Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen vorletzten Sonntag des Kirchenjahres. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 16. Kapitel die Verse 1-8. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Vom unehrlichen Verwalter

Er sprach aber zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter, der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. Und er ließ ihn rufen und sprach zu hm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun ? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich hin und schreib flugs fünfzig. Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter weil er so klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter Ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Liebe Gemeinde,

Jesus fordert zum Betrug auf. So jedenfalls könnte es den Anschein haben. So könnte es den Anschein haben, wenn man den Predigttext zum ersten Male hört. Und ehrlich gesagt, auch beim mehrmaligen Lesen konnte ich immer noch nicht so recht glauben, was ich da gelesen hatte. Grund genug also, dass wir uns mit diesem Text etwas eingehender beschäftigen.

1. Am Gelde hängt zum Gelde drängt doch alles

Diese weise Erkenntnis stammt von unserem großen Dichter Goethe. Und da ist auch sicherlich etwas dran. Da müssen wir auch nicht lange suchen: Schauen wir nur auf den Wirecardskandal.

Ganz ohne Zweifel, liebe Gemeinde, Geld ist wichtig. Wer etwas anderes behauptet ist entweder ein Schwärmer oder ein Spinner. Wenn wir unsere Familien ernähren wollen, wenn wir ihnen ein Dach über dem Kopf geben wollen, dann brauchen wir dazu Geld.

Nur ist dabei eines wichtig; nämlich der verantwortungsvolle Umgang mit dem Geld.

Geld ist gefährlich. Ja, das stimmt auch. Mit Geld werden Kriege finanziert und wir sind kräftig dabei, wenn es um Rüstungsexporte geht. Mit Geld wird auch der gesamte weltweite Drogenhandel finanziert. Und mit Geld kann man sich sogar einen Auftragskiller kaufen.

Geld entzweit die Menschen. Nein, das stimmt nicht. Diese Macht besitzt Geld dann doch nicht. Aber wenn wir an die tausenden von Erbstreitigkeiten in unserem Lande denken, wo es letztendlich doch nur um Geld geht, werden wir eines besseren belehrt.

Und in diese Tatsachen hinein sagt Jesus, dass Geld eben nicht alles ist, sondern dass wir es benutzen sollen, um uns Freunde zu schaffen. Wir sollen es nicht horten, wir sollen damit nicht eigensüchtig umgehen. Und wir sollen es nicht nutzlos verprassen.

Der böse Verwalter hatte nämlich das Geld zu seinem Gott gemacht. Und das, liebe Gemeinde, geht nie gut aus.

2. Das Karriereende

Dem Verwalter schwante Böses. Er war mit seinen Finanztransaktionen aufgeflogen. Sicherlich war jahrelang alles gutgegangen und er hatte sich so richtig was abgezwackt. Doch jetzt saß er so richtig im Schlammassel. Das war nun das Ergebnis aus seinem sündhaften Verhalten.

Wenn wir ein Kapitel im Lukasevangelium zurückschauen, da lesen wir das Gleichnis vom verlorenen Sohn. Auch dieser saß richtig tief im Dreck. Erst da kam ihm die Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht.

Und wie der verlorene Sohn, so erkannte auch der böse Verwalter, dass jetzt ein Plan B hermusste. Also zog er kluge Konsequenzen aus seinem Handeln und machte sich Freunde mit dem Geld.

Und diese Erkenntnis, liebe Gemeinde, brachte ihn einen ersten Schritt in die richtige Richtung, nämlich zurück zu Gott. Hatte er früher nur in die eigene Tasche gewirtschaftet, so musste er jetzt feststellen, dass dies alles zeitlich begrenzt war und früher oder später das Ende kommen würde.

3. Die Lebenswende

Der Verwalter hatte also erkannt, dass sein Fehlverhalten ihn nicht weiterbrachte. Übertragen wir das einmal auf unser Christentum. Er hatte erkannt, dass er ein Sünder war. Er bereute von ganzem Herzen, was er getan hatte und beschloss den umgekehrten Weg zu gehen. Dieses nennen wir Buße und Umkehr.

Wenn wir es so wollen, und das wollen uns Gleichnisse ja aufzeigen, so ging er mit seinen Sorgen, Nöten und Problemen hin zu Gott. Der einzige, der ihm hier noch helfen konnte war der Gott, den er vermutlich in seinem Leben immer links hat liegenlassen.

Wir haben ja heute Volkstrauertag. An diesem Tage gedenken wir der Toten der Weltkriege. Und wir müssen anerkennen, dass auch wir einmal sterben werden.

Und somit beschäftigt sich der dritte Punkt, die Lebenswende, auch mit unserem ganz persönlichen Lebensende.

Jeder Mensch hat zwei Möglichkeiten sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Entweder wir verschließen die Augen davor, es ist ja noch eine Zeit hin, bis dieses Ereignis eintritt. Oder aber wir anerkennen diese Tatsache und setzen uns mit ihr auseinander.

Wie Gott sich hat von dem verlorenen Sohn wiederfinden lassen und ihm sogar noch entgegengegangen ist, so hat sich Gott auch von dem bösen Verwalter finden lassen und ist nicht entsetzt über sein bisherigen Tun.

Nein, ganz im Gegenteil, Gott freut sich über jeden Sünder, der reumütig wieder zu ihm zurückkehrt. Jedem, der dies tut, verspricht Gott zwar nicht den Himmel auf Erden, aber er verspricht ihm seinen Beistand in allen Lebenslagen.

Und jedem, der auf diesem Wege zu Gott zurückkehrt verspricht er eine ewige Gemeinschaft mit ihm in seinem Reich.

Wenn wir an den Schächer am Kreuz denken, dann war dies gewiss ein Verbrecher durch und durch. Doch auch diesen nahm Jesus in sein Paradies auf, nachdem er sich bekehrt hatte. Für Jesus gibt es keine hoffnungslosen Fälle.

Daran sollten wir bitte denken, wenn wir wieder einmal so leichtfertig über Menschen urteilen und vielleicht sagen: Bei dem sind doch Hopfen und Malz verloren. Nein, sind sie nicht. Gerade dieser Menschen sollten wir uns ganz besonders annehmen. Wenn Gott selbst dem unehrlichen Verwalter eine zweite Chance einräumt, wie können wir dann Menschen eine zweite Chance verweigern ?

Oberflächlich ging es also „nur“ um Geld, aber hintergründig ging es darum, wie wir auf ewig errettet werden können und wie wir die richtigen Prioritäten auf Erden setzen. Und das geht nur, wenn wir umkehren und uns von Gott ein reines Herz schenken lassen.

Darum lassen Sie uns unseren Herrn bitten, indem wir zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den ersten Vers des Liedes: „Ein reines Herz, Herr, schaff in mir…“ (EG 389) des Liederdichters Heinrich Georg Neuß einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Ein reines Herz, Herr, Schaff in mir,
schließ der Sünde Tor und Tür;
vertreibe sie und lass nicht zu,
dass sie in meinem Herzen ruh.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über Dir und sei dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen besinnlichen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 5. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Lukasevangeliums, die Verse 1-11. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Fischzug des Petrus

Es begab sich aber, als sich die Menge zu ihm drängte, um das Wort Gottes zu hören, da stand er am See Genezareth und sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon : Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus ! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und mit ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir ! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht ! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.

Liebe Gemeinde,

da saßen sie nun die Fischer und wuschen ihre Netze. Sie hatten die ganze Nacht hart gearbeitet, aber nichts gefangen. Nichts gefangen zu haben bedeutete aber auch kein Einkommen, kein Geld für den Lebensunterhalt und somit eine ungewisse Zukunft für sie alle.

Dies sind sicherlich Situationen, wie wir sie in den letzten Monaten alle schon einmal erlebt haben. Vor uns allen lag seit Mitte März eine Zukunft, die alles andere als berechenbar war. Und stellenweise ist sie es auch heute noch.

Und in eine solche Situation hinein präsentiert uns Jesus eine Hilfestellung, er stellt uns ein „Programm gegen Sorgen“ vor. Schauen wir uns doch das Anti-Sorgen-Programm von Jesus einmal etwas genauer an.

1. Fürchte dich nicht

Liebe Gemeinde, dies ist der häufigste Satz, den wir in der Bibel, sowohl im Alten Testament, als auch im Neuen Testament lesen können.

Dieses göttliche Fürchte Dich nicht ist etwas anders als das ganz lapidare menschliche „Da musst du keine Angst vor haben“. In diesem göttlichen Fürchte dich nicht steckt die gesamte Allmacht Gottes.

Gott liebt uns und will nur das Beste für uns. Und daher dürfen wir dem, der sagt. „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“ immer mehr vertrauen als irgendwelchen Wirtschaftsweisen, Virologen und anderen selbsternannten Zukunftsdeutern.

Derjenige, der Himmel und Erde gemacht hat regiert diese nämlich auch von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und wenn derjenige zu mir sagt: Fürchte dich nicht, dann ist das schon beruhigend für mich.

Natürlich lösen sich nicht alle Probleme auf einmal, aber mit dieser Zusage im Gepäck kann ich neuen Mut und Kraft für meinen Weitermarsch auf Erden sammeln und muss nicht verzagt in der Ecke hocken und darauf warten, was denn noch alles schiefgehen mag.

2. Gottes Wort hören

Wir lesen am Anfang unseres Predigttextes, dass Jesus das Volk lehrte. Das waren damals keine Predigten von 20-30 Minuten. Das war schon mal eine über mehrere Stunden dauernde Unterweisung der Menschen.

Wenn wir uns die Bibel anschauen, dann lesen wir immer wieder, dass es dem Volk welches sich Gottes Wort zuwandte besser ging, als den anderen Völkern, die ihre Götzen anbeteten.

