Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich im Neuen Jahr.
Vielen Dank für alle Grüße und Segenswünsche zum Jahreswechsel.

Das heutige Predigtwort, am 1. Sonntag nach Epiphanias, steht im Matthäusevangelium im 4. Kapitel, in den Versen 12 – 17:

„Als Jesus hörte, daß man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, zog er sich nach Galiläa zurück. Er blieb aber nicht in Nazaret, sondern nahm seinen Wohnsitz in Kafarnaum, einer Stadt am See Gennesaret, im Gebiet der Stämme Sebulon und Naftali. Das geschah, damit die Voraussage des Propheten Jesaja in Erfüllung ging:
>Du Land von Sebulon und Naftali, am See gelegen und jenseits des Jordans, Galiläa der gottfernen Völker! Das Volk, das im Dunkeln lebt, sieht ein großes Licht. Und für alle, die im finsteren Land des Todes wohnen, leuchtet ein Licht auf!< Von da an verkündete Jesus seine Botschaft: >Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!< " Der Herr segne an uns SEIN Wort! Liebe Gemeinde! In vielen Kirchen leuchtet in dieser Epiphaniaszeit ein Stern. Er erinnert uns an Menschen, die aufgebrochen waren, um dem Herrscher der Welt zu begegnen. Sie folgten einem Stern und ließen sich von Gottes Wort leiten. So fanden sie zu Jesus. IHM schenkten sie, was ihnen im Leben wertvoll war. Dankbar beteten sie Jesus an und kehrten mit Freuden zurück in ihre Alltagswelt. Bewegt auch uns ein Stern, damit wir Gott als Herrn für unser Leben suchen? Gott ist mitten unter uns! ER ist in unsere Welt gekommen und will sie verändern! Gott will Dich und mich verändern, damit wir bereit sind für SEINE kommende Welt in Vollendung. Gott sagt uns: ICH will Dein Leben verändern! In MEINEM Sohn schenke ICH Dir ein neues Leben, damit Du mit Hoffnung auf MEINE Welt zulebst. ICH möchte, dass auch Du in MEINER neuen Welt bei MIR bist! Darum hör, was ICH Dir durch MEINEN Sohn Jesus sagen lasse: "Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!" Diese Worte hat Jesus einst zum Beginn SEINES irdischen Wirkens gesprochen. Jesus hat sie zu einer Zeit gesprochen, als sich viele an die Botschaft von Johannes des Täufers erinnerten. Es war die gleiche Botschaft, mit der Johannes viele Menschen erreichte. Johannes fand bei vielen Bereitschaft zur Veränderung des Lebens. Und er fand auch Ablehnung. Der König Herodes sah sich persönlich öffentlich angegriffen durch Worte des Johannes, über die Lebensführung des Königs. Herodes ließ Johannes verhaften. Gott aber ließ seine Botschaft nicht mundtot machen und ließ sie erneut durch SEINEN Sohn Jesus verkünden. Und wir hören als Gemeinde des gekreuzigten und auferstandenen Jesus erneut den Aufruf zur Lebensänderung und die Verheißung von Gottes kommendem Reich. Doch wir halten nicht immer eine Änderung unseres Lebens für nötig. Aber wenn wir das Wort der Bibel als Gottes Anrede für uns annehmen, kann sich das schnell ändern. Oft scheint es uns zu schwierig, ja unmöglich, unser Leben zu ändern, selbst wenn wir die Notwendigkeit erkannt haben. Doch Gottes Wort zeigt es uns, dass es möglich ist. Denn Gott selbst verändert durch Jesus unser Leben, wenn wir SEIN Handeln erbitten und annehmen. Die angesprochene Veränderung ist keine Schönheitskorrektur von einigen Fehlern und schlechten Angewohnheiten in unserem Leben. Es geht um unsere Bereitschaft zu einem Leben aus Gottes Wort als Herzenssache und Gehorsam. In unserer Bereitschaft will Jesus durch Gottes Geist neues Leben wirken. Um dieses Wirken können wir bitten, darauf können wir hoffen und vertrauen. Wir haben einen Gott, der große Dinge wirkt. Ich sehe, wie in diesen Tagen Menschen zum spontanen Helfen bewegt werden. Unter ihnen sind viele, die Gott nicht kennen oder nicht an ihn glauben. Dennoch geschieht dieses solidarische Helfen in einer Welt, die sehr stark auf das eigene Fortkommen und die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist. Angesichts des Ausmaßes der Flutkatastrophe geschieht ein großes Aufbrechen verschlossener Herzen. Es ist, als habe Gott Menschenherzen in ihrer "Ebenbildlichkeit Gottes" angerührt, zu der ER sie geschaffen hat. Es ist, als würden Ströme von Blut und Tränen in gebende Liebe gewandelt. Es ist, als würden mitten in Tod, Verwüstung und Verzweiflung Lichter der Hoffnung entzündet. Und diese Lichter sind unterwegs zu denen, die "im Schatten des Todes" sitzen. Viele Menschen sind plötzlich nicht mehr allein auf sich ausgerichtet, sondern sehen sich mit den Notleidenden verbunden und helfen nach ihren Herzen und Möglichkeiten. Und wir sind als Gemeinde Teil des Aufbruchs von Herzen. Wir haben als Gemeinde den Auftrag mitzuwirken, damit die Lichter der Hoffnung nicht zu schnell im kalten Strom der Zeit verlöschen. Alle Hoffnungslichter tragen das Abbild von dem, der das Licht der Welt ist: - J e s u s C h r i s t u s - Durch Jesus und SEINE Gemeinde können diese Hoffnungslichter dauerhaft Lebenskraft empfangen. Es können neue Hoffnungslichter durch Jesus entzündet werden, wenn der Aufbruch zum Helfen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Ländern durch andere Ereignisse dahinschwindet. Durch Jesus haben wir das rettende Wort, dass Hilfe in Dunkelheit verheißt: - Ich bin das Licht der Welt! Wem Jesus zum Licht wird, der kann Licht weitergeben - als helfende Liebe und zusprechendes Wort! Wir können darum bitten, dass wir und Andere immer neu zu Trägern des Lichtes werden. Dazu lädt Jesus uns ein und bezeugt Gottes Handeln an uns und diese Welt: "Ändert euer Leben! Gott will jetzt seine Herrschaft aufrichten und sein Werk vollenden!" Gottes Segen geleite uns durch diese Tage, es grüßt herzlich Ihr Pfr.i.R. Steinführer

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am 2. Adventssonntag.
Das Predigtwort für diesen Tag steht im Matthäusevangelium im
24. Kapitel, in den Versen 1 – 14:

„Als Jesus den Tempel verlassen wollte, kamen seine Jünger und wollten ihm die ganze Tempelanlage zeigen. Aber Jesus sagte: Ihr bewundert das alles? Ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben. Alles wird bis auf den Grund zerstört werden.
Dann ging Jesus auf den Ölberg. Er setzte sich nieder; seine Jünger traten zu ihm und fragten: Sag uns, wann wird das geschehen, und woran werden wir erkennen, daß du kommst und das Ende der Welt da ist?
Jesus antwortete: Seid auf der Hut und laßt euch von niemand täuschen. Viele werden mit meinem Anspruch auftreten und behaupten: Ich bin Christus! Damit werden sie viele irreführen. Erschreckt nicht, wenn nah und fern Kriege ausbrechen. Es muß so kommen, aber das ist noch nicht das Ende. Ein Volk wird gegen das andere kämpfen, ein Staat den anderen angreifen. Es wird überall Hungersnöte und Erdbeben geben. Das alles ist nur der Anfang vom Ende – so wie der Beginn
der Geburtswehen.
Dann wird man euch ausliefern, euch quälen und töten. Die ganze Welt wird euch hassen, weil ihr euch zu mir bekennt. Wenn es soweit ist, werden viele vom Glauben abfallen und sich gegenseitig verraten und einander hassen. Zahlreiche falsche Propheten werden auftreten und viele von euch irreführen. Und weil das Böse überhand nimmt, wird die Liebe bei den meisten von euch erkalten. Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet. Zuvor wird die gute Nachricht in der ganzen Welt verkündet werden, damit alle Menschen die Einladung in Gottes neue Welt hören. Dann erst kommt das Ende.“

Der Herr segne uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Wenn ich in diesen Tagen abends durchs Land fahre umfängt mich Ort für Ort eine Fülle von Licht. Es leuchtet aus vielen Wohnungen, von vielen Häusern und Vorgärten. Doch nur wenige Lichter strahlen mit einer Botschaft von Stern und Krippe. Viele Lichter leuchten phantasievoll, doch sie haben keinen Bezug auf den, der die Dunkelheit überwunden hat: JESUS CHRISTUS. Wir Menschen können uns vielfältige Lichter schaffen,aber wir können die Dunkelheit nicht überwinden. Die Überwindung der Dunkelheit geschieht allein von Gott her. Gott kommt in Jesus in unsere Dunkelheit.Gottes Gegenwart wird für uns zum Licht.
Jesus sagt in unserem Predigtwort:Bevor die Dunkelheit vergeht und Gottes neue Welt in Vollendung kommt „wird die gute Nachricht (Gottes) in der ganzen Welt verkündigt werden, damit alle Menschen die Einladung in Gottes neue
Welt hören“.
Doch noch leben wir in der Dunkelheit der Welt.Diese Welt geht ihrem Ende zu. Es ist Endzeit. Die Endzeit hat mit der Auferstehung Jesu begonnen. Denn mit seiner Auferstehung ist Gottes kommende Welt angebrochen.
Jesus spricht von Ereignissen der Endzeit. Viele der genannten Ereignisse sind uns nicht fremd: Herrscher, die Menschen das Heil versprachen und doch nur Verderben brachten, kommen und gehen. Kriege , Hungersnöte und Erdbeben sind uns nur allzu
gegenwärtig. Verfolgung von Christen gehören nicht nur der Vergangenheit an.Sie geschehen auch in unseren Tagen,nur eben nicht bei uns.
„Wenn es soweit ist, werden viele vom Glauben abfallen und sich gegenseitig verraten und einander hassen.Zahlreiche Propheten werden auftreten und viele von euch irreführen. Und weil das Böse überhand nimmt, wird die Liebe bei den meisten von euch erkalten“.
Jesus sagt dies den Jüngern und uns als Gemeinde, damit wir vorbereitet sind , wenn uns solche Ereignisse begegnen. Er sagt uns: Habt keine Angst in den Schrecken der
Dunkelheit. Ihr wißt doch um die Nöte der Geburtswehen. Diese Schrecken sind die Nöte der Geburtswehen einer neuen Zeit -der kommenden Gottewelt.. Gottes Zukunft wird kommen. Darauf könnt ihr vertrauen Aus dieser Hoffnung könnt ihr mit Gott an eurer Seite das Dunkel durchschreiten.
Ihr habt die Zusage: „Wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, wird gerettet“.
Das ist eine Botschaft für Menschen, die unter der Dunkelheit leiden. Ihnen wird gesagt: Für Euch ist ein Licht der Hoffnung gekommen. Gott ermöglicht Euch neues Leben, wenn ihr Gottes Wirken vertraut. Dann wird in Euch eine Flamme entzündet,
die auch Euren Mitmenschen Hoffnung in ihre Dunkelheit bringen kann.So wird die Adventszeit zum Segen für Euch und für Andere.
Ich habe viele Adventszeiten erlebt, die sehr unterschiedlich geprägt waren. Aber an eine Adventszeit erinnere ich mich besonders.Es war eine Zeit, in der wir die Dunkelheit besonders spürten. Wir hatten keinen Strom und nur wenig Kerzen.
Die Welt war voller Trümmer von zerstörten Häusern und verletzten Herzen..
Hunger und Kälte waren oft zu Gast. An einem Abend in diesem Advent kam die Zeit zum Singen und zum Beten. Da gab es Streit.
In dieser trüben Zeit und angespannten Stimmung wagten wir zu singen. Wir sangen Lieder der Sehnsucht, Lieder der Hoffnung, Lieder der Gewißheit. Wir sangen vom kommenden Christus, von seiner rettenden Vergebung und von unserer Zukunft mit Gott.
Und dann beteten wir dankbar zu Gott: „… Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute.Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern ….“ (aus dem Vaterunser).Und unser Advent bekam ein lebendiges Licht der Hoffnung.Das Dunkel war nicht weg. Aber wir waren nicht mehr allein im Dunkel. Gottes Liebe war bei uns.Diese Liebe gab uns Kraft durch das Dunkel auf den Herrn zuzugehen. Und von der kommenden Welt Gottes leuchtete ein Schein der Hoffnung auf unseren Weg.

Mit dem Spruch für diese Woche grüße ich Sie herzlich und wünsche Ihnen eine gesegnete Woche: „Seht auf und erhebet eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.“(Lk 21,28).

Im Licht des Advent Ihr Pfr.i.R.Steinführer