Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich zur heutigen Neujahrpredigt im Jahre 2018. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2018. Den Predigttext für die heutigen Neujahrspredigt finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 4. Kapitel, die Verse 16-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesu Predigt in Nazareth

Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61, 1-2): Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn. Und als er das Buch zutat, gab er’s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.

Liebe Gemeinde,

beim ersten Lesen des Predigttextes fiel mir sofort ein: Das ist genau auf den Neujahrstag zugeschnitten. Lassen Sie uns daher einmal gemeinsam überlegen, was diesen Predigttext hinsichtlich des Neujahstages so besonders macht.

1. Das Gnadenjahr

Ein weiteres Gnadenjahr des Herrn hat begonnen wie wir soeben gehört haben. Ist das nicht wunderbar, wie der Herr uns Gnadenjahr um Gnadenjahr schenkt um den Menschen die Möglichkeit zu geben zu ihm zurückzukehren.

Denken wir doch einmal wieder daran, wie langmütig, gnädig und barmherzig unser Herr ist. Er, der Himmel und Erde gemacht hat, könnte mit Fug und Recht diesem Planeten mit sofortiger Wirkung ein Ende setzen.

Was haben wir im vergangenen Jahr nicht alles getan, um seine Barmherzigkeit auf’s Spiel zu setzen. Denken wir nur einmal an das Projekt „Ehe für alle“. Ein glasklarer Verstoß gegen all, das was uns der Herr zu tun oder zu lassen geboten hat. Denken wir an die vielen Tötungsdelikte gegen das ungeborene Leben. Auch das hat uns unser Herr verboten.

Zahlreiche andere Verstöße kommen sicherlich noch hinzu. Aber wieso ist unser Herr denn eigentlich immer noch so gnädig? Liebe Gemeinde, unser Vater im Himmel sieht uns nicht als anonyme Masse an, die größtenteils seine Gebote mit Füßen tritt. Nein, unser Herr sieht einen jeden von uns ganz persönlich an und möchte, dass ein jeder von uns sich wieder zu ihm bekehrt.

Nutzen wir doch dieses neue Jahr um diese frohe Botschaft den Menschen nahezubringen, die sie noch nicht kennen. Und danken wir dem Herrn doch wieder einmal ganz inständig, dass er noch ein Gnadenjahr hinzugefügt hat.

2. Das Erlösungsjahr

Liebe Gemeinde, Gnade vor Recht ergehen lassen, diesen Spruch kennen wir sicherlich alle. Man sagt ihn oftmals so schnell daher, aber was bedeutet er denn eigentlich?

Gnade vor Recht heißt nichts anderes, als dass ich, wenn es mit rechten Dingen zugehen würde eine Strafe verdient hätte, mir diese Strafe aber erlassen wird oder aber ein anderer diese Strafe für mich übernimmt.

Wenn es nach Recht und Gerechtigkeit zuginge, dann würde ein jeder von uns in der Hölle landen. Als Erbsünder geboren lernen wir nichts so schnell wie die Sünde. Schauen wir uns doch einmal kleine Kinder an. Das Wort „Nein“ scheinen sie automatisch mit der Geburt mitbekommen zu haben. Oder aber die Lüge. Automatisch neigt der Mensch eher zur Lüge als zur Wahrheit.

Auch wenn wir manche Lügen gern als Notlügen bezeichnen, dann sind sie trotzdem Lügen und ein Verstoß gegen Gottes Gebote. Und ein Verstoß muss bestraft werden. Nun können wir diese Strafe aber gar nicht selber bezahlen, da wir dazu gar nicht in der Lage sind.

Daher hat Gott selber für all unsere Sünden und Verstöße mit dem Leben seines Sohnes bezahlt und uns somit den Weg zurück in die Heimat ermöglicht.

Danken wir dem Herrn eigentlich noch dafür, was er für uns getan hat? Wir könnten ja gleich heute wieder damit beginnen.

3. Die Folgen

Uns ist also Gnade und damit Erlösung widerfahren. Das ist schön und darüber dürfen wir uns auch jeden Tag auf’s Neue freuen. Aber mit dieser Erlösung sind auch eine Aufgaben verbunden, die uns unser Herr auf unsere Herzen gelegt hat. Welche dies sind, damit wollen wir uns zum Abschluss der heutigen Predigt noch kurz befassen.

a. Den Gefangenen Freiheit predigen.

Wie viele Menschen sind in Sünden gefangen und wissen keinen Ausweg aus diesem Dilemma. All diesen Menschen sollen wir den einen Ausweg aufzeigen, der sie sofort von diesen Sünden befreit, nämlich den Weg zum Kreuz.

b. Die Blinden sehend machen.

Wenn ich eine Reise unternehme, dann komme ich nur dann sicher dort an, wenn ich in mein Navigationsgerät den richtigen Ort eingebe. Wenn ich irgendeinen Ort angebe, dann komme ich höchstwahrscheinlich nicht zu meinem Ziel, sondern lande irgendwo, wo ich nicht hin will.

Und so sind viele Menschen blind, was den Glauben angeht. Öffnen wir ihnen doch ihre Augen und helfen ihnen, in ihr Navi den Zielort Golgatha einzugeben. Dieser Vergleich zeigt uns auch, was Gott von uns erwartet. Wir sollen unseren Mitmenschen nur den rechten Weg aufzeigen, die Entscheidung, ob sie diesen Weg einschlagen sollen die müssen sie schon selber treffen.

Da kann auch kein Zwangsevangelisator etwas dran ändern. Den Weg zum Kreuz muss jeder Mensch von sich aus und aus freien Stücken gehen.

c. Den Zerschlagenen die Freiheit predigen.

Jeder von uns hat bestimmt schon einmal mit Misserfolgen zu tun gehabt. Wir sind bestimmt alle auch schon einmal ungerecht behandelt worden. Wie gehen wir als Christen denn damit um ? Nun, als Christen befehlen wir diese Dinge unserem Herrn an. Und dann lasen wir diese Dinge auch bei unserem Herrn und gehen fröhlich unseres Weges.

Das klappt zwar nicht immer sofort und auf Anhieb. Aber letztendlich klappt es dann doch.

Wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme, dann höre ich bei vielen Menschen eine Hoffnungslosigkeit aus ihren Worten heraus. Misserfolge, ungerechte Behandlungen und viele andere Dinge sind diesen Menschen geschehen.

Wenn ich niemanden habe, dem ich diese Dinge vor die Füße legen kann, dann komme ich irgendwann in den Zustand hinein, indem mich die Dinge zu überrollen scheinen und ich einfach keinen Ausweg mehr sehe. Ein Misserfolg folgt dem nächsten und natürlich fühle ich mich dann auch von der ganzen Welt ungerecht behandelt. Das gipfelt oftmals in einem Gefühl des Zerschlagenseins.

Und wenn wir jetzt im Jahre 2018 einem Menschen begegnen, dem so etwas oder ähnliches widerfahren ist, dann dürfen wir diesem Menschen den Weg zeigen, wohin er mit all seinen Nöten gehen kann; nämlich zu dem Mann am Kreuz. Dem ist es nämlich nicht egal, ob wir einen Misserfolg nach dem anderen erleben oder ob die Menschen auf unseren Seelen herumtrampeln. Der ist schließlich für uns gestorben, damit wir frei leben können.

Lassen Sie uns nunmehr zum Abschluss einstimmen in den 9. Vers des Liedes „Der du die Zeit in Händen hast…“ (EG 64) von Jochen Klepper, der da lautet, wie folgt:

Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
Bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Neujahrstag und einen fröhlichen Start in das Jahr 2018.

Predigt zum Neujahr 2017

Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Neujahr 2017. Möge uns unser Herr auch in diesem Jahre zur Seite stehen und uns durch unser Leben führen und begleiten. Den Predigttext für den heutigen Neujahrstag finden wir bei dem Evangelisten Johannes Kapitel 14, die Verse 1-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesus der Weg zum Vater
Euer Herz erschrecke nicht ! Glaubt an Gott und glaubt an mich ! In meines Vater Haus sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten ? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen ? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Liebe Gemeinde,

von vielen im Glauben noch nicht so erfahrenen Schwestern und Brüder were ich immer wieder einmal gefragt: Gott ja, aber wozu brauche ich Jesus ? Reicht es denn nicht, wenn ich an Gott glaube ? Es reicht in der Tat nicht, an Gott zu glauben, das tut auch der Teufel. Und der ist bestimmt kein Aspirant auf einen Platz im Himmel. Daher wollen wir uns sogleich zu Beginn des neuen Jahres mit Jesus dem einzigen Weg zum himmlischen Vater beschäftigen.

Jesus der Weg

Jesus sagt uns selbst, dass er der Weg zum Vater ist, und zwar der einzige Weg. Und ER möchte uns diesen Weg aufzeigen. Er möchte uns diesen Weg aber nicht nur aufzeigen, er möchte diesen Weg auch gemeinsam mit uns zusammen begehen.

Wenn ich irgendwo in der Fremde bin und nicht mehr weiter weiß, dann frage ich einen ortskundigen Führer, ob er mir den rechten Weg zeigen kann. Wenn ich auf der ganz sicheren Seite sein will, dann bitte ich diesen Führer, mich auf diesem Wege zu führen und zu begleiten, damit ich keinesfalls mein Ziel verpasse.

Bei uns und Jesus ist es genau so. Wir waren alle Fremde in dieser Welt und oftmals einfach orientierungslos. Als wir dann den Weg zum Glauben gefunden haben, haben wir unseren ersten Kontakt zu Jesus, unserem Himmesführer gehabt. Wir sind durch unsere Bekehrung von Gottes Geschöpfen zu Gottes geliebten Kindern geworden.

Gott liebt indes seine Kinder so sehr, dass er alles daran setzen möchte, dass wir uns auf unserem Wege hin zu ihm auch nicht wieder verlaufen. Darum lässt uns Jessu diesen Weg auch niemals alleine gehen. Wenn wir uns an ihn hängen, also unserem Himmelsführer auf Schritt und Tritt folgen, dann werden wir ganz sicher unser Ziel, den Himmel, erreichen.

Aber oftmals meinen wir Menschen ja, es besser zu wissen als Gott. Und dann kann es schon einmal vorkommen, dass wir eine vermeintlich kleine Abkürzung des Weges einschlagen und letztendlich dann doch in einer Sackgasse landen. Aber keine Angst, Jesus ist nur ein Gebet weit entfernt und wartet nur auf unseren Hilferuf.

Jesus die Wahrheit

Das Gegenteil zur Wahrheit ist bekanntermaßen die Lüge. Und bei Wahrheit und Lüge treffen Himmel und Hölle aufeinander.

Wir haben ja alle nur eine ganz bestimmte Zeit, die wir auf diesem Planeten Erde verbringen dürfen. Und nur diese Zeitspanne steht dem Teufel zur Verfügung, um uns den Kontakt zu Gott zu verwehren oder aber um uns wieder von Gott „loszueisen“.

Dazu ist ihm jedes Mittel recht. Die eigentliche Waffe des Teufels ist aber die Lüge. Nicht umsonst wird er auch als Vater der Lüge bezeichnet. Und der Teufel ist dabei nicht blöde, sondern hochintelligent. Nehmen wir doch sein Wirken in der Schöpfungsgeschichte. Er tritt ja nicht auf und stellt sich als Teufel vor, der gern einmal die Frau Eva verführen wollte. Nein, er beginnt die Unterhaltung in etwa mit den Worten, dass er mit Eva mal über Religion reden wolle. Und dann stellt er irgendwann mit seiner satanischen Logik das Wort Gottes infrage und es kommt zum bekannten Sündenfall, der aber noch gar nicht als Sünde wahrgenommen wird.

Jetzt werden Sie denken: Ja, das war damals, sowas kommt doch heute gar nicht mehr vor. Zugegeben, die Sache mit dem Paradies kommt heute nicht mehr vor. Aber es gibt auch heute noch so viele Lügen in der Welt, die uns der Teufel als Wahrheit „verkaufen“ möchte. Und er hat nach wie vor Erfolg damit. Erfolg, Geld, Karriere und Ansehen benutzt der Teufel gern, um unseren Fokus von Gott wegzulenken.

Jesus indes ist der Vater der Wahrheit. Auf alle unsere Fragen hat er stets die passende uns richtige, sowie richtungsweisende Antwort parat. Jesus möchte, dass es uns wohl ergeht. Er möchte nicht, dass wir in die Sünde abgleiten. Und weil er ja stets an unserer Seite ist, können wir ihn auch bei den noch so kleinen Fragestellungen unseres Alltages bitten, uns zu helfen. Jesus hat übrigens überhaupt nichts gegen Erfolg, Geld, Karriere und Ansehen einzuwenden.

Jesus will uns aber davon abhalten, dass dies die einzigen Ziele unseres Lebens sind und dass sich alles nur noch um sie dreht. Wir dürfen alle viel Geld verdienen, aber der Mittelpunkt unseres Lebens soll ER unser himmlischer Vater sein. Wenn dies so ist, dann werden wir auch verantwortungsvoll mit Reichtum, Ansehen und Erfolg umgehen können.

Jesus das Leben

Liebe Gemeinde, zu dem Erweckungsprediger Spurgeon kam einmal ein junger Mann. Als Spurgeon ihm etwas über den Glauben erzählt hatte, sagte der junge Mann zu ihm: „Schön und gut, aber ich möchte, bevor ich mich bekehre, noch etwas vom Leben haben.“ Spurgeon entgegenete ihm: „Junger Mann, bekehren sie sich doch sofort, dann bekommen Sie nicht nur ETWAS vom Leben, sondern DAS Leben.“

Wenn Jesus uns sagt, dass er das Leben ist, dann können wir als Beweis einfach anführen, dass er der Erste ist, der den Tod überwunden hat und von den Toten wieder auferstanden ist. Wenn das nicht DAS Leben ist !

Was bedeutet dies aber für uns heute zum Neujahr 2017 ?

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite ist DAS Leben, weil er seinen Frieden in uns hineinlegt und wir fortan, ausgestattet mit diesem göttlichen Frieden, unser Leben ganz befreit führen können und dürfen.

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite bedeutet, dass wir schon auf Erden ein erfülltes Leben führen können. Ein Leben, in welchem er die Regie führt und uns leitet und begleitet. Das heißt, dass wir vor nichts und niemandem auf Erden mehr Angst haben müssen, da ja unser Herr an unserer Seite ist.

Ein Leben mit Jesus an unserer Seite heißt aber auch, das wir ein Leben führen, welches mit unserem körperlichen Tode eben nicht endet. Wir haben schließlich DAS Leben, welches über unseren körperlichen Tod in das ewige Leben eingeht.

Ein friedvolles, erfülltes Leben mit unserem Herrn zu führen und zu wissen, dass dieses Leben zwar auf Erden endet, aber dann ewig weitergeht, das sind doch Haltepunkte unseres Lebens, an denen wir uns auch im Jahre 2017 immer wieder ganz fest anklammern können. Ist das nicht wunderbar ?

Bevor wir auseinandergehen, lassen Sie uns noch gemeinsam in den 4. Vers des Liedes “ Hilf, Herr Jesus, lass gelingen (EG 61) von Johann Rist einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Herr, du wollest Gnade geben, dass dies Jahr mir heilig sei
und ich christlich können leben ohne Trug und Heuchelei,
dass ich noch allzeit auf Erden fromm und selig möge werden.
Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegnetes Neujahr und einen guten Start in die erste Januarwoche 2017.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes und frohes Neues Jahr 2016. Möge der Herr Ihnen auch in diesem Jahre auf allen Ihren Wegen ein treuer Begleiter sein. Der Predigttext für den heutigen Neujahrstag besteht aus der Jahreslosung für das Jahr 2016. Wollen wir kurz auf diese Losung hören, die wir bei dem Propheten Jesaja im 66. Kapitel, Vers 13 finden:

Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Liebe Gemeinde,

ist das nicht eine herrliche Verheißung die uns der lebendige Gott für das Jahr 2016 mit auf unseren Lebensweg gibt? Obwohl sie von sich aus schon schlüssig ist, wollen wir sie uns doch heute Morgen ein wenig detaillierter betrachten.

1. Ich will

Mit diesen Worten beginnt unsere Jahreslosung. Hier steht nicht: „Ich kann“, „Ich möchte“ oder „Ich könnte“. Hier steht ein ganz entschlossenes „Ich will“.

Dieses Wort setzt von demjenigen, der es ausspricht, einen unerschütterlichen Vorsatz voraus, das nachfolgend genannte unbedingt in die Tat umzusetzen. Egal, was auch passiert, der Wille ist immer stärker als die Umstände.

Diesen festen Vorsatz hatte Gott aber nicht nur zu Zeiten des Propheten Jesaja, nein, diesen Vorsatz hat er auch heute noch. Ich heute noch sagte er: „Ich will“. Das bedeutet auf der anderen Seite aber auch, dass wir uns felsenfest auf diesen Vorsatz Gottes verlassen können.

Dieses „Ich will“ ist in Stein gemeißelt und bis an das Ende der Zeit gültig.

Jetzt mag der ein oder andere Hörer vielleicht sagen „Ja, ja, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Wie oft habe ich mir schon etwas willentlich vorgenommen. Und dann ist doch wieder nichts draus geworden. Ich bitte aber zu bedenken, WER diese Worte spricht. Es ist nämlich Gott höchstpersönlich. Und dessen Wort gilt bis in alle Ewigkeit.

2. Trost

Was ist das eigentlich, trösten? Ich habe mich ein wenig im Internet umgeschaut und folgende Definition entdeckt:

Trost ist die Zuwendung an jemanden, der Leid ertragen muss. Im griechischen Urtext wird Trost auch mit dem Wort Ermutigung übersetzt.

Bleiben wir einfach mal bei dieser Definition. Gott möchte uns ermutigen in allen unseren Lebensumständen. Gott möchte uns mit seinem „Halte durch“ ermutigen, auch bei leidvollen Erfahrungen nicht gleich vom Glauben abzufallen.

Gott möchte uns in unserem Leide ganz nahe sein und uns durch unser Leid hindurchführen. Sein „Halte durch“ gibt uns oftmals erst die Kraft, auch Leidenszeiten zu durchwandern und uns nicht dem Leide hinzugeben.

Gottes „Halte durch“ will uns ermutigen, nicht tatenlos zu werden. Egal, was uns immer auch gerade passiert ist, wir sollen wieder aufstehen und unseren Weg mit Gott weitergehen. Nehmen wir uns dies doch einmal für das Jahr 2016 vor.

Es muss uns ja nicht gleich eine leidvolle Erfahrung wie der Tod eines Angehörigen treffen. Auch die vielen kleinen leidvollen Erfahrungen lassen sich bestimmt besser ertragen, wenn wir das „Halte durch“ unseres Herrn immer in unserem Herzen tragen.

Und lassen Sie uns eines niemals vergessen: Gott ist in Gestalt des Heiligen Geistes immer nur ein Gebet weit von uns entfernt. Wenn wir ihn anrufen, dann eilt er sofort herbei um uns zu ermutigen.

3. Wie eine Mutter

Wen tröstet denn eine Mutter? Sie tröstet ihr Kind, welches auch Ihr Fleisch ist. Jedes Kind wächst im Bauch der Mutter heran und wird von ihr höchstpersönlich zur Welt gebracht. Wenn Gott diese Metapher der Mutter gebraucht, dann heißt dies doch nichts anderes, als dass wir seine leibhaftigen Kinder sind, um die er sich kümmern will.

„Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde…“, so lesen wir es in der Schöpfungsgeschichte. Wir alle, die wir heute auf Erden sind, sind also nach seinem Bilde geschaffen und demzufolge unendlich wertvoll für unseren Herrn. Als seine persönlichen Abbilder möchte Gott sich um jeden einzelnen von uns höchstpersönlich kümmern.

Nach der Schöpfung kam aber dummerweise der Sündenfall. Und dies bedeutete, dass wir auf ewig von Gott getrennt sind. Den göttlichen Trost konnte uns Gott also gar nicht mehr zuteilwerden lassen. Er wollte uns aber trotzdem trösten. Salopp gesprochen, war jetzt guter Rat teuer. Aber Gott wäre nicht Gott, wenn er nicht bereits einen Plan in der Hinterhand gehabt hätte.

Damit wir wieder freien Zugang zu ihm bekommen können, müsste ein anderer an unserer Stelle für alle unsere Sünden die Strafe auf sich nehmen. Und wenn dieser andere das getan hat, dann sind wir in alle Ewigkeit von der Strafe befreit.

Und die Geburt dieses Einen, der für unsere Sünden gestorben ist und uns den Weg zu Gott wieder frei gemacht hat, an diese Geburt haben wir vor ziemlich genau einer Woche gedacht.

Lassen Sie uns diesem Kinde in der Krippe unseren Dank sagen für das, was ER für uns getan hat. Und dann lassen Sie uns in das Jahr 2016 hineingehen mit der festen Gewissheit, dass immer einer bei uns ist, der zu einem jeden von und ganz persönlich die Worte spricht:

„Ich will Dich trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“

Lassen Sie uns den Herrn um seinen Beistand im Jahre 2016 mit dem ersten Vers des Liedes „Hilf, Herr Jesu, lass gelingen…“ (EG 61) bitten, der da lautet, wie folgt:

Hilf, Herr Jesu, lass gelingen,
hilf, das neue Jahr geht an;
lass es neue Kräfte bringen,
dass aufs neu ich wandeln kann.
Neues Glück und neues Leben
wollest du aus Gnaden geben.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen besinnlichen Neujahrstag.

Herzliche Segensgrüße sendet Ihnen
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Neues Jahr 2015. Möge Gott uns auch in diesem Jahre auf allen unseren Wegen begleiten, behüten und beschützen. Den Predigttext für den heutigen Neujahrstag finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 4. Kapitel, die Verse 16-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61,1-2): “ Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn. “ Und als er das Buch zutat, gab er’s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.

Liebe Gemeinde,

es erstaunt mich immer wieder, wie präzise und detailgetreu die Propheten des Alten Testamentes die Zukunft vorhergesagt haben. Wenn uns heute jemand die Lottozahlen vom nächsten Samstag sagen könnte, wir würden ihn vergöttern. Wenn uns aber jemand den Weg zur ewigen Errettung und damit den Weg in den Himmel aufzeigt, dann lässt dies viele Menschen einfach kalt.

Wenn wir uns den Predigttext einmal etwas näher betrachten dann fällt uns auf, dass in diesem Text das ganz konkrete Wirken Jesu aufgezeigt wird. Da unser Herr ja lebt, können wir davon ausgehen, dass er heute noch genau so wirkt, wie es der Prophet Jesaja lange vor der Geburt Jesu bereits beschrieben habt. Im Wesentlichen können wir dem heutigen Predigttext „3 Jesuswirkungen“ entnehmen. Lassen Sie uns diese ein wenig näher betrachten:

1. Gefangene werden frei

„Jesus macht frei“, das stand auf den Armbändern eines der letzten Kirchentage in unserem Lande. Das setzt natürlich voraus, dass man unfrei, also ein Gefangener ist. Ich gehe mal davon aus, dass keiner von uns nach dem Gottesdienst seinen Weg in die Haftanstalt antreten muss.
Das ist hier sicherlich auch so nicht gemeint.

Aber sind wir nicht alle irgendwann einmal Gefangene gewesen oder sind es derzeit noch? Für die die es gerade sind, für die gilt diese Botschaft ganz besonders „Jesus macht frei“. Wovon macht Jesus frei?
Von allem, was uns gefangen hält.

Alles, was uns gefangen hält, hält uns nämlich von Jesus fern. Bevor wir Jesus unser Leben übergeben können, muss er uns von allem befreien, was uns auf dem Wege zu ihm hinderlich sein kann. Daher ist es auch nicht so, dass die Glaubensentscheidung ganz allein von mir kommt. Lange bevor ich meine Entscheidung pro Jesus getroffen habe, hat er mir nämlich schon den Weg bereitet. Er hat es überhaupt erst möglich gemacht, dass ich mein Ja zu ihm sagen konnte.

Was könnte uns denn gefangen halten? Das können so banale Dinge wie unser Hobby sein. Ich habe ganz bestimmt nichts gegen Fußball. Aber muss es sein, dass die A-Jugend sonntags um 11.00 Uhr spielt. Keiner der Spieler hat je die Möglichkeit an einem Gottesdienst teilzunehmen. Neben so banalen können es auch ganz andere Dinge sein, die uns in ihren Bann ziehen. Lassen wir einmal körperliche Süchte beiseite, das ist offensichtlich, dass diese uns gefangen halten können.

Denken wir doch einmal an den gefährlichen Bereich Esoterik und Okkultismus. Wie viele Menschen sind auf diese Art und Weise dem Satan auf den Leim gegangen und kommen nun nicht mehr davon los. Wir möchten vielleicht sagen, dass uns dies nicht geschehen kann. Aber, liebe Gemeinde, häufig fängt z.B. der Einstieg in die Welt der Esoterik mit einer ganz harmlosen Engelsbotschaft an. Der Teufel ist ja nicht blöd, er weiß ganz genau, wie er auch uns Christen packen und in seinen Bann ziehen kann.

Liebe Gemeinde, es gibt aber die erlösende Botschaft, die da lautet:
Jesus macht frei. Wenn ich gefangen bin und wünsche mir von ganzem Herzen, dieses Joch loszuwerden, dann genügt ein von Herzen ehrlich gesprochenes Gebet und ich bin frei. Das Problem legt nur wieder bei uns. Wir können es nicht verstehen und begreifen und meinen daher, dass dies auch nicht geht. Aber ich kann uns allen versichern, dass es geht.
Man muss es eben nur ausprobieren.

2. Die Blinden sehen

An einigen Gleichnissen der Bibel sehen wir, dass es Jesus möglich ist, körperliche Gebrechen, wie die Blindheit zu heilen. Das kann er ganz ohne Frage auch heute noch. In unserem Predigttext hingegen ist eine viel gefährlichere Blindheit gemeint, die Blindheit, die uns den Weg zum Himmel nicht erkennen lässt und die dafür verantwortlich sein kann, dass wir die Ewigkeit in der Hölle verbringen werden.

Aber auch hier gleich ein Trost für alle „Blinden“. Jesus öffnet die inneren Augen, sodass wir ihn mit diesen inneren Augen schauen können.
Von Geburt an, liebe Gemeinde, sind wir nämlich blind. Erst wenn unser Herr unsere Augen aufgetan hat, dann erkennen wir, dass wir vorher blind waren.

Und das ist das Gefährliche in unserer Zeit. Viele Menschen haben sich so sehr an den Blindenstatus gewöhnt, dass sie gar nicht mehr davon ausgehen, dass man auch sehen kann. Viele haben sich ihr Leben blindengerecht und halbwegs komfortabel eingerichtet. Und was man nicht vermisst nach dem zieht es einen auch nicht.

Und auch hier ist unser Herr schon lange vor uns am Werk. Er legt die Ewigkeitssehnsucht in unser Herz hinein, sodass unser Herz unruhig wird und zu fragen beginnt, ob denn unser Blindenstatus alles gewesen sein soll. Wenn wir uns mit dieser existenziellen Frage direkt an unseren Herrn wenden, dann wird er unsere Augen auftun und wir werden erkennen, dass ER der Herr ist.

Bevor unsere inneren Augen aufgetan wurden, waren wir blind. Daher können wir vielleicht jetzt auch den Hohn und Spott unserer Mitmenschen nachvollziehen, wenn wir von unserem Glauben reden. Sie, deren Augen noch geschlossen sind, KÖNNEN es ja gar nicht verstehen. Helfen wir Ihnen dabei, dass auch ihnen die Augen aufgetan werden.

3. Die Zerschlagenen werden heil

Einige Bibelübersetzungen verwenden anstelle des Wortes Zerschlagene, das Wort Unterdrückte, welches wesentlich besser passt.

Unterdrückt sein, das können wir körperlich, aber auch seelisch. Denken wir nur einmal an den tyrannischen Ehemann, der seine Frau zwar nicht schlägt, aber sie stets seelisch foltert. Oder denken wir an den gewaltbereiten Männer, die ständig ihre Familie schlagen. Auch diese Opfer zählen zu den Unterdrückten, denen sich unser Herr annehmen will.

Leider ist es so, dass sich derart Unterdrückte häufig mit der Situation arrangiert haben und versuchen aus dem Unterdückten-Status auch noch etwas vermeintlich Erträgliches zu machen. Wir kommen, auch wenn wir ehrlich helfen wollen, an die Unterdrückten meist gar nicht heran. Häufig sind diese derart traumatisiert, dass eine Heilung unmöglich erscheint.

Und hier kommen wir wieder zu der 3er Wirkung unseres Herrn. Er macht den Unterdrückten die Augen auf, die inneren Augen, damit sie ihren wahren Zustand erkennen können. Wo sie blind waren, werden sie auf einmal sehend und können ihren Unterdrückten-Status auch endlich wahrnehmen. Und schließlich, wenn sie ihn darum bitten, kann unser Herr diese Menschen von ihrem Joch erlösen.

Und weil unser Herr auch heute noch überall auf diese wunderbare Weise Menschen erretten kann aus diesem Grunde möchte ich mich auch in diesem neuen Jahr unter seinen persönlichen Schutz stellen. Wollen wir dies gemeinsam tun?

Dann lassen Sie uns dies gemeinsam tun, indem wir zusammen in den 8.
Vers des Liedes von Gerhard Tersteegen „Gott ist gegenwärtig…“ (EG
165) einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Herr, komm in mir wohnen,
lass mein Geist auf Erden
dir ein Heiligtum noch werden;
komm, du nahes Wesen,
dich in mir verkläre,
dass ich dich stets lieb und ehre.
Wo ich geh, sitz und steh,
lass mich dich erblicken
und vor dir mich bücken.

Der mache Dich frei von allem, was Dich von ihm fernhalten könnte Der Herr öffne Deine inneren Augen, damit Du seine Herrlichkeit schauen kannst Der Herr begleite Dich auch in diesem Jahre auf allen Deinen Wegen

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Neujahrstag.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Neujahrstag im Jahre 2014.
Ich wünsche Ihnen allen Gottes reichen Segen, Seinen Schutz und Seine Führung und viel Glück auch in diesem Jahr. Unser Predigttext für den heutigen Neujahrstag ist traditionell die Jahreslosung 2014. Diese finden wir im Psalm 73, Vers 28. Sie lautet:

„Gott nahe zu sein ist mein Glück“

Liebe Gemeinde,

Manchmal sind es gerade die kurzen einprägsamen Texte, die uns zum Überlegen und denken anregen wollen. Lassen Sie uns heute morgen darüber nachdenken, was uns dieser Text, der uns ein ganzes Jahr begleiten will, sagen möchte.

1. Glück

Glücksfeen, Glücksspiele und das Lottoglück. Alles Begriffe, die uns im Leben tausendfach begegnen. Natürlich denken wir nicht darüber nach. Wozu auch ?
Und dann finden wir das Wort Glück in unserer Jahreslosung.
Also ist es sicherlich wert, dass wir uns darüber unsere Gedanken machen.

Was zeichnet eigentlich Glück aus. Ich würde mal sagen, Glück ist etwas, das nicht mein Verdienst ist. Glück ist etwas, was ich geschenkt bekomme. Und Glück ist etwas, worauf ich keinen Anspruch habe.

Ich wage einmal eine ganz saloppe Behauptung, indem ich sage:
„Wir haben wirklich Glück gehabt, dass Gott als Mensch auf die Welt kam, um uns alle zu erlösen“.

Die Erlösung ist ganz bestimmt nicht unser Verdienst. Mit all unseren guten Werken können wir keinen Eindruck schinden bei unserem Herrn. Bei all unserer Selbstgerechtigkeit müssen wir immer wieder eingestehen, dass wir nichts dazu beitragen können, um uns selbst zu erlösen.

Also, Glück gehabt, dass Gott als Mensch auf die Welt kam.

Glück ist etwas, was ich geschenkt bekomme. Bei Geschenken gibt es einen Schenker und einen Beschenkten. Das Geschenk der Erlösung fällt uns nicht automatisch nach unserer Geburt in den Schoß. Wenn man etwas geschenkt bekommt, dann muss man dies auch annehmen. Erst dann gilt der Schenkungsakt als abgeschlossen.

Erst dann, wenn ich ein Geschenk angenommen habe, dann hat es auch einen Wert für mich, dann kann ich es verwerten und benutzen. So ist es auch mit Gottes Gnadengeschenk. Es reicht nicht, dass ich mit meinem Verstand begreife, was Gott für mich getan hat. Ich muss dieses Geschenk von ganzem Herzen annehmen. Erst dann darf ich mich auf die Erlösungstat unseres Herrn berufen, erst dann darf ich dieses Geschenk in meinen Händen halten, bzw. in meinem Herzen bewahren.

Also, Glück gehabt, dass Gott als Mensch auf die Welt kam.

Glück ist etwas, auf das ich keinen Anspruch habe. Alles, was wir im Leben erleben, ist ein Geschenk Gottes an uns.

Schöne Dinge und Erlebnisse nehmen wir natürlich gerne von Gott an. Ich glaube, da hat niemand unter uns ein Problem mit.

Liebe Gemeinde, aber auch die schweren Tage dürfen wir aus der Hand Gottes als ein Geschenk annehmen. Dahinter verbirgt sich nämlich auch Seine Führung durch schwere Zeiten hindurch. Und gerade die schweren Zeiten im Leben sind es doch, die uns innerlich immer mehr reifen lassen.

Also, Glück gehabt, dass Gott als Mensch auf die Welt kam.

2. Nähe

Gott nahe zu sein ist mein Glück. Was verbinden wir eigentlich mit dem Begriff der Nähe ? Nahe bin ich z.B. meiner Frau. Wir können uns alles erzählen, wir haben keine Geheimnisse voreinander und wir können uns in allen Situationen unsers Lebens bedingungslos aufeinander verlassen.

Dies können wir auch auf Gott übertragen. Gott will uns nahe sein. Er möchte, dass wir IHN in unser Leben einladen. Gott möchte gegenwärtig sein und dies an 365 Tagen im Jahr, jeweils 24 Stunden lang. Und das ist unser Glück.

Wir können jederzeit alle unsere Nöte, Sorgen und Probleme zu Ihm bringen, Ihm diese vor die Füße legen und Ihm vertrauen, dass Er das Beste daraus machen kann. Vor Gott können und müssen wir auch keine Geheimnisse haben. Er kennt uns und weiß, wie es uns geht. Er möchte stets das Beste für uns.

Und das Schönste ist, dass wir uns in allen Situationen unseres Lebens ganz und gar auf Ihn verlassen können. Egal, was auch passiert, auch wenn uns alle Menschen im Stich lassen, ER ist und bleibt treu an unserer Seite.

Wenn wir mit Ihm reden, dann antwortet Er für gewöhnlich auch. Wir müssen uns nur die Ruhe und die Zeit nehmen, Seine Antwort abzuwarten.
Und dann, liebe Gemeinde, sollten wir diese Antwort auch beherzigen.

Und da liegt auch unser großes Problem. Wir meinen ja häufig, dass, wenn Gott nicht „Ja“zu unseren Vorhaben sagt, dass wir diese alleine, also ohne Seine Hilfe in die Tat umsetzen können. Und genau damit beginnen wir Seine Nähe zu verlassen. Und wenn wir Seine Nähe verlassen, dann verlassen wir auch Seinen Schutz.

In diesem Moment haben die satanischen Mächte ein freies Spielfeld. Und glauben Sie mir eines, sie nutzen dies schamlos aus. Das Gute daran ist, dass wir uns immer und jederzeit wieder in Gottes Nähe begeben dürfen.

Er stößt uns niemals weg, auch wenn wir immer und immer wieder die gleichen Fehler machen.

Also lassen Sie uns auch in diesem Jahr immer wieder die Nähe unseres Gottes suchen.
Lassen Sie uns immer wieder allein IHM vertrauen.
Und lassen Sie uns das, was er einem jeden von uns sagt, auch treu und folgsam in die Tat umsetzen.

Wenn wir dies tun, dann werden wir, und da bin mich mir absolut sicher, ein gesegnetes Jahr 2014 erleben dürfen.

Ein Leben in der Nähe des lebendigen Gottes beschreibt der Liederdichter Ludwig Helmbold sehr schön in dem 1. Vers seines Liedes „Von Gott will ich nicht lassen…“, der da lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr gebe Dir die Kraft, stets in SEINER Nähe zu bleiben
Der Herr bringe Dich zurück in SEINE Nähe, wenn Du auf falsche Wege geraten solltest
Der Herr schenke Dir durch SEINE Nähe Kraft und den Mut, auch in diesem Jahr SEIN Zeuge zu sein

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten und besinnlichen Feiertag.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

wir begrüßen Sie alle recht herzlich am heutigen Neujahrstag des Jahres 2013. Wir wünschen Ihnen allen alles nur erdenklich Gute und ein gesegnetes Neues Jahr. 15 Jahre gibt es nun die ePredigt. Im schnelllebigen Internet ist dies schon ein bemerkenswertes Alter. Dies werden wir auch Anfang des Jahres mit einem neuen Webauftritt würdigen.
Als Teil des Predigtteams grüßen wir Sie mit der Jahreslosung:
„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Heb 13,14)

Ihre
Waltraud und Jens Steinführer

Unseren heutigen Predigttext finden wir im Buch der Sprüche. Der Verfasser der meisten Sprüche ist der König Salomo. Zu Beginn seiner Regentschaft wurde er von Gott gefragt, was er sich denn am meisten wünsche. Es waren nicht Geld, Gut und Macht, die er begehrte, nein, es war die Weisheit, die er sich von Gott wünschte. Und einen Teil seiner Weisheiten finden wir im Buch der Sprüche. Es lohnt sich, dieses Buch einmal in aller Ruhe zu studieren.
Unser heutiger Text stammt aus dem 16. Kapitel, die Verse 1-9.
Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Mensch setzt sich’s wohl vor im Herzen; aber vom Herrn kommt, was die Zunge reden wird. Einen jeglichen dünken seine Wege rein, aber der Herr prüft die Geister. Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen. Der Herr macht alles zu seinem Zwecke, auch den Gottlosen für den bösen Tag. Ein stolzes Herz ist dem Herrn ein Greuel und wird gewiss nicht ungestraft bleiben. Durch Güte und Treue wird Missetat gesühnt, und durch die Furcht des Herrn meidet man das Böse. Wenn eines Menschen Wege dem Herrn wohlgefallen, so lässt er auch seine
Feinde mit ihm Frieden machen. Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht. Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.

Liebe Gemeinde,

was wünschen Sie sich eigentlich für das Jahr 2013. Gesundheit, Erfolg, Anerkennung, Geld ? Ich glaube nicht, dass dies Ihre Antworten wären. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie sich vor allem Gottes Segen für dieses neue Jahr wünschen. Es gibt aber noch etwas, was wir uns von Gott erbitten dürfen. Und das ist die Weisheit. Mit Liebe und Dankbarkeit klug und vorausschauend zu handeln, das kann man unter Weisheit verstehen.

König Salomo, der als der weiseste Mensch auf Erden galt, gibt uns in unserem heutigen Predigttext ein paar Hinweise auf das, was vor Gott weise ist. Lassen Sie uns heute morgen drei Punkte ein wenig näher betrachten.

1. Das liebe Geld

„Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.“ Das rät uns König Salomo zum Thema Geld verdienen. Von vielen Menschen, die sich nur sporadisch mit dem Wort Gottes beschäftigen wird dies immer wieder als das Hohelied der Armut verstanden und daher auch entsprechend kritisiert. Doch darum geht es wahrhaftig nicht.

Weisheit bedeutet, dass ich auf ein hohes Einkommen verzichten soll, welches unrechtmäßig erlangt wird. Das ist nun nicht so besonders spektakulär, dass ich mich auch bei der Erzielung meines Einkommens an Recht und Ordnung halten soll. Ich gehe einmal davon aus, dass kaum einer unter uns sein Geld als Massenmörder oder als Drogenbaron verdient.

Darum geht es auch nicht. Es geht nicht um den Unrechtsbegriff in der Welt, sondern um den göttlichen Unrechtsbegriff. Und dieser ist wesentlich weiter gefasst.

Unrecht ist es z.b. sich eine Beförderung zu erschleichen, die eigentlich meinem Kollegen zustünde. Unrecht ist es auch, meine Arbeitskraft meinem Arbeitgeber vertraglich zu 100 % zu übertragen und dann noch einen 400 € Job innezuhaben. Unrecht vor Gottes Augen ist es auch, dass ich alles, was ich verdiene nur für mich und meine Bedürfnisse ausgebe und meine Mitmenschen vergesse.

Wenn ich auf eine Beförderung verzichte, wenn ich mich zu 100 % meinem Hauptberuf widme und wenn ich von dem was trotzdem noch übrigbleibt dem abgebe, der immer von allem zu wenig hat, dann bin ich wirklich auf dem Wege weise zu werden. Versuchen wir das doch mal im Jahre 2013.

2. Der Mensch denkt, und Gott lenkt

„Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“
Bei diesem Satz muss ich immer wieder an meine liebe Großmutter denken. Immer, wenn ich ihr erzählte, was ich zu tun beabsichtige, fügte sie den Satz hinzu „So Gott, der Herr will.“ Als Kind und als Jugendlicher fand ich das ein wenig albern. Mittlerweile muss ich sagen, diese Frau war wirklich weise.

Wir haben doch alle schon unsere Pläne geschmiedet, was wir alles erreichen und machen können. Und vieles von dem ist gescheitert. Ist es wirklich gescheitert ? Nein, ich glaube etwas ganz anderes. Ich glaube, dass Gott die Macht besitzt, unsere Pläne jederzeit zu durchkreuzen, wenn das, was wir planen, nicht gut für uns ist oder uns gar schaden könnte.

Als Jugendlicher wollte ich eigentlich Arzt werden. Leider hat der Abi durchschnitt nicht dafür gereicht. Natürlich war ich anfangs sehr enttäuscht. Eines Tages im Winter 1978 wurde ich unmittelbarer Zeuge eines schweren Verkehrsunfalles. Zur Ersthilfe verpflichtet, habe ich natürlich angepackt. Doch nach diesem Geschehen musste ich feststellen, dass ich kein Blut sehen kann. Also nicht gerade die besten Voraussetzungen für den Arztberuf.

Ich glaube, wir sollten uns immer wieder fragen, wenn wir eine vermeintliche Enttäuschung erleben, ob nicht unser Herr dahintersteckt. Wenn nicht geschieht, was du erbittest, geschieht, was besser für dich ist. Dieses Zitat begegnet mir in vielen christlichen Büchern und Broschüren. Und ich glaube, wir tuen gut daran, dies zu unserem Lebensmotto zu machen.

Haken wir doch das ab, was wohl doch nicht das Richtige für uns ist und widmen uns den Dingen, für die uns Gott geschaffen hat. Dies können wir zwar immer wieder im Einzelfall ausprobieren. Das habe ich auch eine Zeitlang so gemacht. Auf die Dauer hingegen ist dies ziemlich frustrierend. Eines Tages sagte mir unser damaliger Pfarrer : „Frag doch einmal Gott persönlich, was du tun sollst.“ Ich hatte ja nichts zu verlieren, ein paar Träume waren bereits zerplatzt und so habe ich es
ausprobiert. Ich kann Ihnen nur versichern: Es hat geklappt. Es hat damals geklappt und klappt auch noch heute und ich vertraue darauf, dass dies auch im Jahre 2013 wieder klappt.

Nur noch so nebenbei, seit ich begonnen habe, das zu tun, was der Herr für mich vorbereitet hat, gehen mir sehr viele Dinge viel leichter von der Hand.

3. Aller guten Dinge sind 3

„Durch die Furcht des Herrn meidet man das Böse.“ Wissen wir eigentlich alle noch, was gut und was böse ist ? Ist nicht vielmehr ein Großteil unseres Lebens eine große Grauzone, die nicht richtig gut und auch nicht richtig böse ist ? So jedenfalls wird das Leben von vielen Menschen gesehen und viele Menschen leben auch danach.

Wir müssen wieder erkennen das Gute von dem Bösen zu unterscheiden. Das gelingt uns, wie wir in unserem Predigttext erfahren, durch die Furcht des Herrn. Gemeint, liebe Gemeinde, ist hier nicht die Furcht in Form der Angst, sondern in Form der Ehrfurcht.

Ehrfürchtig treten wir dem Herrn gegenüber, wenn wir sagen:
„Ja Herr, du allein weißt, was gut und böse ist. Zeige uns den rechten Weg.“

Wenn wir uns derart demütig an unseren Herrn wenden, dann wird ER das Gebet auch erhören. Aber wo steht denn, was gut und was böse ist ? Ganz einfach: In Gottes Wort. Wenn wir Sein Wort wieder ehrfurchtsvoll studieren werden auch uns die Augen aufgetan, damit wir das Böse meiden.

Wo erfahre ich konkreten Beistand bei der Umsetzung des Guten und der Meidung des Bösen. Am besten in einer christlichen Gemeinschaft. Dort wird uns weitergeholfen, wenn wir allein nicht mehr zurechtkommen. Dort werden Fragen beantwortet, die wir vielleicht allein gar nicht beantworten können. Und dort wird das Gute so vorgelebt, wie wir es in die Welt hinaustragen sollen.

Sie sehen, alle guten Dinge sind drei: GOTTES WORT, GEBET UND GEMEINSCHAFT.

Ich wünsche uns allen, dass es uns im Jahre 2013 gelingen mag, diese weisen Worte unseres heutigen Predigttextes in die Tat umzusetzen.

Für die Weisheit, die uns der Herr schenkt dürfen wir uns mit loben und preisen bedanken, z.B. mit dem 1. Vers des Liedes von Paul Gerhardt „Du meine Seele singe…“, der da lautet, wie folgt:

Du meine Seele, singe,
wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge
zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben,
hier preisen auf der Erd;
ich will ihn herzlich loben,
solang ich leben werd.

Der Herr schenke Dir Weisheit, damit Du deinen Lebensweg erkennen kannst
Der Herr schenke Dir Weisheit, damit Du das Böse, was Dir begegnet, meiden kannst
Der Herr schenke Dir Weisheit, damit Du sein Wort in die Tat umsetzen kannst

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Neujahrstag. Ich freue mich auf ein Wiedersehen, Wiederhören und Wiederlesen am nächsten Sonntag.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr
Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen 1. Januar des Jahres 2012.
Ich wünsche Ihnen allen Gottes Segen auf allen Wegen, die Sie in diesem Jahr beschreiten werden. Den Predigttext für den heutigen Neujahrstag finden wir bei Josua im 1. Kapitel, die Verse 1-9. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Nachdem Mose, der Knecht des Herrn, gestorben war, sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein.
Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe. Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir
nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst.

Liebe Gemeinde,

3x lesen wir in unserem heutigen Predigttext: „Sei getrost und unverzagt.“
Das möchten wir alle nur all zu gern. Aber bei Banken-, Finanz- und Eurokrise fällt einem das schon nicht mehr so ganz einfach. Wenn wir heute unserem Nachbarn sagen „Sei getrost und unverzagt.“ wird er uns sicherlich ein wenig erstaunt anschauen und vielleicht fragen, wo wir denn die letzten drei Jahre gelebt haben. Und doch steht dieses große „Sei getrost und unverzagt“ als Verheißung unseres Gottes in unserem Predigttext. Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir dieses „Sei getrost und unverzagt“ auf unser persönliches Leben übertragen können und wie auch wir „Getrost und unverzagt“ durch das Jahr 2012 gehen können.

1. Der Schwur

Wir können darauf vertrauen, dass Gott alles erfüllt, was ER verheißen hat. Die Bücher der Propheten sind voller Verheißungen, deren Erfüllung wir im Neuen Testament zu Hauf nachlesen können.

Wieviel mehr wirkt da der Schwur des heiligen Gottes, den Er Seinem Volk gegeben hat. Gott, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, kann einen Schwur nicht einfach so zurücknehmen und ihn durch etwas anderes ersetzen. Das Einzige, worauf wir in unserem Leben unser 100% iges Vertrauen setzen können, ist das Wort Gottes. Dieses ist absolut und wahr. Daher dürfen wir ohne jedwede Zweifel darauf vertrauen, wenn Gott uns sagt:
Geht getrost und unverzagt durch das Jahr 2012.

2. Die Voraussetzung

Der Herr sagt ja nicht „Sei getrost und unverzagt“ bei allem, was Du tust. Nein, Er sagt frei übersetzt: „Wenn Du dich an mein Wort hältst und meine Gebote achtest, dann wirst Du getrost und unverzagt durch das Jahr 2012 gehen können.“

Auch wenn immer mehr liberal ausgerichtete Theologen die Bibel immer weiter entmythologisieren, so gilt Gottes Wort trotzdem genau so weiter, wie wir es soeben gehört haben. In unserem Predigttext haben wir es gewiss mit dem alten Bund zu tun. Mit dem alten Bund und all seinen Regeln und Gesetzen, die wir heute gar nicht mehr ausführen könnten. Heute im Jahre 2012 hingegen gilt der neue Bund.

Als Angehörige des neuen Bundes dürfen wir uns fühlen, wenn wir unsere Sünden ehrlich bereuen und dem Herrn Jesus unser Leben in die Hand geben. Das heißt aber nicht, dass wir nach unserem Entschluss so weiterleben sollen, wie bisher. Getrost und unverzagt dürfen wir durch das Jahr 2012 gehen, wenn wir auf das hören, was Gott uns sagen will. Gewiss wird uns dies nicht immer gelingen. Im Reiche Gottes zählt aber nicht nur das Ergebnis, sondern die Absicht aus der heraus wir etwas machen.

Getrost und unverzagt dürfen wir sein, wenn wir versuchen, Seinem Worte unsere Taten folgen zu lassen. Wenn wir unsere Zeit nicht nur für uns einsetzen, sondern einen Teil unserer Zeit auch unseren Mitmenschen widmen, setzen wir Sein Wort in die Tat um. Wenn wir die Gemeinschaft
mit anderen Gläubigen pflegen, dann setzen wir Sein Wort in die Tat um.

Gerade das neue Jahr ist doch ein guter Anfang, unser Leben weiter oder wieder in die richtige Richtung zu lenken. Lesen wir doch wieder einmal die Bergpredigt (Matthäus 5-7) oder den Jakobusbrief und holen uns dort wertvolle Anregungen, wie wir das Wort unseres Herrn in die Tat umsetzen können.

3. Der Beistand

Wir dürfen getrost und unverzagt sein, weil ER mit uns ist in allem, was wir tun. Allen Menschen, die sich auf die Suche nach Ihm machen, denen verspricht Er, dass Er sich von ihnen finden lassen wird. Wir müssen nur den ersten Schritt machen, denn ER hat uns ja schon lange im Visier.
Egal, wer oder was wir sind, wenn wir uns auf den Weg zu Gott machen, dann werden wir Seine geliebten Kinder sein.

Als Seine geliebten Kinder hat ER immer ein wachsames Auge auf uns. ER will uns führen und leiten. Das setzt natürlich auch voraus, dass wir uns führen und leiten lassen. Wie erkenne ich Gottes Willen ? ist doch die zentrale Frage, um die es hier geht. Wenn wir als Kinder etwas haben
wollten, dann mussten wir mit unseren Eltern darüber sprechen. Und genau so einfach ist es auch, wenn wir etwas von Gott haben möchten. Wir müssen mit IHM darüber sprechen.

Wenn es gut für uns ist, werden wir einen Weg finden unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wenn uns unser Wunsch eher schaden würde, dann können wir zwar immer wieder versuchen, diesen in die Tat umzusetzen. Aber ich bin mir sicher, wir werden immer wieder Schiffbruch erleiden, weil ER immer wieder neue Wege findet, um uns auf den rechten Weg zu bringen.

Mit Gott reden ist die eine Sache, auf Gott zu hören ist die andere.
Gerade das Hören auf unser Gebet müssen wir in unserer heutigen Zeit wieder erlernen. Heute muss ja alles sofort und gleich geschehen. Auf etwas warten ist ja nicht mehr „in“. Davon müssen wir uns als Christenmenschen verabschieden. Auf Gottes Wort hören, heißt auch einmal in Ruhe vor Gott zu treten, IHM alles auszubreiten und mal abzuwarten was denn unser Herr dazu sagt.

Es kann sein, dass sich sogleich eine Türe auftut, oder aber etwas später. Aber passieren wird etwas. Während wir mit dem Kopf durch die Wand wollen, hält Gott vielleicht schon die Zimmertüre sperrangelweit offen. Und auch dafür ist der Neujahrstag ein guter Tag. Lassen Sie uns wieder damit beginnen, mehr zu hören und abzuwarten, was Gott mit uns vorhat. Lassen Sie uns gemeinsam die Türen entdecken, die unser Herr schon für uns geöffnet hat.

Wenn wir diesen Pfaden folgen, dann dürfen wir dies in der Tat „Getrost und unverzagt“ tun.

Dieses Vertrauen in Gott und Sein Wort beschreibt der Liederdichter Peter Hertzsch sehr schön in dem zweiten Vers seines Liedes „Vertraut den neuen Wegen…“, der da lautet, wie folgt:

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit !
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will uns braucht.

Gehe getrost und unverzagt in dieses neue Jahr, denn der Schwur des Herrn hat ewig Gültigkeit
Gehe getrost und unverzagt in dieses neue Jahr, denn der Herr ist stets mit Dir
Gehe getrost und unverzagt in dieses neue Jahr, denn der Herr weist Dir Deinen Weg

Amen.

Liebe Gemeinde,

auch wenn überall die Zeichen in der Welt auf Sturm stehen, dürfen wir doch der Zusage unseres Herrn mehr vertrauen, als einen Weisen dieser Welt. Deshalb lassen Sie uns alle getrost und unverzagt durch dieses Jahr gehen.

Ich grüße Sie alle recht herzlich und wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Ihr

Ulrich Naber

Auch wir möchten Ihnen ein gesegnetes Jahr 2012 wünschen und dass Gottes Gnade und Frieden immer bei Ihnen ist.

Wir grüßen mit der Jahreslosung und rufen Ihnen zu:
„Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ 2. Kor. 12,9

Ihre
Waltraud und Jens Steinführer

Liebe Gemeinde,

ich wünsche einem jeden von Ihnen ein gesegnetes Jahr 2011. Möge der Herr Sie tragen, behüten, schützen und bewahren auf all Ihren Wegen. Um einen ganz speziellen Weg geht es auch in unserem heutigen Predigttext, nämlich den einzigen Weg unseres Lebens, der uns zum Vaterhause
heimführt. Wir finden den Predigttext für den heutigen Neujahrstag im Johannesevangelium, Kapitel 14, die Verse 1-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Euer Herz erschrecke nicht ! Glaubt an Gott und glaubt an mich ! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten ? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin. Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen ? Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Liebe Gemeinde,

wir haben doch sicherlich alle schon einmal eine Reise unternommen. Was ist für eine Reise zwingend notwendig, damit wir auch sicher ankommen ? Natürlich erstens das Ziel. Wenn wir das Ziel ausgesucht haben, dann suchen wir uns den Weg dorthin. Und auf dem Weg zu unserem Ziel bietet es sich sicherlich an, auf vorhandene Wegweiser zu achten. Lassen Sie uns diese Reisevorbereitungen doch einmal auf unsere Lebensreise als Christen übertragen.

1. Das Ziel

Zweifelsfrei ist unser Ziel als Christen der Himmel. Wie wir unserem heutigen Predigttext entnehmen können, hat uns unser Herr schon unsere Wohnungen vorbereitet. Dort werden wir eine ewige Gemeinschaft mit Ihm haben. Eine Gemeinschaft die keine Zeit und kein Ende mehr kennt, eben eine ewige Gemeinschaft erwartet uns dort. Im Himmel erwartet uns aber auch eine Zeit ohne Angst, Not und Leid.

All das, was uns das Leben auf Erden schwer und leidlich macht, das wird es im Himmel nicht geben. Nur müssen wir den richtigen Weg einschlagen, wenn wir dieses Ziel erreichen wollen. Wenn Sie mit Ihrem Wagen an die Adria fahren wollen, dann bringt es Ihnen gar nichts wenn Sie in
Richtung Nordsee fahren.

2. Der Weg

Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. So sagt es Jesus. Ich weiß ja nicht, wie Sie es handhaben, aber wenn Gott selbst mir den Weg vorgibt, dann steht es mir nicht zu, nach anderen Wegen zu suchen. Und hier liegt das Problem unserer heutigen Zeit. Wir haben die klare Ansage
bekommen: Ich bin der Weg… Und was machen viele Menschen ? Sie versuchen ihr Seelenheil in allem anderen zu finden, nur nicht in Jesus, unserem Herrn.

Schauen wir uns doch nur einmal in einer ganz normalen Buchhandlung um. Unter der Regalüberschrift „Christliche Literatur“ finden wir so ziemlich alle fernöstlichen Religionen, bisweilen sogar noch eine Bibel, irgendwo ganz versteckt ganz hinten links. Und unter dem Regal
„Lebensberatung“ geht es dann kreuz und quer durch die gesamte Esoterik.

Heilsteine sollen uns nicht nur heilen, sondern auch den Weg zum Glück aufzeigen. Horoskope und Pendel sollen uns heute schon vor den Gefahren von morgen warnen. Und ganz bestimmte Selbsthypnosetechniken versprechen uns den Zugang zu Ruhm und Geld ohne Ende. Machen wir uns nichts vor, all diese Königswege zum Glück kosten meist eine Menge Geld. Von Arbeit, Kraft und Mühen einmal ganz abgesehen.

Und da steht dann in unserem heutigen Predigttext auch noch, wie einfach es ist den Weg unseres Herrn zu beschreiten. Dieser Weg verlangt keine finanziellen Investitionen, rituelle Handlungen oder andere Kraftanstrengungen. Glaubt an Gott und glaubt an mich ! Das, liebe Gemeinde reicht aus, um unsere Wohnungen im Himmel beziehen zu dürfen.

Das Ziel unseres Lebens ist also der Himmel, der Weg dahin geht nur über den Glauben. Glauben, das klingt so allgemein und gar kein bisschen konkret. Daher gibt es auf dem Weg hin zu unserem Herrn auch diverse Wegweiser

3. Die Wegweiser

Auf jedem langen Wege sind sie sehr nützlich, die Wegweiser. An jeder Kreuzung weisen sie uns den rechten Weg. Genau so ist es auch mit den Kreuzungen unseres Christenlebens. Unser Wegweiser, die Bibel, zeigt uns wo wir in welcher Richtung abbiegen müssen, um unser Ziel nicht zu verfehlen.

Und hier schleicht sich leider auch etwas ein, was sich eigentlich ganz gut anhört: Die Toleranz. Überall höre ich es immer und immer wieder:
Wir müssen tolerant sein gegenüber anderen christlichen Strömungen . Wir müssen tolerant sein gegenüber dem Islam. Liebe Schwestern und Brüder, dieser Meinung bin ich auch. Nur verstehen die meisten unter Toleranz, dem jeweils anderen nach dem Munde zu reden. Toleranz kommt aber von tolerare, was nur ertragen bedeutet.

Als Christen müssen wir es ertragen, dass Menschen einen anderen Glauben ausleben, wir müssen es ihnen aber nicht gleichtun. Wir müssen nicht zum Islam übertreten, um unseren Mitmenschen zu zeigen, dass wir sie tolerieren. Ertragen heißt nicht akzeptieren. Ich ertrage jeden Moslem, aber ich akzeptiere seinen Glauben nicht. Ich sage ihm, dass allein der Weg über Jesus Christus in den Himmel führt.

Was macht mich eigentlich so sicher ? Ganz einfach, wenn der Sohn des allmächtigen Gottes mir sagt: Niemand kommt zum Vater denn durch mich, wer bin ich dann, dass ich an diesem Worte auch nur den geringsten Zweifel hege ?

Neben der Bibel haben wir aber noch andere Wegweiser, nämlich das Gebet und die Gemeinschaft. Gerade vor schwierigen Entscheidungen gibt uns das Gebet häufig die letzte Gewissheit, wie wir uns verhalten sollen. Nutzen wir es doch wieder regelmäßig. Und auch die Gemeinschaft ist ein guter Wegweiser auf dem Weg in den Himmel. Wie viele gesegnete Schwestern und Brüder sind mir auf meinem Lebenswege begegnet, die mir bei Nöten, Sorgen und Problemen immer wieder weiter geholfen haben.

Liebe Gemeinde, lassen Sie uns doch diese Wegweiser wieder aktiver in unser Alltagsleben mit einbauen. Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass es umso einfacher ist, auf dem rechten Wege zu bleiben, je häufiger ich auf die Wegweiser schaue und ihnen natürlich auch vertraue und folge.

Nach wem wir unsere Wege ausrichten sollen, das beschreibt auch schon der Liederdichter Paul Gerhardt sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes “ Befiehl du deine Wege…“, der da lautet, wie folgt:

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt
der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt.
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn,
der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Der Herr führe Dich auf dem Wege zu Deinem Ziel
Der Herr weise Dir stets den rechten Weg zu Deinem Ziel
Der Herr behüte Dich davor diesen Weg zu verlassen

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Neujahrstag und allen, für die morgen wieder der Alltag beginnt einen frohen Start in die erste Arbeitswoche des neuen Jahres unter dem Segen unseres Herrn.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich im Neuen Jahr.
Vielen Dank für alle Grüße und Segenswünsche zum Jahreswechsel.

Das heutige Predigtwort, am 1. Sonntag nach Epiphanias, steht im Matthäusevangelium im 4. Kapitel, in den Versen 12 – 17:

„Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er blieb aber nicht in Nazaret, sondern nahm seinen Wohnsitz in Kafarnaum, einer Stadt am See Gennesaret, im Gebiet der Stämme Sebulon und Naftali. Das geschah, damit die Voraussage des Propheten Jesaja in Erfüllung ging:
>Du Land von Sebulon und Naftali, am See gelegen und jenseits des Jordans, Galiläa der gottfernen Völker! Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht. Und für alle, die im finsteren Land des Todes wohnen, leuchtet ein Licht auf!< Von da an verkündete Jesus seine Botschaft: >Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!< " Der Herr segne an uns SEIN Wort! Liebe Gemeinde! In vielen Kirchen leuchtet in dieser Epiphaniaszeit ein Stern. Er erinnert uns an Menschen, die aufgebrochen waren, um dem Herrscher der Welt zu begegnen. Sie folgten einem Stern und ließen sich von Gottes Wort leiten. So fanden sie zu Jesus. IHM schenkten sie, was ihnen im Leben wertvoll war. Dankbar beteten sie Jesus an und kehrten mit Freuden zurück in ihre Alltagswelt. Bewegt auch uns ein Stern, damit wir Gott als Herrn für unser Leben suchen? Gott ist mitten unter uns! ER ist in unsere Welt gekommen und will sie verändern! Gott will Dich und mich verändern, damit wir bereit sind für SEINE kommende Welt in Vollendung. Gott sagt uns: ICH will Dein Leben verändern! In MEINEM Sohn schenke ICH Dir ein neues Leben, damit Du mit Hoffnung auf MEINE Welt zulebst. ICH möchte, dass auch Du in MEINER neuen Welt bei MIR bist! Darum hör, was ICH Dir durch MEINEN Sohn Jesus sagen lasse: "Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!" Diese Worte hat Jesus einst zum Beginn SEINES irdischen Wirkens gesprochen. Jesus hat sie zu einer Zeit gesprochen, als sich viele an die Botschaft von Johannes des Täufers erinnerten. Es war die gleiche Botschaft, mit der Johannes viele Menschen erreichte. Johannes fand bei vielen Bereitschaft zur Veränderung des Lebens. Und er fand auch Ablehnung. Der König Herodes sah sich persönlich öffentlich angegriffen durch Worte des Johannes, über die Lebensführung des Königs. Herodes ließ Johannes verhaften. Gott aber ließ seine Botschaft nicht mundtot machen und ließ sie erneut durch SEINEN Sohn Jesus verkünden. Und wir hören als Gemeinde des gekreuzigten und auferstandenen Jesus erneut den Aufruf zur Lebensänderung und die Verheißung von Gottes kommendem Reich. Doch wir halten nicht immer eine Änderung unseres Lebens für nötig. Aber wenn wir das Wort der Bibel als Gottes Anrede für uns annehmen, kann sich das schnell ändern. Oft scheint es uns zu schwierig, ja unmöglich, unser Leben zu ändern, selbst wenn wir die Notwendigkeit erkannt haben. Doch Gottes Wort zeigt es uns, dass es möglich ist. Denn Gott selbst verändert durch Jesus unser Leben, wenn wir SEIN Handeln erbitten und annehmen. Die angesprochene Veränderung ist keine Schönheitskorrektur von einigen Fehlern und schlechten Angewohnheiten in unserem Leben. Es geht um unsere Bereitschaft zu einem Leben aus Gottes Wort als Herzenssache und Gehorsam. In unserer Bereitschaft will Jesus durch Gottes Geist neues Leben wirken. Um dieses Wirken können wir bitten, darauf können wir hoffen und vertrauen. Wir haben einen Gott, der große Dinge wirkt. Ich sehe, wie in diesen Tagen Menschen zum spontanen Helfen bewegt werden. Unter ihnen sind viele, die Gott nicht kennen oder nicht an ihn glauben. Dennoch geschieht dieses solidarische Helfen in einer Welt, die sehr stark auf das eigene Fortkommen und die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist. Angesichts des Ausmaßes der Flutkatastrophe geschieht ein großes Aufbrechen verschlossener Herzen. Es ist, als habe Gott Menschenherzen in ihrer "Ebenbildlichkeit Gottes" angerührt, zu der ER sie geschaffen hat. Es ist, als würden Ströme von Blut und Tränen in gebende Liebe gewandelt. Es ist, als würden mitten in Tod, Verwüstung und Verzweiflung Lichter der Hoffnung entzündet. Und diese Lichter sind unterwegs zu denen, die "im Schatten des Todes" sitzen. Viele Menschen sind plötzlich nicht mehr allein auf sich ausgerichtet, sondern sehen sich mit den Notleidenden verbunden und helfen nach ihren Herzen und Möglichkeiten. Und wir sind als Gemeinde Teil des Aufbruchs von Herzen. Wir haben als Gemeinde den Auftrag mitzuwirken, damit die Lichter der Hoffnung nicht zu schnell im kalten Strom der Zeit verlöschen. Alle Hoffnungslichter tragen das Abbild von dem, der das Licht der Welt ist: - J e s u s C h r i s t u s - Durch Jesus und SEINE Gemeinde können diese Hoffnungslichter dauerhaft Lebenskraft empfangen. Es können neue Hoffnungslichter durch Jesus entzündet werden, wenn der Aufbruch zum Helfen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern durch andere Ereignisse dahinschwindet. Durch Jesus haben wir das rettende Wort, dass Hilfe in Dunkelheit verheißt: - Ich bin das Licht der Welt! Wem Jesus zum Licht wird, der kann Licht weitergeben - als helfende Liebe und zusprechendes Wort! Wir können darum bitten, dass wir und Andere immer neu zu Trägern des Lichtes werden. Dazu lädt Jesus uns ein und bezeugt Gottes Handeln an uns und diese Welt: "Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!" Gottes Segen geleite uns durch diese Tage, es grüßt herzlich Ihr Pfr.i.R. Steinführer