Lesen wir nur einmal das Buch der Psalmen. Ich empfehle uns allen den Psalm 23, welchen David geschrieben hat. Der Herr ist mein Hirte. Ist das nicht wunderbar ? Ich bin ein Teil seiner Herde, die er mit Argusaugen behütet und bewacht. Mir wird nichts mangeln. Genau so ist es, wenn ich mich auf IHN und seine Zusagen verlasse.

Auch wenn ich in Nöten stecke, dann verspricht er mir, dass er mich auf einer grünen Aue weiden wird und mich zum frischen Wasser führen wird. Das ist ein Sinnbild für Essen und Trinken und seelischem Wohlergehen unter seinem Schutz und Schirm.

Ich fürchte kein Unglück, denn dein Stecken und Stab trösten mich. David selbst war ja oft in weitaus größeren Nöten, als wir es vermutlich je sein werden. Und doch konnte gerade David diesen Psalm dichten, weil er die Fürsorge Gottes in allergrößten Nöten erlebt hatte.

Übrigens der Stecken diente dem Schäfer zur Abwehr von Gefahren. Wenn zum Beispiel wilde Tiere die Herde bedrohten, dann diente ihm der Stecken zur Abwehr. Mit dem Stab führte er seine Herde in die richtige Richtung.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen ein Leben lang. Aus all dem, was Davids mit Gott erlebt hatte durfte er schließen, dass dieser Beistand ihm erhalten bleibt sein ganzes Leben lang.

Wie David aus der Vergangenheit gelernt hat, so können wir aus vielen Beispielen der Bibel lernen, aber wir können uns auch selber einmal rückbesinnen in wie viel Not und Gefahr Gott bei uns war und uns behütet, beschützt und bewahrt hat.

3. Gottes Wort tun

Liebe Gemeinde, mit dem Hören allein ist es ja nicht getan. Wir müssen auch das tun, was Gott uns aufträgt. Und machnmal können die Aufträge, die Gott uns erteilt schon ein wenig verwunderlich klingen. So war es auch bei Petrus.

Die Fischer saßen am Rande des Sees und mittlerweile war es Tag geworden und auch schon sehr warm. Fische suchen immer die Kälte und weichen der Wärme aus. Und so tauchen die Fische im See Genezareth tagsüber auf bis zu 40 Meter ab. Und da konnten die Fischer mit ihren Netzten nunmal so gar nichts ausrichten. Und jetzt sagt Jesus, dass sie etwas tun sollen, was bar jeder Vernunft ist. Man geht doch besser nach Hause und ruht sich aus für die nächste Nacht, die dann hoffentlich erfolgreicher verlaufen wird.

Und da kommt das gewaltige Wort von Petrus: “ Aber auf dein Wort will ich die Netze auswerfen…“ Und wir haben ja gehört, was dann geschah. Soviel wir bei diesem Fischzug hatten die Fischer noch niemals in ihrem Leben gefangen. Sogar die Besatzung des anderen Bootes musste aushelfen, um die Netze an Land zu ziehen.

Und das geschah nur, weil Petrus den Auftrag von Jesus nicht hinterfragte, sondern 1:1 in die Praxis umsetzte.

Lassen Sie mich kurz noch ein letztes Beispiel nehmen. Als Josua den Auftrag von Gott erhielt, das Volk sicher über den Jordan zu führen kam er auch nicht an und sagte: Oje, oje was mach ich nur ? Kaum einer von denen kann schwimmen. Und die wenigen die schwimmen können werden ganz bestimmt von der Strömung mitgerissen. Da kommt doch keiner sicher an. Wir suchen uns lieber eine Brücke.

Nein, Josua machte genau das, was Gott von ihm wollte. Und das sollen wir alle immer wieder auch tun. Auf Gott hören und das, was er uns sagt sofort in die Tat umsetzen. Nicht irgendwann und irgendwo, wenn es denn gerade mal passt, sondern hier und heute, wenn ER zu uns spricht.

Wenn wir regelmäßig sein Wort studieren, dann erfahren wir immer wieder wie Gott aus aussichtslosen Situationen Hilfe und Rettung brachte. Und dieser Gott lebt auch heute noch und will auch uns Rettung und Hilfe bringen. Wir müssen ihm nur vertrauen und das machen, was ER will und nicht das, was wir für am sinnvollsten erachten.

Lassen Sie uns nunmehr zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes unseren Herrn gemeinsam loben, indem wir zusammen den dritten Vers des Liedes „Lobe den Herren…“, (EG 319) von Joachim Neander singen, der da lautet, wie folgt:

Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet !

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag vor der Passionszeit, dem Sonntag Estomihi. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 10. Kapitel des Lukasevangeliums, die Verse 28-42. Lassen Sie uns diesen Text gemeinsam lesen:

Maria und Marta

Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, dass mich meine Schwester lässt allein dienen ? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll ! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist Not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Liebe Gemeinde,

von zwei ungleichen Schwestern haben wir soeben gehört. So beim ersten Hinhören könnte man den Eindruck bekommen, dass die eine arbeitsam und strebsam ist, während die andere lieber die Gemütlichkeit zu Jesu Füßen genießt und andere für sich arbeiten lässt. Das wäre in der Tat ein wenig oberflächlich betrachtet. Etwas in die Tiefe gehend geht es eigentlich darum, wie die beiden Schwestern damit umgehen, dass Jesus zu ihnen kommt.

Und wenn wir noch etwas weiter denken, dann geht es auch darum wie wir damit umgehen, wenn Jesus in unser Leben eintritt. Und da sehen wir zwei verschiedene Wege

1. Marta

Marta rennt sofort los, um es dem Herrn so gemütlich, wie nur eben möglich zu machen. Gewiss, sie wird Jesus zwar noch so eben „Hallo“ im Vorbeigehen zugerufen haben, ist aber dann bestimmt sofort in der Küche verschwunden. Wenn schon so hoher Besuch kommt, dann muss ja auch wirklich alles pikkobello sein.

Jesus erkennt diese Mühe an, als er zu Marta sagt, dass sie sich viel Mühe macht. Aber Jesus sagt Marta auch, dass sie sich viel zu viele Sorgen macht. Und diese machte sie sich sicherlich. Ist alles richtig, was ich mache. Hoffentlich begehe ich keinen Fehler. Wie stehe ich vor dem Herrn da, wenn etwas schiefgeht. Diese und andere Gedanken mögen sie wohl geplagt haben.

Geht es nicht vielen Christen heutzutage genau so, wie es Marta erging ? Kaum ist man bei Jesus angekommen, will man seinen Lebensstil und Lebensinhalt so gestalten, dass der Herr ja keinen Fehler findet. Und wenn doch, dann kommt bestimmt das große Donnerwetter und man fliegt ganz schnell wieder raus aus dem erlauchten Kreise.

Und so ackert man und ackert man und ackert man vor sich hin. Eine stille Zeit jagt die andere. Gebetszeiten werden peinlich genau eingehalten. In den Gemeinschaftsstunden darf man natürlich nicht fehlen und in den Gottesdiensten erst recht nicht. Und dann engagiert man sich auch noch ehrenamtlich in diversen Projekten.

Jesus sieht dies alles, was wir machen, aber er macht sich auch Sorgen um uns. Und wenn wir auf ihn hören, dann erfahren wir dies auch. Jesus will gar nicht, dass wir als 100%er Christen durch die Welt rennen und versuchen, ihm immer und überall alles recht zu machen.

Was will Jesus denn dann ? Da kommen wir noch zu. Schauen wir uns aber zuerst einmal die Maria an:

2. Maria

Maria macht erst mal gar nix. Man könnte es auch so sehen, dass sie sich einfach, faul, wie sie ist, zu Jesu Füßen legt und seinen Worten lauscht.

Da ist ja auch gar nichts gegen einzuwenden, aber gleichzeitig rackert sich ihre Schwester in der Küche ab und sie macht augenscheinlich gar nichts.

Und dann sagt Jesus auch noch, dass sie, die einfach nur so dasitzt, das gute Teil erwählt hat. Es fällt uns schon ein wenig schwer, dies anzunehmen. Das liegt aber auch daran, dass wir alle in einer Leistungsgesellschaft leben. Wer mehr leistet, der hat mehr und dessen Ansehen steht über dem, der weniger leistet. Und wer zu nichts mehr in der Lage ist, der steht ganz schnell außen vor.

Wenn Jesus nun sagt, dass Maria das gute Teil erwählt hat, dann sagt er damit auch, dass im Reiche Gottes eben andere Maßstäbe gelten als in der Welt.

Schauen wir uns nun noch das gute Teil etwas näher an.

3. Das gute Teil

Wir müssen uns noch einmal kurz an Marta erinnern. Jesus hat nicht gesagt, dass Marta alles falsch und Maria alles richtig gemacht hat. Jesus sagt nur, dass die Reihenfolge stimmen muss.

Schauen wir uns einen neu bekehrten Christen an. Er brennt für Jesus und möchte am liebsten sofort lospreschen, um seinen Dienst zu versehen. Und hier sagt Jesus: „Stopp, mein Freund, erst kommt die Theorie und dann die Praxis.“

Das macht ja auch Sinn. Denken wir nur einmal an die Fahrschule, die wir besucht haben. Wenn wir die Verkehrsregeln nicht kennen, dann macht der praktische Unterricht auch keinen Sinn. Irgendwann würden wir wahrscheinlich den Karren im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand fahren. Und das passiert uns in unserem Dienst für den Herrn auch wenn wir nicht auf Jesus hören.

Zunächst kommt also das Hören. In der Jüngerschule werden wir von Jesus auf unseren Dienst für ihn vorbereitet. Er gibt uns das notwendige Rüstzeug mit auf den Weg, damit wir draußen im Missionsfeld nicht jämmerlich scheitern. Wenn wir auf ihn hören, dann haben wir eben keine Sorgen und große Mühen.

Wenn wir vor unsere Tätigkeit auf sein Wort hören, dann versetzt und Jesus in die Lage, dass wir mit ihm zusammen fröhlich unseren Weg gehen können.

