Liebe Gemeinde,
ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 4. Kapitel des Hebräerbriefes, die Verse 14-16. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:
Christus der wahre Hohepriester
Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.
Liebe Gemeinde,
der heutige Sonntag hat das Thema Versuchung zum Gegenstand. Und dabei geht es nicht um die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt, sondern es geht um den Versucher schlechthin, den Teufel. Ich weiß, dass es nicht mehr „in“ ist, über den Teufel und seine Machenschaften zu reden. Aber auch wenn die meisten Prediger dieses Thema meiden, wie der Teufel das Weihwasser, so gibt es ihn doch, den Vater der Lüge.
Seit unserer Bekehrung ist er besonders aktiv und versucht uns immer und immer wieder von Gott weg und auf seine Seite hinzuziehen. Wie also sollen wir mit den Machenschaften des Teufels und seinen Versuchen, uns zu versuchen umgehen? Lassen Sie uns heute morgen darüber einmal gemeinsam nachdenken.

1. Wie erkenne ich den Teufel?

Ganz einfach, liebe Gemeinde, durch die Schrift. Wenn wir uns streng an Gottes Wort halten, dann können wir mit der Zeit ganz klar erkennen, wenn der Teufel uns in Versuchung führen will.
Aber, und das ist jetzt ganz wichtig. Der Teufel kennt die Schrift besser als wir denken. Er ist auch nicht ausgesprochen dämlich. Seine Versuchungen stellt er höchst intelligent an.
Gleich am Anfang der Bibel, in der Geschichte vom Sündenfall, lernen wir seine Arbeitsweise sehr gut kennen. Da sagt er zu Adam und Eva natürlich nicht: „Kommt, lasst uns gegen Gottes Wort verstoßen.“ Da hätten die Beiden bestimmt noch sehr schnell erkannt, wo diese Reise hingeht. Er zieht vielmehr das Wort Gottes in Zweifel, wenn er sagt „Ja, sollte Gott gesagt haben…“
Der Teufel möchte eines, er möchte die Kinder Gottes verwirren. Er beginnt seine Diskussion damit, dass er darauf hinweist, dass die Menschen das Wort Gottes eben nicht richtig verstanden haben. Er hingegen kennt die Schrift und weiß, was Gott denn nun wirklich möchte.
Liebe Gemeinde, in Zeiten der „Ehe für alle“ und in Zeiten nachlassender Ethik- und Moralvorstellungen können wir erkennen, wie auch heute noch der Teufel sein Spiel mit den Menschen treibt. „Nein, sagt er, die Ehe ist doch nicht nur eine Institution zwischen Mann und Frau. Wenn Mann und Frau ein Paar sein dürfen, dann ist es doch nur recht und billig, wenn dies auch für Frau und Frau und für Mann und Mann gilt. “ Diese Liste ließe sich endlos erweitern, aber dieses Beispiel zeigt schon sehr deutlich, wie wir auch heute noch dem Teufel auf den Leim gehen.

2. Wie begegne ich dem Teufel ?

Ganz einfach, mit der Schrift. Wenn wir uns ganz eng an die Schrift halten, dann können wir jedes Argument des Teufels in der Luft zerpflücken.
In Matthäus 4, lesen wir, wie Jesus vom Teufel versucht wurde und wie er darauf reagierte. Als der Teufel ihn aufforderte, Steine in Brot zu verwandeln, da sagte ihm Jesus nur: “ Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.“
Als der Teufel Jesus mit einem Wort der Schrift in Versuchung führen wollte, er solle sich von der Zinne des Tempels herunterstürzen, da entgegnete ihm Jesus nur: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“
So und jetzt kommt etwas, das wir leicht überlesen. In der dritten Versuchung versprach der Teufel Jesus, er wolle ihm alle Reiche der Welt geben. Wenn wir jemandem etwas geben wollen, dann müssen wir auch die Verfügungsgewalt darüber haben. Und die absolute Verfügungsgewalt über alle Reiche dieser Welt hat auch der Teufel nicht. Jetzt verstehen wir vielleicht in wenig besser, warum es zu all den Kriegen, Morden und anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Welt kommt.
Jesus antwortete auf diese Versuchung nur: „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.“
Wir haben jetzt drei Waffen kennengelernt, mit welchen wir dem Teufel begegnen können. Wenn wir diese drei Waffen (Leben von Gottes Wort, Den Herrn nicht versuchen, Allein den Herrn anbeten und allein ihm dienen) eifrig trainieren, dann werden wir immer besser mit den Angriffen Satans umgehen können.

3. Was tun beim Super GAU

Liebe Gemeinde, es wäre illusorisch zu denken, dass wir niemals wieder sündigen werden nachdem wir uns bekehrt haben. Und es wäre ebenso illusorisch, anzunehmen, dass wir dem Satan niemals auf den Leim gehen. Satan stellt seine Fallen so geschickt auf, dass wir in sie hineintappen ohne es zu bemerken. So, und dann mach er uns weiß, dass jetzt endgültig der Weg zurück zu Gott verbaut ist, weil wir es selber vermasselt haben.
Dem ist natürlich nicht so. Jeder reuige Sünder kann jederzeit wieder zurück ins Vaterhaus kommen. Das Gleichnis vom verlorenen Sohn macht uns dies sehr anschaulich deutlich. Daher erfahren wir auch am Ende unseres Predigttextes, dass wir jederzeit zu dem Thron der Gnade zurückkehren dürfen und dass wir immer wieder auf Barmherzigkeit und Gnade hoffen dürfen, wenn wir denn auch tatsächlich umkehren.
Das ist natürlich einen unabdingbare Bedingung, nämlich dass wir unsere Sünden bereuen und sie Jesus bekennen mit dem ehrlichen Herzenswunsch der Vergebung. Wer lustig in seinen Sünden bleiben will der darf dies tun. Aber der darf sich auch nicht wundern, wenn ihm am Ende des Lebens eben nicht der Himmel, sondern die ewige Verdammnis erwartet.
Was den reuigen Sünder erwartet, dass beschreibt der Liederdichter Benjamin Schmolck sehr schön in dem 1. Vers seines Liedes „Tu mir auf die schöne Pforte…“ (EG 166), der da lautet, wie folgt:
Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein !
Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht.
Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden
Amen.
Liebe Gemeinde,
ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr
Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 6, die Verse 1-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst

Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): „Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils ! Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht verwässert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht getötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben und doch alles haben.

Liebe Gemeinde,

was braucht man eigentlich wirklich im Leben ? Nun, der eine braucht ein großes Haus, der andere tolle Autos und der dritte ist nur glücklich, wenn er möglichst viele Fernreisen unternehmen kann. Aber braucht man das wirklich im Leben ?

Paulus jedenfalls ist wohl anderer Meinung, wenn er uns sagt, was wir wirklich im Leben benötigen, nämlich die Gnade Gottes. Lassen Sie uns doch heute morgen einmal gemeinsam betrachten, was es denn auf sich hat mit der Gnade Gottes.

1. Gnade, ein Geschenk Gottes

Wenn wir heute das Wort Gnade hören, dann fällt uns vielleicht noch die Formulierung „Gnade vor Recht ergehen lassen ein.“ Und das trifft Gottes Geschenk an uns auch auf den Punkt.

Wenn ein Richter vor einem weltlichen Gericht diese Gnade vor Recht ergehen lässt, dann bedeutet dies übersetzt nichts anderes als: „Du bist ein Verbrecher und Du hast eine Strafe verdient. Aber aufgrund des mir übertragenen Amtes und dem Umstand Rechnung tragend, dass Du Deine Taten bereust werde ich Dich nicht bestrafen sondern Dir etwas schenken, was Du gar nicht verdienst hast; nämlich Deine Freiheit.

Ähnlich sieht es auch vor dem Gericht Gottes aus. Er, vor dem wir alle Sünder sind, verzichtet darauf uns unsere rechtmäßige Strafe aufzubürden und gibt uns so die Möglichkeit vollkommen unbelastet wieder zu ihm zurückkehren zu können.

Aber, und das dürfen wir niemals vergessen, unsere Sünden sind nicht einfach so weggewischt worden. Für all unsere Sünden muss bezahlt werden. Und dies tat der Herr Jesus Christus stellvertretend für uns, als er am Karfreitag am Kreuz starb.

Seitdem dürfen wir Gottes Gnadengeschenk in tiefer Dankbarkeit annehmen.

Gnade, liebe Gemeinde, können wir uns auch nicht verdienen oder gar verdienen. Da ist es eben nicht mit 50 Ave Maria und 30 Vater Unser getan. Damit können wir uns von Gott nichts erkaufen. Wir selber sind also vollkommen machtlos, was die Erlangung der Gnade anbelangt.

2. Gnade, die große Gefahr

Was bitteschön soll denn an der Gnade so gefährlich sein ?

Wenn wir die Gnade Gottes als selbstverständliches Geschenk hinnehmen, dass sowieso jeder bekommt, dann erlangen wir unter Umständen nicht den Zustand der Gnade.

Viele von uns kennen sicherlich den Karnevalsschlager: „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind…“ Viele Menschen leben aber tatsächlich nach diesem Schlager.

Mir sagte einmal ein Bekannter: „In den Himmel komme ich sowieso, jetzt lasse ich es auf Erden erst mal so richtig krachen.“

Das ist genau die Einstellung, die Dietrich Bonhoeffer als billige Gnade bezeichnet, die eben keine Gnade ist. Gnade will in Demut angenommen sein. Gnade darf niemals als wertloses Geschenk hingenommen werden, welches jeder Mensch vor seinem Tode erhält und damit in den Himmel kommen kann.

Echte Gnade setzt nämlich voraus, dass ich mir meines Zustandes als Sünder bewusst bin und mich zutiefst danach sehne, irgendwie aus dieser Sache herauszukommen. Wenn ich dann Gottes Geschenk erkenne, das er für mich bereitet hat, dann nehme ich dieses unverdiente Gnadengeschenk in tiefer Demut und mit einem hocherfreuten Herzen an.

Wenn ich so in den Zustand der Gnade gelange, dann werte ich dieses Geschenk auch richtig und ich zeige mich der Gnade würdig. Zudem wird sich mein Leben fortan verändern. Ich richte mein Leben mehr und mehr auf den aus, der mir dieses Geschenk gemacht hat.

3. Gnade ist nicht Glück

Paulus ist ja bekanntermaßen ein knallharter Realist. Er verschweigt niemals etwas und er redet auch nichts schön.

Wenn wir das Geschenk der Gnade angenommen haben, dann bedeutet dies nicht, dass wir fortan auf Wolke 7 im Wolkenkuckucksheim leben und es uns an nichts mehr mangeln wird und wir alles im Überfluss haben, was wir uns auch immer wünschen.

Paulus sagt genau das Gegenteil. Wenn wir das große Gnadengeschenk der Sündenvergebung angenommen haben, dann kann es sein, dass man uns bedrängt, uns lächerlich macht oder gar beschimpft. In manchen Ländern kann es sogar dazu kommen, dass Menschen inhaftiert werden, die zum Christentum übergetreten sind.

Auch kann es dazu kommen, dass Christen Gewalt angetan wird und sie von vielen Nöten, Sorgen und Problemen geplagt werden, die sie in dieser Form vorher vielleicht gar nicht hatten.

Ein toller Tausch könnte man nunmehr sagen. Aber, liebe Gemeinde, wir müssen uns noch den letzten Teilsatz unseres Predigttextes anschauen, ehe wir uns ein Urteil darüber bilden wollen.

Dort steht:

„Als die nichts haben und doch alles haben“.

Und das ist genau der springende Punkt. Mit der Gnade Gottes haben wir alles, was wir zum Leben benötigen. Mehr geht nicht und mehr brauchen wir nicht.

Diese Gnade führt uns durch unser ganzes Leben, diese Gnade gibt uns Kraft in allen nur erdenklichen Situationen und diese Gnade gibt uns den tiefen inneren Frieden, der höher ist als all unsere Vernunft es sich je vorstellen kann.

Egal, was auch mit uns geschieht, diese Gnade wird uns begleiten und zwar unser ganzes Leben lang und durch diese Gnade werden wir auch dereinst in den Himmel getragen werden.

Damit wir uns immer an diese Gnade erinnern, lassen Sie uns gemeinsam in den ersten und vierten Vers des Liedes „Ach bleib mit deiner Gnade…“ (EG 347) von Josua Stegmann einstimmen, die da lauten, wie folgt:

Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesus Christ,
dass uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List.
Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr;
dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und eine kommende Woche, die ganz unter der Gnade unseres Herrn stehen möge.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Predigt zur Passionszeit (Invokavit)

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Sonntag, dem ersten Sonntag in der Passionszeit mit dem Namen Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 1. Buch Mose, Kapitel 3, die Verse 1-19. Dort wird die Geschichte des Sündenfalls erzählt. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Sündenfall

Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott, der Herr, gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten ? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: An dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des Herrn unter den Bäumen im Garten. Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der Herr zur Frau: warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß. Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinen Nachkommen und ihren Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr ein. Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Liebe Gemeinde,

hätte es diesen Vorfall nicht gegeben, säßen wir heute sicherlich alle nicht hier um auf Gottes Wort zu hören. Wir wären ja nach wie vor im Paradies und somit in der ständigen Gemeinschaft mit unserem Herrn. Daher lassen Sie uns heute Morgen das, was im Garten Eden passiert ist, ein wenig genauer analysieren. Leider müssen wir uns auf einige wenige Punkte beschränken, da die Zeit einfach nicht mehr zulässt.

1. Was ist Sünde

Wenn wir vom Sündenfall reden, dann sollten wir zunächst einmal definieren, was denn überhaupt die Sünde ist. Ich habe einmal im Internet nachgesehen und folgende Definition gefunden: Sünde ist eine Handlung, die gegen religiöse Gesetze und Gebote verstößt.

Das ist eine ganz neutrale Definition, die es aber in sich hat. Wir müssen uns nämlich vergegenwärtigen, dass jede Sünde, die wir begehen, uns von Gott trennt. Dabei reicht schon eine einzige Sünde im Leben um dauerhaft und in Ewigkeit von Gott getrennt zu sein.

Jetzt könnten wir natürlich in die Waagschale werfen, dass wir als Christen doch keine Sünde begehen. Gut und schön, wir versuchen es zumindest. Eine Zeitlang klappt das auch. Aber dann auf einmal ist es doch wieder passiert, dass wir in die Sündenfalle Satans hineintappen. Nehmen wir nur einmal die 10 Gebote. Ich sage uns allen auf den Kopf zu, dass wir bestimmt und mit Sicherheit beständig gegen einige dieser Gebote verstoßen.

Natürlich sind wir keine Mörder und vermutlich auch keine Ehebrecher. Aber haben wir eigentlich auch schon in Kindertagen unsere Eltern stets geehrt? Hat es da im pubertären Alter nicht doch einmal die ein oder andere nicht so schöne Auseinandersetzung gegeben? Natürlich sagen wir immer und überall die Wahrheit. Auch bei der Steuererklärung? Immer und überall?

Wir sehen, alle aber auch wirklich alle Menschen tappen immer mal wieder in die Sündenfalle hinein. Wie passiert das eigentlich?

2. Der Weg der Sünde

Kein Mensch geht ja von sich aus so vor, dass er sagt: „So, heute wird mal kräftig gesündigt.“ Ich hoffe, ich liege damit richtig. Also warum sündigen wir überhaupt? Unser heutiger Predigttext zeigt uns dies auf sehr eindrucksvolle Art und Weise.

Der einzige Weg Satans wie er Adam und Eva von Gott wegbekommen konnte war, sie zur Begehung einer Sünde zu verführen. Verführer tarnen sich immer sehr geschickt. Nur selten gelingt es uns, Verführer auf den ersten Blick auch als solche wahrzunehmen. Meist entdecken wir dies erst, wenn es mal wieder zu spät ist. So war es auch bei der Schlange.

Die Schlange sagte ja nicht zu Eva: Nun iss mal von der Frucht des Baumes, ich weiß, das ist verboten. Nein, die Schlange ging ganz geschickt vor. Ich könnte mir das wie folgt vorstellen. Sie kommt zu Eva und spricht zu ihr: „Du Eva, ich möchte mal mit dir über Religion reden.“ Da ist ja auch gar nichts Verwerfliches dabei. Eva konnte auch noch gar nichts merken, da die Schlange ja wie Eva auch davon ausging, dass Gott existiert. Warum sollte sie sich also nicht mit jemandem, der Gott ebenso gut kennt wie sie selbst über Gott unterhalten.

Und dann kam der entscheidende Satz: Sollte Gott denn wirklich gesagt haben…? Er meint es doch tatsächlich ganz anders. So manövriert die Schlange Eva ganz bewusst und gezielt in eine Sündenfalle hinein. Aus der Verführung, also der Verdrehung der Tatsachen, wurde eine Verblendung. Eva sah nur noch das Argument der Schlange und dass sie ja eigentlich recht hat. Sie ist so sehr in den Bann der Sünde gezogen, dass sie das ursprüngliche Verbot Gottes vergisst.

Und genau mit diesem Prinzip geht Satan heute noch vor, wenn er uns zum Beispiel zuflüstert: „Da ist doch nichts dabei, das machen doch alle so.“, um nur ein Beispiel zu nennen.

Nun isst Eva von der Frucht. Und Sünde so, sie einmal begangen wurden ist, hat die Eigenschaft, sehr schnell auf weitere Menschen überzugreifen. So auch hier im Paradies. Eva animierte den Adam doch ebenfalls von der Frucht zu essen. Und schon hatte sich die Sünde manifestiert.

Genau so war es übrigens im Dritten Reich. Zunächst wurden die Kirchen gleichgeschaltet. Dann sangen einige das hohe Lied des Nationalsozialismus und nach und nach taten dies immer mehr und am Ende hatten bis auf wenige Ausnahmen sehr viele Kleriker das Blut unschuldiger Menschen an ihren Händen kleben. Diese Kleriker hatten zu Beginn des Dritten Reiches niemals in Erwägung gezogen, einmal tatenlos dabei zuzusehen, wie andere Menschen umgebracht werden.

Gibt es denn einen Ausweg, vielleicht so eine Art qualifizierter Entschuldigung? Leider nein, wie wir es im weiteren Verlauf dieser Geschichte nachlesen können. Adam und Eva flogen achtkantig aus dem Paradies heraus und Wachen vor den Toren des Paradieses sorgten dafür dass sie keinerlei Chance mehr hatten zu Gott zurückzukehren. Aber die Geschichte sollte ja noch weitergehen…

3. Der Freispruch

Adam und Eva befanden sich also vor den Toren des Paradieses und waren dauerhaft von Gott getrennt. Und genau dies vereint diese beiden Menschen mit uns Menschen im 21. Jahrhundert. Wir alle, die wir geboren werden, werden mit der Erbsünde behaftet geboren, und sind also von Geburt an mit der Sünde behaftet. Sie glauben das nicht?

Dann denken wir doch einmal an ein kleines Kind. Welche Eigenschaften kann es von ganz alleine ohne das wir sie ihm beigebracht haben? Zum Beispiel die Lüge. „Nein, ich war das nicht“, wer kennt sie nicht diese Worte unserer Kleinen, obschon wir ihnen sofort das Gegenteil nachweisen können.

Jetzt stellt sich natürlich für uns die Frage: Wie kommen wir denn wieder rein in die Gegenwart Gottes? Diese Frage hatte sich Gott auch vor über 2000 Jahren gestellt. Es gab nur eine Lösung, es musste für die Sünden aller Menschen, also für alle vergangenen Sünden, alle gegenwärtigen Sünden und alle zukünftigen Sünden aller Menschen eine Lösung gefunden werden, wie diese ihnen nicht mehr angerechnet werden konnten.

Der einzige, der dieses Gesetz der Erbsünde durchbrechen konnte, war Gott selber. Und so kam er als Jesus auf die Erde und wurde am Karfreitag gekreuzigt. Er allein, der vollkommen sündlos war konnte also für all unsere Sünden bezahlen, indem er sein Blut dafür gab und für uns starb. Eigentlich hätten wir dort hängen müssen; aber Gott tat dies in seiner unendlichen Liebe zu uns für uns. Er nahm uns unsere Sünden ab und bezahlte für sie.

Das bedeutet natürlich keinen Freispruch für alle, also keine Generalamnestie für alle Menschen. Nur wer sich dazu bekennt, also ganz bewusst diese Erlösungstat auch für sich im Glauben annimmt, nur der ist errettet und auf den Weg in die ewige Gemeinschaft mit Gott.

Und daher ist es unser aller Aufgabe, möglichst vielen Menschen diesen Rettungsweg aufzuzeigen. Gehen müssen sie ihn schon selber und wir können auch niemanden zwingen diesen Weg der Errettung einzuschlagen.

Das, was am Kreuz von Golgatha geschah, fasst der Liederdichter Adam Thebesius sehr schön in dem dritten Vers seines Liedes „Du großer Schmerzensmann..“ (EG 87) zusammen, der da lautet, wie folgt:

Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben;
in deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben.
Dein Kreuz ist unser Trost, die Wunden unser Heil,
dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder teil.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag zu Invokavit in der immerwährenden Gegenwart unseres Herrn und einen frohen Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit, dem Sonntag Invokavit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 4. Kapitel des Hebräerbriefes, die Verse 14-16. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Weil wir denn einen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an diesem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.

Liebe Gemeinde,

wenn ich einen Defekt an meinem Auto habe, dann fahre ich damit in die Werkstatt und nicht zum Bäcker. Geht meine Waschmaschine kaputt, dann frage ich auch nicht den Metzger um Rat. Aber wenn Menschen eine persönliche Lebenskrise erleiden, dann gehen sie überall hin, um Hilfe zu suchen, z.B. zum Wahrsager, vertrauen auf Horoskope, was ihre Zukunft anbelangt und machen sich so manchen anderen Zauber zu Eigen.

Und dabei brauche ich doch gerade in meinen ganz persönlichen Lebenskrisen jemanden, der mich voll und ganz versteht. Das Schöne daran ist, dass wir nicht lange nach so jemandem suchen müssen. In Jesus Christus haben wir diesen jemand, der sich all unserer Nöte, Sorgen und Ängste annimmt.

Wie er dies macht, damit beschäftigt sich auch unser heutiger Predigttext. Lassen Sie uns Jesu Wirken in unseren ganz persönlichen Krisen einmal etwas näher betrachten.

1. Der mitleidende Jesus

Jesus hat alles, was wir erleiden, auch schon einmal durchlitten. In der Wüste, wo er vom Teufel versucht worden ist, hat er sicherlich mehr gelitten, als wir uns das jemals vorstellen können. Bei seinem Tod am Kreuz hat er wortwörtlich höllische Qualen durchlitten, damit wir eben nicht mehr in der Hölle landen.

Und gerade jemand, der selber gelitten hat, der weiß genau wie ich mich in meinem Leid fühle. Von dem geht kein Wort aus, wie „Kopf hoch, wird schon wieder“. Nein, von einem der im Leid erfahren ist, von dem erfahren auch wir wahres Mitleiden. Wenn Jesus mit uns mitleidet, dann erfahren wir an uns selber, dass jenes bekannte Sprichwort „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ bei dem Mitleiden von Jesus voll und ganz auf uns zutrifft.

Gerade in den dunkelsten Stunden unseres Lebens erfahren wir es meist, dass jemand bei uns ist, der stumm mit uns mitleidet. Augenblicklich lässt sich dann jedes Leid mit Jesus an unserer Seite viel besser ertragen.

Darum sollten wir auch mit allem, was uns bedrückt und Sorge bereitet zu allererst zu unsere Herrn gehen. Er weiß stets den besten Rat.

2. Der durchtragende Jesus

Im Leiden werden die Zweifel geboren. Dies ist eine alte Binsenweisheit, die aber immer noch stimmt.

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! (Jesaja 43,1). Ich würd ja so gern darauf vertrauen. Aber jetzt, jetzt in meinem großen Leid spüre und fühle ich ihn nicht.

Das, liebe Gemeinde, ist bestimmt ganz vielen unter uns schon einmal so ergangen. Gerade in diesen Situationen wendet sich Gott eben nicht von uns ab, wie wir es vielleicht meinen. Wenn wir anklagend schreien vor Schmerz, dann ist er genau einen Schritt neben uns. Wenn wir irre zu werden drohen an seiner Verheißung, dann ist er ganz nah bei uns und umgibt uns von allen Seiten.

Und wenn wir gar nicht mehr können, dann trägt uns unser Herr. Darauf dürfen wir uns voll und ganz verlassen.

3. Neue Horizonte

Liebe Gemeinde, im Leiden werden uns auch manchmal neue Horizonte und neue Lebenswege aufgezeigt, die wir so viellleicht gar nicht erkannt hätten. Gott möchte uns vielleicht etwas aufzeigen, was vollkommen neu und viel besser ist, als alles, was wir bisher erlebt haben.

Jesus hat durch seinen Kreuzestod den Weg zu Gott für uns alle wieder frei gemacht. Daher können wir jetzt vollkommen zuversichtlich vor unserem Herrn treten, wenn wir seine Hilfe benötigen. Übrigens: Wir können dies ganz ohne Termin tun. 24 Stunden am Tag, 7 Tag die Woche.

Wenn wir also im Leiden feststecken, dann dürfen wir gerade in diesem Leiden darauf vertrauen, dass Gott uns seine Hilfe gewähren wird. Nicht so, wie wir es uns vielleicht vorstellen. Aber seine Hilfe wird dergestalt sein, dass es die beste Hilfe ist, die uns im Leiden widerfahren kann.

Darum lassen Sie uns festhalten an diesem Jesus und lassen Sie uns festhalten an dem festen Bekenntnis zu ihm. Lassen Sie uns festhalten an dem, der selbst den Tod überwunden hat. Denn nur dieser eine ist unsere einzig wahre große Hilfe in allen unseren Lebenssituationen.

Lasen wir also nicht ab, von dem, der der auch von uns nicht lässt. Dies beschreibt auch der Liederdichter Ludwig Helmbold schon sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes: „Von Gott will ich nicht lassen…“ (EG 365), welcher sehr schön lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir
führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen
tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Invokavit, dem 1. Sonntag der Passionszeit. „Er ruft mich an“, so lautet die Übersetzung von Invokavit.
Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Jakobusbrief, Kapitel 1, die Verse 12-18. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Irrt euch nicht, meine lieben Brüder.
Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

Liebe Gemeinde,

„Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben.“ So fängt er an unser Predigttext.
Fürwahr eine wundervolle Verheißung, die wir für uns in Anspruch nehmen dürfen.

Allerdings steht dort am Anfang auch etwas von Anfechtung, bzw. Versuchung.
Und da müssen wir uns doch mal die Frage stellen, von wem kommt sie denn die Anfechtung und die Versuchung ? Ich glaube drei Versuchungsquellen kommen dafür infrage.
Lassen Sie uns diese drei Quellen einmal ein wenig näher betrachten.

1. Gott

Man könnte ja versucht sein, zu sagen, Gott führt Menschen in Versuchung, um zu prüfen, ob sie denn auch tatsächlich zu ihm stehen und nicht gleich bei der kleinsten Versuchung wieder vom Glauben abfallen.

Gott scheidet allerdings als Versucher zum Bösen aus, wie wir wenig später in unserem Predigttext erfahren. Aber, werden wir jetzt vielleicht sagen, viele Menschen werden doch immer wieder harten Prüfungen in ihrem Leben unterzogen. Wir müssen an dieser Stelle unterscheiden zwischen Versuchungen zum Bösen und Gottes Prüfungen.

Gottes Prüfungen dienen einzig und allein dem Wachstum, dem geistlichen Wachstum Seiner Kinder. Gottes Prüfungen wollen uns niemals zu Fall bringen, sondern als Ergebnis sollen wir gestärkt aus diesen Prüfungen hervorgehen.

2. Der Teufel

Im Gegensatz zu Gottes Prüfungen wollen die Versuchungen des Satans uns zu Fall zu bringen. Gerade bei Versuchungen, die von Satan stammen, müssen wir höllisch aufpassen. Diese kommen ja meist nicht als offen erkennbare Versuchungen daher.

„Was ist denn schon dabei ?“ ist z.B. eine der großen satanischen Fragen, die uns dazu bringen können, der Versuchung zu erliegen. Was ist denn schon dabei, den Versicherungsschaden ein wenig nach oben zu korrigieren, das machen doch alle. Und keiner sieht es. Was ist denn schon dabei wenn ich mein privates Büromaterial mit aus der Firma nehme.
„Der Alte“ verdient sich eh schon dumm und dämlich. Und keiner merkt es.

Und doch ist einer da, der es sieht und der es merkt. Das Schlimme an den Versuchungen Satans ist es, dass sie uns immer tiefer in den Sumpf der Sünde hineinziehen. „Alles, was mich dazu trieb, es war so süß, es war so lieb“ hören wir das Gretchen aus dem Faust sagen, als sie am Ende der Versuchungsspirale angelangt war.

Und wo wir gerade dabei sind, Satan wird uns unser Leben lang immer wieder in Versuchung bringen. Er weiß ja, dass er das Spiel schon verloren hat und dass er nur ein ganz enges Zeitfenster hat, uns von Gott weg und zu ihm hinzubringen. Im Angesicht der Ewigkeit hat er nur ein kleines Menschenleben Zeit, diesen Menschen von Gott abzubringen.

3. Wir selber

Jetzt kommen wir zur größten Versuchungsquelle, nämlich uns selber. Ich würde ja auch lieber den Teufel als alleinigen Versucher gelten lassen.
Aber dann kommen wir auch schnell in die Situation, dass wir alle Verantwortung abschieben. Ich kann halt nicht anders, der Teufel hat mich dazu gebracht. Natürlich bereue ich die Sünde. Und somit wird sie mir ja auch vergeben werden. Und dann kommt die nächste Sünde und die nächste Sünde und die…..

Hier greift dann auch direkt unser Predigttext ein, der uns klipp und klar sagt, dass ein jeder von seinen eigenen Begierden versucht wird zum Bösen.

Liebe Gemeinde, diese eigenen Begierden sind keine Begierden, die uns vom Satan eingepflanzt werden. Denn dann wären es ja keine eigenen Begierden mehr. Hier geht es um das, was wir eigentlich sind, nämlich arme Sünder. Wir sündigen immer und immer wieder, weil von Natur aus die Erbsünde in uns verhaftet ist und uns beherrscht.

Im Prinzip stecken wir jetzt in einer Sackgasse. Wir können eigentlich gar nichts tun. Und doch ist da der erste Satz unseres Predigttextes, der von der Krone des Lebens spricht für diejenigen, die die Anfechtung erdulden. Gerade auf dieses Erdulden kommt es an.

Wir bewähren uns in Stunden der Anfechtung allein darin, dass wir diese erdulden. Wegnehmen und herausführen aus dieser Anfechtung können wir uns nicht selber. Das, liebe Gemeinde kann nur unser Herr Jesus Christus tun.

Bis zu unserem Lebensende werden wir immer wieder Stunden und Tage der Anfechtung erleben. Diese zu erdulden, das ist unsere Aufgabe. Die Kraft, der Versuchung nicht nachzugeben, darum dürfen wir unseren Herrn immer wieder auf’s Neue bitten. Und wenn wir ihn bitten, dann wird er uns auch helfen. Darauf dürfen wir uns verlassen.

Sollten wir doch einmal unseren eigenen Begierden nachgeben und dies aufrecht bereuen, dann wird uns unser Herr auch dies vergeben.

Die Sache mit der immer wiederkehrenden Versuchung hier auf Erden klingt ja nun nicht gerade verlockend. Ich würde auch gern etwas anderes sagen.
Aber der Liederdichter Paul Gerhardt gibt uns Trost mit einer Perspektive auf den Himmel, die wir schon auf Erden spüren können, wenn wir in den 6. Vers seines Liedes: „Ich bin ein Gast auf Erden….“
einstimmen, der da lautet, wie folgt:

So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
Doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird.

Der Herr gebe Dir die Kraft, Anfechtungen geduldig zu ertragen
Der Herr gebe Dir Vertrauen in SEINE Kraft, die allen Anfechtungen gewachsen ist
Der Herr bewahre Dich immer wieder davor, Versuchungen nachzugeben

Amen.

Liebe Gemeinde,

das war jetzt heute nicht so ein tolles Thema. Aber auch diesen Themen müssen wir uns als Christen stellen. Schlimm wäre es doch nur, wenn wir alle potentiellen Gefahren unter den Teppich kehren und nur noch das Wohlfühlevangelium weitersagen. Dann hätten der Teufel und unsere eigenen Begierden wohl bald ein sehr leichtes Spiel.

Nunmehr wünsche ich Ihnen allen noch einen schönen Sonntag und einen guten, hoffentlich versuchungsfreien Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Invokavit. Die Passionszeit stellt für uns Christen eine Zeit des Nachdenkens dar, des Nachdenkens über unser Leben und vor allem auch über die Schattenseiten unseres Lebens. Und dass wir alle nicht vollkommen sind, das wissen wir
doch alle. Wie gut, dass uns unser Herr trotz aller Fehler dennoch über alles liebt. Über eine solche Unvollkommenheit, die unser Herr schon von vornherein kennt, berichtet auch unser heutiger Predigttext. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen (Lukas 22, 31-34):

Simon, Simon, siehe, der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder. Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, dass du mich kennst.

Liebe Gemeinde,

auch wenn es viele Menschen in der heutigen Zeit nicht wahrhaben wollen, es gibt sie tatsächlich, die Macht des Bösen, von Jesus in unserem Predigttext Satan genannt. Gerade uns als Christen trifft es besonders stark. Millionen willfährige Menschen, die dem Satan willenlos folgen, die hat er schnell im Griff. Aber um uns Christen muss er mit allen Tricks und Kniffen kämpfen, ist es doch sein ausersehenes Ziel alle Menschen in seinen Bann zu bekommen.

Wenn wir einmal ehrlich sind, dann geraten wir doch immer wieder in die Versuchung des Satans hinein und so manches Mal geben wir ihr auch nach. Gott sei Dank, dass wir einen Heiland haben, der uns immer wieder von diesen Sünden frei spricht. Lassen Sie uns doch am heutigen Sonntag
einmal das Wesen dieses Heilands ein wenig näher betrachten.

1. Jesus kennt uns alle

Selbst wenn wir nach außen stark und selbstbewusst auftreten, wie es Petrus häufig getan hat, dann weiß unser Herr, dass es oftmals nur eines kleinen negativen Ereignisses bedarf und all unsere Selbstsicherheit und unsere Stärke ist dahin.

Gerade noch der erfolgreiche Manager im Betrieb und am nächsten Tage erhält er die Kündigung mit sofortiger Wirkung. Mehr als 20 Jahre hat er sich für das Unternehmen eingesetzt, reihenweise die Wochenenden für den Betrieb geopfert und sogar aus manchem Urlaub wurde er zurückgeholt.
Innerhalb eines Tages wurde aus dem stolzen vor Selbstvertrauen nur so strotzenden Manager ein, wie wir zu sagen pflegen „Häufchen Elend“.

Ja, liebe Gemeinde, der Satan nutzt auch solche Gelegenheiten, um uns von Jesus wegzulotsen und in seinen Bann zu bringen.

Gibt dir Jesus deinen Job zurück ? Füllt Jesus jetzt dein Konto auf ?
Das hast du nun davon, dass du auf Jesus gesetzt hast !
Das sind die Punkte mit denen Satan in unserem Fall eingreifen könnte.

Dank unseres Herrn dürfen wir auch solche Phasen im Vertrauen auf Seine Hilfe durchleben und Er gibt uns auch die Kraft dafür, dass wir sie durchstehen.

Lassen Sie uns immer daran denken, Jesus weiß von vornherein, was auf uns zukommt.
Auch wenn uns die Ereignisse des Lebens so richtig durch rütteln, ER ist da. Auch wenn wir in solchen Situationen meinen, Er wäre ganz weit weg, so ist Er doch nur ein Gebet weit entfernt

2. Jesus betet für uns

Jesus weiß also, dass wir im Grunde hinter der Fassade, die wir um uns herum aufgebaut haben, ganz schwache Menschen sind, die dringend Seiner Hilfe bedürfen. Und darum betet Er auch für uns, wie wir es im Predigttext soeben gehört haben.

Das bringt das Gottesbild vieler Menschen ganz gehörig durcheinander. Denken doch viele Menschen, wenn sie von Gott reden von einer Art König, der im Himmel Seinen Thron hat und uns gnädig gesonnen ist, wenn unsere Lebensleistung stimmt. Wenn wir nur viel für Ihn getan haben, dann dürfen wir Ihn auch mal gnädig um Seine Hilfe bitten.

Dieses Gottesbild, liebe Gemeinde, ist weiter verbreitet, als wir vielleicht denken. Nur ist dieses Gottesbild total falsch, wie wir in unserem heutigen Predigttext erfahren.

Auch wenn der starke Petrus noch so stark von sich überzeugt ist, dass er bereit ist, den Weg von Jesus mit ihm zusammen sogar bis in den Tod zu gehen, weiß Jesus doch längst wie schwach letztendlich dieser starke Petrus ist. Und daher betet Er auch für ihn. Er betet nicht darum, dass
er ein friede- und freudevolles Leben voller Annehmlichkeiten führen möge, nein, Er betet darum, dass sein Glaube nicht aufhören möge. Jesus betet darum , dass der Glaube den Petrus durch alle Stürme des Lebens trägt und er diesen Glauben niemals verlieren mag.

Und genau so, wie Jesus für Petrus betet, so betet Jesus auch heute für uns, dass wir unseren Glauben niemals verlieren mögen. Auch wenn der Satan uns hin und wieder an unsere Grenzen führen wird, so dürfen wir doch der Hilfe unseres Herrn gewiss sein. Wenn Er für uns betet, dass
wir unseren Glauben nicht verlieren, dann werden wir Ihn auch nicht verlieren. Mit dieser Gewissheit können wir durch alle Niederungen unseres Lebens dennoch mit einem frohen Herzen hindurchgehen, da wir wissen, dass letztendlich alles gut sein wird.

3. Jesus beauftragt uns

Mit dem Gebet Jesu für unsere Stärke ist es ja nicht getan. Jesus will ja nicht nur, das wir im Glauben gestärkt werden, sondern dass möglichst viele Menschen gerettet werden. Und somit beauftragte Er auch den Petrus, Seine Brüder zu stärken.

Und dieser Auftrag hat bis heute nichts an seiner Aktualität verloren.
Was macht uns denn außerdem noch stark, außer den Gebeten unseres Herrn für uns ?
Die christliche Gemeinschaft. In dieser Gemeinschaft werden wir zusätzlich durch die Gegenwart Jesu gestärkt. Gemeinsam sind wir stark, das ist nicht eine irgendwie dahergeredete Floskel.

In der Gemeinschaft können wir z.B. unser Leid viel besser ertragen, da die Gemeinschaft der Christen uns auffängt. In der Gemeinschaft können wir Freude noch besser erleben. Geteilte Freude ist doppelte Freude, da ist schon etwas dran.

Und liebe Gemeinde, die Gemeinschaft ist ein Schutzschild vor den Angriffen Satans. Denken wir doch einmal an den Raubzug eines Löwen. Tiere in der Gruppe greift ein Raubtier so gut wie niemals an. Es versucht stets, einzelne Tiere von der Gruppe abzuspalten, um diesen dann nachzujagen, bis er sie erlegen kann.

Genau so macht es Satan. Gegen die geschlossene Gruppe der Christen hat er selten eine Chance. Daher versucht er immer wieder bis zu unserem letzten Atemzug, uns von dieser Gemeinschaft weg zu bekommen, um dann leichtes Spiel mit uns zu haben. Also lassen Sie es uns als eine unserer
Aufgaben als Christen ansehen, unsere Geschwister in der Gemeinschaft zu stärken.

Die Geschwister stärken können wir am besten, wenn wir uns unserer Rolle als Christen in dieser Welt auch so richtig bewusst sind. Diese Rolle beschreibt der Liederdichter Johannes Olearius sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes „Herr, öffne mir die Herzenstür“, der da lautet, wie folgt:

Herr, öffne meines Herzens Tür,
zieh mein Herz durch dein Wort zu dir,
lass mich dein Wort bewahren rein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.

Der Herr öffne die Türe Deines Herzens, damit ER bei Dir einziehen kann
Der Herr lasse SEIN Wort in Deinem Herzen wohnen und wirken
Der Herr gebe Dir die Kraft, durch SEIN Wort Deine Geschwister zu stärken

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und die immerwährende Gewissheit in Ihrem Herzen, dass Jesus nur ein Gebet weit entfernt von uns allen ist.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen 1. Sonntag in der Passionszeit mit dem Namen Invokavit. Der Predigttext für den heutigen Sonntag entstammt dem 2. Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 6, die Verse 1-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst.

Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): “ Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.“ Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist die Zeit des Heils ! Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: In großer Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten, in Schlägen, in
Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen, im Fasten, in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht getötet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben.

Liebe Gemeinde,

mich faszinieren die Paulusbriefe immer wieder. Nein, nicht wegen der Bandwurmsätze, die schon mal an grammatikalische Grenzen stoßen. Nein, die Paulusbriefe faszinieren mich, weil sie uns einen Blick hinein in das Urchristentum ermöglichen. Und irgendwie haben diese Texte bis zum
heutigen Tage ihre volle Gültigkeit behalten, auch wenn wir aus historischer Sicht den ein oder anderen Abstrich machen müssen. Lassen Sie uns doch den heutigen Predigttext anhand von drei markanten Punkten etwas näher betrachten, insbesondere im Hinblick auf seine Bedeutung für
uns heute im Jahre 2012.

1. Die Wiederkunft Christi

Urchristen und somit auch Paulus gingen unisono davon aus, dass die Wiederkunft unseres Herrn unmittelbar bevorstand. Paulus rechnete damit, dass dies alles noch zu seinen Lebzeiten geschehen würde. Tagtäglich rechnete Paulus damit, dass Jesus wiederkommt.

Diese allgegenwärtige Hoffnung gab den Urchristen auch die Kraft alles zu ertragen, was ihnen angetan wurde. Haben wir diese Hoffnung heute auch noch ? Ich denke, eher nicht. Erklären Sie doch einmal ihrem Nachbarn, dass sie damit rechnen, dass unser Herr noch zu Ihren Lebzeiten wiederkommt. Aber warum rechnen wir eigentlich nicht mehr damit ? Die Tatsache, dass seit Seiner Himmelfahrt nahezu 2000 Jahre ins Land gestrichen sind ist kein Anhaltspunkt dafür, dass Er nicht schon morgen wiederkommen könnte. Mal so ganz nebenbei bemerkt: Mit jedem Tag, wo Er nicht wiederkommt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Er am nächsten Tage wiederkehrt.

Ich denke, wir sollten uns alle mal wieder darauf besinnen., dass es tatsächlich morgen sein könnte, wenn ER wiederkommt. Ich glaube wir würden mit einer ganz anderen Kraft und Hoffnung leben, als wenn wir das Kommen unseres Herrn immer weiter hinaus schieben. Denken wir doch daran,
dass es nicht an uns liegt, wann ER wiederkommt.

Wenn wir mit der zeitlichen Nähe Seines Kommens wieder rechnen, dann gewinnt unser Leben auch einen ganz anderen Inhalt. Ich muss mich um zukünftige Dinge nicht mehr sorgen. Ich muss nur im hier und heute untadelig leben und meinen Dienst dort versehen, wo ER mich hingestellt hat. Wir gelangen dann wieder in die Leichtigkeit des Seins, weil wir all unsere Zukunftsprobleme und Sorgen dem überlassen, der dafür zuständig ist.

2. Keinen Anstoß geben

Kein Mensch soll Anstoß nehmen an dem Leben, wie Paulus es führt. Das heißt im Prinzip doch nichts anderes, als dass der Glaube im Alltagsleben sichtbar sein muss. Hier hängt Paulus die Messlatte sehr sehr hoch. Das könnte man jedenfalls auf den ersten Blick so sehen.

Paulus versteht dies aber nicht als absolutes Dogma. Wir sollen als Christen ein Vorbild sein, das ist durchaus richtig und wichtig. Aber dieses Vorbild muss noch menschlich sein. Als Vorbild dürfen wir Fehler haben, wir sind eben nicht vollkommen. Wären wir vollkommen, dann bräuchten wir bis an unser Lebensende ja eben nicht mehr die Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus.

Und gerade die Fehler, die wir haben und die wir machen, die zeigen unseren Mitmenschen ja immer wieder „Der ist ja auch nur ein Mensch“. Und wenn DER die Gnade unseres Herrn für sich in Anspruch nehmen darf, dann darf ich das schließlich auch.

Wir sollen also gerade nicht als vermeintlich vollkommene Christen nach außen hin in Erscheinung treten. Wir würden damit die Messlatte zum Eintritt in das Ewige Leben so hoch hängen, dass kein Mensch mehr diese erreichen könnte; jedenfalls dem äußeren Schein nach. Wir sollen die liebenswerten Menschen sein, die trotz all ihrer Fehler und Sünden den Einen kennen, der ihr Leben immer wieder in Ordnung bringen kann. Dies sollen wir vermitteln. Das können wir aber nicht, wenn wir in Oberlehrermanier auftreten und somit unsere Mitmenschen vergraulen.

Das heißt aber auch nicht, dass wir ein lässiges und liederliches Leben führen sollen. Wir sollen uns und unser Verhalten immer wieder am Worte Gottes ausrichten. Nur sollen wir nicht mit einem
Vollkommenheitsanspruch zur Tat schreiten. Wenn wir unter praktischem Christentum verstehen, alles immer richtig machen zu wollen, dann werden wir notgedrungen alsbald Schiffbruch erleiden. Das weiß auch unser Herr, darum erwartet Er dies auch gar nicht erst von uns.

Die Straße auf der wir gehen muss die richtige sein. Wenn wir Gefahr laufen, diese zu verlassen, dann haben wir als Christen links und rechts Leitplanken, die uns immer wieder auffangen.

3. Für Christus alles ertragen

Sollen wir wirklich alles ertragen und uns als Christen alles gefallen lassen ?

Wir kennen ja alle den Spruch „Everybodies darling ist bald everybodies Depp“.
Ich glaube, dies ist es nicht, was Paulus von einem Christen erwartet.Dann wären wir in der Tat die größte Deppengemeinde der Welt. Und ich bin mir sicher, dass Jesus ganz bestimmt keine Horde von Deppen in Seiner Jüngerschaft haben will. Aber was ist denn nun damit gemeint ?

Es gibt ein altes Gebet, welches uns helfen kann, diese Frage zu beantworten. Sie kennen es alle, davon bin ich überzeugt. Es lautet:

„Herr, schenke mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit , zwischen beidem zu unterscheiden.“

Übertragen wir dies doch alle mal in unseren Alltag hinein. Es gibt gewisse Dinge, die können wir nicht ändern. Und nur diese Dinge müssen wir in christlicher Demut ertragen. Wir können nichts dagegen tun, wenn ein syrischer Präsident sein Volk abschlachtet. Wir können nur dafür beten, dass dieses entsetzliche Morden bald aufhört. Im übrigen sind wir zum Nichtstun verdammt.

Wir können aber einschreiten, wenn unseren Mitmenschen ein Unrecht geschieht. Überall dort, wo es in unserer Macht steht, Dinge zum Guten oder zumindest zum Besseren zu wenden, da sollen wir nicht tatenlos zusehen und das Leid der anderen ertragen. Nein, da sollen wir aufstehen und mutig zur Tat schreiten.

Jetzt fällt es uns natürlich nicht schwer anhand zweier abstrakter Beispiele zu unterscheiden, wo wir eingreifen können und wo eben nicht. Das Leben ist jedoch meist etwas komplizierter. Und dann können wir nur eines machen; nämlich unseren Herrn fragen, was wir tun sollen.

Das ist das wahre christliche Leben, was Paulus meint, das Leben an Gott zu orientieren, sich von IHM tragen und von IHM leiten lassen, das ist es, was Paulus schon vor nahezu 2000 Jahren den Korinthern sagen wollte. Und das ist es auch, was Paulus auch uns heute noch mit seinem Brief
mitteilen will. Gehen wir es also getrost an.

Der Liederdichter Ludwig Helmbold drückt ein praktisches Christenleben sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes „Von Gott will ich nicht lassen…“ aus, der da lautet, wie folgt:

Von Gott will ich nicht lassen,
denn er lässt nicht von mir,
führt mich durch alle Straßen,
da ich sonst irrte sehr.
Er reicht mir seine Hand,
den Abend und den Morgen
tut er mich wohl versorgen,
wo ich auch sei im Land.

Der Herr gebe Dir die Kraft, ein Leben im Vertrauen auf IHN zu führen
Der Herr gebe Dir die Kraft, Deinem Glauben Taten folgen zu lassen
Der Herr schenke Dir Weisheit und Liebe, wenn du SEIN Wort umsetzt

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Ich grüße Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen ersten Sonntag in der Passionszeit mit dem Namen Invokavit. In der Passionszeit gedenken wir ja alljährlich des Leidens und des Sterbens unseres Herrn. Warum er überhaupt leiden und sterben musste, dies erfahren wir in unserem heutigen Predigttext.
Wir finden den Predigttext für den heutigen Sonntag im 1. Buch Mose, Kapitel 3, die Verse 1-19. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Der Sündenfall

Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der Herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt haben: ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet !

Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esset, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist. Und das Weib sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den Herrn, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem Angesicht Gottes des Herrn unter den Bäumen im Garten.

Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm:
Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß. Da sprach Gott der Herr zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib sprach: Die Schlange betrog mich, so dass ich aß.

Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, aber er soll dein Herr sein. Und zum Manne sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: du sollst nicht davon essen, verflucht sei der Acker um deinetwillen ! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

Liebe Gemeinde,

wenn ich Bilder über den Sündenfall betrachte, dann steht dort zumeist die unbekleidete oder spärlich bekleidete Eva mit einem Apfel. Dieses Bild zieht sich durch die Jahrhunderte hindurch. Der Biss in den Apfel führte zur Vertreibung aus dem Paradiese. War das wirklich der Hauptgrund für den Ausschluss aus dem Garten Eden oder steckt vielleicht doch noch ein wenig mehr dahinter ? Ich persönlich glaube, dass der Biss in die Frucht ein Synonym für drei, ich möchte einmal sagen, Hauptsünden darstellt, die uns ungeeignet machen für ein Leben in der Gegenwart Gottes. Lassen Sie uns über diese drei Sünden am heutigen Sonntag ein wenig intensiver nachdenken.

1. Ungehorsam

Gott möchte von uns Gehorsam. Ich meine nicht das Befehl- und Gehorsam- Modell der Bundeswehr. Dies ist ja ein System, welches immer wieder missbraucht worden ist. Aber Gott als der Schöpfer des Himmels und der Erde und auch als Schöpfer des Menschen, wird Seine Schöpfung und Seine Geschöpfe niemals missbrauchen.

Was man selber erschaffen hat, da steckt doch das eigene Herzblut drin.
Denken wir doch nur einmal an unsere eigenen Kinder. Gott liebt Seine Geschöpfe über alles und deshalb will Er auch nur das Beste für sie. Das klappt aber nur dann so richtig, wenn die Geschöpfe auch genau auf Sein Wort hören und dieses auch so umsetzen, wie Gott es ihnen gesagt hat.

Dieses Wort des heiligen Gottes sollen wir auch nicht hinterfragen oder so auslegen, dass schlussendlich genau das Gegenteil von dem dabei herauskommt, was eigentlich gemeint war.

Sollte sich uns jemand nähern mit den Worten „Sollte etwa Gott gesagt haben…“ dann sollen wir uns damit gar nicht auseinandersetzen, sondern allein dem Wort Gottes folgen. Nur dieser Weg kann uns retten, alle anderen Wege führen, auch wenn es anfangs nie so scheint, in die ewige Verdammnis.

Mit Menschen, die das Wort Gottes den jeweiligen Bedürfnissen entsprechend anpassen, kann Gott leider nichts anfangen. Das klingt hart, aber Gott ist ja auch nicht der liebe gute alte Opa, der alles
durchgehen lässt.

2. Versuchung

Gott zeigt uns ja den rechten Weg, den wir gehen sollen. Wenn dann jemand versucht, uns von dem rechten Wege abzubringen, dann führt er uns in der Tat in Versuchung. Und auch hier sagt uns Gott, dass wir es gar nicht erst soweit kommen lassen dürfen.

Satan, wie er in unserem Predigttext als Schlange dargestellt wird, führt uns ja nicht mit dem Holzhammer in Versuchung. Nein, liebe Gemeinde, die satanische Versuchung ist so geschickt, dass wir sie gar nicht bemerken oder erst dann, wenn es schon zu spät ist.

Geld, Wohlstand und Anerkennung sind übrigens probate Mittel, mit welchen es dem Teufel immer wieder gelingt, seine Opfer zu betören. Da ist vielleicht der Wunsch nach einem neuen Auto vorhanden, welches man sich eigentlich nicht leisten kann. Man muss nur die Spesenabrechnung
ein wenig „frisieren“ und schwupps ist die Anzahlung für das neue Gefährt schon da. Dann kommen aber noch die monatlichen Raten hinzu. Ein paar falsche Angaben und schon bekommt man von dem Finanzamt einen schönen Batzen der bereits entrichteten Steuer zurück erstattet. Dieser
Fall ist tatsächlich so in der Nähe meiner Heimatstadt abgelaufen. Bis gerade eben ging ja auch noch alles gut. Wir müssen uns nur immer wieder vor Augen führen, dass Satan eben nicht das Beste für uns möchte, sondern dass er nur eines möchte, uns in das ewige Verderben zu führen.

So erging es auch dem jungen Mann aus meiner Heimat. Eines Tages fiel der Spesenbetrug natürlich auf, die Arbeitsstelle war weg und das Finanzamt hatte urplötzlich auch noch den richtigen Riecher, dass etwas mit den Steuererklärungen nicht stimmte. Eine Bewährungsstrafe und eine
private Insolvenz waren das Ergebnis eines kleinen Wunsches.

Übrigens: Auch uns als standfeste Christen hat Satan nach wie vor im Visier. Gerade wir sollten unsere Antennen stets ausgefahren lassen und immer wieder überprüfen, ob wir noch auf dem rechten Wege sind. Dabei helfen uns übrigens „Gottes Angebote für ein glückliches Leben “
(natürlich sind hier die zehn Gebote gemeint), das tägliche Studium der Bibel und das tägliche Gespräch mit unserem Herrn.

3. Schuldverschiebung

Das fängt im Kindergarten an und hört selbst im Altenheim nicht auf. Schuld, wenn etwas so richtig in die Hose gegangen ist, sind eigentlich immer die anderen.

Als friedliebende Wesen, die wir nun einmal alle sind, würde es uns nicht im Traum einfallen, mit unseren Mitmenschen zu streiten. Und da wir sowieso perfekt sind, passieren uns auch keine Fehler. Diese machen immer nur die anderen.

Auf diese Art und Weise versuchte auch Adam, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Damit kam er bei Gott natürlich nicht durch.

Und bis zum heutigen Tage ist dies auch so geblieben. Mit diesen Strategien kommen wir bei Gott nicht durch. Uns es geschah, was unweigerlich geschehen musste. Adam und Eva flogen achtkantig aus dem Paradies heraus. Und da war für sie für immer zu die Tür zum Paradiese.

4. Der Weg zurück

Auch wenn wir es eigentlich nicht verstehen können, obwohl wir von Grund auf sündige Menschen sind, werden wir dennoch von Gott geliebt. Gott sehnte sich so sehr nach uns, dass ER selber einen Weg gefunden hat, wie wir wieder Gemeinschaft mit IHM haben können. In Seinem Sohne Jesus
Christus büßte ER für all unsere Sünden am Kreuz, damit wir straflos davonkommen können.

Karfreitag und Ostern sind nichts anderes als die Selbstaufopferung eines liebenden Gottes, der den denkbar schwersten Weg gehen musste, um uns den Weg zurück zu IHM zu ermöglichen. Gott musste sterben, damit wir wieder mit IHM leben können.

Mit dem Tode unseres Herrn am Kreuz und Seinen Worten „Es ist vollbracht“ war die Tür zum Paradies nicht mehr geschlossen, sondern nur noch angelehnt. Indem wir Ihm unsere Sünden bekennen und diese natürlich auch bereuen, dürfen wir die angelehnte Tür aufschieben und wieder
Gemeinschaft mit Ihm haben.

Hier auf Erden schieben wir diese Tür natürlich nur mit unserem Herzen auf, sodass der Herr Jesus bei uns Einzug halten kann. Wenn wir dereinst diese Erde verlassen, dann schieben wir diese Tür persönlich auf und treten ein in die ewige Gemeinschaft mit unserem Herrn.

Natürlich ist die Passionszeit eine Zeit des Gedenkens an Jesu Leiden und Seinen stellvertretenden Opfertod. Wir dürfen bei all der Trauer aber niemals das Ergebnis aus den Augen verlieren, nämlich, dass am Ende der Ostersonntag steht.

Friedrich von Bodelschwingh hat im Jahre 1938 ein Passionslied geschrieben, das sowohl den ernsten, als auch den hoffnungsvollen Teil dieser Zeit sehr schön zum Ausdruck bringt. In dem dritten Vers seines Liedes „Nun gehören unsre Herzen…“ heißt es sehr schön, wie folgt:

Schweigen müssen nun die Feinde
vor dem Sieg von Golgatha.
die begnadigte Gemeinde
sagt zu Christi Wegen: Ja !
Ja, wir danken deinen Schmerzen;
ja, wir preisen deine Treu;
ja, wir dienen dir von Herzen;
ja, du machst einst alles neu.

Der Herr gebe Dir ein gehorsames Herz, welches allein auf SEIN Wort hört
Der Herr gebe Dir einen starken Geist, der den Versuchungen Satans nicht erliegt
Der Herr sende auf Dich herab SEINEN Heiligen Geist, damit ER in Dir wirken kann

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen noch einen besinnlichen ersten Sonntag in der Passionszeit.
Lassen Sie uns nicht all zu traurig diese Zeit begehen.
Blicken wir doch mit einem Auge auch schon auf den Ostersonntag.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber