Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 4. Sonntag der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 6. Kapitel des Johannesevangeliums, die Verse 47-51. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.

Liebe Gemeinde,

wir kennen Sie alle, die „Ich bin Worte“ unseres Herrn. Heute geht es um das Brot des Lebens. Lassen Sie uns gemeinsam einmal dieses Ich bin Wort bedenken.

1. Vor der Klammer

Bevor wir zu dem Ich bin Wort kommen steht quasi vor der Klammer noch etwas ganz entscheidendes. Dort lesen wir: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.

Die „Ich bin Worte“ Jesu ziehen ja meist auch eine Aktivität nach sich. Klipp und klar sagt unser Herr an dieser Stelle, dass dies nichts mit Errettung oder ewiger Verdammnis zu tun hat.

Wer an den Herrn glaubt, der hat das ewige Leben und landet ohne Gerichtsverhandlung direkt im Himmel. Die ich bin Worte haben vielmehr etwas mit unserem geistlichen Wachstum und unserem Auftrag als Jünger Jesu Christi zu tun.

2. Wachstum

Wenn wir klein sind, dann benötigen wir für unser Wachstum natürlich eines; nämlich Nahrung. Das beginnt zunächst mit der Muttermilch und geht dann so nach und nach auf feste Kost über.

Als Jünger Jesu müssen wir nach unserer Bekehrung ebenfalls wachsen. Das Brot des Lebens ist unabdingbar für unser geistliches Wachstum. Was wir für unser Leben als Christ benötigen das lernen wir in der Jüngerschule direkt von unserem Herrn.

Während des Wachstums ist natürlich die Lernphase am wichtigsten. Das meiste über unsere Aufgabe als Jünger lernen wir aus der Bibel. Nun ist die Bibel natürlich für manch einen Neubekehrten schon eine schwer verdauliche Kost. Daher empfehle ich immer, das Bibelstudium zunächst mit einer modernen Übersetzung zu beginnen.

Wenn ich das alles umsetzen will, was in der Bibel steht, dann benötige ich auch die Hilfe meiner Brüder und Schwestern. Als Neubekehrter weiß ich längst noch nicht alles. Daher ist es auch so wichtig, dass wir uns mit allen Fragen an die Gemeinschaft wenden können.

Für uns „alte Hasen“ ein kleiner Ratschlag: Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten. Ich habe es leider oftmals erlebt, dass Glaubensneulinge auch in unseren christlichen Gemeinschaften so von oben herab behandelt wurden, nur weil sie die „falschen“ Fragen stellten. Das ist für deren geistliches Wachstum natürlich wenig förderlich.

3. Bleiben

Irgendwann sind wir aus dem Kindheitsalter heraus und sind erwachsene Menschen und Christen geworden. Natürlich benötigen wir weiterhin unsere Nahrung, damit unser Körper funktionstüchtig bleibt.

Im geistlichen Bereich ist das nicht anders. Wenn wir aufhören unsere geistliche Nahrung zu uns zu nehmen, dann beginnt unsere Seele zu verkümmern und alsbald wird der Teufel ein leichtes Spiel mit uns haben.

Geistliche Nahrung im Erwachsenenalter ist natürlich auch das Gebet, welches uns eine ständige Verbindung zu unserem auferstandenen Herrn ermöglicht. Im Gebet besprechen wir uns mt unserem Herrn. Wir bringen all unsere Nöte und Sorgen und Fürbitten vor ihn. Aber im Gebet erhalten wir auch unseren ganz konkreten Auftrag als Christ in dieser Welt.

So, wie wir tagtäglich mit unseren Vorgensetzen reden und neue Anweisungen erhalten, so sollen wir auch tagtäglich mit unserem ewigen Vater im Himmel in Verbindung bleiben.

Kein Mensch auf dieser Welt kann alle Aufgaben alleine stemmen. In den meisten Fällen sind wir dabei auf die Mithilfe anderer Menschen angewiesen. Und daher ist es auch ganz wichtig, dass wir den Kontakt zu einer wie auch immer gearteten christlichen Gemeinschaft aufrechterhalten.

4. Weitersagen

Und jetzt kommt noch die Königsdisziplin unserer Aufgabe als Christen; nämlich die Verbreitung der frohen Botschaft mit Worten und mit Händen.

Jeder Radrennsportler nimmt vor jeder Etappe mehr Kalorien auf, als ansonsten im Alltag üblich. Wenn wir unsere christliche Botschaft verkündigen wollen, dann benötigen wir dafür noch mehr Brot des Lebens als für das Wachsen und das Bleiben.

Ich kann Ihnen eines versprechen: Sobald Sie außerhalb der geschützten Kirchenmauern die frohe Botschaft verkündigen, dann wird Ihnen heftigster Gegenwind entgegenwehen. Sie werden blächelt werden. Es wird Ihnen Spott entgegengebracht. Und manchmal werden Sie auch einfach als Vollidiot bezeichnet.

Ganz ohne Frage, das tut mächtig weh. Aber unser Herr hat immer wieder tröstliche Worte für uns parat. Gut, wenn wir uns diese schon vorher an die Seite legen und im Bedarfsfalle darauf zurückgreifen können.

Und dann werden wir auch mit allen möglichen Argumenten angegriffen, die stellenweise schon derart abgegriffen sind, dass wir darüber gar nicht mehr reden müssen. Aber es gibt auch ernstzunehmende Kritik und Zweifel, die häufig einem Menschen entfährt, der sich ernsthaft mit dem Christentum beschäftigt.

Und gerade hier gilt es, das zarte Pflänzchen des sich heran bahnenden Glaubens nicht zu zertreten, sondern aufzuklären und den Fragesteller zu ermuntern, den Weg doch einmal zu probieren, damit dieses Pflänzchen wachsen kann.

Und für diese Aufgaben, liebe Gemeinde, sind eben nicht nur die professionellen Theologen zuständig. Hier ist ein jeder für uns beauftragt. Grund genug also, auch für diese Fälle genug Brot des Lebens zu konsumieren.

Das klang jetzt wahrscheinlich ein wenig arbeitsintensiv und nach viel Mühe und Plage. Gewiss, ohne Bibel, Gebet und Gemeinschaft geht es nicht. Aber wir haben ja einen lebendigen Herrn an unserer Seite, der uns gerade auf diesen Wegen eine ganz besondere Hilfe und Unterstützung sein will.

Dass wir bei all unseren Bemühungen immer auf die Hilfe unseres Herrn angewiesen sind, dass wusste natürlich auch schon Martin Luther. Dies drückt er in dem zweiten Vers seines wohl bekanntesten Liedes „Ein feste Burg ist unser Gott….“ (EG 362) sehr schön aus wie folgt:

Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren;
es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist ? Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott,
das Feld muss er behalten.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag Lätare. Lätare heißt ja bekanntlich „Freuet Euch“ und da wollen wir doch einmal sehen, welche Freude unser heutiger Predigttext, den wir im 6. Kapitel des Johannesevangeliums, die Verse 55-65 finden, für uns bereithält:

Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte. Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören? Da Jesus aber bei sich selbst merkte dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch das? Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren dahin, wo er zuvor war? Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.

Liebe Gemeinde,

so auf den ersten Blick betrachtet geht es hier um das Heilige Abendmahl. Das würde ja auch zu dem Sonntag Lätare irgendwie passen. Und dann kommt als Reaktion der Jünger etwas ganz anderes, als wir es erwartet hätten. Sie sagten: „Das ist eine harte Rede…“ Hatten die Jünger mehr gehört oder besser zugehört oder etwas besser verstanden, was Jesus ihnen zuvor gesagt hatte?

Ich glaube, es geht in unserem Text gar nicht so sehr um das Heilige Abendmahl, es geht vielmehr darum, wie ich als Christ auch authentisch lebe und mein Leben dementsprechend gestalte. Ich glaube nämlich, dass wir alle, die wir heute Morgen zusammensitzen keinerlei Erkenntnisprobleme haben. Wir alle kennen die Bibel doch wirklich sehr gut. Wir wissen doch alle was drin steht. Aber wir könnten ein Umsetzungsproblem haben. Nämlich das in unseren Alltag umzusetzen, was wir allsonntäglich hören.

Schauen wir uns doch einmal 3 Fragen an, die Jesus uns auch heute noch zwischen diesen Zeilen versteckt stellt. Jesus stellt auch mir diese Fragen immer wieder. Schauen wir doch mal kurz rein in den Dialog zwischen Jesus und mir.

1. Du willst also Christ sein?

Natürlich Jesus, will ich Christ sein. Ansonsten wäre ich heute wohl nicht hier. Ja gut, in der Woche ist es mal wieder nicht alles so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich bin ein paar Mal aus der Haut gefahren, was nicht hätte sein müssen.

Und dann habe ich jemandem die Vorfahrt genommen. Und dieser Jemand als er mich überholte zeigte er doch glatt auf mein Schild mit dem Fisch und schüttelte nur noch den Kopf. Ich wurde wütend und zeigte ihm auch noch den Vogel. Das war natürlich voll daneben.

Jesus, ich möchte doch so gern Christ sein, vergesse mich in der Woche aber immer wieder. Was soll ich nur machen? Bitte mich doch einfach, Dir den ganzen Tag in der Woche beizustehen. Gesteh Deine Sünden auch sofort ein und lass uns versuchen, es gemeinsam besser zu machen.

Ich weiß, dass Du es allein gar nicht kannst, die Sache mit dem vollkommenen Christsein. Aber wenn es Dich tröstet, das kann kein Mensch, also mach Dir nicht allzu große Vorwürfe, sondern lass uns fortan den Weg gemeinsam gehen.

2. Du willst ein gläubiger Mensch sein?

Schau Ulli, du bist doch ein Fan vom VfL Bochum. Ist dir eigentlich mal aufgefallen wie häufig Du Dich mit Deinen Mitmenschen über Fußball und den VfL unterhältst? Nein, aber mir ist es aufgefallen.

Und mir ist noch etwas aufgefallen, du sprichst mit den Menschen über Fußball, ihre Nöte, Sorgen und Probleme, aber über mich redest Du ganz wenig. Du musst den Leuten doch auch zeigen, was dich trägt, wenn Deine Sorgen dich quälen. Es ist natürlich gut und richtig, dass Du dich der Nöte, Sorgen und Probleme Deiner Geschwister annimmst.

Aber denke doch mal darüber nach, dass Du nicht zeitgleich für alle Deine Geschwister da sein kannst. Und irgendwann wirst Du bei mir sein und wer hilft Ihnen dann? Lehre doch Deine Geschwister, dass es mich gibt, der ihnen stets und immer beisteht. Lehre sie doch den Weg zu gehen, den Du auch einmal gegangen bist , als wir beide uns begegnet sind. Erzähl doch einfach von damals, als du noch kein Christ warst und alles andere lieber tatest als die Bibel zu lesen.

Und dann berichte darüber, was sich alles in Deinem Leben geändert hat, seit ich Dich auf Schritt und Tritt begleite. Erzähle ihnen doch einfach von Deinem großen Haufen von Problemen, die Du hattest, als Du zu mir kamest. Und berichte doch ganz frank und frei darüber, wie wir beide ein Problem nach dem anderen bewältigt haben.

Rückwirkend sieht ja alles immer positiver aus, als es in Wirklichkeit war. Sag also Deinen Geschwistern, das auch ein gläubiger Mensch nicht nur in Frieden und Glückseligkeit lebt. Berichte ruhig darüber, dass Du auch heute manchmal noch niedergeschlagen bist. Aber sage Ihnen auch, dass trotz allem Negativen, was Dir auch heute noch wiederfährt Du trotzdem an mir hängenbleibst. Du vertraust mir trotzdem, weil Du ganz genau weißt, dass ich am Ende alles gut mache.

3. Ich soll Dein Retter sein?

Weißt Du, Ulli, natürlich bist du vom Tod zum Leben übergegangen, als Du mein Angebot angenommen hast. Aber das war ja keine einmalige Geschichte. Damit hat doch erst alles angefangen. Ich habe meinen Jüngern damals dies recht drastisch dargestellt, als ich sagte: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm.“

Weißt du, die Jünger damals waren schon recht raue Gesellen. Mit denen musste man schon mal Tacheles reden, damit sie auch begriffen, was ich ihnen sagen wollte. Manchmal habe ich auch bei Dir den Eindruck, dass ich Dir mal wieder gehörig den Kopf waschen muss. Warum, das fragst Du?

Mit Essen und Trinken wollte ich den Jüngern damals verdeutlichen, dass dies Bedürfnisse sind, die jeden Tag auf neue gestillt werden müssen. Kein Mensch kann auf Vorrat essen oder trinken. Genau so lebe ich nur in Dir und Du in mir wenn wir täglich miteinander verbunden sind.

Stell dir einfach mal vor, ich bin die Tankstelle und du ein Auto. Wenn du nicht regelmäßig bei mir vorbeischaust um dich aufzutanken, dann ist irgendwann der Tank leer und Du kannst nicht mehr weiterfahren. Denn das, was Du als Auto brauchst, das bekommst Du allein von mir.

Und jetzt setzen wir das mal in Dein Leben um. Du lebst allein von mir, meiner Gnade und meiner Kraft. Gewiss, du schaffst es auch ein paar Meter alleine, aber wie!!! Aber, wenn Du die Verbindung zu mir niemals abreißen lässt, dann bin ich stets und ständig mit Dir verbunden. So stelle ich sicher, dass Du jeden Tag aufs Neue genügend Treibstoff für Dein Leben bekommst.

Und jetzt denke mal darüber nach, wie oft Du auch heute noch versucht bist, etwas selber in die Hand zu nehmen, ohne mich zu befragen. Sogar in der letzten Woche gab es einige Angelegenheiten, die wir zuvor hätten besprechen sollen. Aber das merkst Du leider oftmals erst hinterher.

Tu mir doch einen Gefallen, bleib stets ganz dicht an mir dran und besprich die Dinge, die Du vorhast, doch vorher mit mir. Erspare Dir doch so manche Enttäuschung. Und vor allem: Nimm Du Dich mal nicht so wichtig. Ich bin der Retter.

Wer sich so von Jesus angesprochen fühlt, der hat jeden Tag die Möglichkeit den rechten Weg mit unserem Herrn zusammen zu gehen. Und wer sich diesen Jesusfragen erst etwas zu spät stellt, der hat sein ganzes Leben lang immer wieder die Möglichkeit zur Umkehr. Jesus ist immer nur ein Gebet weit entfernt.

Ein Gebetslied des Liederdichters Johann Olearius beschreibt das tägliche Leben mit unserem Herrn sehr schön wie folgt (EG 197, Vers 1):

Herr, öffne mir die Herzenstür,
zieh mein Herz durch dein Wort zu Dir.
lass mich dein Wort bewahren rein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und geben dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

gehen wir doch mit diesen drei Fragen einmal gemeinsam mit unserem Herrn durch die kommende Woche und lassen Sie uns erleben, was er uns alles sagen möchte. Dabei wünsche ich Ihnen allen Gottes reichen Segen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Lätare, dem 4. Sonntag in der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 1, die Verse 3-7. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Dank für Gottes Trost in Trübsal

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in all unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet werden durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden. Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

Liebe Gemeinde,

die Passionszeit ist ja auch immer die Zeit, in welcher wir an das Leiden und Sterben unseres Herrn gedenken. Aber wir können auch gemeinsam über unser alltägliches Leid und den Trost durch unseren Herrn nachsinnen. Dies zeigt uns der heutige Predigttext auf. Leiden, Trost und Hoffnung gehören also in einem Christenleben sozusagen als Einheit immer zusammen. Lassen Sie uns über diese Punkte heute Morgen ein wenig näher nachdenken.

1. Leiden

„Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen“ so lesen wir es in unserem heutigen Predigttext. Paulus geht also ganz automatisch von Leidenserfahrungen aus, die jeder von uns durchmachen muss.

Gerade bei Neubekehrten treffe ich immer mal wieder die Auffassung an, dass mit ihrer Hinwendung hin zu Gott auch alles Leiden aufgehört hat. Allerdings werden sie immer bald darauf eines Besseren belehrt. Es wäre auch wirklich Augenwischerei, wenn wir unseren Mitmenschen sagen wüden: Bekehre Dich und Deine Leiden haben ein Ende. Das ist sicherlich kolossaler Blödsinn.