Jesus bewahrt uns also vor operativer Hektik und er nimmt us auch die Angst, etwas falsch machen zu können. Wenn wir auf ihn hören, dann dürfen wir erkennen, dass es im Reiche Gottes durchaus gestattet ist, Fehler zu machen und dass wir nicht sofort die Kündigung erhalten, wenn wir etwas vermasselt haben.

Wenn wir wirklich auf ihn hören, dann dürfen wir auch erkennen, dass ER stets bei uns ist und immer nur ein Gebet weit von uns entfernt auf unsere Hilferufe wartet. Wenn wir auf ihn hören, dann dürfen wir auch erkennen, dass gerade die nicht perfekten Dienste doch Dienste in seinem Sinne sind.

Wenn wir auf ihn hören dann dürfen wir auch erkennen, dass alle Verantwortung bei Ihm liegt und dass letztendlich ER es ist, der handelt. Wir sind lediglich seine Werkzeuge. Und daher ist es auch so wichtig erst zu hören und dann das Werkzeug zu benutzen.

Jünger, die dies nicht machen gleichen dem Mann, der mit einem Spaten versuchte den Garten zu bearbeiten, dies aber irgendwann total gefrustet aufgab, weil er den Spaten genau falsch herum eingesetzt hatte. Und genau davor will der Herr die Martas dieser Welt bewahren.

Erinnern wir uns noch einmal an die Leistungsgesellschaft in der wir leben. Da haben wir auch über diejenigen gesprochen, die nichts mehr leisten können und dadurch außen vor sind. Und genau zu diesen Menschen sagt Jesus: Komm her zu mir, ich freue mich, dass Du einfach da bist und auf mein Wort hörst. Im Reiche Gottes bleibt eben niemand außen vor, der hinein möchte.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den zweiten Vers des Liedes von Paul Gerhardt „Befiehl du deine Wege… (EG 361) einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn;
auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein
lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich zur heutigen Neujahrpredigt im Jahre 2018. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2018. Den Predigttext für die heutigen Neujahrspredigt finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 4. Kapitel, die Verse 16-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Jesu Predigt in Nazareth

Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61, 1-2): Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn. Und als er das Buch zutat, gab er’s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.

Liebe Gemeinde,

beim ersten Lesen des Predigttextes fiel mir sofort ein: Das ist genau auf den Neujahrstag zugeschnitten. Lassen Sie uns daher einmal gemeinsam überlegen, was diesen Predigttext hinsichtlich des Neujahstages so besonders macht.

1. Das Gnadenjahr

Ein weiteres Gnadenjahr des Herrn hat begonnen wie wir soeben gehört haben. Ist das nicht wunderbar, wie der Herr uns Gnadenjahr um Gnadenjahr schenkt um den Menschen die Möglichkeit zu geben zu ihm zurückzukehren.

Denken wir doch einmal wieder daran, wie langmütig, gnädig und barmherzig unser Herr ist. Er, der Himmel und Erde gemacht hat, könnte mit Fug und Recht diesem Planeten mit sofortiger Wirkung ein Ende setzen.

Was haben wir im vergangenen Jahr nicht alles getan, um seine Barmherzigkeit auf’s Spiel zu setzen. Denken wir nur einmal an das Projekt „Ehe für alle“. Ein glasklarer Verstoß gegen all, das was uns der Herr zu tun oder zu lassen geboten hat. Denken wir an die vielen Tötungsdelikte gegen das ungeborene Leben. Auch das hat uns unser Herr verboten.

Zahlreiche andere Verstöße kommen sicherlich noch hinzu. Aber wieso ist unser Herr denn eigentlich immer noch so gnädig? Liebe Gemeinde, unser Vater im Himmel sieht uns nicht als anonyme Masse an, die größtenteils seine Gebote mit Füßen tritt. Nein, unser Herr sieht einen jeden von uns ganz persönlich an und möchte, dass ein jeder von uns sich wieder zu ihm bekehrt.

Nutzen wir doch dieses neue Jahr um diese frohe Botschaft den Menschen nahezubringen, die sie noch nicht kennen. Und danken wir dem Herrn doch wieder einmal ganz inständig, dass er noch ein Gnadenjahr hinzugefügt hat.

2. Das Erlösungsjahr

Liebe Gemeinde, Gnade vor Recht ergehen lassen, diesen Spruch kennen wir sicherlich alle. Man sagt ihn oftmals so schnell daher, aber was bedeutet er denn eigentlich?

Gnade vor Recht heißt nichts anderes, als dass ich, wenn es mit rechten Dingen zugehen würde eine Strafe verdient hätte, mir diese Strafe aber erlassen wird oder aber ein anderer diese Strafe für mich übernimmt.

Wenn es nach Recht und Gerechtigkeit zuginge, dann würde ein jeder von uns in der Hölle landen. Als Erbsünder geboren lernen wir nichts so schnell wie die Sünde. Schauen wir uns doch einmal kleine Kinder an. Das Wort „Nein“ scheinen sie automatisch mit der Geburt mitbekommen zu haben. Oder aber die Lüge. Automatisch neigt der Mensch eher zur Lüge als zur Wahrheit.

Auch wenn wir manche Lügen gern als Notlügen bezeichnen, dann sind sie trotzdem Lügen und ein Verstoß gegen Gottes Gebote. Und ein Verstoß muss bestraft werden. Nun können wir diese Strafe aber gar nicht selber bezahlen, da wir dazu gar nicht in der Lage sind.

Daher hat Gott selber für all unsere Sünden und Verstöße mit dem Leben seines Sohnes bezahlt und uns somit den Weg zurück in die Heimat ermöglicht.

Danken wir dem Herrn eigentlich noch dafür, was er für uns getan hat? Wir könnten ja gleich heute wieder damit beginnen.

3. Die Folgen

Uns ist also Gnade und damit Erlösung widerfahren. Das ist schön und darüber dürfen wir uns auch jeden Tag auf’s Neue freuen. Aber mit dieser Erlösung sind auch eine Aufgaben verbunden, die uns unser Herr auf unsere Herzen gelegt hat. Welche dies sind, damit wollen wir uns zum Abschluss der heutigen Predigt noch kurz befassen.

a. Den Gefangenen Freiheit predigen.

Wie viele Menschen sind in Sünden gefangen und wissen keinen Ausweg aus diesem Dilemma. All diesen Menschen sollen wir den einen Ausweg aufzeigen, der sie sofort von diesen Sünden befreit, nämlich den Weg zum Kreuz.

b. Die Blinden sehend machen.

Wenn ich eine Reise unternehme, dann komme ich nur dann sicher dort an, wenn ich in mein Navigationsgerät den richtigen Ort eingebe. Wenn ich irgendeinen Ort angebe, dann komme ich höchstwahrscheinlich nicht zu meinem Ziel, sondern lande irgendwo, wo ich nicht hin will.

Und so sind viele Menschen blind, was den Glauben angeht. Öffnen wir ihnen doch ihre Augen und helfen ihnen, in ihr Navi den Zielort Golgatha einzugeben. Dieser Vergleich zeigt uns auch, was Gott von uns erwartet. Wir sollen unseren Mitmenschen nur den rechten Weg aufzeigen, die Entscheidung, ob sie diesen Weg einschlagen sollen die müssen sie schon selber treffen.

Da kann auch kein Zwangsevangelisator etwas dran ändern. Den Weg zum Kreuz muss jeder Mensch von sich aus und aus freien Stücken gehen.

c. Den Zerschlagenen die Freiheit predigen.

Jeder von uns hat bestimmt schon einmal mit Misserfolgen zu tun gehabt. Wir sind bestimmt alle auch schon einmal ungerecht behandelt worden. Wie gehen wir als Christen denn damit um ? Nun, als Christen befehlen wir diese Dinge unserem Herrn an. Und dann lasen wir diese Dinge auch bei unserem Herrn und gehen fröhlich unseres Weges.

Das klappt zwar nicht immer sofort und auf Anhieb. Aber letztendlich klappt es dann doch.

Wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme, dann höre ich bei vielen Menschen eine Hoffnungslosigkeit aus ihren Worten heraus. Misserfolge, ungerechte Behandlungen und viele andere Dinge sind diesen Menschen geschehen.

Wenn ich niemanden habe, dem ich diese Dinge vor die Füße legen kann, dann komme ich irgendwann in den Zustand hinein, indem mich die Dinge zu überrollen scheinen und ich einfach keinen Ausweg mehr sehe. Ein Misserfolg folgt dem nächsten und natürlich fühle ich mich dann auch von der ganzen Welt ungerecht behandelt. Das gipfelt oftmals in einem Gefühl des Zerschlagenseins.

Und wenn wir jetzt im Jahre 2018 einem Menschen begegnen, dem so etwas oder ähnliches widerfahren ist, dann dürfen wir diesem Menschen den Weg zeigen, wohin er mit all seinen Nöten gehen kann; nämlich zu dem Mann am Kreuz. Dem ist es nämlich nicht egal, ob wir einen Misserfolg nach dem anderen erleben oder ob die Menschen auf unseren Seelen herumtrampeln. Der ist schließlich für uns gestorben, damit wir frei leben können.

Lassen Sie uns nunmehr zum Abschluss einstimmen in den 9. Vers des Liedes „Der du die Zeit in Händen hast…“ (EG 64) von Jochen Klepper, der da lautet, wie folgt:

Der du allein der Ewge heißt und Anfang, Ziel und Mitte weißt
im Fluge unsrer Zeiten:
Bleib du uns gnädig zugewandt und führe uns an deiner Hand,
damit wir sicher schreiten.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Neujahrstag und einen fröhlichen Start in das Jahr 2018.

