Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 21. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 6. Kapitel des Epheserbriefs, die Verse 10-17. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die geistliche Waffenrüstung

Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und an den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, und nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.

Liebe Gemeinde,

heute geht es darum, wie wir dem Teufel und seinen Versuchungen widerstehen können. Ein Thema, das nach wie vor nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Wir müssen dabei gar nicht in die Ferne schweifen, sondern um uns herum können wir die Machenschaften des Satans an allen Ecken und Enden sehen.

Wenn unser Predigttext eine militärische Herangehensweise an den Teufel empfiehlt, dann können wir schon ein wenig die Gefährlichkeit Satans erahnen. Wer nur unter Einsatz des Militärs besiegt werden kann, der muss ja schon ganz schön gefährlich sein. Schauen wir uns doch heute Morgen einmal zusammen an, wie wir am besten den satanischen Machenschaften widerstehen können.

1. Schild des Wortes

So kann man den ersten Teil der Waffenrüstung Gottes auch übersetzen. Was ist damit gemeint?

Stellen wir uns einen Kriegsführer vor, der vor einer Schlacht steht und diese auch gewinnen möchte. Wird er sich für all das, was der Gegner als Waffen in Händen hält interessieren oder ist ihm dies egal, weil er sowieso schon gewonnen hat? Der kluge Taktierer wird doch wohl versuchen, seinen Widersacher so gut es geht, auszuspähen.

Genau so sollen wir es auch machen. Die Existenz des Teufels zu verleugnen, wie es heute ja sehr häufig der Fall ist, nutzt nur einem, nämlich dem Teufel höchstpersönlich. Wer ihn nicht ernst nimmt, also die von ihm ausgehende Gefahr gar nicht kennt, für den ist er ein leichtes Opfer.

Nun hat uns Gott mit seinem Wort eine Art Betriebsanleitung für unser Leben gegeben. In dieser Betriebsanleitung finden wir sehr viele Stellen, die sich mit dem Teufel und seiner Vor- und Herangehensweise beschäftigen. Wenn wir wissen, wie der Teufel taktiert, dann können wir fast sagen: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“.

Und erst wenn ich meinen Gegner genau kenne, erst dann kann ich auch gegen ihn erfolgreich in die Schlacht ziehen. Wenn ich das Wort Gottes als Betriebsanleitung wirklich ausführlich studiere, dann dürfte es mir gelingen, den Teufel in vielen Gelegenheiten als den zu erkennen, der er in Wirklichkeit ist, nämlich der Vater der Lüge.

2. Helm des Heils

Ein Soldat, der in den Krieg zieht, ist mit einem Helm stets gut behütet. Dieser Helm kann verhindern, dass ihn Kugeln am Kopf treffen und ihn sofort töten. Unser Helm des Heils ist unsere Beziehung zu unserem Herrn.

Diesen Helm zu tragen bedeutet nichts anders, als dass wir uns zu dem Herrn Jesus und seiner Erlösungstat bekennen, diese für uns in Anspruch nehmen und dem Herrn Jesus die Türe unseres Herzens ganz weit auftun, damit er bei uns Einzug halten kann. Wenn wir dies tun, dann wird ER in uns Wohnung nehmen und unser Helm des Heils sein.

Und als Helm des Heils behütet er uns vor den Angriffen des Teufels und stellt sich ihnen entgegen. Luther sagte dies einmal auf folgende Art und Weise: Wenn der Teufel an meines Herzens Türe klopft und um Einlass bittet, dann öffne ich geschwinde diese Türe und der Teufel kann erkennen, dass in meinem Herzen bereits der Herr Jesus wohnt. Und dann zieht er beleidigt wieder ab.

Einen Helm trägt man ja immer nur bei Gefahr. Ich glaube, wir sind in der heutigen Zeit auf dem besten Wege, die Gefahr des Teufels kleinzureden oder gar auszublenden. Wir müssen uns wieder bewusst werden, dass der Teufel den ältesten Christen überleben, den Fleißigsten übertreffen, den Stärksten schlagen und den Weisesten austricksen kann.

Die Visitenkarte des Teufels ist nämlich die Täuschung und die ist manchmal so geschickt, dass sie uns direkt überfordert. Gott sei Dank haben wir ja unseren Herrn bei uns.

3. Schwerte des Geistes

Während der Helm durchaus als passiver Schutz vor Angriffen gedacht ist, sieht das bei dem Schwert schon ein wenig anders aus. Es wird zur aktiven Verteidigung eingesetzt, um das eigene Leben und Überleben zu sichern.

Mit dem Schwert des Geistes, welches wir in unserem Predigttext vorfinden, ist zweierlei gemeint:

Zunächst ist damit der Heilige Geist gemeint. Jesus selbst wies ja schon bei seiner Himmelfahrt daraufhin, dass Gott uns einen Tröster senden wird, der fortan bei uns sein wird. Das Pfingstgeschehen beschreibt dies sehr ausführlich. Seit Pfingsten, steht, sorry, wenn ich das so salopp ausdrücke, der Heilige Geist für uns parat.

Und jetzt kommt auch schon die Problematik. Gegen unseren Willen wird er niemals bei uns Einzug halten. Bei Gott gibt es keine Zwangsbekehrungen. Wer nichts mit Gott zu tun haben möchte, den lässt er auch in seinem (Un)frieden.

Solche Menschen sind natürlich willfährige Opfer für die Machenschaften des Teufels. Das Schlimme daran ist, dass sie dies meist gar nicht bemerken. Oftmals merken sie es erst dann, wenn bereits alles zu spät zu sein scheint. In der Suchtkrankenhilfe höre ich immer wieder derart schlimme Schicksale. Da wird aus Frust auf den Chef abends der ein oder andere Schnaps getrunken und scheinbar geht es einem danach richtig gut.

Irgendwann reichen dann die 1-2 Schnäpse nicht mehr aus und es werden immer mehr. Und dann auf einmal kommt man morgens nicht mehr aus dem Bett, weil man noch zu betrunken ist um aufzustehen. Und irgendwann muss man sich dann gar nicht mehr über den Chef ärgern, weil man den Arbeitsplatz los ist. Was anfangs als Heilmittel diente wurde also zu einer ganz großen Gefahr für Leib und Leben. Aber auch in diesen Situationen ist noch eine Umkehr und eine Hinkehr zu Jesus möglich, wie ich es an vielen Beispielen erleben durfte. Sobald der Heilige Geist Einzug gehalten hatte, hatte der Satan seine Macht verloren.

Aber mit dem Schwert des Geistes ist noch etwas anderes gemeint, nämlich unser gesunder Menschenverstand, den uns Gott mit auf unseren Lebensweg gegeben hat. Wir sind nämlich durchaus in der Lage, einige Fallen und Tricks des Teufels zu erkennen, wollen dies aber häufig nicht wahrhaben. Das glauben Sie nicht ? Kleine Kostprobe gefällig ? Vor einigen Jahren warb ein Unternehmen mit Traumrenditen für schon auf den ersten Blick erkennbare dubiose Kapitalanlagen. Jeder, aber auch jeder hätte erkennen können, dass dieses Geschäftsmodell nicht funktionieren kann.

Aber was haben viele Menschen getan? Genau, sie haben Ihre Ersparnisse genau diesem Unternehmen überwiesen, um auch in den Genuss der Traumrenditen zu kommen. Und bei diesem Traum ist es dann leider auch geblieben.

Also ein ganz pragmatischer Rat, den uns die Bibel mit auf den Lebensweg gibt. Einfach mal Augen und Ohen offenhalten und wichtige Entscheidungen einmal kritisch prüfen.

Wir haben SEIN Wort, wir haben den Herrn Jesus, der uns behütet und wir haben alle einen gesunden Menschenverstand mit auf den Weg bekommen. Mit dieser Kombination an Waffen sollte es uns gelingen, den Angriffen des Teufels zu widerstehen. Und lassen Sie uns eines nicht vergessen: Auch wenn wir einmal wieder in des Teufels Falle getrappt sind, unser Herr ist nur ein Gebet weit entfernt.

Dies beschreibt auch Martin Luther sehr schön in dem 3. Vers seines Liedes „Ein feste Burg ist unser Gott…“ (EG 362), der da lautet, wie folgt:

Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wie uns nicht so sehr, es sollt uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt,
tut er uns doch nicht; das macht,er ist gericht‘:
Ein Wörtlein kann ihn fällen.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 11. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 4-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht – aus Gnade seid ihr selig geworden – ; und er hat uns auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Liebe Gemeinde,

ganz schön viel Theologie auf einmal in unserem heutigen Predigttext. Wenn wir den Predigttext aufmerksam verfolgen, dann steckt in diesem die gesamte paulinische Theologie, die man wie folgt auf den Punkt bringen kann:

Sünde, Christus, Liebe, Gnade, Glaube, Werke, Tod und Leben.

Gehen wir diese paulinische Theologie heute Morgen einmal gemeinsam durch. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen ergeht, wenn Sie auf Ihren christlichen Glauben angesprochen werden; von mir erwartet man immer kurze, knappe und knackige Antworten und keine endlosen theologischen Erklärungen der Liebe Gottes. Nehmen wir doch die paulinische Kurztheologie als Handwerkszeug für den Fall, dass auch wir einmal in aller Kürze Rede und Antwort stehen müssen.

1. Sünde

Wir sind alle in unseren Sünden tot. Wir sind keine Sünder, weil wir sündigen, sondern wir sündigen, weil wir Sünder sind. Egal, wo und wann wir das Licht der Welt erblicken, wir sind allesamt Sünder. Und Sünder haben im Himmel nichts verloren. Wir können uns das Ganze immer wieder schönreden und betonen, was wir doch für gute Menschen sind, weil wir doch schließlich dies und das und jenes getan haben. Aber auch das ändert nichts an unserem Sünderstatus.

2. Liebe

Obwohl wir vor Gott als Sünder dastehen, mit denen er nichts anfangen kann, liebt er uns trotzdem über alles. Ich glaube, uns ist manchmal so gar nicht recht bewusst, was dies bedeutet. Nehmen wir einmal unseren Nachbarn. Gehen wir mal davon aus, Sie leihen sich von ihm ein Pfund Kaffee. Natürlich geben Sie das Pfund Kaffee nicht zurück, wäre auch noch schöner. Der Nachbar klingelt an ihrer Türe und Sie beleidigen ihn erst einmal nach Strich und Faden, wie er es wagen kann, Sie zu stören und was ihm einfiele, sein Eigentum zurückhaben zu wollen. Und darüber sind Sie anschließend noch so erbost, dass sie diesem ungehobelten Kerl alle vier Reifen seines Wagens zerstechen.

Stellen Sie sich einmal vor, dieser Nachbar wäre nach wie vor die Freundlichkeit in Person, und er erklärt Ihnen, dass es für ihn nichts Wichtigeres gäbe, als Ihr Freund zu sein. Diesem Nachbarn würden wir doch alle unterstellen, dass er als Kind wohl ein wenig zu heftig geschaukelt worden ist.

Aber so ist Gott, liebe Gemeinde. Obwohl wir ihn pausenlos beleidigen, ihn immer und immer wieder verletzen, ist seine Liebe zu uns von unendlicher Natur. Vielleicht verstehen wir ja jetzt, wie sehr uns Gott liebt.

3. Christus

Gott liebt uns über alles und er wünscht sich nichts sehnlicher, als seine Gemeinschaft mit uns. Das geht aber nicht, weil der Weg zwischen uns und Gott durch unsere Sünden versperrt worden ist. Also muss Gott zunächst einmal den Weg wieder frei machen, dass wir zu ihm kommen können.

Das bedeutet de facto: Die Sünde muss weg. Irgendjemand muss dafür sorgen, dass die Sünde von uns genommen wird ohne dass wir selber dafür die Strafe ertragen müssen. Dies tat Jesus für uns indem er für alle unsere Sünden mit seinem Tod bezahlte. Den Tod, den wir eigentlich verdient haben diesen Tod nahm er auf sich.

Nunmehr war der und ist der Weg von uns zu Gott hin wieder frei, weil Jesus nicht für uns, sondern an unserer Stelle gestorben ist.

4. Glaube

Es ist zwar richtig, dass Jesus den Weg zu Gott für uns Menschen wieder freigemacht hat. Aber eine Hürde ist immer noch da. Gott möchte keinen Menschen zwingen zu ihm in den Himmel zu kommen. Und daher ist zwar der Weg bereitet, aber gehen müssen wir ihn schon selber. Glaube, liebe Gemeinde, bedeutet nichts anderes als dass ich das, was Jesus für mich getan hat annehme.

Was Jesus getan hat, ist ein Geschenk Gottes an die verlorene Menschheit. Alles, was wir machen müssen ist dieses Geschenk, welches Gott uns hinhält auch tatsächlich anzunehmen. Mehr ist wirklich nicht notwendig.

5. Gnade – Werke

Wir kennen ja alle die Redewendung Gnade vor Recht ergehen lassen. Das bedeutet nichts anderes, als dass der Angeklagte eigentlich eine Strafe verdient hätte, besondere Umstände es aber ermöglichen, von der Bestrafung des Angeklagten abzusehen, als Gnade walten zu lassen.

Die besonderen Umstände, die unsere Gnade vor Gott rechtfertigen bestehen aus nichts anderem als seiner unendliche Liebe zu uns. Wir haben dazu überhaupt nichts beigetragen. Alles, aber auch wirklich alles kommt von Gott her.

Das sind wir Menschen natürlich nicht gewohnt. Man muss für alles im Leben bezahlen, das wird uns ja schließlich schon von Kindheit an beigebracht. Nichts ist im Leben umsonst lautet ein ähnlicher Glaubenssatz. Und dann fällt es uns natürlich schwer, so ein gewaltiges Geschenk von Gott einfach so anzunehmen. Man muss doch irgendetwas als Gegenleistung anbieten können. Das dachten sich schon die Menschen vor 2000 Jahren.

Und damit fing der ganze, verzeihen Sie mir diesen Ausdruck, religiöse Zirkus an und hat bis heute mächtig Fahrt aufgenommen. Man muss man mindestens einmal pro Woche in die Kirche gehen, dann muss man regelmäßig beichten gehen. Natürlich darf man sich nichts zuschulden kommen lassen. Und das ein oder andere Ehrenamt ist natürlich ein absolutes Muss. Und wehe, man macht das alles nicht, dann ist Ende mit Himmel!!!

Wenn ich nur an das religiöse Gekrampfe der Zeugen Jehovas denke, dann ist dort von der frohen Botschaft nichts mehr zu spüren. Lassen wir uns alle also nicht von Menschen ins Bockshorn jagen, die uns weismachen wollen, dass wir schließlich doch noch für unsere Erlösung den Preis bezahlen müssen.

Wenn wir einen der o.g. Preise bezahlen möchten, dann tun wir das ausschließlich aus Dankbarkeit für das, was Gott bereits für uns getan hat und nicht als Preis, den wir gefälligst zu bezahlen haben. Ich sage dies so deutlich, weil ich sehr viele Christen in meinem Leben kennengelernt habe, die ständig mit einem schlechten Gewissen unterwegs waren, weil sie mal wieder dies oder das an religiösen Handlungen vergessen hatten.

6. Tod und Leben

Das ist brutal, aber auch ganz simpel. Wer den Weg des Glaubens geht, also die Erlösungstat unseres Herrn im Glauben annimmt, der hat das ewige Leben. Er kommt nach seinem irdischen Tode in den Himmel. Wer sich demgegenüber verschließt und den Tod unseres Herrn nicht als Bezahlung für seine Sünden in Anspruch nimmt, der landet in der Hölle.

Die Entscheidung treffen wir übrigen hier auf Erden. Solange wir leben haben wir die Zeit, Ja zu Gott zu sagen. Aber bitte bedenken Sie: Keiner von uns weiß, wann denn sein letztes Stündlein auf diesem Planeten schlägt. Deshalb lieber heute als morgen den Weg himmelwärts antreten.

Von Skeptikern höre ich immer wieder folgendes: „Was soll denn das für ein Gott sein, der Menschen in die Hölle wirft ?“ Liebe Gemeinde, Gott wirft keinen Menschen in die Hölle; diesen Weg gehen wir alle selber. Jeder Mensch auf Erden hat die Möglichkeit, den Himmel zu wählen; wer ihn indes nicht will, der landet halt in der Hölle. Und dies ganz und gar freiwillig.

Unser Leben auf Erden Richtung himmelwärts beschreibt der Liederdichter Paul Gerhardt sehr schön in dem 6. Vers seines Liedes: „Ich bin ein Gast auf Erden…“ (EG 529), der da lautet, wie folgt:

So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt,
doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt.
Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt,
da mich ohn alle Maße mein Vater trösten wird.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen tollen Start in die neue Woche.

Bleiben Sie wohl behütet
wünscht Ihnen Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen 8. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Epheserbrief Kapitel 5, die Verse 8b – 14. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis; deckt sie vielmehr auf. Denn was von ihnen heimlich getan wird, davon auch nur zu reden ist schändlich. Das alles aber wird offenbar, wenn’s vom Licht aufgedeckt wird; denn alles, was offenbar wird; das ist Licht. Darum heißt es: Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.

Liebe Gemeinde,

wenn wir uns mit dem heutigen Predigttext beschäftigen, dann beschäftigen wir uns unter anderem mit dem Thema, wie wir selber überprüfen können, ob wir noch auf den Spuren unseres Herrn wandeln, oder aber ob wir schon dabei sind, diese zu verlassen. Heute ist es daher auch ganz wichtig, dass wir uns einmal die Gemeinde anschauen, an welche der Epheserbrief gerichtet ist.

1. Der Ausgangszustand

Der Epheserbrief ist an eine Gemeinde adressiert, mit der es eben nicht zum Besten steht. Streit und Zank waren an der Tagesordnung. Habgier, Eigensucht und Alkohol bestimmten den dortigen Tagesablauf.

Und wie es nun einmal so ist, wenn die Droge Alkohol im Spiel ist, waren auch zerrüttete Familienverhältnisse überall anzutreffen. Natürlich tat der Alkohol auch sein übriges, was die Arbeitsmoral anbelangte. Diese war nämlich so gut wie gar nicht mehr vorhanden.

Und wenn man Gott an die Seite gestellt hat, dann kommen sehr schnell Ersatzgötter empor, sei es esoterische Lichtgestalten und Götzen oder menschliche Halbgötter. Dies war auch in Ephesus der Fall, wo einige Gemeindemitglieder den Status eines Ersatzgottes für sich in Anspruch nahmen.

Solche Gemeinden gibt es natürlich heutzutage gar nicht mehr oder etwa doch? Sind nicht gerade bei uns auch Habgier, Eigensucht und Neid an der Tagesordnung? Die Werbung, die wir allabendlich im Fernsehen sehen, schürt ja geradezu noch derartige Verhaltensweisen, die in diese Richtung gehen. Und haben nicht viele unserer Mitmenschen längst dem Gott der Bibel den Rücken gekehrt und sich Ersatzgöttern wie Erfolg, Macht und Ansehen untergeordnet?

Wenn das so ist, und es ist leider so, dann ist ja dieser Predigttext für uns alle aktueller denn je.

Paulus gibt denn auch der Gemeinde zwei Ratschläge, wie sie diesem Teufelskreislauf entrinnen und wieder zurück zu dem Gott der Bibel finden können. Lassen Sie uns nun diese beiden Ratschläge gemeinsam betrachten.

1. Lebt als Kinder des Lichts

Wir kennen alle das Sprichwort „Im Dunkeln ist gut munkeln“. Das will sagen, dass die Dunkelheit ziemlich viel von dem, was wir schändlicher weise tun, zu überdecken scheint. Das hatten die Epheser ähnlich gesehen. Warum also dann als Kinder des Lichts leben ?

Schauen wir uns einmal Johannes 8, Vers 12 an wo Jesus sagt: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.

Also, sobald Gott die Bühne betritt ist es aus mit dem „Im Dunkeln is gut munkeln“. Dann wird alles, was wir tun und lassen gnadenlos hell erleuchtet werden. Das kann dann hochnotpeinlich werden. Aber dem können wir ja auch ganz elegant entkommen, nämlich dadurch dass wir im Lichte Jesu leben.

Wenn wir ihm nachfolgen, dann haben wir kein Interesse mehr an der Finsternis und den dunklen Seiten, die das Leben scheinbar als Vergnügen für uns bereithält. Wenn wir ihm nachfolgen, dann wollen wir als seine Kinder eben als Kinder des Lichts leben.

Wenn wir dies konsequent tun, dann wird dies auch von außen ersichtlich sein. Kinder des Lichts ernten die Früchte dieses Lichtes, welche da sind Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Lassen Sie uns noch kurz bei diesen drei Worten verweilen und sie mit Licht erfüllen.

Güte. Unter Güte versteht die Bibel nicht das kommentarlose Abnicken und gutheißen von allem, was uns widerfährt. Diese Güte wäre nichts anderes als Dummheit. Die Güte, die hier gemeint ist, ist eine Milde, die mit Liebe andere Menschen zurechtweisen und korrigieren kann. Diese biblische Güte will alle Menschen auf den rechten Weg mit Gott bringen. Aber nicht mit Drohungen oder dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Liebe.

Güte hat auch mit biblischer Nachsicht zu tun. Auch wenn andere Fehler machen, sollen wir diesen mit Liebe begegnen. Zurechtweisen ja, aber bitte mit der Liebe, die uns Gott in unser Herz gelegt hat.

Gerechtigkeit. Hierunter versteht die Bibel ein rechtes Leben für und mit Gott. Ich muss natürlich zugeben, dass hier die Messlatte ziemlich hoch liegt. Wenn ich mich frage, wie ich das jeden Tag hinbekomme, das Leben für und mit Gott, dann kann ich nur sagen: Ich alleine kriege das nicht hin.

Aber ich kenne den, der es hinbekommt. Und an den wende ich mich und bitte ihn um seine Hilfe. Und wenn ich dies wirklich ernst meine, dann gibt mir der Heilige Geist das Rüstzeug dazu, dass ich es doch noch hinbekomme, das rechte Leben für und mit Gott.

Wahrheit. Hier sehen wir das direkte Gegenteil zu der Finsternis aus unserem Predigttext. Mit Wahrheit ist hier die Zuverlässigkeit und Aufrichtigkeit gemeint mit der wir durch unser Leben gehen. Zuverlässigkeit erkennen wir daran, dass derjenige, der uns etwas sagt, dieses auch tut. Das ist leider heute häufig nicht mehr der Fall. Also höchste Zeit, dass wir als Christen wieder ein Zeichen für die Zuverlässigkeit setzen.

Die Aufrichtigkeit beinhaltet übrigens auch, dass wir Fehler, die wir gemacht haben eingestehen. Das ist mitunter recht schwer, aber jeder, der dies aufrichtig getan hat, hat sicherlich festgestellt, dass es ihm hinterher wesentlich besser ging und dass sich die dunklen Wolken am Horizont in Luft aufgelöst haben.

3. Der Prüfstein

Prüft, was dem Herrn wohlgefällig ist. Ich kann nur dann als Kind des Lichtes leben, wenn ich die Regeln des Lichtes kenne. Ich kann nur dann eine Lampe zum Glühen bringen, wenn ich vorher den Stecker in die Steckdose gesteckt habe.

Das heißt für uns als Christen als erstes einmal, dass wir dranbleiben an unserem Herrn. Das sagt sich so leicht, aber wie geht das ?

Zunächst einmal sollen wir unser Lebensbuch, die Bibel, zur Hand nehmen und darin forschen, was Gott denn von uns erwartet. Kleiner Tipp am Rande: Nehmen Sie sich einfach mal den Jakobusbrief zur Hand und lesen Sie ihn in einer ruhigen Stunde durch. Da steht alles drin, was wir tun sollen.

Dann können wir immer und überall, also 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche (also nicht nur AM 7. Tag) mit unserem Herrn reden und ihn bitten, uns zu zeigen, was wir denn tun sollen.

Als drittes steht uns noch ein Korrektiv und ein Schutzraum zur Seite. Dies ist die christliche Gemeinschaft. Die Gemeinschaft bietet uns stets Schutz vor Angriffen von außen, die uns öfter mal weismachen wollen, dass die Finsternis soooo schlecht nun auch nicht ist. Auf sich allein gestellt, besteht die Gefahr, dass wir uns dann doch von der Finsternis gefangen nehmen lassen. Aber auch wenn wir so ganz langsam den guten Weg zu verlassen drohen, dann steht uns die Gemeinschaft als ein gütiges Korrektiv zur Seite.

Liebe Gemeinde, ich glaube, wenn die Epheser dies mit der Hilfe unseres Herrn hinbekommen haben, dann besteht für uns eigentlich kein Grund daran zu zweifeln, dass auch wir wieder unter Einhaltung der paulinischen Grundregeln auf den rechten Weg zurückkehren können, so wir denn davon abgekommen sind.

Danken wir doch unserem Herrn dafür, dass er uns immer wieder den Weg zurück zu ihm offenhält mit dem ersten Vers des Liedes von Ignaz Franz „Großer Gott, wir loben dich…“ (EG 331), der da lautet, wie folgt:

Großer Gott, wir loben dich; Herr, wir preisen deine Stärke.
Vor dir neigt die Erde sich und bewundert deine Werke.
Wie du warst vor aller Zeit, so bleibst du in Ewigkeit.

Der Herr segne und behüte Dich
Der Herr lasse ein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Bleiben Sie alle wohlbehütet von unserem Herrn und Heiland.

Das wünscht Ihnen
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag, dem 2. Sonntag nach Trinitatis. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 17-22. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und er ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren. Denn durch ihn haben wir alle beide in einem Geist den Zugang zum Vater. So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.

Liebe Gemeinde,

wer auf Facebook schon einmal unterwegs war, hat sicherlich bemerkt, dass man dort seinen Beziehungsstatus ändern kann. Vor 2000 Jahren lebte jemand auch unserer Erde, der durch seinen Opfertod unser aller Beziehungsstatus gegenüber Gott geändert hat.

Wir, die wir in der Gottesferne lebten, haben seit dem Kreuzestod Jesu, wenn wir es denn auch wirklich wollen, einen geänderten Beziehungsstatus Gott gegenüber. Vom gottesfernen Sünder hat uns Jesus den Weg zum Familienmitglied Gottes geebnet. Was sich dadurch geändert hat, das wollen wir uns heute Morgen anhand unseres Predigttextes einmal etwas näher anschauen.

1. Der alte Status: Fremdling

Unseren alten Status beschreibt unser Predigttext als Fremdling. Ein Fremdling war jemand, der eben nicht mit dazugehörte. Genau, wie wir nicht dazugehören, zur Familie Gottes, bis zu unserer Bekehrung. Gewiss, auch dem Fremdling gegenüber war man freundlich gesinnt und man hat ihm kein Hausverbot erteilt. Auch der Fremdling durfte am Tisch des Hauses Platz nehmen und seine Mahlzeit einnehmen.

Doch irgendwann war es dann soweit, der Fremdling musste wieder das Haus verlassen. Der Fremdling ist also kein Familienmitglied. Er hat keinerlei Bleiberechte und muss also irgendwann wieder weiterziehen.

Fremdlinge das waren wir alle irgendwann einmal. Und es tut gut, dass wir uns daran immer wieder einmal erinnern. Fremdlingen gegenüber, also Menschen, die im Glauben eben noch nicht den entscheidenden Schritt getan haben, sollen wir uns immer wieder freundlich und zuvorkommend verhalten. Es ist eben nicht unsere Aufgabe, diese außen vor zu lassen. Es ist unsere Christenpflicht, gerade diese Fremdlinge davon zu überzeugen, dass auch Sie Kinder Gottes werden.

Ich weiß, viele Gemeinden schotten sich Fremdlingen gegenüber lieber ab, als dass sie sie aufzunehmen versuchen. Das hat man ganz besonders deutlich im letzten Jahr sehen müssen, als Flüchtlinge in großer Zahl als Fremdlinge zu uns gekommen sind. Geben wir doch gerade diesen Fremdlingen das Gefühl, dass auch sie zuhause ankommen dürfen.

2. Der neue Status: Geliebtes Kind

Wie wir gesehen haben, sind wir von Natur aus eben vor Gott Fremdlinge. Durch unsere Bekehrung erhalten wir aber eine entscheidende Veränderung in unserem Beziehungsstatus. Aus Fremdlingen werden wir zu Gottes geliebten Kindern.

Mit dieser Änderung unseres Beziehungsstatus sind mancherlei Rechte verbunden, die der Fremdling eben nicht hat. Als Kinder haben wir ein Bleiberecht in des Vaters Hause. Und unser Vater im Himmel hat natürlich eine Fürsorgepflicht für seine Kinder. Genau, wie wir für unsere irdischen Kinder eintreten und alles tun, damit es ihnen wohl ergeht, genau so hat unser himmlischer Vater nur das Wohl seiner Kinder im Auge.

Das heißt nicht, dass wir ab sofort in Schlaraffia wohnen und wir alles bekommen, was wir uns wünschen oder alles erreichen, was uns persönlich lieb und teuer ist. Der himmlische Vater gibt uns nämlich genau das, was uns aus seiner Sicht heraus zu unserem Wohle dient. Wie unsere irdischen Kinder auch so manchen Verzicht erst viel später im Leben begreifen, so verstehen wir auch manches Mal Gottes Handeln an uns auch nicht sofort, sondern erst viel später.

Als Kinder des himmlischen Vaters dürfen wir aber gewiss sein, dass ER nur das tut, was gut für uns ist.

Mit den Rechten sind aber auch Pflichten verbunden. Mit einem Male haben wir Millionen von Geschwistern, die wie wir von Fremdlingen zu Kindern geworden sind. Wie wir vielleicht früher auf unsere jüngeren Geschwister achten mussten, wenn die Eltern mal kurz weg waren, so haben wir hier auf Erden auch die Pflicht auf unsere Glaubensgeschwister acht zu geben. Droht einer zu fallen, so sollen wir ihm rechtzeitig zu Hilfe eilen. Genau so haben wir mit einem Male natürlich auch viele ältere Geschwister bekommen, die auf uns achten. In Gottes Familie geht es genauso zu, wie in einer irdischen Großfamilie.

3. Unsere Ansprüche

Mit unserer Gotteskindschaft ist natürlich auch ein Erbe verbunden. Als Gottes Kinder haben wir den Anspruch in den Himmel zu kommen. Ja, Sie haben richtig gelesen, wir sind keine Bittsteller mehr, mit unserem Ja zu unserem Herrn treten wir unser Erbe an und somit auch den Erbanspruch. Häufig wird uns ja beigebracht, dass wir uns den Himmel immer wieder verdienen oder erdienen müssen. Das stimmt überhaupt nicht. Mit meiner Bekehrung bin ich Gottes geliebtes Kind, welches einen unabdingbaren Erbanspruch besitzt. Diesen Erbanspruch kann mir niemand mehr streitig machen. Noch nicht einmal Gott könnte dies tun, würde er doch dann seine Glaubwürdigkeit verlieren.

Ich bin natürlich auch weiterhin in meiner Entscheidung frei. Wenn ich das Erbe ausschlage, dann nimmt Gott auch dies zur Kenntnis. Ändere ich meine Gesinnung indes wieder, so nimmt er mich mit seinen leibenden Armen wieder als sein Kind an.

Daher sollen wir als Christen auch nicht duckmäuserisch durch die Welt gehen und ständig Angst davor haben, „unseren Himmel“ verlieren zu können. Nein, wir dürfen aufrecht und selbstbewusst durch unser Leben schreiten immer in der festen Gewissheit, dass wir den himmlischen Erbschein jeden Tag unseres Lebens bei uns tragen. Eingelöst wird dieser Erbschein natürlich erst nach unserem irdischen Ende.

Da wir wissen, dass mit diesem Leben eben nicht alles vorbei ist, dürfen wir es auf Erden auch etwas gelassener angehen lassen. Da wir wissen, dass wir im Himmel landen, ändern sich natürlich auch unsere irdischen Prioritäten. Es ist eben nicht mehr wichtigstes Ziel meines Lebens, dass ich hier auf Erden möglichst viel erlebe. Ich muss eben nicht mehr alles in dieses kleine Leben hineinpressen, was eben noch so geht. Ich habe ja die ganze Ewigkeit vor mir und kann mich daher ganz entspannt den wirklich wichtigen Dingen auf Erden widmen, zum Beispiel der Frage, wie es mir gelingen kann, möglichst vielen Menschen dabei zu helfen, dass diese ebenfalls von Fremdlingen zu Gottes Kindern werden.

Wie ich mich anbetend den wirklich wichtigen Dingen in meinem Leben widmen kann, das beschreibt der Liederdichter Gerhard Tersteegen sehr schön in dem 2. Vers seines Liedes „Ich bete an die Macht der Liebe…“ (EG 661), der da lautet, wie folgt:

Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart;
ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward;
ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Sonntag Okuli, dem 3. Sonntag in der Passionszeit. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 5. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 1-8 a. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Das Leben im Licht

So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört. Auch schandbare und närrische und lose Reden stehen euch nicht an, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das sind Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Lebt als Kinder des Lichts.

Liebe Gemeinde,

viele Dinge im Leben kann man eigentlich nur mit dem Gegenteil erklären. Versuchen Sie einmal jemandem den Begriff „Gut“ zu erklären, der den Sinn von dem Wort „Böse“ gar nicht kennt. Und so können wir die Aufforderung als Kinder des Lichts zu leben auch am besten dadurch erklären, wie wir eben nicht leben sollen nämlich als Kinder Finsternis. Was sollen wir als Christen also nicht tun? Das ist die zentrale Botschaft unseres heutigen Predigttextes, der die nicht gewünschten Verhaltensweisen in drei Kategorien einteilt.

1. Unzucht und Unreinheit

Für das Wort Unzucht finden wir im Urtext das Wort „Porneia“, was uns sofort auf den Begriff der Pornographie hinweist. Das ist sicherlich simpel und für jeden ganz einfach zu verstehen. Aber der Begriff porneia geht nicht etwas weiter; denn wir können ihn auch mit den Worten Götzendienst, Abfall von Gott übersetzen.

Das Wort UN-Zucht beinhaltet ja schon den Begriff: Weg von jeder Art Zucht. Wenn wir weg von aller Zucht unser Leben beschreiten, dann wird es vollkommen durcheinander, nicht mehr zielgerichtet und rein lustorientiert. So sind wir auf dem besten Wege weg von Gott. So sollen wir als Christen eben nicht leben.

Dann haben wir noch den Begriff der Unreinheit. Hier finden wir im Urtext den Begriff „Aktharsia“, welcher auch mit moralischer Unanständigkeit und Unsauberkeit übersetzt werden kann. Wir alle, liebe Gemeinde, habe ein Gewissen in uns, welches als eine Art Wächter auf uns achtet. Dieses Gewissen zeigt uns ganz genau, was moralische die Grenzen des gebotenen Verhaltens überschreitet. Und dann sollten wir reagieren und eben die Finger davon lassen.

Nun kann man aber diese jedem Menschen innewohnende moralische Instanz zum Abstumpfen bringen, indem man immer wieder gegen sie verstößt. Keine Bange, unsre Mitmenschen werden uns schon darauf hinweisen, wenn wir den Bogen zu arg überspannt haben. Dann sollten wir zu unserem Herrn im Gebet zurückkehren und ihn bitten, uns doch wieder den rechten Weg zu zeigen.

2. Habsucht

Habsucht entsteht immer zuerst durch den Vergleich. Wir vergleichen uns gern mit dem, was unsere Mitmenschen alles haben. Da ist der Nachbar, der einen Mercedes fährt, ich hingegen nur einen Golf. Da ist die Nachbarin, die nur in teuren Designerkleidern einher geht, während ich mir gerade mal die Sachen von C&A leisten kann.

Aaus diesen schnöden Vergleichen wird dann irgendwann einmal Neid. Neid ist der Zustand, wo ich dem anderen etwas missgönne, was er hat und ich eben nicht habe. Und dann kommt die nächste Stufe des Neides, die Habsucht.

Bis hierher ist ja alles auch noch so halbwegs im grünen bis grauen Bereich. Allerdings führt die Habsucht oftmals so weit, dass sich Menschen Dinge erlauben, die sie sich gar nicht leisten können. Das allerschlimmste an der Habsucht ist aber der Zustand der permanenten Unzufriedenheit. Wenn ich das eine Teil habe, dann weckt das nur die Gier nach mehr und noch mehr und noch viel mehr. Die Spirale der Habsucht hört einfach gar nicht mehr auf.

Bei vielen Menschen endet die Habsucht im positiven Falle in der privaten Insolvenz und im negativen Fall in Räumen, die von innen keine Klinken haben und deren Aussicht auch noch vergittert ist.

Wann immer sich uns, und das geschieht uns allen, ein Vergleich aufdrängt, dann sollten wir uns einfach mal zurücklehnen und überlegen, ob wir das denn wirklich alles brauchen, von dem was z.B. unser Nachbar hat. Wir sollten einmal darüber nachdenken, was wir nicht eh schon alles haben. Und wir könnten einmal ganz konsequent darüber nachdenken, was wir denn wirklich zum Leben brauchen.

Die wirklichen Essentials für das Leben sind doch ein Dach über dem Kopf, ein Einkommen, dass unseren Lebensunterhalt sichert und ein gnädiger Gott, in dessen Hände wir unser Leben ganz getrost legen können.

Das gefährliche an der Habsucht ist nämlich auch, dass diese uns immer mehr in Stück weit von Gott entfernt. Bei all unseren Bemühungen nach immer mehr vergesen wir gar manchmal, dass wir alle von dem, was wir haben nichts mitnehmen können und dass wir alle einmal vor Gott dem Schöpfer Rechenschaft über unser Leben ablegen müssen. Und dann zählt ganz bestimmt nicht mehr das, was wir uns alles erlaubt haben, dann zählt unter anderem nur noch das, was wir anderen abzugeben bereit gewesen sind.

3. Loses Reden

Wir alle, liebe Gemeinde, beherrschen immer eine Sprache mehr, als wir gelernt haben, nämlich die Sprache über andere Leute. Es ist ja auch so schön, mal so richtig abzutratschen. Ich muss dir mal was erzählen…, so fangen diese Tratschgeschichten meist an.

Lassen Sie mich dazu eine kleine Geschichte erzählen:

Zum weisen Sokrates kam ein Mann und sagte: Höre, Sokrates, ich muss dir was erzählen! Halte ein, unterbrach ihn der Weise, hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt? Drei Siebe?, fragte der Mann voller Verwunderung.

Ja, guter Freund ! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:

Das erste ist die Wahrheit. Hast du das, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist? Nein, ich hörte es jemanden erzählen und…

Aber sicher hast du das zweite Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst, wirklich gut ? Zögernd sagte der Mann: Nein, im Gegenteil….

So lass uns auch noch das dritte Sieb anwenden sagte Sokrates. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst? Notwendig nun gerade nicht, aber… antwortete der Mann.

Also sagte Sokrates lächelnd zu dem Mann: Wenn es weder wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit.

Liebe Gemeinde, ich versuche seit ich diese Anleitung kenne, sie in mein Leben zu integrieren. Nur leider gelingt mir die allzu oft nicht. Daher sind wir gerade bei losem Reden auf die Hilfe unseres Herrn angewiesen. Bitten wir ihn doch immer wieder, alles, was wir von uns geben wollen, zunächst durch diese drei Siebe prüfen zu lassen.

Wenn wir uns also von Unzucht und Unreinheit fernhalten, der Habsucht den Kampf ansagen und uns vor losen Reden hüten, dann liebe Gemeinde, sind wir alle auf dem besten Wege als Kinder des Lichtes zu leben. Der allmächtige Gott möge und auf diesem Wege stets ein treuer Begleiter sein.

Wie ein Gebet eines Kindes des Lichts lauten könnte, dies beschreibt der Liederdichter Johann Olearius sehr schön in dem ersten Vers seines Liedes „Herr, öffne mir die Herzenstür…“ (EG 197), der da lautet, wie folgt:

Herr, öffne mir die Herzenstür,
zieh mein Herz durch dein Wort zu dir,
lass mich dein Wort bewahren rein,
lass mich dein Kind und Erbe sein.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen 18. Sonntag nach Trinitatis. Den heutigen Predigttext finden wir im Epheserbrief Kapitel 5, die Verse 15-21. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist. Und sauft euch nicht voll Wein, woraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern lasst euch vom Geist erfüllen. Ermuntert einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für
alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Liebe Gemeinde,

„Denn es ist böse Zeit“, so lesen wir es zu Beginn unseres Predigttextes. Jetzt müssen wir uns kurz zeitlich um 2000 Jahre zurückversetzen. Die paulinischen Briefe waren ja in einer Zeit verfasst, in der das Christentum noch nicht so verbreitet war wie heute.
Außerdem genossen die Christen der damaligen Zeit keine besonderen Rechte oder gar einen besonderen Schutz. Vielmehr war das Gegenteil der Fall. Als eine Art Sekte wurden sie immer wieder verspottet, verhöhnt und sogar dergestalt verfolgt, dass viele Christen ihre Zugehörigkeit zu der „Sekte der Nazarener“ mit dem Leben bezahlt haben.

Es war also schon eine böse Zeit. Gerade in diese böse Zeit hinein spricht Paulus die Gemeinden an und gibt ihnen wertvolle Ratschläge, wie sie diese Zeit einfach besser durch- und überstehen können. Das Schöne daran ist, dass wir diese Ratschläge auch heute noch für unsere persönlichen schweren Zeiten 1:1 umsetzen können. Grund genug also, dass wir uns heute Morgen ein wenig intensiver mit den paulinischen Ratschlägen beschäftigen.

1. Seid weise

Weise, liebe Gemeinde, bedeutet nicht schlau zu sein. Nein, weise zu sein heißt sich die Urteilsfähigkeit zu bewahren. Überlegen wir doch einfach mal, wie wir von Presse, Funk und Fernsehen immer und immer wieder beeinflusst werden. An der Nachricht, die uns immer und immer wieder präsentiert wird muss ja doch wohl was dran sein. Also glauben wir sie und machen sie uns zu Eigen.

Was alle machen kann ja gar nicht falsch sein, so eine andere Prämisse.
Und in schlechten Zeiten finden wir eine besondere Mainstream-Bewegung, nämlich das kollektive Jammern und Klagen.

Und da hinein spricht Paulus und rät uns, weise zu sein. Nicht immer alles nachplappern, was irgendein „Wichtigmann“ als Dogma vorgibt, sondern sich selber ein Urteil bilden, das ist es, was Paulus uns anrät. Ein Urteil kann ich mir aber nur dann bilden, wenn ich eine Angelegenheit einer gründlichen Prüfung unterziehe. Und das sollten wir immer tun, bevor wir vielleicht falsche Schlüsse ziehen und falsche Urteile fällen, die in falschen Entscheidungen münden.

2. Nach Gottes Willen fragen

„Ich bastel mir die Welt so wie sie mir gefällt.“ Eigentlich eine ganz tolle Lebenseinstellung. Doch was mache ich, wenn mein Nachbar dies auch tut und seine Welt mit meiner kollidiert? Schon haben wir den größten Krach in Aussicht.

Die Bibel gibt uns jede Menge Tipps und Ratschläge, wie ein friedvolles, gottgerechtes Leben auf Erden funktionieren kann. Fragen wir sie doch einfach mal, wie Gott sich unser Leben vorgestellt hat. Und wo finde ich die besten Ratschläge? Ich glaube, ganz komprimiert können wir sagen:

a. Das Doppelgebot der Liebe
b. Die 10 Gebote
c. Die Gleichnisse im Neuen Testament

Nehmen wir uns doch in der nächsten Woche einmal die Zeit und studieren diese drei Wegweiser für ein gelingendes Leben. Ich kann uns allen garantieren, dass wir ganz schnell an die Grenzen kommen werden und vielleicht sogar versucht sind, vollkommen resigniert aufzugeben, weil wir das alles überhaupt nicht in die Tat umsetzen können, was wir dort vorfinden.

Das, liebe Gemeinde, ist auch gar nicht schlimm. Nehmen wir die Wegweiser doch einmal als Richtungsweiser, die uns in die richtige Richtung führen wollen. Wenn wir die richtige Richtung einschlagen, dann wird uns unser Herr schon helfen, auch auf den rechten Straßen zu wandeln.

Vertrauen wir doch gerade in den schweren Zeiten unseres Lebens allein dem einen der uns versprochen hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“

3. Nüchtern bleiben

Dies bezieht sich auf zwei Ebenen. Natürlich ist damit auch das körperliche „nüchtern bleiben“ gemeint. Wir sollen gerade in den schweren Zeiten unseres Lebens nicht versuchen, unsere Probleme im Alkohol zu ertränken. Das funktioniert bekanntermaßen nicht. Es sind, wie das Sprichwort es sagt, erheblich mehr Menschen im Becher ertrunken, als im Bach.

‚“Nüchtern bleiben“ heißt aber auch noch etwas ganz anderes, nämlich den Verstand schärfen. In schwierigen Zeiten neigen wir ja dazu alles, aber auch wirklich alles ganz, ganz düster zu sehen. Aber, liebe Gemeinde, auch in vermeintlich schlechten Zeiten ist nicht alles und jedes immer und immer wieder nur schlecht.

Paulus fordert uns auf, das Gute hinter dem vermeintlich Schlechten zu suchen. Gott will doch nur das Beste für uns. Was für uns zunächst schlecht aussieht hat vielleicht doch auch eine gute, aber zumindest erträgliche Seite.

Wenn wir so an die Probleme herangehen, dann kommen wir dem nach, was Paulus uns an einer anderen Stelle seiner Briefe anempfiehlt, nämlich aus allem das Beste zu machen. Und schon sind wir von tiefschwarz zumindest schon mal wieder auf hellgrau angekommen.

4. Fröhlich und dankbar sein

Das ist mal ein ganz toller Ratschlag, wenn es einem so richtig schlecht geht. Sagen Sie das doch einmal jemandem, der gerade seine Arbeitsstelle verloren hat. Sagen Sie ihm doch einfach: “ Sei fröhlich und dankbar“. Was meinen Sie, wie gut das rüberkommt.

Ich glaube, so ist der Predigttext auch nicht gemeint, nämlich dass wir andere auffordern sollen, stets fröhlich und dankbar zu sein. Nein, wir sollen in uns gehen. Gerade in schweren Zeiten sollen wir uns daran erinnern, was Gott uns alles Gutes erwiesen hat und in wie vielen Situationen wir ihm überschwänglich gedankt haben für das was er für uns getan hat.

Ich persönlich habe ein Gottestagebuch. Dort trage ich alle Erlebnisse und Gegebenheiten ein, wo mir Gott ganz nahe war, wo er mir direkt geholfen hat und wo ich seine Gegenwart unmittelbar spüren und erleben konnte. Wenn ich einmal eine persönlich schwere Zeit habe, dann nehme ich mir mein Gottestagebuch vor und lese darin. Meist relativieren sich die Probleme dann schon ein wenig.

Dankbar sein hat aber auch noch eine andere Seite. Wenn ich jemandem Danke, dann habe ich viel von ihm bekommen und verstehe mich gut mit ihm. Machen wir es doch mit Gott genauso. Und wie ? Ganz einfach, indem wir uns täglich ein wenig Zeit nehmen um in Gottes Ruhe und seinen
Frieden einzutreten. Und wenn es nur 3 Minuten sind. Nehmen wir uns doch drei Minuten, wo wir uns hinsetzen und ganz stille vor Gott werden, damit er zu uns reden kann.

Und das klappt? Nö, jedenfalls dann nicht, wenn wir uns erhoffen in magischen drei Minuten die Lösung für all unsere Probleme fix und fertig präsentiert zu bekommen. Das kann sein, muss es aber nicht. Aber wir kommen bestimmt geistig und geistlich gestärkt aus der wirklich stillen Zeit heraus. So gestärkt, dass wir uns weise und verständig unseren Problemen, bzw. deren Lösung widmen können.

All das, was wir gerade gehört haben, fasst der Liederdichter Heinrich Georg Neuß sehr treffend in dem 3. und 4. Liedvers seines Liedes „Ein reines Herz, Herr, schaff in mir…“ (EG 389) zusammen, die da lauten, wie folgt:

Lass deines guten Geistes Licht und dein hell glänzend Angesicht
erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt,
und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich;
gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand aus deiner milden Gnadenhand.

Der Herr helfe Dir stets bei Deiner Suche nach Weisheit durch seine milde Gnadenhand
Der Herr stärke Dich allezeit durch sein Wort, welches Dich führt und leitet
Der Herr gebe Dir ein fröhliches Gemüt, das ihm von Herzen fröhlich danken kann

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen 17. Sonntag nach Trinitatis. Unseren heutigen Predigttext finden wir im Epheserbrief, Kapitel 4, die Verse 1-6. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen

So ermahne ich euch nun, ich, der Gefangene des Herrn, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens:
Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.

Liebe Gemeinde,

Wie soll unser Leben als Christ aussehen. Es gibt sehr, sehr viele unterschiedliche Ansatzpunkte. Viele davon beginnen mit immer wieder mit dem negativen Satz „Ein Christ macht dies nicht, ein Christ darf jenes nicht….“ Ich glaube kaum, dass Gott an einem Christen Spaß und Freude hat, der mit einem 1000seitigen Regelwerk durch das Leben geht und versucht, im Himmels willen ja keinen Fehler zu machen.

Aber so ganz ohne Regeln geht es dann doch auch nicht. Und genau hier greift unser heutiger Predigttext ein und nennt uns christliche Rahmenbedingungen unter denen wir ein freies, glückliches und doch vor Gott gerechtes Leben führen können. Lassen Sie uns heute Morgen ein wenig miteinander über diese Rahmenbedingungen nachdenken.

1. Das Zentrum

Heute müssen wir mit dem Ende unseres Predigttextes beginnen, der uns, wenn wir es mathematisch ausdrücken wollen, eine Rahmenbedingung vorgibt, die vor der Klammer steht. Also alles, was in der Klammer steht, die nächsten beiden Rahmenbedingungen also, müssen sich immer an dieser ersten Rahmenbedingung ausrichten bzw. messen lassen.

Die erste Rahmenbedingung lautet: „Gott ist das Zentrum“. Das ist natürlich für uns alle nichts Neues. Aber wir sollten uns alle ab und wann an die eigene Nase fassen und uns fragen, ob dies bei jeder
Entscheidung und bei allem, was wir im Leben tun auch wirklich der Fall ist.

Wie schnell lassen wir uns doch manchmal von den sogenannten „Sachzwängen“ oder dem „Zeitgeist“ zu etwas verleiten, was wir, wenn wir vorher Gott befragt hätten, so nicht getan hätten.

Gott ist immer und überall zugegen. Dessen sollten wir uns immer gewiss sein. Aber nicht der richtende Gott, der strenge Übervater, der nur darauf wartet, dass wir dann doch wieder mal einen Fehler machen, sondern der liebende Gott, der stets darauf wartet, dass wir ihn um seinen Rat bitten und ihn in unserem Leben die erste Stelle einräumen.

Denn eines ist ganz gewiss: Nur durch ihn und mit ihm und von ihm erhalten wir die Ausstattung dafür, dass wir unsere Berufung würdig leben.

2. Berufung würdig leben

Jeder Mensch hat von Gott eine bestimmte Begabung mit auf die Welt bekommen, mit welchem er helfen kann, Gottes Reich aufzubauen. Wir können unsere Begabungen in der Welt einsetzen oder aber für den Aufbau des Reiches Gottes.

Natürlich möchte unser Herr, dass wir unsere Talente auch z.B. im Bereich unseres Berufes auch in der Welt einsetzen und damit verantwortungsvoll umgehen. Aber wir sollen auch einen Teil unserer
Talente bzw. Berufungen Gott widmen.

Werden wir doch einmal ganz konkret. Nehmen wir an, wir haben die Berufung erhalten, eine Jugendgruppe zu leiten. Dieser Berufung sollen wir nun würdig nachkommen. In unserem Predigttext finden wir auch ganz konkrete Anhaltspunkte wie das denn gehen soll, nämlich mit Demut,
Sanftmut und Geduld.

Demut ist bekanntermaßen das Gegenteil von Hochmut. Demut ist eine innere Grundeinstellung des Menschen, die ihn dazu befähigt die wahre Selbsteinschätzung vor Gott wahrnehmen zu können. Und die wahre Selbsteinschätzung vor Gott beginnt z.B. damit, dass wir anerkennen, dass wir genau so große Sünder vor Gott sind, wie die Mitglieder der uns anvertrauten Jugendgruppe.

Wir sind also nicht die Superchristen, die den kleinen Rotzlöffeln da unten mal so richtig zeigen wo es lang geht. Das, liebe Gemeinde wäre Hochmut.

Dann sollen wir unsere Berufung sanftmütig ausüben. Sanftmut hat nichts mit Weichheit und klein beigeben zu tun. Wenn wir Sanftmut richtig übersetzen, dann ist das eine innere Geisteshaltung, die das als gut annimmt, wie Gott an uns handelt. Wir sollen Gottes Handeln an uns also ohne Einwände und Widerstände annehmen. Ich finde, eine ganz schöne Herausforderung.

Wenn Gott nun unsere Jugendgruppe anders leitet, als wir uns dies vorgestellt haben, dann sollen wir eben nicht auf Biegen und Brechen unsere Vorstellungen von Jugendarbeit durchsetzen, sondern dem folgen, was Gotte Wille ist.

Dann haben wir noch die Geduld. Geduld verwechseln wir allzu oft mit Warterei. Dies ist hier nicht gemeint. Die Elberfelder Übersetzung benutzt eine andere Wortwahl, indem sie von Langmut spricht.

Langmut ist die innere Einstellung eines Menschen der die Macht hätte, z.B. jemanden zu maßregeln, aber auf diese Macht willentlich verzichtet in dem Vertrauen darauf, dass Gott schon eingreifen wird, oder der zu Maßregelnde seinen Fehltritt von sich aus erkennt und bereut.

In Jugendgruppen läuft gewiss nicht immer alles rund. Häufig geht es im wahrsten Sinne über Tische und Bänke. Nicht nur körperlich sondern auch geistig und geistlich. Natürlich kann man sofort eingreifen und die Dinge wieder gerade rücken. Viel effektiver wäre es doch, wenn die Jugendlichen den Fehler selber eingestehen, ihn erkennen und auch bereuen. Natürlich gibt es Situationen, in denen wir in einem derartigen Falle direkt eingreifen müssen, um z.B. Schaden von den uns anvertrauten Menschen abzuwenden. Aber Langmut sollte stets unsere erstes Ziel sein
und nicht die primäre Alternative.

3. In Liebe ertragen

Dies ist nun die dritte Rahmenbedingung für ein christliches Leben.
Einander in Liebe ertragen hat rein gar nichts damit zu tun, dem anderen stets nach dem Munde zu reden, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen und niemals mit dem anderen zu streiten. Das wäre sicherlich eine falsch verstandene Form der Liebe, das wäre nämlich Hörigkeit.

Einander in Liebe ertragen bedeutet auch dass ich für den anderen Menschen eine gewisse Verantwortung übernehme. Jeder, der in einer Partnerschaft lebt und seinen Partner von Herzen liebt wird natürlich nichts tun, um dem anderen Schaden zuzufügen. Ist der Partner aber gerade dabei, sich selber zu schaden, dann darf der andere Partner dies nicht übersehen. Dann ist er zum Einschreiten gezwungen.

So auch mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus.

Wir sollen natürlich auch nicht immer wieder an unseren Mitmenschen herumnörgeln und alles versuchen an ihnen zu ändern. Damit würden wir auf der anderen Seite vom Pferd fallen. Ich glaube, einander in Liebe zu ertragen heißt, dass wir uns vom Zentrum her, also von Gott mit der Kraft beschenken lassen, die wir benötigen, um den anderen mit all seinen Marotten zu ertragen.

Einander in Liebe zu ertragen heißt aber auch, dass wir uns vom Zentrum sagen lassen, was wir wann und wo im Hinblick auf unsere Fürsorgepflicht gerade für unseren Mitmenschen tun sollen. Einander in Liebe zu ertragen hat somit eine aktive und eine passive Seite. Was wir gerade tun sollen, liebe Gemeinde, das wird uns unser Herr schon zum rechten Zeitpunkt aufzeigen.

Der Liederdichter Christian Keimann beschreibt in dem ersten Vers seines Liedes „Meinen Jesus lass ich nicht…“ (EG 402) sehr schön eine Liebeshaltung zu unserem Herrn, die wir uns alle zu eigen machen können.
Dieser Vers lautet, wie folgt:

Meinen Jesus lass ich nicht,
weil er sich für mich gegeben,
so erfordert meine Pflicht,
unverrückt für ihn zu leben.
Er ist meines Lebens Licht;
meinen Jesus lass ich nicht.

Der Herr gebe dir die Einsicht, Deine Berufung zu erkennen
Der Herr schenke Dir Demut, Sanftmut und Geduld für die Ausübung Deiner Berufung
Der Herr gebe Dir die Kraft, alle Deine Mitmenschen stets in Liebe zu ertragen

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen schönen Start in die neue Herbstwoche.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle recht herzlich am heutigen Feiertag Christi Himmelfahrt. Wir feiern heute den vorletzten „großen“ Feiertag. Mit Weihnachten und der Geburt Jesu Christi hat alles angefangen. Am Karfreitag ging der Sohn Gottes für uns an das Kreuz. Am Ostersonntag stand Er von den Toten auf. Und heute am Himmelfahrtstag gedenken wir dessen, was vor 2000 Jahren geschah.
Jesus geht zurück in den Himmel.
Den Predigttext für den heutigen Himmelfahrtstag finden wir im 1. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 20 B – 23. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupte über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Liebe Gemeinde,

was steckt eigentlich hinter dem Himmelfahrtsgeschehen. Es ist ja nicht damit getan, dass Jesus von den seinen entrückt wurde und wieder in den Himmel zurückging. Es muss ja auch noch einen tieferen Sinn haben, der dahintersteckt. Und mit diesem Sinn beschäftigt sich der heutige Predigttext. Es sind drei Punkte, die wir gemeinsam betrachten wollen.

1. Der neue Leib

Die Basis für die Himmelfahrt legte Gott am Ostersonntag, als er Jesus von den Toten auferweckte. Bei der Auferstehung denken wir häufig an eine Wiederbelebung, also eine Rücksetzung in den alten Zustand.

Das ist sicherlich hier nicht passiert. Jesus erhielt von Gott den Auferstehungsleib, einen Leib also, der sich grundsätzlich von unserem Leib unterscheidet. Diesem Leibe sind Dinge möglich, die wir so sicherlich nicht können. Wir können z.B. nicht durch geschlossene Türen gehen oder zeitgleich an mehreren Orten sein.

Das sind aber nur äußere Besonderheiten. Dieser Auferstehungsleib ist der Leib, der es Jesus ermöglicht, ewig zu leben. Als erster unter uns hat Jesus diesen Leib von Gott erhalten.

Und diesen Auferstehungsleib werden einmal alle erhalten, die ihr Leben dem Herrn Jesus voll und ganz übergeben haben. Alle, die dies getan haben, dürfen schon heute ganz fest darauf vertrauen, dass mit ihrem Tode eben nicht alles aus ist, sondern, dass dann die Ewigkeit erst beginnt. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass auch wir einen Ewigkeitsleib erhalten, ähnlich wie Jesus ihn heute schon trägt.

2. Der Mensch im Himmel

Liebe Gemeinde, jetzt wird es ein wenig theoretisch. Jesus hat also einen Auferstehungsleib erhalten. Mit diesem Leib wandelte er fortan auf Erden bis zu dem Tag, wo er die Heimreise angetreten hat. Die Heimreise in den Himmel, also das Geschehen, dessen wir heute gedenken.

Als Jesus auferstand war er zwar ganz Gott, aber immer noch ganz Mensch. Nur eben mit dem Körper, der auch uns einmal erwartet. Und jetzt kommt die Pointe: Mit diesem Auferstehungsleib ist er in den Himmel gefahren.

Er ist also nicht irgendwie ganz transzendent von uns gegangen. Nein, liebe Gemeinde, Jesus ist als ganz Mensch und als ganz Gott wieder in den Himmel gegangen, wo er hinfort regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Der Mensch Jesus Christus regiert nun in Seinem Auferstehungsleib zusammen mit Gott dem Vater das himmlische Königreich.

Das ist übrigens genau der Jesus, zu dem wir beten und mit dem wir reden können. Wie er auf Erden mit Seinen Jüngern geredet hat, so will er auch heute mit uns reden und so können wir auch heute mit IHM reden.

Das meinte Jesus damit, als er sagte: Ich bin bei ich alle Tage bis an der Welt Ende.

3. Die Brücke

Mit der Himmelfahrt ist Jesus als sichtbare Gestalt von uns gegangen.
Aber, wie wir soeben gesehen haben ist der Kontakt dennoch zu ihm möglich, nämlich über die Brücke des Gebetes.

Wenn wir uns zwei Berge vorstellen, die durch eine tiefe Schlucht voneinander getrennt sind, dann ist es uns nicht möglich, so einfach auf die andere Seite zu gelangen. Mit dem Gebet können wir aber trotzdem zur anderen Seite gelangen, auch wenn wir diese mitunter gar nicht erkennen können.

Kommunikation geht aber niemals in nur eine Richtung. Gott hat uns von der anderen Seite den Heiligen Geist gesandt, der uns auf allen unseren Wegen auf Erden behüten und beschützen soll.

Das ist ja alles ein wenig schwammig. Wo finde ich heute am Himmelfahrtstag 2014 ganz konkret den Herrn Jesus ? Das ist es doch, was uns in erster Linie interessiert. Und darauf wollen wir doch alle eine verlässliche Antwort haben. Oder etwa nicht ?

Wir finden Jesus heute ganz konkret bei uns. Wenn zwei oder drei in Seinem Namen zusammen sind, dann ist er mitten unter uns. Dieses Versprechen, das uns Jesus vor 2000 Jahren gegeben hat, hat auch heute noch seine uneingeschränkte Gültigkeit.

Wo immer wir fehlbaren Menschen zusammen sind, um IHN anzubeten, da will ER uns mit Seiner Unfehlbarkeit Kraft schenken. Wo immer wir mit unsern Nöten und Sorgen zu IHM kommen, da will ER uns mit der himmlischen Hoffnung trösten. Und wo immer wir an unseren Sünden verzweifeln, da will ER uns immer wieder zeigen, dass ER gerade für diese Sünden den Kreuzestod erlitten hat.

Nutzen wir doch den heutigen Tag, um unsere Beziehung zu diesem menschgewordenen Jesus wieder neu zu beleben. Geben wir IHM doch all unsere Nöte, Sorgen und Probleme und lassen Sie uns doch wieder die vollkommene Ruhe in IHM finden.

Unsere Beziehung zu unserem Herrn drückt der Liederdichter Nikolaus Ludwig von Zinzendorf sehr schön in dem 1. Vers seines Liedes „Herz und Herz vereint zusammen…. “ aus (EG 251), der da lautet, wie folgt:

Herz und Herz vereint zusammen sucht in Gottes Herzen Ruh.
Lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu.
Er das Haupt, wir seine Glieder er das Licht und wir der Schein,
er der Meister, wir die Brüder, er ist unser, wir sind sein.

Der Herr begleite Dich vom Himmel aus auf allen Deinen Wegen
Der Herr beschütze Dich vom Himmel aus bei allem, was Du in SEINEM Namen tust
Der Herr behüte Dich vom Himmel aus vor allem Bösen und allen Gefahren

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Himmelfahrtstag und wünsche Ihnen allen Gottes reichen Segen.

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Trinitatisfest. In den Predigttexten der nächsten Monate beschäftigen wir uns mit der Dreieinigkeit Gottes, der Kirche im besonderen und damit, was wir für unser Leben daraus lernen und auch umsetzen können.

Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im Epheserbrief, Kapitel 4, 11-15. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Und er hat einige als Apostel eingesetzt, einige als Propheten, einige als Evangelisten, einige als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi, damit wir nicht mehr unmündig seien und uns von jedem Wind einer Lehre bewegen und umhertreiben lassen durch trügerisches Spiel der Menschen, mit dem sie uns arglistig verführen. Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

Liebe Gemeinde,

was ist eigentlich Kirche ? Sind es die prächtigen Gebäude, oder aber die mit Talaren geschmückten Amtsträger oder ist es die Summe aller religiösen Rituale, die für die Kirche stehen ? Nein, das ist Kirche nicht. Wir alle sind Kirche, wir alle, die wir den Herrn Jesus Christus als unseren Erlöser angenommen haben sind Teile des gesamten Werkes Kirche. Wie diese Kirche aufgebaut ist und wie sie funktioniert, darüber erfahren wir etwas in unserem heutigen Predigttext. Lassen Sie uns daher
am heutigen Sonntag der Frage ein wenig näher nachgehen woraus die Kirche besteht und wo unser Platz dort ist.

1. Die Ämter

Zunächst erfahren wir, dass Kirche aus verschiedenen Ämtern besteht, die sich einander ergänzen. Zwei Dinge sind dabei ganz wichtig. Jedes Amt ist von seiner Wertigkeit her gleich. Derjenige, der das Amt des Verkündigers ausübt hat genau den gleichen Stellenwert, wie derjenige, der für die Organisation zuständig ist. Ganz wichtig sind auch die ersten Worte unseres heutigen Predigttextes: „Und er hat…eingesetzt“

Kirchliche Ämter stehen nicht einfach so zur Verfügung oder können beliebig besetzt werden. Nein, unser Herr beruft einen jeden in sein Amt hinein. Und hier kommen wir auch schon zu einem großen Dilemma. Häufig sind wir es, die wir OHNE Gebet und Bitte um geistige Führung Personen einfach so in ein Amt hineinwählen und uns hinterher wundern, wieso das alles nicht so richtig funktioniert.

Wir sollten wieder alle dahin zurückkehren und unter Gebet unsere Ämter besetzen. Wenn wir von Jesus in ein Amt hineinberufen werden, dann müssen wir auch diesem Ruf folgen. Der beste Weg, ein unerfülltes und frustrierendes Leben zu führen ist der, sich immer weiter von Gott und Seinem Auftrag für uns zu entfernen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein erfülltes und glückliches Leben führen können, wenn wir der Stimme Gottes vertrauen und das machen, was ER uns aufträgt.
Insbesondere, wenn es um den Bau Seiner Kirche geht.

2. Die Funktion

Jedes Amt für sich betrachtet ist wenig aussagefähig. Aber wenn wir uns die Ämter ein wenig näher betrachten, dann sind sie untrennbar miteinander verknüpft. Einer allein, und das weiß Gott natürlich auch, kann niemals alle Ämter in Personalunion ausüben. Wenn jeder das ihm übertragene Amt gewissenhaft ausübt, dann entsteht ein großes stimmiges Ganzes daraus. Ein Puzzle entsteht auch nicht dadurch, dass man die einzelnen Teile irgendwie zusammenpfriemelt, sondern indem man sie gewissenhaft ineinanderfügt.

So will es Gott auch, dass wir ZUSAMMEN arbeiten in unserer Kirche und nicht gegeneinander. Wenn wir zusammen Kirche bauen wollen, dann ist es wenig hilfreich, wenn große Staatskirchen und immer mehr Freikirchen sich um Kleinigkeiten streiten.

Zusammen heißt aber auch, dass wir lernen müssen, uns zurückzunehmen. Wir müssen lernen und erkennen, dass wir nicht alles alleine können und dass es Brüder und Schwestern gibt, denen Gott gerade die Begabungen gegeben hat, die wir nicht haben. Da müssen wir auch nicht neidisch auf
unsere Geschwister sein. Nein, wir sollen die Zeit, die wir haben, ganz unseren Gaben, Fähigkeiten und Talenten widmen.

Und wenn dem Bruder oder der Schwester neben uns einmal ein Stück weit mehr Anerkennung zuteil wird, dann ist das natürlich kein Anlass dafür, dass wir uns in unseren Schmollwinkel zurückziehen. Wir dürfen uns darüber mitfreuen, arbeiten wir doch alle an dem ganzen großen Projekt Kirche zusammen. Wenn einer etwas besonders gut gemacht hat, dann kommt das schließlich allen zugute.

3. Warum das alles ?

Ein reichlich komischer dritter Punkt. So habe ich es auch gedacht. Aber, es muss ja alles einen Sinn haben. Gott setzt ja nicht Menschen in Ämter ein und überträgt ihnen Funktionen so ganz ohne Sinn.

Wenn wir zur Einheit des Glaubens gelangen wollen und zur Erkenntnis dann geht es eben nur über den eben beschriebenen Weg. Deshalb ist auch eine christliche Gemeinschaft so wichtig. Jeder hat Fragen, Probleme und Nöte. Gerade in der Gemeinschaft kann er von anderen aufgefangen werden.
In der Gemeinschaft können offene Fragen geklärt werden. Und gerade in der Gemeinschaft kann jemand Trost und Unterstützung finden, der vollkommen niedergeschlagen ist.

Gerade, wenn wir allein sind dann hat der Teufel ein ganz leichtes Spiel. Wenn wir alleine sind, dann folgen wir schnell einem jeden neuen Trend, der sich uns darbietet. Die Gemeinschaft hingegen kann uns wieder zur Besinnung bringen. Viele neue Trends tragen letztendlich nur dazu
bei, dass wir uns als Kirche immer mehr voneinander weg bewegen als aufeinander zuzugehen.

Denken wir nur einmal an den großen Abendmahlsstreit zwischen der evangelischen und der katholischen Kirche. Streitereien, ich will sie mal so nennen, um des Kaisers Bart, finden wir auch in dem Verhältnis vieler Freikirchen untereinander. Es geht immer wieder nur um Kleinigkeiten, die uns voneinander trennen. Im großen ganzen glauben wir das gleiche. Und das ist für den Teufel gefährlich. Daher muss er die Einheit zerschlagen und viele kleine Splittergruppen daraus machen. Die dann einzeln zu beeinflussen ist wesentlich leichter, als eine große Einheit umzustimmen.

Wohlgemerkt, ich habe nichts gegen Staatskirchen und Freikirchen. Lassen Sie mich ein Beispiel nennen. In meiner Jugend gab es in meiner Heimatstadt evangelische und katholische Kirchen, sowie eine Freikirche. Heute haben wir neben den evangelischen und katholischen 12 Freikirchen
in unserer Stadt beheimatet. Alle diese Freikirchen sind aus einer einzigen hervorgegangen, weil es immer wieder Streitereien um „Kleinigkeiten“ gab. Wenn wir uns immer nur über das unterhalten was uns trennt, wird die Kirche sich immer weiter spalten. Wenn wir uns hingegen einmal nur über das unterhalten, was uns verbindet, haben wir die große Chance doch noch zur Einheit des Glaubens zu kommen.

Und dies ist uns Auftrag und Aufgabe zugleich, dass wir an der großen Einheit da mitarbeiten, wo Gott uns hingestellt hat ausgestattet mit unseren ureigenen Fähigkeiten, Begabungen und Talenten, die Er uns geschenkt hat. Lassen Sie uns die kommenden Wochen nach Trinitatis doch ein wenig mehr darüber nachdenken, wie wir Streitereien vermeiden und mehr Einheit und Frieden stiften können.

Der Liederdichter Nikoluas Ludwig von Zinzendorf beschreibt in dem Lied „Herz und Herz vereint zusammen…“ ein Stück weit die Einheit, die wir anstreben sollen. Der erste Vers dieses Liedes lautet sehr schön, wie folgt:

Herz und Herz vereint zusammen
sucht in Gottes Herzen Ruh.
Lasset eure Liebesflammen
lodern auf den Heiland zu.
Er das Haupt, wir seine Glieder,
er das Licht und wir der Schein,
er der Meister, wir die Brüder,
er ist unser, wir sind sein.

Der Herr lasse Dich Deine Begabungen entdecke, die ER Dir geschenkt hat
Der Herr helfe Dir, Deine Fähigkeiten und Talente in SEINEN Dienst zu stellen
Der Herr zeige Dir immer wieder neue Wege, wie Du zur Einheit des Glaubens beitragen kannst

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche. Ein kleiner Hinweis in eigener Sache: Sie erreichen mich neben der bekannten eMail-Adresse naber@epredigt.de ab sofort auch über meine neue eMail-Adresse ulrichnaber@email.de

Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber

Liebe Gemeinde,

ich grüße Sie alle recht herzlich am heutigen Pfingstmontag. Unser heutiger Predigttext steht unter der Überschrift Lobpreis. Im Lobpreis erweist der Gläubige Gott die Ehre und rühmt seine Taten, in der Anbetung verehrt der Gläubige Gottes Wesen. Lobpreis und Anbetung sind seit je her liturgischer Bestandteil des Gottesdienstes aller christlichen Konfessionen. Lassen Sie uns am heutigen Tage in unserem Predigttext einen Lobpreis der Urchristenheit näher betrachten. Wir
finden den heutigen Predigttext im 1. Kapitel des Epheserbriefes, die Verse 3-14. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Lobpreis Gottes für die Erlösung durch Christus

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus. Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten. In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit.

Denn Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte, um ihn auszuführen, wenn die Zeit erfüllt wäre, dass alles zusammengefasst würde in Christus, was im Himmel und auf Erden ist. In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens; damit wir etwas seien zum Lob seiner Herrlichkeit die wir zuvor auf Christus gehofft haben. In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist, welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit.

Liebe Gemeinde,

was für ein wunderbarer Lobpreis, den wir soeben gehört haben. Lobpreis, das ist ja nichts mehr für den modernen Menschen. Der moderne Mensch macht schließlich alles selber und trägt auch die Verantwortung dafür. Wen sollte man also noch lobpreisen und vor allem wofür ? So jedenfalls
sehen es ca. 80 % unserer Bevölkerung. Und dennoch sollten sich alle von dem Geheimnis des Lobpreises anstecken lassen. Wenn wir uns diesen Lobpreis ein wenig näher betrachten, dann besteht er aus 3 Strophen, die in der Tat ansteckend sind.

1. Gelobt sei Gott, der Vater…der uns in Christus erwählt hat… dass wir seine Kinder seien

Was für eine gewaltige Aussage. Gott, unser Vater. Ja, Gott ist unser Vater, ein Vater, der mehr für uns tun kann, als es alle irdischen Väter der Welt zusammen tun könnten. Egal, wie unsere Beziehungen zu unseren leiblichen Vätern sind oder waren, wir haben DEN idealen Vater in Gott
gefunden. Mit allem, was uns bewegt und was uns bedrückt dürfen wir vertrauensvoll vor ihn treten und ihn um Hilfe bitten.

ER hat uns schließlich erwählt. Nicht wir haben IHN erwählt. Wir sind also keine Zufallsprodukte, die irgendwie entstanden sind, sondern seine auserwählten Kinder. Und mit jedem seiner Kinder hat Gott etwas besonderes vor. Jeder von uns hat eine besondere Bestimmung in seinem Leben. Natürlich können wir uns so von Gott abschotten, dass er gar nicht mehr an uns herankommt.

Wir können in unserer Arbeit unser Heil suchen. Oder aber in der Aufopferung für die Familie oder den ein oder anderen Verein. Das mag ja alles auch irgendwie nützlich sein, aber unsere Bestimmung ist es ganz bestimmt nicht. Gott hat mich nicht auf die Erde gesandt, damit ich
einmal an Arbeitsüberlastung zusammenbreche. Wie und wo erfahre ich denn nun meine Bestimmung ?

Ganz pragmatisch gesagt, indem ich herausfinde, was ich gerne tue und dies dann zur Ehre Gottes einsetze. Dazu bedarf es aber auch Zeiten der Stille, in denen ich Gott das Wort überlasse und in denen ich nicht von Telefon, Fernseher und anderen Medien gestört werde. Heute ist doch ein
guter Tag, nehmen wir uns doch heute einmal die Zeit der Stille und lassen Gott reden.

2. In ihm haben wir Erlösung durch sein Blut und die Vergebung der Sünden

Ich habe es ja schon einige Male hervorgehoben. Keiner von uns kommt als Heiliger auf diese Welt. Wir sind alle Sünder, aber Sünder die die Möglichkeit der Vergebung in Anspruch nehmen können. Und zwar alle, die wir auf Erden leben. Es ist keiner ausgeschlossen. Alle sind eingeladen, die Vergebung der Sünden durch Christi Blut für sich in Anspruch zu nehmen.

Wenn ich mir dies vor Augen führe, dann anerkenne ich, dass ich nicht allein auf der Welt bin, sondern ein Teil des Planes unseres Herrn bin. Nicht nur mir ist Gnade widerfahren, sondern auch allen meinen Mitmenschen. Ich bin Gott genau so wichtig, wie ein jeder meiner Mitmenschen. Im Glauben sind wir alle Geschwister. Das bedeutet aber auch, dass ich mich meinen Mitmenschen gegenüber wie ein Bruder oder wie eine Schwester zu verhalten habe.

Ich muss nicht nach oben buckeln oder gar nach unten treten. Das hat nichts mit meinem Stand bei Gott zu tun. Ich soll mich allen Menschen gegenüber geschwisterlich verhalten, auch denjenigen, die manchmal ein wenig schwierig zu sein scheinen. Natürlich haben wir alle so unsere Probleme damit. Aber glauben Sie mir, wenn Sie einem schwierigen Menschen gegenüber den ersten freundlichen Schritt wagen, dann ist er auf einmal gar nicht mehr so schwierig.

Liebe und Freundlichkeit sind nun einmal Waffen gegenüber denen nahezu jeder Mensch machtlos ist.

3. In ihm seid ihr versiegelt mit dem heiligen Geist

Das ist doch die schönste Strophe des Lobpreises. Wir alle, die wir Gottes Gnadengeschenk angenommen haben sind versiegelt mit dem heiligen Geist. Wenn sie es so wollen, können wir sagen, wir haben Brief und Siegel darauf bekommen, dass ER da ist.

In Form des heiligen Geistes ist unser Herr seit dem Pfingstfest vor nahezu 2000 Jahren allezeit bei uns. Wir brauchen keinen Weg, auch nicht den allerschwersten mehr alleine zu gehen. ER ist immer bei uns. Auch wenn wir ihn nicht sehen, wir können aber, wie wir es gestern gehört haben, sein Wirken allezeit in uns spüren. Er will uns durch unser Leben hindurch leiten bis zu dem Tage, wo wir ihm in der Ewigkeit persönlich gegenüber stehen.

Wenn wir den heiligen Geist als ständigen Begleiter bei uns wissen, dann dürfen wir uns von allen Ängsten und Sorgen befreien. Diese dürfen wir getrost auf ihn werfen. Wir dürfen auch ein wenig mutiger werden, wenn es darum geht IHN zu bekennen und zu verkündigen. Er ist ja bei uns, wir
werden schon die richtigen Worte zur rechten Zeit finden.

Und letztendlich dürfen wir uns 100%ig darauf verlassen, dass uns unser Vater immer nur zu unserem Besten leiten und führen will. Dann können wir den Stürmen unseres Lebens doch ruhig und gelassen entgegengehen. Wir wissen nämlich, dass alles, aber auch alles nur zu unserem Besten geschieht.

Das ist doch sicherlich einen solchen Lobpreis wert, wie wir ihn heute gehört haben.

Darum singen wir auch in vielen Gottesdiensten die zweite Strophe des Liedes „Allein Gott in der Höh sei Ehr und Preis…..“ des Lieferdichters Nikolaus Decius, die da lautet, wie folgt:

Wir loben, preisn, anbeten dich;
für deine Ehr wir danken,
dass du, Gott Vater, ewiglich
regierst ohn alles Wanken.
Ganz ungemessn ist deine Macht,
allzeit geschieht, was du bedacht.
Wohl uns solch eines Herren.

Der Herr segne dich auf allen Deinen Wegen
Der Herr behüte Dich Dein ganzes Leben lang
Der Herr leite Dich allzeit durch seinen heiligen Geist

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Pfingstmontag und einen schönen Start in die neue Woche.
Es grüßt Sie alle recht herzlich
Ihr

Ulrich Naber