeben, Halleluja !
Jesus bringt Leben, Halleluja.

Der Herr erinnere Dich immer wieder daran:

Ostern, der Herr hat die Hoffnungslosigkeit besiegt
Ostern, der Herr hat die Verzweiflung besiegt
Ostern, der Herr hat den Tod besiegt

Amen.

Liebe Gemeinde, ich wünsche Ihnen einen frohen Ostersonntag in der festen Gewissheit der ewigen Geborgenheit in unserem Herrn. Bis zum morgigen Tage verabschiede ich mich und grüße Sie alle recht herzlich

Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Ostermontag. Mit dem heutigen Tage verlassen wir das Ostergeschehen. Grund genug, einmal zu hinterfragen, was uns Ostern eigentlich beschert hat. Darauf gibt uns unser heutiger Predigttext eine sehr gute Antwort. Wir finden den Predigttext für den heutigen Ostermontag im 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 15, die Verse 50-58. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune.
Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die
Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea13,14):

„Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg ? Tod, wo ist dein Stachel ?
Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz.
Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus !
Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.“

Liebe Gemeinde,

unser heutiger Predigttext beinhaltet in aller Kürze die gesamte frohe Botschaft und das, was wir hier auf Erden tun sollen. Lassen Sie uns dies am heutigen Ostermontag einmal gemeinsam betrachten.

1. Wir sind Sieger

Das, liebe Gemeinde, ist das Ergebnis von Ostern in aller Kürze. Aber was haben wir denn nun gewonnen, wenn wir Sieger sind ?

Mit dem Opfertod unseres Herrn haben wir die Option auf das ewige Leben und die ewige Gemeinschaft mit Gott gewonnen.

Wohlgemerkt, wir haben die Option gewonnen. Wir kommen nicht automatisch alle in den Himmel. Nur diejenigen, die diese Option auch wahrnehmen, werden das ewige Leben ererben, also diejenigen, die ihr Leben unserem Herrn übergeben.

Der Stachel des Todes wurde zerstört, so schreibt es schon der Prophet Jesaja. Als Stachel wurde damals die Lanzenspitze bezeichnet, mit der man mit einer Lanze zustechen konnte. Sie war das eigentlich gefährliche an dieser Waffe. Fehlte der Stachel hatte man bestenfalls noch einen
Besenstiel in der Hand. Mit diesem kann man zwar jemanden verletzen, aber niemanden töten.

Das gefährliche am Tod, die ewige Verdammnis, wurde durch Jesus für alle Menschen beseitigt, die Ihm folgen. Für all Seine Nachfolger gibt es also keine ewige Verdammnis oder Hölle mehr. Gewiss werden wir in unser aller Leben vielfachen Unwägbarkeiten begegnen. Und es wird auch nicht
immer alles so laufen, wie wir es uns wünschen. Aber wir dürfen getrost auf das Ende sehen. Und da sehen wir auf die ewige Gemeinschaft mit unserem Herrn. Und dann können wir sicherlich so manche Angelegenheit in einem ganz anderen Licht betrachten.

2. Botschaft für alle

Schön, wir sind gerettet. Und was jetzt ? Schauen wir doch einmal an das Ende unseres heutigen Predigttextes. „Seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn.“
Das also ist die Aufgabe für uns Geretteten.

Wir sind also gefordert, die frohe Botschaft in alle Welt hinauszutragen. Das ist, so möchte ich einmal sagen, der eigentlich ursprüngliche Sinn in unserem Leben. Wir sollen Kinder Gottes werden und die Möglichkeit dieser Kindschaft in alle Welt hinaustragen. In alle Welt kann übrigens auch ganz nah sein. Wir müssen nicht alle als Missionare nach Papua reisen. Wir haben ein gewaltiges, viel größeres Missionsfeld direkt vor unseren eigenen Haustüren. Dieses gilt es
zunächst einmal ordentlich zu bestellen.