Aber, liebe Gemeinde, wir haben seit unserer Bekehrung jemanden an unserer Seite, der uns in all unserem Leiden zur Seite steht, uns begleitet und durch unser Leiden hindurchführt. Und dies unterscheidet uns von allen Menschen, die in ihrem Leiden ganz allein auf sich gestellt sind. Als Christen leiden wir also niemals allein.

Und wir haben noch einen weiteren großen Vorteil: Wir müssen niemals mehr Leid ertragen, als wir ertragen KÖNNEN. Den Rest trägt unser Herr für uns. Daher werden wir als lebendige Christen auch niemals an unserem Leide zugrunde gehen. Dafür liebt uns Gott zu sehr, als dass er dies zulassen könnte.

Darum ist es auch für uns so wichtig, dass wir in ganz enger Gemeinschaft mit unserem Herrn zusammenleben.

2. Trost

„Gott allen Trostes“ so lesen wir es in unserem heutigen Predigttext. Das Wort Trost zieht sich ja durch unseren ganzen Predigttext hindurch. Da müssen wir uns einfach einmal fragen: Was ist das denn eigentlich, der Trost ?

Trost ist das Herbeieilen zur Hilfe. Trost ist aber auch das Ermahnen und das Ermutigen zur Tugend. Wenn wir es so wollen, dann ist die ganze Heilige Schrift eigentlich nichts anderes als ein Ermahnen und ein Ermutigen zur Tugend, also ein großes Trostwerk. Paulus bezieht diesen Trost dann auch auf einen jeden von uns ganz persönlich.

Das bedeutet zunächst einmal, dass uns Gott in unserem Leiden nicht nur zur Seite steht, sondern uns stets auch Wege weist, welche wir in unserem Leiden gehen sollen und auch gehen können. Gott eilt also in unserem Leiden herbei um uns zu helfen.

Nun gehören natürlich immer zwei dazu, nämlich der Leidende und der Helfer. Es nutzt herzlich wenig, wenn der Leidende die Hilfe nicht annimmt. Das, liebe Gemeinde, erleben wir leider all zu häufig. Wie viele Menschen lehnen jedwede Hilfe schon von uns Mitmenschen in ihrem Leiden ab. Umso mehr lehnen diese Menschen häufig auch die Hilfe von Gott ab, bzw., wenden sich im Leiden erst gar nicht an den Herrn.

Dann dürfen wir uns natürlich auch nicht wundern, wenn uns im Leiden nicht geholfen wird. Also, wenn wir im Leid verwurzelt zu sein scheinen, dann lassen Sie uns doch all unser Leid und unsere Not dem Herrn vor die Füße legen. Er, der Gott allen Trostes, wird sich gewiss nicht lange bitten lassen und herbeieilen, um uns zu helfen.

Weiter lesen wir in unserem Predigttext „Damit wir auch trösten können“. Leid zu erfahren ist sicherlich bitter. Von Gott getröstet zu werden nimmt das Leid zwar nicht weg, aber zeigt uns Wege auf, wie wir aus dem Weg des Leidens herausgehen können. Nur wer dies selber auch persönlich erlebt hat, nur derjenige ist dem anderen auch ein wahrer und echter Tröster.

Von so einem Menschen kommen niemals Sätze, wie „Kopf hoch, wird schon wieder“ oder „Augen zu und durch“. Jeder Mensch, der Gottes Trost an sich selber erfahren hat, wird diesen Trost im Rahmen seiner Möglichkeiten auch den Mitmenschen weitergeben. „Damit wir auch trösten können“ bedeutet ja nichts anderes, als dass der Herr Jesus uns diese Fähigkeit des Tröstens mit seinem Trost in unsere Herzen gelegt hat.

3. Die Hoffnung

Das Licht am Ende des Tunnels kennen wir sicherlich alle. Und so ein Licht in all unserem Leiden ist immer auch die Hoffnung. Wenn Paulus schreibt, dass unsere Hoffnung fest steht, dann meint er damit, dass wir alle, die wir vielleicht gerade mitten in einem Leiden stecken unsere feste Hoffnung haben, die weit über diese Welt hinausgeht.

Die feste Hoffnung bedeutet, dass unsere Hoffnung nicht irgendwelche Hirngespinste oder fromme Wünsche sind, sondern dass unsere Hoffnung einen festen Grundstein hat, nämlich unseren Herrn Jesus Christus.

In Jesus Christus sind alle Verheißungen Gottes für uns sichtbar geworden. Die Auferweckung Jesu von den Toten zeigt uns, dass selbst der Tod für uns seine Schrecken verloren hat. Wenn dies der Fall ist, dann wird auch all unser menschliches Leiden auf Erden von dieser Hoffnung getragen.

Als Christen haben wir die Hoffnung, bzw. die feste Gewissheit, dass mit unserem Tode nicht alles aus ist. Als Christen schöpfen wir Kraft aus der Hoffnung, dass wir dereinst für ewig mit unserem Herrn vereint sein dürfen. Und zwar mit dem Herrn, der dem Tod ein für alle Male seine Macht genommen hat.

Gewappnet mit dieser Hoffnung brauchen wir nicht mehr zu verzagen, wenn wir wissen, dass Christi Leiden reichlich über uns kommen werden. Umso mehr wir leiden, umso mehr werden wir getröstet und umso mehr wird unsere Hoffnung wachsen.

Wenn Leiden, Trost und Hoffnung zusammengehören, dann verwundert es uns auch nicht mehr, wenn wir an vielen Stellen der Bibel darüber lesen, wie fröhlich Menschen durch Leiden vielfältigster Art gegangen sind.

Wenn wir dies wissen, dann können wir die Worten Dietrich Bonhoeffers vor seiner Exekution erst richtig verstehen, wenn er gesagt hat: „Dies ist das Ende, für mich der Beginn des Lebens.“

Der gleiche Dietrich Bonhoeffer war auch der Verfasser eines heute am meisten gesungenen Kirchenlieder, nämlich „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, dessen Kehrvers lautet, wie folgt:

Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche, in der wir alle wieder von guten Mächten wunderbar geborgen und getragen werden.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Lätare. „Freuet Euch“ so lautet die Übersetzung des heutigen Sonntages. Worüber wir uns freuen können, das sagt uns unser Herr in unserem heutigen Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im
Johannesevangelium, Kapitel 6, die Verse 47-51. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, damit, wer davon isst, nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist. Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.

Liebe Gemeinde,

wenn wir die Worte „Wahrlich, wahrlich“ lesen, wie sie unser Herr an etlichen Stellen des Neuen Testamentes gebraucht, dann können wir diese auch mit „Amen“ übersetzen. Immer dann, wenn ein Satz so beginnt, dann hat Jesus vorher direkten Kontakt zu Gott gehabt und gibt das weiter, was Gott uns ausrichten will. Salopp gesagt könnte man sagen: Immer dann, wenn wir diese Worte lesen, dann handelt es sich um eine direkte Ansprache vom großen Boss höchstpersönlich.

Lassen Sie uns nunmehr zu unserem Predigttext kommen. Jesus spricht in unserem heutigen Predigttext vom Brot. Jesus macht einen klaren Unterscheid zwischen dem weltlichen und dem himmlischen Brot. Lassen Sie uns also auf die Spuren Jesu begeben und fragen, was er dnn genau damit meint.

1. Der Sattmacher

Brot macht bekanntermaßen satt. Was ist es doch für ein herrliches Gefühl, wenn man ausgehungert ist und eine Schnitte Brot vor sich hat. Da läuft einem doch das Wasser im Munde zusammen.

Neben dem körperlichen Hunger gibt es aber auch den seelischen Hunger. In unserem reichen Lande ist der körperliche Hunger sicherlich den meisten vollkommen unbekannt. Aber schauen wir uns doch einmal um, wieviel seelischen und geistigen Hunger es in unserem Lande gibt. Dieser geistige Hunger, liebe Gemeinde, äußert sich häufig in dem inneren Gefühl “ Mir fehlt doch was…“ Und was tun die Menschen nicht alles, um diesen seelischen Hunger zu befriedigen.

Man versucht die Seele regelrecht zu betäuben. Das kann zum Beispiel mit Reisen geschehen. Man reist hierhin und dorthin und merkt gar nicht, dass man ja eigentlich auf der Flucht ist. Das kann auch dadurch geschehen, dass man sich einen materiellen Wunsch nach dem anderen erfüllt, um so den seelischen Hunger zu stillen. Und das ganze kann leider auch in allen möglichen Süchten enden, die vordergründig den seelischen Hunger zu stillen scheinen.

Wäre es nicht schön, wenn wir etwas hätten, dass die hungrige Seele genau so aufbaut, wie unsere Schnitte Brot uns körperlich aufbaut, wenn wir ausgehungert sind ? Genau das gibt es auch. „Ich bin das Brot des Lebens“, so sagt es Jesus gleich zu Beginn des heutigen Predigttextes.

Unsere hungrige Seele braucht keine Reisen, Geschenke und diverse Genussmittel, um satt zu werden. Unsere geschundene Seele braucht nur einen, um satt zu werden, und dieser eine heißt Jesus. An Jesus können wir Tag und nach unsere hungrigen Seelen erquicken. Erst wenn wir Jesus
in unsere Seele aufnehmen, dann geht es uns so richtig gut, dann ist der körperliche Hunger UND der geistige Hunger gestillt, erst dann leben wir im völligen Einklang mit unserem Herrn.

2. Der Vitalstofflieferant

Brot macht nicht nur satt, sondern versorgt uns auch mit den Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen, die wir zusätzlich zu den im Brot enthaltenen „Sattmachern“ benötigen, damit unser Körper auch weiterhin seine vielfältigen Funktionen ausführen kann. Ohne diese Vitalstoffe
würden wir innerhalb sehr kurzer Zeit ernsthaft erkranken und schlussendlich an diesem Mangel auch sterben.

Jesus ist nicht nur das Brot des Lebens, welches uns satt macht. Nein, liebe Gemeinde, Jesus ist auch der Vitalstofflieferant, der uns mit allem Gutem versorgt, was unsere Seele über die eigentliche Sättigung hinaus noch braucht. Was könnten das denn für geistige Vitalstoffe sein, mit denen Jesus unsere Seele ernährt ?

Da ist zum Beispiel die Liebe. Jesus nährt unsere Seele mit Liebe. Wo vielleicht vorher Hass und Missgunst das Leben regiert haben, da zieht mit Jesus die Liebe ein. Wenn Jesus unsere Seele mit Liebe versorgt, dann bleibt dies natürlich auch nicht ohne Folgen. Wir können diese göttliche Liebe nämlich nicht für uns behalten, wir spüren in uns den Drang, diese Liebe unbedigt weiter zu geben.

Dann hätten wir noch den Vitalstoff der Barmherzigkeit. Wo wir früher eiskalt „über Leichen“ gegangen sind, wenn es um unseren eigenen Vorteil ging, so sorgt Jesus mit diesem Vitalstoff dafür, dass wir unsere Mitmenschen wieder richtig wahrnehmen, sie also unter der Brille der Barmherzigkeit betrachten. Wenn dieser Vitalstoff in unserer Seele seinen Platz gefunden hat, dann ist es uns eben nicht mehr egal, was mit dem anderen geschieht. Dann dreht sich unser Leben eben nicht mehr um uns selber, sondern in erster Linie um den anderen, also den Mitmenschen an meiner Seite.

Ein weiterer wichtiger Vitalstoff unsere Seele ist die Güte. Waren wir früher auf „wie du mir, so ich dir“ ausgerichtet, so zieht mit diesem Vitalstoff auch die Gabe der Vergebung in unsere Seelen ein. Wir müssen dann nicht mehr gleiches mit gleichem vergelten, wir können auf einmal lernen, auch Hintergründe zu erkennen, die sich hinter dem Verhalten der Menschen zu uns verstecken. Und dann sehen wir die Dinge auf einmal mit unseren geistigen Augen, die uns gar keine andere Wahl mehr lassen, als die der Güte und der Gnade und der Vergebung unseren Mitmenschen gegenüber.

3. Immer satt

Wenn wir eine Schnitte Brot gegessen haben, dann sind wir vermutlich angenehm gesättigt, aber eines ist so sicher, wie das berühmte Amen in der Kirche, es ist sicher, dass wir alsbald wieder das Hungergefühl verspüren werden. Und dann muss das nächste Brot her.

Das Brot der Seele, liebe Gemeinde, mit dem Jesus uns sättigt, dieses Brot hat einen ewigen Sättigungsfaktor. Wenn wir Jesus gestatten, unsere Seele mit dem Brot des Lebens zu sättigen, dann werden wir niemals mehr den Hunger in unseren Seelen spüren.

Das ist übrigens auch ein sehr wichtiger Ansatzpunkt in der christlichen Suchttherapie. Wie wir schon gehört haben, kann der Hunger der Seele auch in Süchten aller Art enden. Die Seele ist dann angefüllt mit der Sucht, z.b. der Sucht zu spielen.

Christliche Drogenexperten sagen indes, wenn Jesus in die Seele einzieht, dann räumt er erst einmal kräftig auf. Er schmeißt alles raus, was ihm nicht passt und ersetzt dies alles durch sein Brot des Lebens. Die Süchte werden so durch das Brot des Lebens ersetzt.

Als Skeptiker und „Realist“ wollte und konnte ich dies anfangs nicht glauben. Also ließ ich mich einladen, um selber dem Geheimnis des Brotes des Lebens auf die Spur zu kommen. Ich kann nur eines sagen: Genau so, wie wir es eben gehört haben, genau so wurde mir dies von vielen Suchtkranken berichtet, die Jesus in ihr Leben eingeladen haben. Im Gegensatz zu vielen weltlichen Therapieeinrichtungen, war die Sucht von einem Moment auf den anderen besiegt durch das Brot des Lebens. Die Sucht hinterließ auch keine Leere bei den Patienten, die drohende Leere wurde ja von Jesus ausgefüllt.

Ist das nicht eine wunderbare Verheißung unseres Herrn, die Verheißung dass unsere Seele nie wieder Hunger haben wird, wenn wir von dem Brot des Lebens essen. Aber es geht ja noch weiter. Alle, die das Brot des Lebens zu sich nehmen, alle diese Menschen werden in Ewigkeit leben.

Irgendwann, liebe Gemeinde, werden wir hier auf Erden unsere letzte Scheibe Brot gegessen haben und dann den irdischen Tod sterben. Wenn wir aber zu Lebzeiten unseren Herrn zu uns eingeladen haben, dann haben wir von ihm das Brot des Lebens erhalten mit der Folge, dass unser irdisches
Leben hier auf diesem Planeten nur eine Übergangslösung ist. Computerexperten würden sagen, dass hier unten ist die Beta-Version. Die endgültige kommt erst noch.

Und was machen wir bis dahin ? Sagen wir es doch allen Menschen weiter, was passiert, wenn auch sie vom Brot des Lebens kosten. Geben wir doch auch diesen Menschen die Chance, ewig zu leben.

Das Leben auf der Erde und gleichzeitig schon die Gewissheit im Herzen tragend, dass es ewig weitergeht, dies beschreibt der Liederdichter Paul Gerhardt serh schön in dem 15. Vers seines Liedes: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud…“ (EG 503), der da lautet, wie folgt:

Erwähle mich zum Paradeis und lass mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen, hier und dort ewig dienen.

Der Herr sättige Tag für Tag Deine Seele mit dem Brot des Lebens
Der Herr lasse das Brot des Lebens in Dir wirken und viele Früchte bringen
Der Herr gebe Dir durch das Brot des Lebens stets die Gewissheit des
ewigen Lebens

Amen.

Liebe Gemeinde,

wenn wir gleich nach Hause gehen und unsere Mahlzeiten einnehmen, dann lassen Sie uns doch auch immer wieder daran denken, unserer Seele ebenfalls mit dem Worte Gottes die rechte Nahrung zu geben.

Ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

„Freuet Euch“, liebe Gemeinde, so lautet die Übersetzung von Lätare, dem heutigen Sonntag in der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir bei dem Propheten Jesaja
im 54. Kapitel, die Verse 7-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.