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen vorletzten Sonntag des Kirchenjahres. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 16, die Verse 1-8. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Vom unehrlichen Verwalter

Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir ? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. Der Verwalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt mir das Amt; graben kann ich nicht, auch schäme ich mich zu betteln. Ich weiß, was ich tun will, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich von dem Amt abgesetzt werde. Und er rief zu sich die Schuldner seines Herrn, einen jeden für sich, und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Eimer Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setzt dich hin und schreib flugs fünfzig. Danach fragte er den zweiten: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Sack Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig. Und der Herr lobte den untreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter Ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts. Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Liebe Gemeinde,

ehrlich gesagt würde ich eine derartige Gaunerkomödie wohl eher nicht in der Bibel vermuten. Und ich habe mich auch ein wenig schwer getan, in dieser Geschichte etwas zu entdecken, was uns unser Herr damit sagen will. Dazu bedurfte es schon der mehrmaligen Lektüre des Textes. Lassen Sie uns heute Morgen doch einmal den Hintergrund dieses Gleichnisses ein wenig näher betrachten.

Wenn wir uns die Reaktion von Jesus anschauen, dann steht dort ja nicht, dass Jesus den untreuen Verwalter gelobt hat, weil er betrogen hatte, sondern weil er klug gehandelt hatte. Lassen Sie uns dieser Klugheit ein wenig näher auf den Grund gehen.

1. Jetzt wird’s ernst

Unser Verwalter hatte die Sachlage vollkommen richtig eingeschätzt. Jetzt wird’s richtig ungemütlich. Die Entlassung steht vor der Tür und wer weiß, was sonst noch alles auf mich zukommt.

Der Verwalter hätte sich ja auch aus dem Staube machen können, oder aber, was heutzutage gern gemacht wird, er hätte die Bilanzen frisieren können. Aber dazu war er zu klug.

Wäre er einfach abgehauen, dann hätte man ihn vermutlich irgendwann irgendwo aufgegriffen und wieder seiner Herrschaft zugeführt. Und auch das Schönen der Bilanzen wäre irgendwann ans Tageslicht gekommen. Daher hat der Verwalter sehr klug und realistisch seine Lage eingeschätzt.

Und jetzt übertragen wir dies mal auf unser eigenes Leben. Irgendwann steht auch unsere Entlassung aus diesem Leben an und dann heißt es auch für uns „Gib Rechenschaft…“

Wir dürfen nämlich eines niemals vergessen. Alles, was wir haben und was wir sind ist uns von Gott anvertraut worden. Und als seine Sachwalter auf Erden sind wir in genau der gleichen Situation wie unser Verwalter aus dem Predigttext.

Wie schaut es denn bei uns aus? Sind wir darauf vorbereitet auf unser persönliches „Gib Rechenschaft..“ oder etwa nicht? Diese Frage können wir uns nur jeder für sich selber beantworten. Aber wir sollten uns wirklich die Frage stellen, ob wir alles, was uns Gott anvertraut hat nur für unser eigenes Wohlergehen eingesetzt haben oder ob wir das, was uns anvertraut worden ist auch in den Aufbau des Reiches Gottes investiert haben.

2. Jetzt wird’s Zeit

Als unser Verwalter die Situation erkannt hatte, da handelte er sofort und ließ nicht noch weitere wertvolle Zeit für sein Handeln verstreichen. Und er musste etwas tun, damit ihm nach seinem Rauswurf die Türen seiner Mitmenschen weiterhin offenstehen würden.

Und jetzt übertragen wir auch dies auf unser ganz persönliches Leben.

Wir wissen weder Tag noch Stunde an welchem uns unser Herr heimholt in sein Reich. Holt er uns überhaupt in sein Reich? Stellen wir uns doch auch diese unbequeme Frage einem in einer stillen Stunde. Habe ich meine Eintrittskarte für den Himmel schon in der Hand oder etwas doch noch nicht?

Hier und heute haben wir alle die Chance Frieden mit Gott zu machen. Wenn wir dereinst von dieser Erde abberufen werden, ist es dafür zu spät. Und da wir weder Tag noch Stunde kennen, sollten wir wie der kluge Verwalter keine Zeit verstreichen lassen, um unsere Eintrittskarte in den Himmel zu lösen.

Wenn wir dies auf Erden tun, wenn wir also Umkehren, Buße tun und dem Herrn unser Leben übergeben, dann werden uns auch die himmlischen Türen offenstehen, wenn wir unsere letzte Reise in dieser vergänglichen Welt antreten.

3. Jetzt wird’s teuer

Um sich bei den Untergebenen beliebt zu machen, erlässt der Verwalter diesen einen Großteil ihrer Schulden, welche sie bei seinem Vorgesetzten haben. Natürlich ist dies Betrug. Gar keine Frage.

Die Botschaft Jesu hinter dieser Geschichte ist allerdings die, dass wir Geld nicht um des Selbstzweckes anhäufen sollen. Natürlich sollen und dürfen wir Geld verdienen, natürlich dürfen wir uns auch etwas gönnen. Darum geht es ja gar nicht.

Jesus fordert uns auf, unser Geld zu benutzen. Wir sollen uns mit unserem Geld Freunde machen, so wie es der Verwalter getan hat. Natürlich mit ehrlich erworbenem Geld und nicht a la Robin Hood. Wir sollen das Geld, was wir eben nicht benötigen, ruhig an die Menschen abgeben, denen es wesentlich schlechter geht als uns.

Reich ist, wer viel hat, reicher ist, wer wenig benötigt, aber am reichsten ist, wer viel gibt. Probieren Sie es einfach mal aus.

Das kann ich nicht. Und wenn ich mal in Not bin, was dann? Natürlich sollen wir unser Geld nicht verteilen bis wir selber nichts mehr haben. Aber wir können sicherlich alle auf das ein oder andere neue Handy, Schmuckstück oder Kleidungsstück getrost einmal verzichten und diesen Betrag spenden.

Jesus weiß, dass wir dies können. Er sagt es ja in unserem Gleichnis einem jeden von uns mit den Worten: Wenn selbst der untreue Verwalter im Angesicht der Ewigkeit zum Gönner wird, dann kannst du dies auch. Und wir sind doch schließlich bessere Menschen, als dieser untreue Verwalter, oder!!!???

Was sollen wir nun schlussendlich tun? Wir sind aufgerufen, unsere Lage vor Gott auf den Prüfstein zu stellen. Falls notwendig sollen wir sofort aktiv handeln. Und wir sollen uns immer bewusst sein, dass alles nur geliehen ist, dass wir nichts, was wir auf Erden angehäuft haben in den Himmel mitnehmen können.

Der Liederdichter Paul Gerhardt beschreibt unseren Lebensweg mit dem Herrn an unserer Seite auf Erden sehr schön in dem 6. Vers seines Liedes „Ich bin ein Gast auf Erden…“ (EG 529), der da lautet, wie folgt:

So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und ich freue mich, Sie am kommenden Mittwoch, dem Buß- und Bettag, wieder begrüßen zu dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem 15. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Evangelisten Lukas im 18. Kapitel, die Verse 28-30. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Lohn der Nachfolge

Da sprach Petrus: Siehe, wir haben, was wir hatten, verlassen und sind dir nachgefolgt. Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: es ist niemand, der Haus oder Frau oder Brüder oder Eltern oder Kinder verlässt um des Reiches Gottes willen, der es nicht vielfach wieder empfange in dieser Zeit und in der zukünftigen Welt das ewige Leben.

 

Liebe Gemeinde,

„Was habe ich denn davon?“ ist eine Frage, die nicht nur heute unser Leben zu bestimmen scheint. Nein, das war auch schon zu Lebzeiten Jesu der Fall. Wenn wir uns hinsichtlich unseres christlichen Glaubens diese Frage stellen, dann sollten wir über drei Punkte einmal gemeinsam nachdenken:

1. Was ist Nachfolge

Wenn ich nach dem Lohn der Nachfolge frage, dann muss ich zunächst einmal in Erfahrung bringen, was denn Jesus von mir als seinem Jünger erwartet.

Jesus sagt es ganz deutlich, dass Nachfolge einen Bruch mit der bisherigen Welt bedeutet. Wenn Jesus sagt, dass Nachfolge das verlassen von Haus, Frau, Brüder, Eltern und Kindern bedeutet, dann dürfen wir dies natürlich nicht so verstehen, dass Jesus von uns erwartet, dass wir uns scheiden lassen und unsere Schutzbefohlenen im Stich lassen nur um ihm nachzufolgen.

Ich weiß, dass dies manche Glaubensgemeinschaften so verstehen. Dies geht aber schon ganz gewaltig in die Richtung Sekte und hat mit dem, was unser Herr von uns als seinen Nachfolgern erwartet, rein gar nichts mehr zu tun.

Haus, Frau, Brüder, Eltern und Kinder stehen vielmehr für unsere bisherigen festen Lebensgewohnheiten. Jeder von uns hatte sich doch vor seiner Bekehrung sein Leben so einigermaßen gemütlich und komfortabel eingerichtet auch ohne Gott.  Und in diese Komfortzone bricht nun der Herr Jesus ein und fordert uns auf, diese zu verlassen.

Verlassen heißt nicht, diese aufzugeben, sondern aus der Zone herauszukommen und das, was ich vermeintlich selber bestimmt habe, unserem Herrn zu übergeben.

Jesus sein Leben zu übergeben heißt nichts anderes, als dass ich ihm die Regentschaft über mein Leben übertrage. Wer das gemacht hat wird feststellen, dass Jesus in seinem Leben kräftig aufräumt. Alles, was nicht zum Reiche Gottes passt, wird ausgemerzt und alles, was ER von uns erwartet, das legt er liebevoll in unsere Herzen hinein.

Dass dies Probleme mit unserem Umfeld mit sich bringt ist so sicher, wie das berühmte Amen in der Kirche. Aber bei allem, was auch passieren mag, werden wir feststellen, dass ein tiefer innerer Frieden in uns wohnt, der mit all diesen Problemen fertig wird.

Nur so nebenbei bemerkt: Ich habe noch keinen Menschen kennengelernt, der diese Entscheidung bereut hat.

2. Der Lohn Hier und Heute

Kirchen wird ja seit jeher vorgeworfen, dass sie die Menschen auf das Jenseits vertrösten. Das ist aber nicht der Fall und daher kompletter Unsinn.

Jesus sagt klipp und klar, dass seine Nachfolger, die ihm ihr Leben übergeben haben, schon hier auf Erden ein Vielfaches von dem empfangen werden als dass sie gegeben haben.

Das hört sich erst einmal gut an. Aber was ist denn das denn ganz konkret, ein Vielfaches ? Wenn ich Jesus mein Leben übergeben habe, dann lebe ich in einer ständigen Gemeinschaft mit meinem Herrn an meiner Seite.

All das, was mich betrübt, dass will er mit mir gemeinsam durchstehen.

Er will mein ständiger Ratgeber in allen Lebenslagen sein. Nichts in meinem Leben ist ihm zu klein, als dass er sich nicht darum kümmern möchte und nichts ist ihm zu groß, als dass er nicht in der Lage wäre zu helfen.

Gute Freunde stehen uns zwar auch zur Seite. Aber wie das mit irdischen Freunden nun mal so ist, da kommt ein Streit und schon ist die Freundschaft vorbei. Aber Jesus ist unser guter Freund, der uns niemals mehr im Stich lassen wird. Egal, was auch passiert, egal welchen Bockmist wir wieder einmal verzapft haben, er ist und bleibt unser bester Freund.

Wer das nicht glauben mag, der möge bitte das 28. Kapitel des Matthäusevangeliums lesen wo Jesus zu uns sagt: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“. Wenn das mal kein Lohn der Nachfolge schon auf Erden ist.

3. Der Lohn im Himmel

Was uns im Himmel erwartet, das sagt uns Jesus auch ganz deutlich; nämlich das ewige Leben.

Mit dem Tod ist doch sowieso alles aus. Das höre ich immer wieder. Für denjenigen, der mit Jesus nichts am Hut hat, mag dies sicherlich auch so sein. Aber diejenigen, die ihm nachfolgen haben in der Tat rosige Zukunftsperspektiven.

Pfarrer Wilhelm Busch erklärte es einmal so: „Wenn ich hier auf Erden die letzte liebende Hand, die mir zur Seite steht loslassen muss, dann erwartet mich in der gleichen Sekunde auf der anderen Seite mein Herr, der mich liebevoll in seine Arme nimmt und mich ganz herzlich im Himmel willkommen heißt.“ Besser kann man es gar nicht ausdrücken.

Wenn das so ist, und die Bibel zeigt uns an vielen Stellen, dass dies so ist, dann gibt es für uns Christen eigentlich den Tod nicht mehr. Wir gehen nur von unserem irdischen Leben in das ewige Leben über.

Natürlich bin ich traurig, wenn ein geliebter Mensch von uns geht. Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück. Ein sehr guter Freund von mir ist während meines Aufenthaltes plötzlich und ohne jedwede Vorwarnung im Alter von 61 Jahren heimgegangen. Natürlich jubel ich nicht vor Freude, dass er nunmehr in der Ewigkeit ist. Natürlich bin ich traurig.

Aber diese Trauer wird immer auch davon überlagert, dass er zwar seinen irdischen Lebensweg beendet hat, aber jetzt im Himmel angekommen ist.

Und eines Tages werde ich ihm wieder begegnen.

Das klingt jetzt natürlich alles ein wenig nach dem bekannten „Friede, Freude, Eierkuchen“. Und daher muss ich noch kurz auf etwas Entscheidendes hinweisen.

Der Lohn des ewigen Lebens wird uns zwar allen angeboten. Aber nur diejenigen, die sich auf Erden für die Nachfolge entscheiden, haben schon hier jeden Tag die absolute Gewissheit, dass sie im Himmel landen werden. Was mit den anderen Menschen passiert, das, liebe Gemeinde soll nicht unser Thema sein.

Unser Thema sollte es hingegen sein, möglichst viele Mitmenschen auf diese Wahlmöglichkeit hinzuweisen.

Damit wir uns auch jeden Morgen in der Frühe daran erinnern, lassen Sie uns nunmehr gemeinsam in den 1. Vers des Liedes „Er weckt mich alle Morgen…“ (EG 452) von Jochen Klepper einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Er weckt mich alle Morgen. Er weckt mir selbst das Ohr.Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, dass ich mit seinem Worte begrüß das neue Licht.
Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Der Herr segne dich und behüte Dich

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt sie alle ganz herzlich

Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Rogate. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 11, die Verse 5-13. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Der bittende Freund

Und er sprach zu ihnen: Wenn jemand unter euch einen Freund hat und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote; denn mein Freund ist gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann, und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon geschlossen, und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben. Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, dann wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf. Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn er ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete? oder der ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion dafür biete? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist denen geben, die ihn bitten!

Liebe Gemeinde,

wir alle kennen sicherlich Bedienungsanleitungen. Oftmals sehr hilfreich, manchmal recht lustig und ab und zu schon ein wenig bizarr kommen sie daher. Und da entschließt sich manch einer, es doch zunächst einmal ohne Bedienungsanleitung zu probieren. Manchmal geht es gut, aber meist gehen die Sachen dann doch irgendwie schief.

Brauchen wir auch für unseren Glauben eine Art Bedienungsanleitung? Ich glaube eindeutig Ja. Und eine derartige Bedienungsanleitung für unseren Glauben hat uns unser Herr mit auf  unseren Lebensweg gegeben. Schauen wir uns diese Bedienungsanleitung doch einmal gemeinsam etwas näher an:

1. Klopfet an

Irgendwann haben wir uns alle einmal bekehrt. Gott, der uns schon lange Zeit gesucht hatte, hat uns endlich gefunden und wir haben ihn als unseren Herrn angenommen. Damit ist die Sache mit Gott aber noch nicht vorbei. Bekehrung ist kein einmaliger Akt und dann geht es zurück in das Alltagsleben. Bekehrung ist der erste Schritt in ein neues Leben, ein Leben mit Gott an der Seite.

Wann klopfen wir bei jemandem an? Natürlich in aller Regel dann, wenn wir zu ihm wollen und um Eintritt bitten. Das „Klopfet an“ aus unserem Predigttext bedeutet: Sucht euch eine christliche Gemeinschaft und werdet dort ein aktives Gemeindemitglied.

Das Glaubensleben, vollkommen auf sich allein gestellt, birgt nämlich mancherlei Probleme in sich. Schnell kommen einmal Zweifel auf und allein findet man keine Antworten. Dann ist man natürlich auch versucht, die Sache mit Jesus wieder an den berühmten Nagel zu hängen. Geborgen in einer christlichen Gemeinschaft kann man mit diesen Zweifeln zu den anderen Mitgliedern gehen und diese um Hilfe bitten.

Auch wenn wir uns bekehrt haben bedeutet das ja nicht, dass der Teufel uns aufgegeben hat. Er wird uns nach wie vor nachstellen und versuchen uns in seine Fallen zu locken. Denken wir doch einmal an das Tierreich: Einem Wolf ist es ein leichtes, ein allein herumirrendes Schaf zu reißen. Bei einer Schafherde sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Und wenn diese Schafherde dann auch noch von einem Schäfer und seinen Hütehunden bewacht wird, hat der Wolf so gut wie gar keine Chance, ein Schaf zu reißen.

Und so ist es auch in unseren christlichen Gemeinschaften. Geschützt von der Gemeinschaft fällt es dem Teufel sehr schwer, ein Mitglied der Gemeinschaft in seinen Bann zu ziehen. Da uns auch ein Schäfer, nämlich unser Herr zur Seite steht, wird es dem Teufel nicht gelingen, ein Schaf der so wohl behüteten Gemeinde in seine Fänge zu bekommen.

2. Suchet

Wenn wir einmal etwas nicht wissen, dann wird es heutzutage „gegoogelt“. Und schon hat man sehr schnell die gewünschten Ergebnisse. Im Glaubensleben ist es nicht anders. Jemand, der gerade den Weg zum Herrn gefunden hat, steht häufig noch ein wenig orientierungslos da.

Und für diesen Fall gibt es auch eine christliche Suchmaschine. Wir nennen sie die Bibel. Wenn jemand gerade erst den Weg um Herrn gefunden hat, dann braucht er eine Gebrauchsanleitung für seinen Glauben, eine Anleitung eben, wie man Tag für Tag ein gottgefälliges Leben führt.

Und dabei leistet uns die Bibel unschätzbare Dienste. Auch in Ihrem Umfeld gibt es bestimmt Menschen, die jung im Glauben eben noch auf dieser Suche sind. Empfehlen Sie diesen doch einfach einmal die Bergpredigt und den Jakobusbrief zu lesen. Dort allein finden sich schon hunderte von wertvollen Hinweisen auf ein Christenleben, wie es unserem Herrn gefällt.

Wer sich einmal nur mit diesen Kapiteln der Bibel beschäftigt hat, der möchte bald noch mehr von Gott erfahren. Ich empfehle immer, die Bibel doch in einem Dreierscan zu lesen, also beginnend mit dem Ersten Buch Mose, den Psalmen und dem Neuen Testament. Wenn wir jeden Tag ein Kapitel aus diesen Büchern lesen und am Sonntag auch mal zwei, dann haben wir in einem Kalenderjahr einmal unsere Bibel durchgearbeitet.

Natürlich werden wir nicht alles gleich verstehen, was wir dort lesen. Daher der Ratschlag, sich nicht an Stellen festzubeißen, die wir nicht verstehen, sondern einfach weiterzulesen. Viele Stellen der Bibel haben sich mir auch erst nach Jahren erschlossen. Und an etliche Stellen in meiner Bibel prangt auch heute noch ein Fragezeichen. Also nicht verzagen, einfach weitermachen.

3. Bitten

Was muss ich machen, wenn ich von meinem Mitmenschen etwas haben möchte? Ich muss ihn einfach danach fragen. Was mache ich, wenn ich zum Beispiel in einem Lehrgang sitze und etwas nicht verstehe, was der Dozent mir erklärt? Ganz klar, ich muss ihn fragen, damit auch ich das verstehe, was er mir erklären will.

Im Glaubensleben ist dies nicht anders. Nur nennen, dieses Bitten ganz einfach Gebet. Unter Gebet stellen wir uns ja manchmal etwas hochsakrales vor, dass der Einhaltung von ganz bestimmten Riten und einer ganz speziellen Wortwahl bedarf. Liebe Gemeinde, dies ist der größte Unsinn, der aber immer noch gelehrt wird.

Gebet ist nichts anderes als mein ganz persönliches Gespräch mit Gott. Wir können Tag für Tag und dies 24 Stunden lang mit unseren Gebeten vor unseren Herrn treten. Keine Sorge ist zu klein und keine Not zu unbedeutend, dass ER uns nicht helfen möchte, diese zu überwinden. Wir müssen nur eines tun, ihn einfach fragen, was wir tun sollen.

Wenn ich einen guten Freund um seinen Rat bitte und ihm nach meiner Bitte den Rücken zudrehe und das Gespräch auf diese Weise beende, macht mein Rat ersuchen wohl kaum einen Sinn. Wenn ich mich dann später auch noch darüber beschwere, dass dieses Ersuchen vollkommen nutzlos war, dann ist dies einfach nur dumm und dämlich von mir. Wenn ich jemanden um seinen Rat bitte, dann muss ich mir auch die Zeit nehmen, ihm zuzuhören.

Und gleiches geschieht leider häufig auch in unseren Gebeten. Da haben wir wenig Zeit, aber viele Nöte und Sorgen, die wir mal eben schnell vor Gott bringen. Dann kommt noch ein hastiges Amen und schon geht es weiter im Tagesgeschehen. Kein Wunder, dass wir meinen, Gott würde nicht antworten. Wir geben ihm ja gar nicht erst die Gelegenheit dazu.

Es gibt ein christliches Buch mit dem Titel: „Nach dem Amen bete weiter“. Dies will uns sagen, dass wir nach unserem Gebet stets eine Zeit der Stille halten sollen, in welcher wir auf Gottes Antwort warten.

Übrigens: Gott beantwortet alle unsere Gebete und Bitten. Aber nur so, wie es am besten für uns ist. Zwischen dem, was am besten für uns ist und dem was wir gerne möchten da klaffen manchmal Welten. Und so sind wir dann auch enttäuscht, wenn wir nicht das bekommen, um was wir Gott gebeten haben. Gott ist aber kein Gebetserfüllungsautomat, sondern unser  Herr, der stets das Beste für uns möchte.

Und da kann es auch schon einmal sein, dass er Nein sagt zu unserem Anliegen. Das kann ein vollkommenes Nein sein oder aber auch ein Nein, jetzt noch nicht. Und wenn es beim Nein bleibt, dann sollten wir Gott fragen, wan denn anstelle des Erbetenen für uns besser wäre. Auch auf diese Fragen werden wir von Gott Antworten erhalten.

Lassen Sie uns also niemals aufhören, anzuklopfen, zu suchen und zu bitten. Wenn wir dies tun, dann leben und erleben wir ein erfülltes Christenleben in welchem Gott so wirken kann, wie ER es sich vorstellt.

Dieses von Gott geführte und geleitete Christenleben beschreibt der Liederdichter Benjamin Schmolck sehr schön in dem zweiten Vers seines Liedes: „Tut mir auf die schöne Pforte…“ (EG 166), der da lautet, wie folgt:

Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir.
wo du Wohnung hast genommen, da ist lauter Himmel hier.
Zieh in meinem Herzen ein, lass es deinen Tempel sein.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,
Ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Es grüßt Sie alle ganz herzlich

Ihr
Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Ostermontag. Den Predigttext für den heutigen Osterfeiertag finden wir im 24. Kapitel des Lukasevangeliums, die Verse 36-45. Lassen Sie uns diesen zunächst gemeinsam lesen:

Jesu Erscheinung vor den Jüngern

Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch ! Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz ? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Fasst mich an und seht; denn eine Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe. Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße. Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen ? Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor. Und er nahm’s und aß vor ihnen. Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen. Da öffnete er ihnen das Verständnis, so dass sie die Schrift verstanden.

Liebe Gemeinde,

seit Ostern ist also der Weg für uns zu Gott wieder offen. Wie sollen wir denn damit umgehen, wir, jeder unter uns ganz für sich persönlich? Dafür hat unser Predigttext einige Ratschläge parat. Lassen Sie uns diese heute einmal gemeinsam kurz betrachten.

1. Lass Dich überraschen

Wenn wir uns den Predigttext anschauen, dann stand Jesus auf einmal mitten unter den Jüngern. Es gab also keine vorherige Ankündigung oder gar eine Terminvereinbarung. Nein, Jesus kam einfach so, vollkommen unangemeldet.

Und dies, liebe Gemeinde, ist auch heute noch der Fall. Jesus klopft ganz plötzlich bei uns an an und begehrt um Einlass und Gehör. Das setzt aber voraus, dass wir uns, wie die Jünger damals auch von Jesus unterbrechen lassen.

Im realen Leben sieht dies bei uns häufig ganz anders aus. Denken wir nicht auch manchmal: „Jesus, jetzt bitte nicht. Ich muss was ganz wichtiges erledigen. Lass uns die Sache doch heute Abend besprechen oder besser noch am nächsten Sonntag. Da habe ich doch wieder eine Stunde Zeit für Dich.“ Auch wenn dies jetzt ein wenig überzogen ist, aber wenn der Herr unvermittelt bei uns anklopft sind wir häufig nicht bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen.

Schlimmer noch, damit wir überhaupt mitbekommen, dass der Herr bei uns anklopft, müssen wir auch unsere inneren Antenne auf ihn ausgerichtet haben. Und dabei hapert es auch häufig. Oftmals sind die Antennen überlagert von unseren Sorgen, unserer Arbeit und allem anderen, was uns beschäftigt. Das ist häufig bei Menschen der Fall, die zu uns sagen: „Ich erlebe ja gar nichts mit Jesus.“ Meist sind deren Antennen so überlagert, dass sie es gar nicht mitbekommen,wenn der Herr mit ihnen reden möchte.

Also lassen Sie uns unsere Antennen immer neu auf den Herrn ausrichten. Am besten funktioniert das übrigens morgens in einem Gebet. Und dann lassen wir es doch auch zu, dass der Herr unseren Alltag unterbricht. Und wenn er dies tut, dann nehmen wir uns doch auch die Zeit für ihn. Eines dürfen wir ganz sicher wissen, ER wird uns niemals zu unserem Schaden unterbrechen.

2. Der Gottesbeweis

Da stand nun Jesus mitten unter ihnen und was taten die jünger ? Sie zweifelten an der Erscheinung und waren der festen Meinung, es sei ein Geist, der hier sein Unwesen treibt. Erst als Jesus ihnen den Beweis lieferte, waren sie davon überzeugt, dass es tatsächlich der Herr war, der mitten unter sie getreten ist.

Liebe Gemeinde, daran hat sich bis heute nichts geändert. Wenn uns Jesus gegenübertritt, dann haben wir doch auch schnell das  Zitat „Also schloss er messerscharf, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.“ im Hinterkopf.

Unsere Umwelt tut dies häufig mit den Worten „Frommes Wunschdenken“ ab, wenn wir über Begegnungen mit unserem Herrn reden. Und genau darum möchte uns Jesus auch heute noch den Beweis seiner Echtheit liefern.

Er will jeden einzelnen von uns ganz persönlich davon überzeugen, dass er es tatsächlich ist. Jesus liebt die Zweifler, er liebt sie vielleicht sogar mehr, als diejenigen, denen alles, was ihnen an theologischer Kost vorgesetzt wird immer vorbehaltlos glauben. Jesus möchte uns zu mündigen Gotteskindern machen. Und da gehört die gesunde Skepsis und der gesunde Zweifel natürlich dazu.

Wie erfahren wir denn heute im 21. Jahrhundert, dass es sich eben nicht um einen Geist handelt, sondern um unseren Herrn ganz persönlich? Nun, liebe Gemeinde, indem wir uns auf ihn einlassen und eine Beziehung zu ihm eingehen.

Der erste Schritt dazu ist natürlich das Gebet, was ja nichts anderes ist, als das Reden mit Gott. Gott lädt uns dazu ein, mit ihm zu reden, auf ihn zu hören und ihn an unserem realen Leben teilhaben zu lassen. So können wir tatsächlich zu prüfen, ob es ihn gibt. Zu dem Gebet kommt noch sein Wort, die Bibel, hinzu.

Wenn ich mit jemandem eine Beziehung eingehen möchte, dann möchte ich doch möglichst viel von ihm erfahren. Was will er von mir? Wie ist er denn so? Was haben andere mit ihm so alles erlebt? Das alles, liebe Gemeinde, erfahren wir in der Bibel.

3. Unsägliche Freude

Sie kennen bestimmt den Ausdruck „Zu schön, um wahr zu sein“. Genau das erlebten die Jünger auch, als sie erkannten, dass es tatsächlich der auferstandene Herr war, der mitten unter ihnen weilte.

Glaube hat so rein gar nichts mit Gefühlsduselei zu tun. Diese österliche Freude, die die Jünger erfahren haben, wurde durch die tiefe Freude ausgelöst, die der Herr ihnen in ihre Herzen gelegt hatte.

Und diese tiefe Freude will uns der Herr Jesus auch heute noch in unsere Herzen legen. Diese tiefe Freude kann man eigentlich gar nicht beschreiben. Wenn ich jetzt einmal fragen würde: Was haben Sie gefühlt als sie erkannt haben, dass der auferstandene Herr gerade mit ihnen redet ? Dann würde jeder seine Freude wohl ein wenig anders beschreiben. Aber eines würde uns alle einen, nämlich die Aussage, dass diese Freude so groß und herrlich ist, das sie einfach nicht mit menschlichen Worten ausgedrückt und erklärt werden kann.

Und genau diese Freude hat nichts mit Gefühlsduselei zu tun. Diese Freude ist real und durch den Herrn tief in uns verwurzelt. In den orthodoxen Kirchen kennt man das Osterlachen, welches auch an diese tiefe Freude erinnern will, die der Herr in unsere Herzen legt.

Auch wenn morgen wieder der Alltag beginnt, so  lassen sie uns immer in der festen Gewissheit unsere Wege gehen, dass uns niemand diese Osterfreude mehr nehmen kann. Egal, welch dunkle Schatten sich auch über uns befinden mögen, die Osterfreude die der Herr in unsere Herzen verankert hat kann auch in dunklen Schatten noch die Sonne sehen. Und das nicht nur zu Ostern, sondern unser ganzes Leben lang.

Lassen wir uns doch wieder häufiger von Jesus unterbrechen und leben wir doch wieder in einer lebendigen Beziehung mit unserem Herrn. Wenn wir dies tun, dann wird uns immer häufiger diese Osterfreude übermannen.

Wenn wir uns immer wieder mit dieser Osterfreude erfüllen lassen, dann erleben wir sicherlich auch immer wieder das, was der Liederdichter Paul Gerhardt in dem ersten Vers seines Liedes „Die güldne Sonne…“ (EG 449) beschreibt, der da lautet, wie folgt:

Die güldne Sonne voll Freud und Wonne
bringt unsren Grenzen mit ihrem Glänzen
ein herzerquickendes, liebliches Licht.
Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder;
aber nun steh ich, bin munter und fröhlich,
schaue den Himmel mit meinem Gesicht.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Ostermontag und eine Woche voller Osterfreude im Herzen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem Sonntag Estomihi. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 10. Kapitel des Lukasevangeliums, die Verse 38-42. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Maria und Marta

Als sie aber weiterzogen, kam er in ein Dorf. Da war eine Frau mit Namen Marta, die nahm ihn auf. Und sie hatte eine Schwester, die hieß Maria; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu. Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, das mich meine Schwester allein lässt dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfen soll! Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe. Eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.

Liebe Gemeinde,

von zwei Lebenseinstellungen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, haben wir soeben gehört. Beides sind übrigens Lebensstile oder Lebenseinstellungen, die wir immer wieder vorfinden. Auch in unseren Gemeinden. An beiden ist nichts auszusetzen; oder etwa doch ? Schauen wir uns doch einfach einmal an, was unser Herr dazu sagt.

1. Der körperliche Dienst

Als Marta sah, dass Jesus zu Besuch kam, kam ihr als erstes der Gedanke, dass es doch wohl an der Zeit wäre, für einen derart hohen Besuch das Heim herzurichten und alles, wie man so schön sagt auf Vordermann zu bringen.

Wer selber einen Haushalt zu versorgen hat, der kann sicherlich ein Lied davon singen, was es so alles mit sich bringt, wenn ein hoher Besuch sich plötzlich ankündigt.

Ähnlich geht es zu, wenn in unseren Gemeinden Aufgaben erledigt werden müssen. Immer finden sich Menschen, die zupacken und ohne die so manche Vorhaben gar nicht in die Tat umgesetzt werden könnten. Getrieben von dem Vorsatz, einfach etwas Gutes tun zu wollen, erklären sich viele Menschen bereit spontan zu helfen. Die Einstellung dieser Menschen ist mit der Marta aus unserem Predigttext vergleichbar.

Und doch sagt Jesus im Umkehrschluss zu Marta, dass sie das schlechte Teil erwählt hat. Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber wenn ich jemandem ganz uneigennützig helfe, indem ich ihm seinen Besuch bei mir so angenehm wie möglich gestalten möchte und ich bekomme dann so etwas an den Kopf geworfen, wäre ich zumindest ein wenig „verschnupft“.

Aber Jesus meint das natürlich ganz anders. Er sagt zu Marta, die alle Oberflächen des Hauses poliert und alles sauber und rein für den Besuch gemacht hat: Marta, du hast die Oberflächen gereinigt, aber auch geistig bist du an der Oberfläche geblieben. Mir kommt es auf etwas ganz anderes an.

2. Der geistige Dienst

Jesus möchte nicht, dass wir in operativer Hektik einher rennen und so mit Riesenschritten in den christlichen Burnout hineinrennen. Das, liebe Gemeinde, ist übrigens ein Kennzeichen von allen Sekten, die von ihren Mitgliedern Aktionismus bis zum Umfallen verlangen. Schauen Sie doch nur einmal den Dienstplan eines Zeugen Jehovas an.

Was möchte Jesus denn dann, wenn er das, was Maria tat als „das gute Teil“ bezeichnet?

Jesus möchte als erstes einmal von uns, dass wir zur Ruhe kommen. Jeder von uns kennt sie doch auch, diese Alltagshektik, die immer mehr von uns verlangt und uns letztlich immer unkonzentrierter werden lässt. In immer kürzerer Zeit immer mehr leisten, das ist doch häufig die Maxime unserer heutigen Zeit. Genau das will Jesus nicht. Jesus möchte, dass wir zunächst einmal innerlich Atem holen und uns entspannen und unseren Geist frei machen.

Dann sollen wir in seine Gegenwart treten, indem wir uns zu seinen Füßen setzen. Wenn wir uns ganz entspannt in die Gegenwart unseres Herrn begeben, dann werden wir merken, dass neben der innerlichen Ruhe ein tiefer innerer Frieden Einzug bei uns hält. Und genau diesen tiefen inneren Frieden sollen wir auf uns und in uns wirken lassen.

Und dann, und genau erst dann, sind wir bereit um ihn zu hören. In der Stille schaffen wir die Bereitschaft, dass Gott seinen Frieden in uns sendet und in diesem Frieden werden unsere inneren Augen und Ohren geöffnet, die sein Wort so wahrnehmen und verstehen, wie er es denn auch will.

Das, liebe Gemeinde, geht natürlich nicht in unserem normalen Alltagsgeschehen. Dazu bedarf es immer wieder Momente der Ruhe. Aus diesem Grunde beten die Mönche auch die Stundengebete, damit sie sich immer wieder auf den ausrichten, auf den es wirklich ankommt.

Fangen wir doch einfach einmal an, es den Mönchen nachzutun. Wie oft stehen wir im Stau auf dem Weg zur Arbeit? Warum nicht einfach diese Zeit für ein Gespräch mit Gott nutzen. Warum können wir anstelle des MP3-Players auf dem Weg zur Arbeit diese Zeit nicht für ein Gespräch mit Gott nutzen? Wir sehen, es gibt vielfältige Möglichkeiten auch in unserem Alltag, um es Maria nachzutun.

3. Das noch bessere Teil

Jesus sagte ja schon zu Marta, dass Maria das bessere Teil erwählt hat. Ich behaupte jetzt einfach einmal, dass es ein noch besseres Teil gibt; nämlich das Teil, welches dabei herauskommt, wenn wir die ersten beiden Punkte unseres Predigttextes miteinander verbinden.

Zunächst einmal können wir es Maria nachmachen, indem wir uns zu des Herren Füßen setzen und seiner Rede zuhören. Johannes der XXIII sagte einmal, dass ihm im Traume sein Schutzengel erschienen sei und zu ihm gesagt hat: „Nimm dich nicht so wichtig, nimm Dir Zeit für Gott“. Dem ist sicherlich nichts hinzuzufügen.

Wenn wir Gott so zu uns reden lassen, dann werden wir auch erfahren, welche ganz speziellen guten Werke er denn uns ganz persönlich auftragen möchte Und wenn wir aufmerksam auf ihn hören, dann stochern wir auch nicht mehr ziel- und planlos im großen Topf der guten Taten herum. Nein, dann machen wir genau das, was Gott von uns erwartet.

Wie der Glaube ohne gute Werke ein toter Glaube ist, so können auch die guten Werke ohne den Glauben bzw. ohne Gottes Auftrag tote Werke sein, die so rein gar nichts bewirken, weil wir dafür vieleicht auch gar nicht vorgesehen sind.

Wenn wir allein auf Gott hören und nur das tun, was er uns sagt, dann werden wir unsere Aufgaben auch nicht mehr als frustrierte Christen wahrnehmen, sondern ausgestattet mit seiner Leichtigkeit fröhlich unseren Dienst versehen.

Ein befreundeter Prediger sagte vor kurzem zu mir: „Weißt Du, ich gehöre nicht nur allein Jesus Christus, sondern ich höre auch nur allein auf Jesus Christus.“ Gewiss eine Steilvorlage für unseren Glaubensweg. Vielleicht probieren wir es in den nächsten Tagen einfach mal selber aus.

Wie wir beide Wege zusammenbringen das beschreibt der Liederdichter Salomo Liscow sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes „In Gottes Namen fang ich an…“ (EG 494), der da lautet, wie folgt:

In Gottes Namen fang ich an, was mir zu tun gebühret;
mit Gott wird alles wohlgetan und glücklich ausgeführet.
Was man im Namen Gottes tut, ist allenthalben recht und gut
und kann uns auch gedeihen.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen frohen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich zum heutigen Gottesdienst am 12.02.2017, dem Sonntag Septuagesimae. Ja, wir gehen wieder zielstrebig Richtung Ostern, wie es der Name des heutigen Sonntages schon besagt. Den Predigttext für den heutigen Sonntag, und der geht auch schon ein wenig Richtung Ostern, finden wir im Lukasevangelium, Kapitel 17, die Verse 7-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Vom Knechtslohn

Wer unter euch hat einen Knecht, der pflügt oder das Vieh weidet, und sagt ihm, wenn er vom Feld heimkommt: Komm gleich her und setz dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendessen, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; danach sollst du auch essen und trinken? Dankt er etwa dem Knecht, dass er getan hat, was befohlen war ? So auch ihr ! Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.

Liebe Gemeinde,

eigentlich ja kein besonders erbauender Text, den wir soeben gehört haben. So erging es mir auch, als ich ihn zum ersten Male gelesen habe. Und dann fiel mir auf, dass sich im Hinblick auf Ostern hinter dieser Geschichte noch eine ganz andere Botschaft verbirgt. Lassen Sie uns diese beiden Geschichten heute Morgen einmal gemeinsam betrachten.

1. Der Knecht

Knechte gibt es heute so gut wie gar nicht mehr. Für die Jüngeren daher der Hinweis, dass es sich bei einem Knecht um einen ganz normalen Arbeitnehmer handelte, der im Bereich der Landwirtschaft tätig war. Heute würde man vielleicht „Assistent Manager im Agrarwesen“ dazu sagen. Nur der guten Ordnung halber: Es gab natürlich auch weibliche Bedienstete, welche als Mägde bezeichnet wurden.

Lassen Sie uns doch einmal zusammen anschauen, was denn einen Knecht, eine Magd so ausmacht.

1. Der Arbeitnehmer: Der Knecht ist ein ganz normaler Arbeitnehmer. Als solcher gibt ihm sein Dienstherr direkte Anweisungen, die er zu befolgen hat. Zugleich ist sein Arbeitgeber auch sein Disziplinarvorgesetzter, der über zu ergreifende Maßregeln entscheidet, wenn es bei dem Knecht zu einem Fehlverhalten kommen sollte.

Im Ausgleich dazu erhält der Knecht einen im Voraus vereinbarten Arbeitslohn für seine Dienste. Mit seiner Arbeitskraft und der daraus resultierenden Lohnzahlung sind beide Vertragsparteien ihrer Pflichten entledigt.

2. Der soziale Status: Bei dem Knecht und dem Vorgesetzen liegt das typische Über/Unterordnungsverhältnis vor. Der Chef sagt, was zu tun ist und der Mitarbeiter hat dies zu machen. Während der Gutsherr früher im Herrenhaus lebte, seine Mahlzeiten einnahm und auch den Rest seines Lebens dort verbrachte war für die Knechte und Mägde ein Gesindehaus vorgesehen.

Früher war es ein besserer Stall, der gerade einmal mit dem notwendigsten ausgestattet war, um darin so halbwegs über die Runden kommen zu können. Also schon ein ganz gewaltiger Unterschied, wenn man einmal die Lebensqualität betrachtet.

Gutsherren untereinander pflegten auch ausschließlich den Umgang untereinander. Es war also undenkbar, dass ein Gutsherr mit dem Knecht eines befreundeten Gutsherren eine freundschaftliche Beziehung pflegte. In den meisten Fällen wurden die Knechte und Mägde wie Luft behandelt, die eigentlich gar nicht existierten.

3. Das Alter: Wenn der Knecht Glück hatte, wurde ihm in der hintersten Ecke des Gesindehauses seines ehemaligen Dienstherren eine kleine Kemenate zugewiesen, wo er sein Rentnerdasein fristen konnte. In den meisten Fällen wurden die Knechte im Alter aber schlicht und ergreifend an die Luft gesetzt, wenn sie ihre Leistung nicht mehr erbringen konnten.

In romantischen Erzählungen der früheren Jahrhunderte blendete man dies häufig aus oder beschönigte das Ganze. Aber, was wir soeben gehört haben, genau das war die knallharte Realität.

Und diese knallharte Realität gibt es auch heute noch für die Menschen, die den Weg zum Glauben verweigern. Die anderen, also auch wir, sind aus der Knechtschaft herausgetreten und in den Stand der Gotteskindschaft erhoben worden. Den entscheidenden Schritt dafür tat Jesus, als er uns die Türe zum Vaterhaus mit seinem Kreuzestod für unsere Sünden wieder ganz weit aufgestoßen hat.

Durchgehen durch diese Tür müssen wir freilich ganz aus eigenen Stücken. Es wird keiner in den Himmel geschubst oder gestoßen.

Und jetzt wollen wir uns doch einmal unseren Status als Gotteskinder gemeinsam anschauen.

Stellen wir uns doch zusammen die wichtigste Frage, die es gibt: Warum sollte ich den Schritt wagen vom Knecht zum Gotteskind?

1. Der Arbeitnehmer: Der Knecht, so haben wir es gesehen, ist ein ganz normaler Arbeitnehmer. Das Gotteskind unterscheidet sich hier schon einmal grundlegend. Als Gottes geliebte Kinder sind wir mit ihm zusammen an dem Auf- und Ausbau seines Reiches beteiligt. Wir sind nicht mehr die reinen Befehlsempfänger, sondern wir werden von Gott unterwiesen, wie wir dazu beitragen können, sein Reich aufzubauen.

Den eigentlichen Arbeitseinsatz üben wir aber selbständig aus. Und dabei kann es auch mal passieren, dass wir mit unseren Aktionen fatal danebenliegen und vielleicht sogar mehr Schaden als Nutzen anrichten. Dann greift aber eben kein disziplinarischer Richter namens Gott zu seiner Peitsche und maßregelt uns nach allen Regeln der Kunst. Dann nimmt uns Gott liebevoll und väterlich an die Seite und zeigt uns den etwas besseren Weg, den wir anstelle unseres Weges einschlagen können.

2. Der soziale Status: Ab dem Moment unserer Bekehrung werden wir von Gott als Kind in seine Familie aufgenommen. In dieser Familie hat der Vater freiwillig Fürsorgepflichten für alle seine geliebten Kinder übernommen.

Diese Fürsorgepflichten sind im Gegensatz zu einem Knecht von unserer eigenen Leistung vollkommen unabhängig. Unser Vater im Himmel sorgt allezeit für uns, daher ist es für uns als Gottes geliebte Kinder auch vollkommen unnötig, wenn wir uns in unserem Leben Sorgen machen.

Alles, was dem Vater gehört, das gehört uns auch, so lesen wir es im Gleichnis von dem verlorenen Sohn. Wir dürfen also, wenn wir es so wollen, aus dem Vollen schöpfen. Alles, was es im Reich Gottes gibt gehört uns gemeinsam.

So, jetzt haben wir die Sache mit dem Über- und Unterodnungsverhältnis Gott gegenüber geklärt. Aber es gibt ja unter den dienstverpflichteten Knechten auch eine gewisse Rangordnung. Und diese Rangordnung, diese Rangordnung gibt es im Reiche Gottes auch nicht mehr. Jeder, der in dieses Reich kommt, hat die gleichen Rechte und Pflichten. Jeder, aber auch wirklich jeder ist gleich wichtig.

Und damit liebe Gemeinde tun wir uns manchmal schon ein wenig schwer. Machen wir es uns doch immer wieder bewusst, dass wir als bekehrte Christen untereinander eine riesengroße Familie sind, in der z.B. Papst Franziskus genauso wichtig ist wie ein jeder von uns. In der Familie Gottes gibt es keine Rangordnungen. Wir alle haben nur einen Herrn, unseren Vater im Himmel. Und der gibt einem jeden das auf, was er zu tun in der Lage ist.

Untereinander haben wir kein Recht und keine Berechtigung über einen anderen Christen zu herrschen. Das heißt nicht, dass wir ihm nicht zur Seite stehen sollen, wenn er einmal in die Irre gehen sollte. Aber nicht in der guten alten Gutsherrenmanier sondern in liebevoller Hilfe.

3. Das Alter: Wenn wir einmal nicht mehr können, wenn uns das Alter gewisse Beschränkungen auferlegt, dann werden wir von Gott nicht einfach an die Seite geschoben. Gott sorgt auch dann weiter für uns, wenn wir augenscheinlich so gar nichts mehr für den Ausbau seines Reiches tun können. Nach wie vor bleiben wir seine geliebten Kinder.

Der größte Unterschied zum Knecht ist nämlich der, dass wir als Gottes Kinder auch seine Erben sind. Wir haben einen von Gott verbrieften Erbanspruch, der uns schon hier auf Erden zugesprochen wird. Dieser Erbanspruch berechtigt uns nämlich in den Himmel zu kommen.

Als Gottes Kinder werden wir mit unserem Ableben auf Erden im gleichen Moment von unserem Herrn Jesus im Himmel als seine heimgehenden Kinder willkommen geheißen.

Jetzt könnte ja jemand auf die Idee kommen und uns sagen, dass es im Himmel ja doch recht langweilig ist, so auf einer Wolke zu sitzen, christliche Lieder zu singen und ansonsten nichts zu tun zu haben. Das ist aber nicht der Fall. Wenn wir unsere Bibel zu Rate ziehen, dann lesen wir, dass wir im Himmel mit unserem Herrn zusammen regieren werden. Wir werden eines Tages sogar über die Engel zu Gericht sitzen.

Mit Gott zusammen zu sein, mit ihm zusammen zu regieren und stetig von seiner Liebe durchflutet zu werden, was kenn es eigentlich schöneres geben? Grund genug, dass wir unseren Mitmenschen die es noch nicht wissen, die also noch als Knechte unterwegs sind, diesen Königsweg aufzeigen, damit wir später einmal mit ihnen zusammen in der Gegenwart unseres Herrn leben.

Die Annahme von uns als Gottes Kinder beschreibt der Liederdichter Erdmann Neumeister sehr schön in dem 8. Vers seines Liedes: „Jesus nimmt die Sünder an…“ (EG 353), der da lautet, wie folgt:

Jesus nimmt die Sünder an; mich hat er auch angenommen
und den Himmel aufgetan, dass ich selig zu ihm kommen
und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche uns allen noch einen gesegneten Sonntag und eine ganz tolle neue Woche unter der immerwährenden Erkenntnis, dass wir vom Knecht zum geliebten Kind erhoben worden sind.

Bleiben Sie alle wohlbehütet.
Ihr

Ulrich Naber