Wie reagiert wohl mein Nachbar, wenn ich ihn auf Jesus anspreche ? Was sagen meine Kollegen am Arbeitsplatz, wenn sie erfahren, dass ich zum Glauben gefunden habe ? Diese Fragen sind ganz natürlich. Das ist die Angst vor dem ersten Schritt. Hat man den erst einmal getan, geht alles auf einmal viel einfacher. Aber auch bei dem ersten Schritt stehen wir nicht allein und verlassen da. In Seinem Missionsbefehl verspricht unser Herr: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

Konkret in unser Alltagsleben übersetzt bedeutet das, dass unser Herr uns auf allen Wegen begleitet, die wir gehen. ER wird uns schon den rechten Zeitpunkt zeigen, wann wir mit dem Nachbarn über Ihn reden können. ER wird uns auch andere Tätigkeiten zeigen, mit dem wir Ihn ehren können. Wir müssen uns nur auf Ihn und Sein Wort voll und ganz einlassen.

2. Endstation Himmel

Wie wird es denn wohl im Himmel sein ? Diese Frage stellen wir uns doch alle immer wieder mal. Unzählige Bücher sind schon zum Thema Nah-toderfahrungen geschrieben worden. Ich möchte keinen, der eine Nah-toderfahrung gemacht hat, als Lügner darstellen. Aber bedenken wir doch bitte, dass es Menschen sind, die eben nicht tot waren, sondern nur an der Grenze des Todes vorbeigeschrammt sind.

Gibt es denn überhaupt eine verlässliche Quelle, die etwas darüber aussagt, wie es nach unserem Tod sein wird und was das ewige Leben bedeutet ? Und ob es die gibt !!!

Schauen wir doch nur einmal in unseren heutigen Predigttext. Wir werden alle unverweslich sein und unsterblich. Schauen wir ein wenig weiter in der Bibel nach, dann lesen wir in Offenbarung 21,3 „Gott wird bei uns wohnen, wir werden sein Volk sein.“

In ewiger Gemeinschaft werden wir in der unmittelbaren Gegenwart Gottes leben. Wir werden nicht mehr unter Krankheiten leiden. Schmerzen wird es nicht mehr geben. Alles Leid und der Tod wird nicht mehr gegenwärtig sein.

Ich kann mir das alles auch nicht so richtig plastisch vorstellen. Das muss ich auch nicht. Es reicht, dass ich mich auf die Zusage Gottes einlasse. Und weil Er immer nur das Beste für uns will, dürfen wir uns darauf verlassen, dass es im Himmel sehr schön sein wird.

Alle, die jetzt noch zweifeln, sollten wir einmal ganz direkt fragen:
Du bist nur einen Schritt weit vom ewigen Leben entfernt. Jesus will, wenn du Dich für Ihn entscheidest, immer Dein treuer Begleiter sein. Und es erwartet Dich ein Leben im Himmel ohne Krankheiten, Schmerzen, Leid und Tod. Worauf wartest Du ?
Nimm auch Du dieses große Ostergeschenk an !

Der Liederdichter Cyriakus Günter drückt im ersten Vers seines Liedes „O herrlicher Tag…“ seine Osterfreude sehr schön, wie folgt aus:

O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit,
da Jesus lebt ohn alles Leid !
Er ist erstanden von dem Tod,
wir sind erlöst aus aller Not !
O herrlicher Tag, o fröhliche Zeit !

Der Herr lasse Dich jeden Tag ein Stück Osterfreude verspüren
Der Herr gebe Dir jeden Tag die Kraft, diese Osterfreude weiter zu geben
Der Herr begleite Dich auf allen Pfaden, die Du mit IHM beschreitest

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Ostermontag und am morgigen Dienstag einen schönen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

Der Herr ist auferstanden, ER ist wahrhaftig auferstanden !

Mit dieser Osterbotschaft grüße ich Sie alle recht herzlich am heutigen Ostersonntag des Jahres 2012. Und weil unser Herr tatsächlich auferstanden ist, dürfen auch wir in der gewissen Hoffnung des ewigen Lebens hier auf Erden leben. Mit Jesu Auferstehung wurde dem Tod endgültig seine Macht genommen. Lassen Sie uns in unserem heutigen Predigttext, den wir alle kennen, einmal einer Frau zuhören, die sich von Herzen freut über das Eingreifen Gottes in ihrem Leben.

Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im 1. Samuel, Kapitel 2,
die Verse 1-2 und 6-8 a. Lassen Sie uns teilhaben an der Freude der Hanna:

Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fröhlich in dem Herrn, mein Haupt ist erhöht in dem Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan wider meine Feinde, denn ich freue mich deines Heils. Es ist niemand heilig wie der Herr, außer dir ist keiner, und ist kein Fels, wie unser Gott ist. Der Herr tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf. Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt auf den Dürftigen aus dem Staub und erhöht den Armen aus der Asche, dass er ihn setze unter die Fürsten und den Thron der Ehre erben lasse.

Liebe Gemeinde,

in der Predigtvorbereitung wurde ich von einem guten Freund auf Ostern angesprochen. Wir sprachen über Ostereier, Osterlamm, Osterspaziergang und die tolle freie Zeit, die man so richtig genießen kann. Ich erlaube mir dann immer den Hinweis, dass Ostern noch etwas mehr beinhaltet, als das eben genannte. Als ich zur Auferstehung unseres Herrn kam, kam die Frage: Und was habe ich damit zu tun ? Genau diese Frage ist es, liebe Gemeinde, die 95 % der Bevölkerung sich stellen.

Lassen Sie uns doch heute morgen einmal eine Antwort darauf suchen, was es denn mit der Osterfreude und dem Ostergeschehen auf sich hat. Fragen wir also einmal ganz konkret:
Was habe ich ganz persönlich von dem österlichen Geschehen ?
Ich glaube, es sind drei Punkte, die für uns ganz wichtig sind.

1. Das Geschenk der Sündenvergebung

Mit dem Kreuzestod hat der Herr Jesus für alle unsere Sünden bis in alle Ewigkeit hinein Buße getan. Das, was uns den Weg zu Gott versperrte existiert nicht mehr. Mit dem Tod unseres Herrn haben wir die Eintrittskarte in den Himmel erhalten. Wir müssen diese Eintrittskarte aber auch annehmen. Und das, liebe Gemeinde, fiel schon damals den Menschen schwer und fällt uns heute ebenfalls noch schwer.

In unserer grenzenlosen Selbstüberschätzung glauben wir nämlich, keinen Erlöser nötig zu haben. Ich stehe selbst für meine Fehler gerade, das höre ich an allen Ecken und Enden. Natürlich gestehe ich dies jedem zu, der es so will. Nur muss man bedenken, dass man mit der eigenen Sündenlast vor dem heiligen Gott steht, vor dem kein Mensch jemals aus sich heraus bestehen kann. Und diese Selbstüberschätzung führt schnurstracks in die Hölle. Aber soweit muss es ja gar nicht kommen.
Wenn wir heute das Gnadengeschenk unseres Herrn annehmen, dann können wir heute schon gewiss sein, dass wir die Ewigkeit mit Ihm zusammen im Himmel verbringen werden.

2. Das Geschenk der Wunder

Hanna aus unserem Predigttext war gewiss keine beneidenswerte Frau. War ihr doch der Kinderwunsch über Jahre hinweg verwehrt geblieben. In der Sozialstruktur der damaligen Zeit galt eine Frau ohne Kinder als minderwertig. Und dann, als sie sich flehentlich an den Herrn gewandt
hatte und eigentlich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, geschah es doch: sie wurde schwanger. Endlich war mit einem Mal aller Makel von ihr weggewischt worden. Sie galt wieder als eine vollwertige Frau. Sie wurde wieder respektiert und geachtet. Daher die überschäumende Freude der Hanna.

Was Hanna widerfahren ist, dass kann uns auch heute immer wieder widerfahren. Gott, bzw. Jesus wirkt auch heute noch in das Leben Seiner Jünger hinein, wenn sie Ihn inständig bitten. Auch heute noch geschehen Wunder, die wir nur mit dem Eingreifen Gottes erklären können. Nur Gott, der jenseits von allen Naturgesetzen steht, kann diese Wunder bewirken.

Auch wenn Gott schon alles kennt, um das wir Ihn bitten, erwartet Er doch, dass wir uns hingebungsvoll an Ihn wenden und Ihn als einzigen Retter und Erlöser anerkennen. Dies sehen wir an vielen Beispielen, die uns der Herr Jesus in den Evangelien hinterlassen hat. Immer wieder
heilte Er Menschen, die all ihre Hoffnung auf Ihn allein setzten. Wir müssen also zuerst zu Ihm kommen und dürfen dann die Gnade erwarten.