Liebe Gemeinde,

wenn wir an unsere Kindheit zurückdenken, dann haben wir es sicherlich alle schon einmal erlebt, dass uns unsere Eltern in unsere Schranken verwiesen haben. Je nachdem, was wir verbockt hatten, waren sie sogar richtig ärgerlich. Auch wir Erwachsene haben einen Vater im Himmel, den wir betrüben und enttäuschen können. Davon handelt zunächst unser heutiger Predigttext.

Die Israeliten hatten sich von Gott abgewandt und waren ihren eigenen Weg ohne Gott gegangen. Überall, wo Gott an die Seite gestellt wird, entsteht aber eine Lücke. Und diese Lücke wussten die Israeliten gut zu füllen mit anderen Göttern und Götzen, die sie anstelle des einzigen Gottes anbeteten. Und dann kam er auch

1. Gottes Zorn

Wenn Eltern ihre Kinder züchtigen und bestrafen, dann tun sie das in aller Regel nicht, weil sie ihre Kinder nicht mögen, sondern gerade weil sie ihre Kinder sehr lieben. Unser Sohn lief im Alter von sechs Jahren unvermittelt über eine belebte Hauptstraße. Sollte ich ihn dafür auch noch loben ? War es mir egal ? Nein, das war es nicht. Ich war so wütend, dass ich ihm eine gepfefferte Standpauke hielt.

Meine Wut rührte aber aus der Liebe zu meinem Sohn heraus. Ich wollte nicht, dass ihm irgendetwas schreckliches passiert. Also musste ich ihm die Konsequenzen seines Handelns klipp und klar vor Augen führen.

Das gleiche kann uns auch bei Gott passieren und ist auch den Israeliten passiert, als sie Gott verlassen hatten und anderen Göttern nachgerannt sind.

Jetzt stellen wir uns Gottes Zorn häufig als eine Strafe vor, die er irgendwie an uns vollstreckt. Gott kann und will uns aber nicht aktiv in unser Unglück stürzen. Dies würde Seinem Wesen ja auch gar nicht entsprechen.

Ich glaube, wenn wir von Gottes Zorn reden, dann besteht dieser in einem „Wegsehen“ oder einem „Nicht Eingreifen“. Überall wo wir sonst im Leben Gottes helfende Hand spüren konnten, ist diese auf einmal nicht mehr vorhanden. Ich denke, dass Gott uns damit zeigen will, dass wir auf dem falschen Wege sind. Auf keinen Fall will Er uns auf ewig hin verdammen.

2. Ewige Gnade

Zorn und ewige Gnade werden in unserem heutigen Predigttext in einem Atemzug genannt. Sie gehören also zusammen.

Gott liebt uns so sehr, dass Er regelrecht um uns kämpft und uns sagt, dass, wenn wir die falschen Wege verlassen und wieder zu Ihm zurückkehren, Er uns wieder mit offenen Armen aufnehmen wird.

Denken wir einmal an unsere leiblichen Eltern. Wenn wir etwas verbockt haben, dann haben sie uns zwar dafür belangt, aber sie haben uns natürlich nicht unsere Position als Kind „aufgekündigt“. So dürfen wir dies auch bei Gott verstehen.

Um es auf den Punkt zu bringen. Einmal Gottes Kind, immer Gottes Kind.
Wenn wir unsere Sünden ehrlich bereuen, dann wendet Er sich wieder uns zu.
Dann ist ER wieder treu und gerecht.

Aber Achtung, liebe Gemeinde, dies ist keine billige Gnadenzusage, derer wir uns nach Belieben bedienen dürfen. Diese göttliche Gnade setzt unseren ernsthaften Wunsch der Gottesnähe und das ehrliche Bereuen unseres sündhaften Handelns voraus.
Gott ist nämlich kein Vergebungsautomat für Dauersünder.

3. Berge weichen, Hügel fallen

Gott steht zu Seinem Wort, das können wir dieser Zusage entnehmen.
Oberflächlich wär’s das auch schon. Aber es steckt noch etwas ganz anderes hinter dieser Aussage unseres Herrn.

Mit dem Ausdruck „Berge weichen und Hügel fallen“ ist nämlich auch unser ganzes Leben gemeint. Wir alle, und da ist auch kein Mensch ausgenommen, erleben Zeiten in unserem Leben, in welchem wir das Gefühl haben, es wird uns der Boden unter den Füßen weggezogen.

Oftmals haben wir das Gefühl, die ganze Welt würde um uns herum zusammenbrechen, also Berge würden weichen und Hügel würden fallen.
Gerade in diese Situationen hinein erreicht uns diese wunderbare Verheißung unseres Herrn. Gerade dann, wenn bei uns alles am Ende zu sein scheint, gerade dann fängt Gott so richtig an zu wirken in unserem Leben.

Gerade diese vermeintlich schlechten Zeiten sind es doch, die unseren Glauben ganz entscheidend prägen. Und da sollten wir uns auch in Zukunft immer wieder voll und ganz drauf verlassen. Und weil wir uns mit 100%-iger Sicherheit darauf verlassen können, dass Gottes Gnade auch in solchen Zeiten nicht von uns weichen wird, können wir getrost und unverzagt unseren Lebensweg mit dem Herrn an unserer Seite beschreiten.

Darum können wir uns als Christen auch in einmal nicht so schönen Zeiten einander trösten mit dem Namen des heutigen Sonntages, mit den Worten „Freuet Euch“.

Die Liederdichterin Julie Hausmann wollte mit Ihrem Lebensgefährten gemeinsam in die Mission gehen. Kurz vor Ihrer Abreise erhielt sie die traurige Nachricht, dass ihr Lebensgefährte leider verstorben sei. In dieser Situation dichtete sie das Lied: „So nimm denn meine Hände…“, dessen dritter Vers lautet, wie folgt:

Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht,
du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht:
so nimm denn meine Hände und führe mich,
bis an mein selig Ende und ewiglich.

Der Herr lasse Dich erkennen, wenn Du falsche Wege gehst
Der Herr lasse Dich SEINE Gnadenzusage immer wieder erkennen
Der Herr erinnere Dich immer wieder an den Bund SEINES Friedens

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen tollen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Lätare. Wir alle haben uns doch sicherlich schon einmal nach dem Sinn unseres Lebens gefragt und womit wir unser Leben sinnvoll füllen sollen. Diese Frage zu beantworten hilft uns der heutige Predigttext. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im 1. Kapitel des Philipperbriefes, die Verse 15-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Einige zwar predigen Christus aus Neid und Streitsucht, einige aber auch in guter Absicht: Diese aus Liebe, denn sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums hier liege; jene aber verkündigen Christus aus Eigennutz und nicht lauter, denn sie möchten mir Trübsal bereiten in
meiner Gefangenschaft. Was tut’s aber ? Wenn nur Christus verkündigt wird auf jede Weise, es geschehe zum Vorwand oder in Wahrheit, so freue ich mich darüber. Aber ich werde mich auch weiterhin freuen; denn ich weiß, dass mir dies zum Heil ausgehen wird durch euer Gebet und durch
den Beistand des Geistes Jesu Christi, wie ich sehnlich warte und hoffe, dass ich in keinem Stück zuschanden werde, sondern dass frei und offen, wie allezeit so auch jetzt, Christus verherrlicht werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und
Sterben ist mein Gewinn.

Liebe Gemeinde,

den Sinn des Lebens beschreibt der Apostel Paulus kurz und knapp am Ende unseres Predigttextes: „Denn Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn.“ Da muss man erst einmal so richtig tief durchatmen und den Text auf sich wirken lassen. Es ist ja schon eine direkte und recht heftige Aussage die Paulus da trifft. Lassen Sie uns daher dem paulinischen Lebenssinn ein wenig näher auf den Grund gehen. Es sind zwei Punkte, die Paulus ganz besonders hervorhebt.

1. Der Sinn des Lebens: Mein Dienst für Christus

Ich glaube, jeder von uns würde dem ad hoc zustimmen. Wir sagen es ja auch ganz konkret wenn wir konfirmiert werden. Ist das heute auch noch so. Sieht man unserem Leben noch an, dass es in den Dienst unseres Herrn gestellt wurde ?

Schauen wir uns doch einmal an, wie die meisten Menschen leben. In den Jugendjahren ist alles auf die Schule und die Ausbildung konzentriert. Nur wer eine gute Schulausbildung vorweisen kann, der kann damit rechnen einen adäquaten Arbeitsplatz zu finden.

Und dann geht’s ja erst richtig los. Hat man endlich den begehrten Arbeitsplatz erhalten, dann sägen auch schon munter jede Menge Aspiranten an dem Stuhl, den man eingenommen hat. Top-Leistungen erbringen und lästige Mitbewerber abwehren, wo soll da denn noch Zeit für unseren Dienst im Herrn bleiben ?

Eh man sich versieht, hat man die vierzig überschritten und ist damit beschäftigt, das Erreichte entsprechend zu erhalten. Im Job hat man sich gefestigt, und doch ist es gerade jetzt besonders kritisch. Die jungen Wilden streben nach und man merkt so langsam, dass man älter wird. Das
Häuschen und der Garten müssen instandgehalten werden. Man will ja nichts verkommen lassen. Und wo, bitteschön soll da noch Zeit sein für Gott ?

Und ein paar Jahre weiter ist man Rentner. Endlich hat man Zeit, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Reisen stehen an, die man schon lange aufgeschoben hat, die Enkelkinder wollen betreut werden und auch sonst ist man als mobile Feuerwehr immer da, wenn es irgendwo brennt. Und da
soll noch Zeit für Gott sein ?

Ja, liebe Gemeinde, so sieht es aus, das Leben von rund 80 % der Deutschen. Nicht, dass sie Atheisten wären. Nein, so weit geht man nicht. Auf jeden Fall lässt man den lieben Gott einen guten Mann sein. Leider ist er es für diese beschriebene Klientel überhaupt nicht.

Egal, wie alt wir sind, in welcher Lebensphase wir uns befinden und wo wir auch gerade sind, unser Leben soll ein Dienst für Gott sein.

Liebe jungen Menschen, die ihr gerade in der Ausbildung steht, egal ob schulisch oder beruflich, auch Ihr könnt Gott dienen. Wie wäre es denn, wenn Ihr dem beisteht, der in der Schule immer wieder gehänselt wird, weil er so ganz anders ist als alle anderen ? Oder helft doch einmal denjenigen, die nicht so gut mitkommen. Helft ihnen doch, dass sie auch ihr Ziel erreichen. Es sind keine lästigen Mitbewerber um einen Arbeitsplatz, sondern Gottes Geschöpfe, die er genau so liebt , wie euch. Und wenn Ihr ehrlichen Herzens denen helft, die es allein nicht schaffen, dann vertraut darauf, dass Gott auch für Euch sorgen wird. Ihr werdet ganz bestimmt nicht zu kurz kommen.

Liebes Mittelalter. Da ich selber dazugehöre, fällt mir ein, dass ich für unsere Generation, also die von 40 bis 60 einfach noch keinen einprägsamen Begriff gehört oder gelesen habe. Bei allem, was wir auch tun müssen, lassen Sie uns doch auch mal wieder einen Gang zurückschrauben. Der Rasen muss nun wirklich nicht jede Woche gemäht werden. Und das Auto kann man auch in der Waschanlage waschen lassen. Ist sowieso gesünder für die Umwelt und den eigenen Rücken. Also was tun mit der freien Zeit ?

Wie wäre es denn mal, wenn wir an einer Einrichtung wie der Tafel persönlich helfen. Abgesehen davon, dass dort jede helfende Hand dringend benötigt wird, erkennt man plötzlich auch, wie man doch von Gott gesegnet ist und wie gut es einem doch geht. Eigentlich Zeit, unserem Herrn mal wieder zu danken und IHM etwas zurück zu geben, von dem, was man alles empfangen hat. Finden Sie nicht auch ?

Liebe Best-Ager. Früher nannte man sie Rentner. Ich finde den Begriff überhaupt nicht despektierlich. Aber es muss ja heute alles in Englisch sein. Auch Sie können Ihr Leben in einen reinen Gottesdienst verwandeln. Wenn Sie selber noch aktiv sind, dann helfen Sie doch den
Altersgenossen, die eben nicht mehr so fit sind. Natürlich freuen sich die Enkel, wenn Sie mit ihnen einen Freizeitpark besuchen. Erzählen Sie ihnen doch auf dem Weg dahin und auf dem Weg zurück einmal spannende Geschichten aus der Bibel. Kaufen Sie sich eine Kinderbibel. Sie werden
feststellen, dass diese Geschichten auch noch Ihre Enkel faszinieren werden.

Liebe Gemeinde, wir sehen, dass man egal wo man sich befindet und in welcher Lebensphase man auch gerade steckt, sein Leben immer so ausrichten kann, dass es christusorientiert ist. Wichtig ist nur, dass Christus verkündigt wird, egal wie dies geschieht, so schreibt es der Apostel Paulus.

2. Sterben ist mein Gewinn

Sterben soll also ein Gewinn sein ? Mein lieber Paulus, du mutest uns verdammt viel zu.
Auch wenn es in der Passionszeit ein wenig ernster zugeht, aber sterben und dies auch noch als Gewinn zu bezeichnen ist nicht so ganz einfach zu verstehen.

Liebe Gemeinde, wir werden alle eines Tages sterben. In 100 Jahren wird keiner mehr, von denen die heute hier sind unter uns sind hier sitzen. Wir wissen es alle, doch sobald die Sprache auf das Sterben kommt, wird dieses Gespräch meist schon im Keim erstickt. Noch leben wir ja, was
sollen wir uns da mit dem Sterben beschäftigen. Und ganz unbewusst tun wir so, als ob das Sterben oder der eigene Tod uns gar nichts angeht. Sterben, das tun schließlich nur die anderen.

Und hier rüttelt uns Paulus so richtig wach. Übersetzen wir doch einmal, was uns Paulus mit diesem Satz sagen will.

Schau mal, würde Paulus sagen, du hast doch ein ganzes Leben lang dem Herrn gedient und bist Ihm nachgefolgt. Der Herr, dem du so eifrig gedient hast, ist aber schon einen Schritt weiter gegangen. Er ist jetzt in unmittelbarer Gegenwart von Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde. Und weißt du, was Er gerade macht ? Er baut dort Wohnungen für dich und alle Menschen, die Ihm auf Erden treu gedient haben.

Wenn du doch schon auf Erden ein Jünger von Ihm bist, dann ist es doch das größte für dich, wenn du eine Ewigkeit lang in Seiner Gegenwart weiterleben darfst. Und eines kann ich dir noch versprechen, dieses Leben wird ein Leben ohne Tränen, ohne Leid und ohne Schmerzen jedweder
Art sein. Auch Sorgen, die dich hier auf Erden quälen, werden dort nicht mehr exstent sein. Ein letztes, würde Paulus sagen, muss ich dir noch mitteilen: „Christen sterben nicht, Christen kehren heim.“

Wenn wir das Sterben wieder so betrachten, als einen ganz natürlichen Vorgang, ein Vorgang, der notwendig ist, um in den Himmel zu kommen, dann können wir dieses Thema ganz einfach enttabuisieren und dann können wir sicherlich alle auch wieder ganz anders leben. Dann kann uns ein Leben gelingen dem man ansieht, dass es ein Leben im Dienst für Christus ist.

Können Sie sich ein schöneres Leben vorstellen ? Na, dann wollen wir es mal wagen, all dem abzusagen, was uns von einem derartigen Leben trennt. Ich bin sicher, keiner von uns wird es je bereuen.

Gerhard Tersteegen, der bekannte Liederdichter aus Mülheim an der Ruhr drückte dieses Wagnis in einem Liedvers sehr schön, wie folgt aus:

Drauf wollen wir es wagen,
es ist wohl wagenswert,
und gründlich dem absagen,
was aufhält und beschwert:
Welt, du bist zu klein;
Wir gehn durch Jesu Leiten
hin in die Ewigkeiten;
es soll nur Jesus sein.

Der Herr zeige Dir einen Platz, WO Du IHM dienen kannst
Der Herr zeige Dir immer den rechten Weg, WIE Du IHM dienen kannst
Der Herr zeige Dir auch immer WOMIT Du IHM zu SEINER Ehre dienen kannst

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Lätare, dem vierten Sonntag der Passionszeit. Der heutige Predigttext beschäftigt sich mit dem Weg zum rechten Glauben und damit, wie wir dauerhafte Gemeinschaft mit unserem Herrn haben können. Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im Johannesevangelium Kapitel 6, die Verse 55-65. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Denn mein Fleisch ist die wahre Speise, und mein Blut ist der wahre Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe um des Vaters willen, so wird auch, wer mich isst, leben um meinetwillen. Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist. Es ist nicht wie bei den Vätern, die gegessen haben und gestorben sind. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit. Das sagte er in der Synagoge, als er in Kapernaum lehrte. Viele nun seiner Jünger, die das hörten, sprachen: Das ist eine harte Rede; wer kann sie hören ? Da Jesus aber bei sich selbst merkte, dass seine Jünger darüber murrten, sprach er zu ihnen: Ärgert euch das ? Wie, wenn ihr nun sehen werdet den Menschensohn auffahren
dahin, wo er zuvor war ? Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben. Aber es gibt einige unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wusste von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.

Liebe Gemeinde,

schon die Jünger waren der Meinung, dass es diese Rede ihres Meisters in sich hatte. Das ist ja das schöne an unserem Herrn; Er redet niemals um den heißen Brei herum. Er spricht Dinge so an, wie sie sind und legt auch mal den Finger direkt in die Wunde, wenn es sein muss. Das macht Er
nicht, um uns bloß zu stellen oder an den Pranger zu stellen. Nein, liebe Gemeinde, das macht der Herr Jesus allein, um uns die Augen zu öffnen, damit wir nicht in unser eigenes Verderben rennen. Und so hat Er auch in der Synagoge über den Weg des rechten Glaubens ganz deutlich gesprochen. Ich wünschte, wir würden dies heute auch noch öfters tun.

Drei wichtige Punkte spricht unser Herr in unsrem heutigen Predigttext zum Thema Glauben an. Lassen Sie uns ein wenig intensiver über diese Punkte nachdenken.

1. Jesus aufnehmen

Wenn wir jetzt gemeinsam auf die Straße gingen und würden eine Umfrage durchführen mit der Frage: Wie findet man den Weg zu Gott ?, dann würden viele Menschen antworten: Durch die Kirche. Andere würden sagen: Durch das Studium der Bibel. Und wieder andere würden sagen: Den Weg zu Gott findet man nur, wenn man gute Werke vollbringt. So ganz falsch ist dies gewiss alles nicht, aber auch leider nicht ganz richtig.

Das spricht auch Jesus direkt an. Die Brisanz Seiner Worte kommt uns eigentlich erst dann so richtig in unser Bewusstsein, wenn wir uns daran erinnern, dass ja zu Jesu Lebzeiten noch der alttestamentarische Bund galt. Und da ging es in der Tat um den regelmäßigen Tempelbesuch und um gute Werke und um rituelle Opfergaben, deren Ablauf genauestens vorgeschrieben war. Und nun sagt Jesus im übertragenen Sinne: Alles Quatsch, was Ihr wirklich braucht, das ist die Gemeinschaft mit mir.

Das meint Er letztendlich, wenn Er sagt: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt.

Diese innigste Gemeinschaft, die es gibt, setzt voraus, dass wir uns öffnen für Jesus und Sein Wort. Wenn wir uns ganz frei machen von allen religiösen Klimmzügen und allen möglichen rituellen Handlungen und IHN bitten, bei uns einzuziehen, dann ist Sein Weg offen. Vor Seinem Einzug
bei uns erwartet unser Herr nur noch eines; dass wir von dem Thron unseres Lebens herabsteigen und Ihm diesen Platz überlassen.

Und dann, liebe Gemeinde, zieht der Herr Jesus mit Freuden bei uns ein.

Wenn er bei uns eingezogen ist, dann kommen Kirche, Bibel und gute Werke in’s Spiel. Dann haben wir auf einmal den inneren Drang nach der Gemeinschaft mit unseren Schwestern und Brüdern, dann wollen wir auf einmal immer mehr von Gott und Seinem lebendigen Wort wissen und dann
treibt es uns auch automatisch zu guten Taten. Darum waren die Antworten der Umfrage auch nicht so ganz falsch, sie standen nur in einer verkehrten Reihenfolge.

2. Das hat man nun davon

Jesus ist also bei mir eingezogen. Schön und gut. Er hat auch den Thron meines Lebens übernommen. Auch ganz interessant. Aber was bedeutet dies denn eigentlich für mich ? Diese Frage drängt sich doch förmlich auf. Wir wollen doch alle wissen, was wir davon haben, wenn wir eine innige Gemeinschaft mit unserem Herrn pflegen.

Und auch darüber schweigt Jesus nicht. Wer dies Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.

Das ist es also, was wir von unserem Herrn geschenkt bekommen: Das ewige Leben. Das bedeutet freilich nicht, das wir in der Form, wie wir heute leben, in Ewigkeiten weiterhin existieren. Jesus sagt in unserem heutigen Predigttext ganz explizit: „Das Fleisch ist nichts nütze“. Das Fleisch, damit ist natürlich unser Körper gemeint. Jesus bringt damit zum Ausdruck, dass es nicht unser Körper ist, der uns zum ewigen Leben trägt, sondern dass es der Geist ist, der uns lebendig macht.

Wenn wir vom ewigen Leben reden, dann reden wir also nicht von unserem Körper, sondern von unserem Geist. Wenn unser Herr bei uns Einzug gehalten hat, dann haben wir die feste Gewissheit, dass wir auch dann weiterleben, wenn unsere körperliche Hülle ihren Dienst einstellt. Es gibt gewiss unzählige Meinungen darüber, wann das ewige Leben beginnt. Wenn wir unseren Predigttext zu Rate ziehen, dann kommen wir zu folgendem Ergebnis: Bis zu unserer Erweckung waren wir geistig tot. Mit der körperlichen Hülle war auch der Geist tot. Seit unserer Erweckung
sieht die Sache schon ganz anders aus. Mit unserem entschiedenen Ja zu Jesus zieht ER bei uns ein. Unser Geist wird vom Tode zum Leben erweckt. Das meint Jesus, wenn er uns sagt: “ Der Geist ist’s, der lebendig macht.“ Und nunmehr tragen wir das Samenkorn des ewigen Lebens in uns,
welches genau im Moment unseres körperlichen Todes aufgehen wird.

Wenn der Herr Jesus sagt: Das Fleisch ist nichts nütze, dann meint Er damit, dass uns unser Körper nicht erretten kann, insbesondere unsere Werke nicht erretten können. Wir sollen aber auf keinen Fall unseren Körper vernachlässigen oder gar der Sünde preisgeben. Solange wir auf Erden leben, ist unser Körper immerhin die Wohnstätte unseres Herrn, der bei uns Einzug gehalten hat. Das dürfen wir niemals vergessen. Nun drängt sich natürlich die Frage auf, die da lautet: Was darf ich und was darf ich nicht ? Corrie ten Boom hatte eine ganz einfache Antwort darauf, indem sie sagte: „Tu nichts, was Du nicht tun würdest, wenn Jesus kommt. Geh nirgendwo hin, wo Du nicht sein möchtest, wenn Jesus kommt.“

3. Wir sind verloren

Ja, liebe Gemeinde, Sie haben richtig gelesen. Das meint Jesus auch, wenn Er zum Schluss des heutigen Predigttextes die Worte spricht: „Niemand kann zu mir kommen, es sei ihm denn vom Vater gegeben.“

Also vergessen wir jetzt den ersten und zweiten Punkt und warten erst einmal ab, ob wir denn überhaupt zu den Auserwählten des Herrn zählen ? So könnte man den Predigttext in der Tat verstehen. Und leider wird er auch von anderen, zahlenmäßig nicht gerade kleinen religiösen
Gemeinschaften so ausgelegt. Hier müssen wir alle unisono aufstehen und sagen: Das ist natürlich totaler Unsinn. Aber was bedeuten diese Worte Jesu denn nun wirklich ?

Ganz einfach, Jesus will uns verdeutlichen, dass wir uns nicht allein auf den Weg zu Gott machen können. Wir allein können nichts erreichen. Wir dürfen alles erbitten, aber wir haben auf nichts einen Anspruch. Dies, liebe Gemeinde, soll uns auch vor Hochmut schützen. Wir sollen uns
niemals damit rühmen können, dass wir uns das ewige Leben selber verdient haben. Auch nutzt uns unser sozialer Status und unsere Herkunft überhaupt nichts, wenn es um unser ewiges Leben geht. Dies bekommen wir allein von unserem Herrn geschenkt. Und Er schenkt es gerne, Er schenkt es gerne all denjenigen, die IHN mit einem demutsvollen Herzen inständig darum bitten.

Dass wir nichts zu beanspruchen, aber alles von unserem Herrn erbeten dürfen, dass beschreibt Paul Gerhardt sehr schön in dem zweiten Vers seines Liedes „Befiehl du deine Wege…“, der da lautet, wie folgt:

Dem Herren musst du trauen, wenn dir’s soll wohlergehn;
auf sein Werk musst du schauen, wenn dein Werk soll bestehn.
Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein
lässt Gott sich gar nichts nehmen, es muss erbeten sein.

Der Herr gebe Dir die Kraft zu sagen: Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe
Der Herr gebe Dir den Mut, den Thron Deines Herzens IHM zu übergeben
Der Herr begleite Dich jeden Tag mit SEINEM Segen auf allen Deinen Wegen

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen fröhlichen Start in die neue Woche, in der stetigen Gewissheit, dass uns unser Herr überall begleitet, egal, wo wir uns auch immer befinden.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am Sonntag Laetare, dem 4. Sonntag in der Passionszeit.
Das Predigtwort steht für diesen Sonntag im 2.Korintherbrief, im 1. Kapitel,
in den Versen 3 – 11):²

„Gelobt sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir trösten können, die da sind in allerlei Trübsal, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, welcher sich wirksam erweist, wenn ihr leidet mit Geduld dieselben Leiden, die auch wir leiden. Und unsere Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein.
Denn wir wollen euch nicht verschweigen, liebe Brüder, unsere Trübsal, die uns in der Landschaft Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über Vermögen, so daß wir auch am Leben verzagten und wir selbst es für beschlossen hielten, wir müßten sterben. Das geschah aber darum, daß wir unser Vertrauen nicht sollten auf uns selbst stellen, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, welcher uns von solchem Tode erlöset hat und erlösen wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erlösen. Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, auf daß unsertwegen für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank geschehe.“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Wer viele Nächte nicht durchschlafen kann freut sich über jede durchgeschlafenen Nacht. Aber es sind nicht nur Schlaflosigkeit und Schmerzen, die die Nachtruhe rauben. Oft sind es auch schreckliche Alpträume. Dann sehen wir hilflos, wie eine Bedrohung auf uns zu kommt, der wir nicht ausweichen können. Völlig verstört fliehen wir aus dem Schlaf.

Aber noch schlimmer ist es für uns, wenn das Leben selber zum Alptraum wird. Die Belastungen des Lebens können so groß werden, dass wir mit ihnen nicht fertig werden. Wer dann nicht weiß wohin er sich wenden soll, versinkt in Selbstaufgabe oder Umnachtung. Manche werfen in solcher Ausweglosigkeit ihr Leben fort.

Dabei haben wir einen Gott, der uns nicht aufgibt und der uns retten will.
ER sagt uns in SEINEM Wort der Bibel: (Ps 50,15)
„Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten, so sollst du mich preisen.“

Im Gebet können wir allezeit zu Gott kommen:
– mit unserem Flehen um Hilfe
– mit unserem Schreien um Rettung
– mit unserem Anruf in Gedanken, wenn uns die Worte versagen.

Gott hört uns und wird uns zu neuem Leben helfen!
Viele Menschen können das bezeugen – und ich auch.

Doch Gottes Hilfe geschieht nicht immer nach unseren Wünschen und Vorstellungen. Manchmal führt Gott uns einen langen und notvollen Weg, bis an den Rand des Ertragbaren. Aber Gott lässt uns nicht los, wenn wir IHN nicht loslassen.

Gott kann uns im Nachhinein Erkenntnis geben, was dieser Weg an uns bewirkt hat. ER kann eine Erfahrung sein, die das Vertrauen auf Gott durch Tiefe und Wachstum bereichert hat.

Das Leiden kann für uns einen Sinn bekommen. Paulus schreibt aus solch einer Erfahrung an die Gemeinde in Korinth. Dabei berichtet er von seinen Bedrängnissen in Kleinasien. Diese Bedrängnisse haben ihn so getroffen, dass er selber am Leben verzagte. Doch Gott hat ihn durch diese Bedrängnisse geführt.

Das hat ihn erneut Vertrauen und Hoffnung auf Gott geschenkt. Daraus ist die Gewissheit gewachsen, dass Gott auch in den ausweglosesten Situationen hilft. Das lässt Paulus getrost in die Zukunft schauen, auch für Zeiten, wo ihm ähnliches widerfahren wird. Er erkennt für sich einen Sinn in dem durchgestandenen Leiden.

Paulus sagt der Gemeinde: Gott hat mich so durch die Tiefe des Leidens geführt und mir durch SEINE Hilfe Trost gegeben, damit ich Anderen in ihrem Leiden nahe sein und sie trösten kann.

Aus Dankbarkeit gegenüber dem erbarmenden und helfenden Gott, beginnt er diesen Predigtabschnitt mit einen Lobpreis Gottes. Er preist Gott als „Vater unseres Herrn Jesus Christus“, als „Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes“.
Dabei ist der Bezug auf Jesus keine Formel. Paulus spricht davon, dass er an das Leiden Christi reichlich Anteil hat.

Zu unserem Leben als Christ gehört das Leiden. Das ist eine Wahrheit, die uns oft nicht bewusst ist. Doch wir leiden, wie Jesus, an der Sünde und Schuld in dieser Welt. Die Ablehnung Gottes und der Ungehorsam gegen Gottes Wort richtet sich nicht nur gegen Gott, sondern auch gegen SEINE Gemeinde.

Aber wir empfangen als Gemeinde auch Gottes Zuwendung und tröstende Liebe in Christus. Jesus Christus ist selber durch die Tiefen des Leidens gegangen. ER hat für sich um die Annahme des Leidens gerungen. Im Gehorsam gegen Gott hat ER SEIN Leben für uns Menschen geopfert. Damit hat ER uns unsere Schuld vor Gott abgenommen, damit wir frei werden können, Gottes Liebe und Hilfe zu empfangen, denn Gott will uns retten.

Gott möchte alle Menschen frei machen von allem, was sie belastet.

ER hat mit der Auferstehung SEINES Sohnes begonnen, eine neue Welt zu schaffen, in der es keinen Tod und kein Leiden geben wird. In der Gemeinschaft mit Jesus schenkt ER ein neues Leben, das auf diese kommende Welt hin führt.

So führt ER auch alle, die sich in Jesu Namen an IHN wenden, durch die Leiden in dieser Welt hindurch. So wächst in der Gemeinde im Leiden durch Gottes Trost befreiende Hilfe, die trägt.

Das ist für Paulus eine Gewissheit, die Paulus an die Gemeinde damals und auch heute an uns weiter gibt. Paulus sagt:
„Unsere Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein.“

Damit sagt Paulus der Gemeinde und auch uns:
Gott ist unsere Hoffnung, auch im Leiden.

Damit wir daran festhalten können, brauchen wir das Gespräch mit Gott, brauchen wir das Gebet.

Das gilt für unser eigenes Beten, aber auch für das Gebet der Gemeinde, als Fürbitte für uns.

Es geht nicht nur um unser Vertrauen auf Gottes Hilfe in unserem Leiden. Vielmehr sollen viele Menschen vom Angebot und Wirken der Hilfe Gottes erfahren, damit auch sie bei Gott Rettung suchen und finden, damit sie von Herzen in den Lobpreis Gottes über SEINE Barmherzigkeit und SEINEN Trost einstimmen können.

Gottes Segen geleite uns, auch durch unsere Leiden, zu dem Leben, das ER uns geben möchte.

Es grüßt herzlich
Ihr Pfr.i.R. Steinführer