Jetzt müssen wir aber auch darauf hinweisen, dass Jesus kein Wunderheiler ist, der stets und immer all die Wunder geschehen lässt, um welche wir Ihn bitten. Wenn etwas nicht so geschieht, wie wir es erbeten haben, dann geschieht etwas, dass wesentlich besser für uns ist.

Und an diese Tatsache dürfen wir uns nicht nur am Ostertag erinnern, sondern unser ganzes Leben lang.

3. Das Geschenk des Beistandes

Unmittelbar mit dem Ostergeschehen hängt ja auch das Pfingstgeschehen zusammen. Ohne Ostern keine Himmelfahrt und ohne Himmelfahrt kein Pfingsten. Daher muss ich heute schon ein wenig vorweg greifen, wenn es um das dritte Ostergeschenk geht.

Jesus ist zu Seinem Vater zurückgekehrt. Aber Er hat uns versprochen uns einen Tröster zu senden, der alle Zeit bei uns ist. In der Form des Heiligen Geistes ist dieser Tröster zu uns gekommen. Gott ist also in der Form des Heiligen Geistes alle Zeit unter, neben und über uns.

Ich weiß, dass dies schwer vorstellbar ist. Und wir mögen es ja auch nicht so unbedingt, einen immer stets und überall neben uns zu wissen. Einen, der einem immerwährend über die Schulter schaut und alles, ja wirklich alles mitbekommt, was wir gerade so tun und auch was wir gerade
so denken. Manchmal kein besonders toller Gedanke. Besonders dann, wenn ich mich mal so richtig über einen anderen Menschen ärgere, möchte ich nicht, dass Jesus dies und meine Gedanken nun unbedingt mitbekommt.

Ich kann aber nur immer wieder bestätigen, dass es tatsächlich so ist.
Nur unser Verständnis des Heiligen Geistes ist manchmal falsch. Der Heilige Geist ist nicht die „große Petze“, die Gott sagt: „Ulli Naber hat heute wieder mal dies und jenes gemacht, und was er alles gedacht hat… Und so einer will dein Kind sein ?!“ Wenn wir uns die Gegenwart des Heiligen Geistes derart vorstellen, dann ist dies bestimmt mehr als nur einfach unangenehm.

Der Heilige Geist ist aber ein Tröster und kein Ankläger. Der Ankläger, liebe Gemeinde ist der Satan, der immer um uns ist und unsere Fehler am liebsten sofort Gott melden möchte. Der Tröster hingegen will uns stark machen für ein Leben mit Gott. Wenn wir es so wollen, ist der Heilige
Geist, der göttliche Coach, der uns ein Leben lang begleitet. Dieser Coach trainiert uns für ein Leben mit Gott. Salopp gesagt, bereitet Er uns auf die Ewigkeit im Himmel vor. Er baut uns auch auf, wenn es uns mal wieder richtig schlecht geht. Dieser Coach bewahrt uns vor den immer
wieder aufgestellten Fallen des Teufels. Und der göttliche Coach berät uns auch in allen Fragen des Alltages, wenn wir Ihn denn um Seinen Rat bitten.

Die Last der Sünde ist weg, Gott wirkt auch heute noch in dieser Welt ganz konkret und der Heilige Geist ist unser steter treuer Begleiter hier auf Erden. Kann es ein schöneres Ostergeschenk geben ?

Der Liederdichter Nikolaus Hermann drückt in dem ersten Vers seines Liedes „Wir danken dir, Herr Jesu Christ…“ die Osterfreude sehr treffend und prägnant, wie folgt aus:

Wir danken dir, Herr Jesu Christ,
dass du vom Tod erstanden bist
und hast dem Tod zerstört sein Macht
und uns zum Leben wiederbracht.
Halleluja.

Der Herr sende die Osterfreude in Dein Herz
Der Herr lasse Dich diese Freude jeden Tag spüren
Der Herr stärke Dich mit der Osterfreude für ein Leben IN IHM

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest. Genießen Sie diese schönen Tage und nehmen Sie sich doch wieder einmal die Zeit für ein ausführliches Gespräch mit unserem Herrn. Er ist nur ein Gebet weit entfernt.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber