Liebe Lesergemeinde!

D E R H E R R I S T A U F E R S T A N D E N !
E R I S T W A H R H A F T I G A U F E R S T A N D E N !

Ich grüße Sie herzlich zu Ostern,
zum Auferstehungsfest unseres Herrn Jesus Christus!

Das Predigtwort für Ostern steht im 1.Korintherbrief im 15. Kapitel,
in den Versen 1 – 11:²

„Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, wenn ihr´s festgehalten habt, in welcher Gestalt ich es euch verkündigt habe; es wäre denn, daß ihr umsonst gläubig geworden wäret. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, etliche aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Am letzten nach allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, daß ich ein Apostel heiße, darum daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oder jene; so predigen wir, und so habt ihr geglaubt.“

Der Herr segne uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Könnt Ihr Euch folgendes vorstellen. Da kommt kurz vor dem Gottesdienst noch jemand atemlos angelaufen. Seine Augen strahlen freudig, fast überstürzt erzählt er.
Mir ist etwas Wunderbares passiert. Ich habe die Zukunft meines Lebens gesehen.

Niedergedrückt und ratlos las ich in der Bibel. Plötzlich entdeckte ich meine Zukunft. Ich sah eine Welt, an der die Zeit spurlos vorüber ging. In dieser Welt gab es keine bedrückte und zerissene Herzen. Ich spürte, da geschah kein Sterben, das täglich ein Stück unseres Lebens verschlingt. Alles um mich herum lebte von Gottes Gegenwart.
Es lebte von Jesu Stimme, die da spricht: ICH lebe und ihr sollt auch leben. Was ICH von Gott empfangen habe, habe ICH euch gegeben. Wie Gott MICH gewandelt hat, seid auch ihr gewandelt. Hier hat Ostern seine Vollendung.
Nun weiß ich: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden. Jesus hat für mich neues Leben gebracht. Mein Herz ist bereit für den Ostergottesdienst, für die Gebete und Lieder, für Gottes Wort zu Ostern.

Liebe Gemeinde, ist das, was wir eben gehört haben, wirklich so unwarscheinlich wie ein Phantasietraum?

Osterglaube ereignet sich auch in unserer Zeit und unter uns.

Auch in diesem Gottesdienst kann es geschehen. Es geschieht spontan oder in einem Prozess des Wachsens. Entscheidend ist, dass Gottes Lebensfunken zur Flamme des Lebens wird. Die Ostererzählungen der Evangelien erzählen, mit welcher Liebe und mühseligem Nachgehen Jesus die Gemeinde zum Osterglauben führt.

Oft geschieht es, wie die ersten Schritte nach einer schweren Krankheit. Geschwächt versuchen wir sie zu gehen. Dankbar freuen wir uns über das neu geschenkte Leben. Aber die vergangene Krankheit wirkt nach. Da ist die Erinnerung an den Abgrund, an dem wir waren. Bange fragen wir uns: Ist die Vergangenheit wirklich überwunden? Wie werde ich in Zukunft mit dem Leben zurecht kommen?

Doch irgendwann geschieht ein Durchbruch. Ich entdecke, was in meinem neuen Leben möglich ist. Ich sehe die Menschen und Dinge um mich herum als neu geschenkt. Im Herzen wächst Dankbarkeit gegen Gott zur Freude. Voll Erwartung schaue ich die Zukunft, die Gott bereit hält.

So kann auch aus der Botschaft der Auferstehung Jesu Osterglaube werden.

Gott kann mir Gewissheit geben, dass mit Jesu Auferstehung Gottes Zukunft für mich und die Welt begonnen hat. ER sagt mir, in SEINEM Wort, dass diese Zukunft für alle bereit ist, die ihr Leben in Gemeinschaft mit dem Auferstandenen gehen. Gott lässt mich Schwestrn und Brüder in der ganzen Welt sehen, die aus der Begegnung mit dem Auferstandenen leben.

Mit diesem Leben tragen sie Ermutigung in die Gemeinden und in die Welt. Gott wirkt durch sie Ostern, als Aufbruch zum Leben.

Osterglaube ist lebendiges Geschehen!
Er kommt aus der Quelle des Lebens, aus der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus.

Wenn der Lebensbezug zur Quelle verlorengeht, verliert der Glaube seine tragende Kraft. Es ist, als würde man in einem Haus selber Wände und Pfeiler austauschen, anstatt den Baumeister wirken zu lassen.

In unserem Predigtwort spricht Paulus von den Pfeilern des Glaubens. Er erinnert die Gemeinde daran, was sie als Botschaft von Gottes rettendem Wirken empfangen hat:

„…,daß Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift, und daß er begraben ist; und daß er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist.“

Paulus zählt eine Menge von Zeugen auf, die dem auferstandenen Jesus begegnet sind. Er spricht auch von seiner eigenen Begegnung mit dem Auferstandenen, durch die er von einem Verfolger christlicher Gemeinde zum Christusprediger wurde.

Paulus sagt der Gemeinde, dass alles habt ihr gehört und angenommen. Damit lebt ihr und werdet selig, wenn ihr es fest haltet.

Ja, es geht um das Festhalten des Glaubens, an die Auferstehung und an den Auferstandenen! Festhalten bedeutet: Leben aus immer neuer Begegnung mit dem Auferstandenen. Osterglaube kann sich erneuern und wachsen in der Begegnung mit der Quelle des Lebens.

Unter dem Zuspruch dieser Hoffnung wollen wir Ostern feiern.
Wir wollen hören, was Gott in Jesu Auferstehung gewirkt hat.
Wir wollen um die Erneuerung unseres Lebens durch Jesu Auferstehung bitten.

Gottes Segen schenke uns das Leben, das Jesus gebracht hat, denn :

D E R H E R R I S T A U F E R S T A N D E N !
E R I S T W A H R H A F T I G A U F E R S T A N D E N !

Ich und das Predigtteam grüßen herzlich und wünschen Ihnen
ein gesegnetes Osterfest,

Ihr Pfr. i. R. Steinführer

Liebe Lesergemeinde!
Heute, am Karfreitag, dem Todestag Jesu am Kreuz, sammeln wir uns unter der Botschaft des Kreuzes.
Das Predigtwort steht im 2.Korintherbrief im 5.Kapitel, in den Versen 19 – 21:²

„Denn Gott versöhnte in Christus die Welt mit ihm selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Es war Karfreitagwetter: Dunkel verhüllten Wolken die Sonne. Nur von Dornen ging ein Leuchten aus. Sie schienen einander zuzuraunen: Gott hat uns verziehen. ER hat die Tropfen gesehen, die als Tränen unseres Lebenssaftes auf Jesu Antlitz fielen. Wir konnten sie nicht zurückhalten. Zu tief verspürten wir den Schmerz, den wir dem Herrn der Welt als Dornenkrone bereiteten.

Gott hat uns verziehen. ER hat die Tränen unseres Lebenssaftes in Fülle von Blütensternen gewandelt. So dürfen wir Jesus als Herrn preisen und SEINEN Vater ehren.

Das Dunkel verzog. Aus ferner Geschichte kam das Bild des Kreuzes von Golgatha. Stimmen wurden laut.
– Stimmen des Hasses und der Gewalt
– Stimmen der Ablehnung und des Spottes
– Stimmen der Gleichgültigkeit und der Selbstzufriedenheit

Mehr und mehr vernahm ich in diesem Getön die eigene Stimme, die mich erschrecken ließ. Mein Herz ging in die Knie und flehte um Vergebung.

Ich vernahm Jesu Worte: Es ist vollbracht!

Darin klang mir zu: Dir ist verziehn!
Nun kannst du mit Gott leben!
Der Himmel ist für dich aufgetan!
Geh, sag es in der Welt!
Alle Last, alle Sünde und Schuld kann unter Tränen der Herzen zu MEINEM Kreuz getragen werden.

Liebe Gemeinde!
Heute ist Karfreitag. Das Geschehen von Golgatha kommt zu uns, in unsere Welt, in unser Leben. Im Evangelium hörten wir, wie Jesus am Kreuz leidet und stirbt.

Viele Menschen leiden unter der Gewalt in unserer Zeit einen schrecklichen Tod. Da geht es leicht unter, dass wir Menschen den Sohn Gottes zu Tode gequält haben. Und dieses Geschehen liegt Generationen zurück. Unsere Betroffenheit gilt eher schrecklichen Ereignissen, die unmittelbar geschehen.

Doch die Bibel macht uns deutlich, dass wir durch unser Verhalten gegenüber Gott und unseren Mitmenschen auch in unserer Zeit schuldig geworden sind. Diese Schuld führt uns ins Verderben. Und wir können unsere Schuld gegenüber Gott nicht selber in Ordnung bringen.

Das kann nur durch Gott geschehen.
Durch den Opfertod SEINES Sohnes hat Gott uns dafür den Weg geöffnet.
Wir können unsere Sündenlast zum Kreuz bringen.
Jesus hat die Schuld aller Menschen am Kreuz getragen.

Darum können wir unsere Last dort ablegen. Jesus will uns freimachen für ein neues Leben mit Gott. Dazu lädt ER uns durch das Wort des Paulus ein:

„So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns, so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir würden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.“

Im Abendmahl, dass wir heute feiern, empfangen wir Gottes Vergebung.
Wir empangen, was Jesus für uns am Kreuz erwirkt hat.
Jesu Blut tilgt alle unsere Sünden, wenn wir Jesu Opfer in Reue annehmen.
Wir empfangen Gottes Versöhnung, denn Jesus gibt uns SEINE Gemeinschaft mit Gott. ER macht uns zu neue Menschen, die aus SEINER Kraft nach Gottes Willen leben können.

Darüber sagt Paulus:
„Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen. Siehe es ist alles neu geworden“ (2.Kor 5,17).

Wir können aus Versöhnung leben!
Wir können auf Menschen zugehen, an denen wir schuldig geworden sind und sie um Verzeihung bitten.
Wir können Menschen, die an uns schuldig geworden sind, neu begegnen und ihnen verzeihen.

Das geschieht nicht automatisch oder problemlos. Altes Denken und Handeln will uns immer wieder in den Griff bekommen. Aber wir können Schritt um Schritt den Weg der Versöhnung erbitten. Jesus macht es möglich, dass wir aus Versöhnung leben.

Gottes Versöhnung will durch uns als Gemeinde in die Welt hineinwirken.
Die zerstrittene und verfeindete Welt braucht Boten der Versöhnung, dass sie zu einem friedlichen Miteinander findet. Sie braucht Gottes Frieden, um zum Frieden untereinander zu kommen und auf einen Weg, der ihnen Gottes Zukunft öffnet.

Dafür geht kein Weg am Kreuz Christi vorbei.
Das Kreuz steht als Hoffnungszeichen für uns und die Welt.

So will es uns allen zum Segen werden,

es grüßt herzlich
Pf.i.R. Steinführer

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am 6.Sonntag in der Passionszeit, am Sonntag Palmarum.
Die nächste ePredigt kommt zum Karfreitag.
Das Predigtwort steht für heute im Philipperbrief im 2. Kapitel,
in den Versen 5 – 11:²

„Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war: welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, nahm er´s nicht als einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes, des Vaters.“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
In den letzten Tagen hatte ich viel im Garten zu tun. Neben den Arbeiten konnte ich mich an vielen Frühlingsblühern erfreuen und auch an den Austrieben von Stauden und Sträuchern. Dabei kamen immer wieder die Buchsbaumpflanzungen in den Blick. Sie erinnerten mich daran, wie wir vor mehr als 20 Jahren für Palmsonntag aus unserem Pfarrgarten für die Gottesdienste der katholischen Ortsgemeinde Buchsbaum geschnitten haben. Diese Zweige wurden im Gottesdienst verteilt.

Der heutige Palmsonntag ist schon ein besonder Sonntag unter den Sonntagen der Passionszeit. Er ist für mich verbunden mit dem Evangelium von Jesu Einzug in Jerusalem. Ich sehe vor mir eine jubelnde Menschenmenge, die Jesus als verheißenen König und Messias begrüßt. Jesus reitet auf einen Esel in Jerusalem ein. Auf SEINEN Weg werden Kleider ausgebreitet, mit Palmwedeln wird IHM zugewunken. Die Straße ist erfüllt von Rufen: (Joh 12,13)

„Hosianna. Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel.“

Jesus einmal so erleben und zujubeln dürfen, das wäre ein Traumerlebnis. Doch wir haben nichts verpasst.

Wir werden IHN in göttlicher Herrlichkeit kommen sehen bei SEINER Wiederkunft. Dann werden wir IHM zujubeln können und mit IHM einziehen in Gottes Herrlichkeit.

Dazu ist die Geschichte von Palmsonntag das Vorspiel. In diesem Vorspiel sind zwei Ereignisse auf verschiedenen Ebenen verwoben – zum einen was kommen wird und zum anderen der Beginn der Vollendung von Jesu Leiden in SEINEM irdischen Leben.

Was hier so triumphal begann, endet für Jesus im Sterben am Kreuz. Noch sind Jesu Gegner ratlos, wie sie sich SEINER entledigen können. Aber nach dem Verrat des Judas werden sie IHN fernab von der Menge verhaften.

Sie werden IHN aus der Gemeinde ausschließen und als Gotteslästerer verurteilen. Sie werden die Menschenmassen bewegen, dass sie Jesu Tod fordern. Mit falschen Anklagen und versteckten Drohungen werden sie den römischen Stadthalter dazu bringen, dass er Jesus als Staatsfeind verurteilt und hinrichten lässt.

Und doch werden sie nicht Sieger sein. Sie können Jesus nicht zum Schweigen bringen. Sie können SEINEN Namen nicht aus der Geschichte des Volkes und der Gottesgemeinde löschen.

Sie beladen sich mit der Schuld, Gottes Sohn und Messias ausgestoßen und dem Tode überantwortet zu haben.

Gott lässt das nicht nur geschehen, sondern ER wandelt alle ihre Schuld und unsere Schuld vor Gott. ER nimmt Jesu Tod am Kreuz als freiwilliges Opfer als Erfüllung SEINES Rettungsplanes für alle Menschen an. Jesus tilgt für uns alle Schuld und Strafe.

Wer in Reue und Bitte um Vergebung zu Jesus kommt, wird von der Last der Schuld befreit. Dazu ist Jesus in diese Welt gekommen und den Weg des Leidens und Sterbens gegangen.

Der Philipperbrief beschreibt in unserem Predigtwort diesen Weg Jesu:
Jesus „war in allem Gott gleich und doch hielt er nicht daran fest, zu sein wie Gott. Er gab es willig auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, daß er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz.“

Jesu Weg ist eine Umkehrung des Weges der Menschheit. Wir Menschen streben danach, auf allen Gebieten Gott gleich zu sein. Daran scheitern wir und zerstören uns und die Schöpfung.

Jesus aber legt SEINE Gottgleichheit ab und ER wird ein Mensch. ER wird uns in allem gleich mit einer Ausnahme. Jesus widersteht der Versuchung des Ungehorsams gegen Gottes Willen. Jesus geht den Weg des Gehorsams durch Leiden bis zum Tod.

Gott nimmt SEIN Opfer an und erweckt IHN zum Leben. ER setzt IHN zum Herrn über alles.

Bei SEINER Wiederkunft werden sich alle SEINER Herrschaft unterwerfen müssen, die Einen zum ewigen Leben, die Anderen zum ewigen Verderben. Bis zu diesem Geschehen ruft Jesus alle Menschen, SEINEN Opfertod anzunehmen um gerettet zu werden.

Jeder, der sich retten lässt, wird beauftragt Bote und Zeuge von der Errettung durch Jesus zu sein.

Liebe Gemeinde!
Ihr seid durch die Annahme von Jesu Opfer neue Menschen geworden!
Ihr seid nun Gottes Kinder!

Das ist ein wunderbares Geschenk. Denn nun könnt Ihr in Jesu Gemeinschaft die Fülle der Gnadengaben Gottes empfangen. Ihr habt in dieser Gemeinschaft eine Zukunft, die niemand zerstören kann.

Doch Ihr habt dies alles nicht wie ein Besitz. Ihr müsst es immer wieder neu in der Begegnung mit Jesus annehmen und empfangen.

Ihr empfangt Gottes Gnadengaben und Gottes Zukunft nicht für Euch allein.
Gaben sind immer Aufgaben. Sie sind der Auftrag, die rettende Botschaft mit Wort und Leben weiter zu geben.

Daran erinnert Paulus, wenn er dem Christuspsalm (Phil 2, 6-11) die Mahnung voraus stellt: „Ein jeglicher sei gesinnt, wie Christus auch gesinnt war“.

Möge Gott uns zeigen, was Jesus für unsere Rettung auf sich genommen hat.
Möge Gott uns zeigen, welche Schuld wir auf Jesu Kreuz geladen haben und uns in Reue und Bitten um Vergebung unters Kreuz führen.

Lasst uns unsere Last ablegen und in Dankbarkeit Gott die Ehre geben!
Dazu schenke uns der Herr SEINEN Segen.

Es grüßt herzlich
Pfr.i.R. Steinführer

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am 5. Sonntag in der Passionszeit, am Sonntag Judika.
Das Predigtwort für diesen Tag steht im Hebräerbrief im 5.Kapitel,
in den Versen 7 – 9:²

„Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tränen geopfert dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erhört, darum daß er Gott in Ehren hielt. So hat er, wiewohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und da er vollendet war, ist er geworden allen, die ihm gehorsam sind, der Urheber ihres ewigen Heils,“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Für viele ist Gehorsam ein Reizwort. Das gilt nicht nur für Jugendliche. Auch wir Erwachsene haben unsere Probleme mit dem Gehorsam. Wir haben erlebt, dass Gehorsam uns und Andere ins Verderben führen kann. Die Angst vor autoritärer Macht hat viele veranlasst, Dinge zu tun, die sie ablehnten oder verabscheuten. Aber auch im privaten und beruflichen Bereich haben Menschen Gehorsamsforderungen als bedrängend erfahren.

Und doch wissen wir, dass keine Gemeinschaft oder Gruppe ohne Einordnung und Unterordnung in das Gemeinschaftsleben funktioniert. Es ist ein Lernen im Umgang mit Macht.

Wir müssen erkennen lernen:
Wer hat mir was zu sagen und wem habe ich etwas zu sagen.

In diesem Lernprozess begegnet uns Gott mit SEINEM Wort in der Bibel.
ER stellt sich uns vor als der, der uns in grenzenloser Liebe Leben ermöglicht und uns Zukunft gibt. ER fordert unsere Annahme und unseren Gehorsam, damit wir diese Gaben empfangen und daraus leben können.

Denn unsere Ablehnung und Ungehorsam belastet und zerstört unser Leben. Durch das Wort des Propheten Micha sagt ER uns:
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8).

Viele lehnen Gottes Forderung für sich ab. Aber auch wo wir es für uns bejahen scheitern wir daran im täglichen Leben.

Nur ein Mensch hat Gottes Willen ständig und ganz erfüllt.
Das ist der Sohn Gottes, Jesus Christus.

Das bezeugt die Bibel. Aber sie bezeugt auch, dass dies in einem notvollen Ringen, im Gebet geschehen ist. Die Evangelien erzählen, wie ER auf diesem Weg versucht wurde und wie ER sich im Gebet zu einem JA zu Gottes Willen durchgerungen hat.

Der Hebräerbrief drückt das in einer anderen Übersetzung unseres Predigtwortes
so aus: (Die gute Nachricht, Deutsche Bibelgesellschaft)
„Während seines Lebens auf der Erde betete und flehte Jesus mit lautem Schreien und unter Tränen zu dem, der ihn vom Tode retten konnte, und er bekam Antwort, weil er Gott ehrte. Obwohl er Gottes Sohn war, hat er durch seine Qualen gelernt, was Gehorsam heißt.“

In diesen knappen Worten ist die ganze Not des Leidens Jesu eingeschlossen. Es ist die Not der körperlichen Schmerzen und Qualen, aber auch die innere Not SEINES Herzens.

ER, der Sohn Gottes,
ist zur Rettung der Gemeinde und aller Menschen in die Welt gekommen!

ER erfährt die Ablehnung der Welt und der Gottesgemeinde. Die Gemeinde stößt IHN aus ihrer Gemeinschaft aus, verurteilt IHN als Gotteslästerer. Sie lässt IHN von Ungläubigen unter falscher Anschuldigung hinrichten.

Jesus weiß um das alles, was auf IHN zukommt. ER weiß, dass ER nach Gottes Willen dieses Opfer zur Rettung für die Gemeinde und für alle Menschen bringen soll. Unter Blut und Tränen ringt ER um SEIN Herzensja zu Gottes Willen, im Vertrauen auf SEINEN himmlischen Vater.

ER nimmt das alles auf sich, für alle Menschen, auch für Dich und für mich!

Wie ein Ertrinkender klammert ER sich an Gott, als SEINEN Retter.
Und Gott stärkt IHN und rettet IHN durch den Tod zum Leben.
Gott lässt IHN durch SEINE Auferstehung zum Eingangstor zu SEINER Herrlichkeit für alle Menschen werden.

Jesu Worte werden zum Heilandsruf für alle Menschen, zu einem neuen Leben mit Gott. ER verheißt allen, die zu IHN kommen und SEINEN Opfertod für sich annehmen, Gottes Heiligen Geist.

Jesus ermöglicht uns, durch diese Kraft im Gebet, auch unser Leiden anzunehmen. ER ermöglicht uns, dass auch wir Gottes tragende und rettende Kraft erbitten und empfangen können. Das kann uns neu auf Gottes Wort hören lassen, dass aus empfangener Liebe Gehorsam wächst.

Jesus sagt uns mit dem Wochenspruch:
„Der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Erlösung für viele“ (Mt 20,28).

Gehorsam muss nicht Leistung sein, die wir bringen müssen.
Gehorsam darf erbetenes Geschenk sein, aus einem in Liebe entflammten Herzen, wenn wir Jesu Opfer für uns annehmen.

Zu solchem Schritt schenke uns der Herr SEINEN Segen.

Es grüßt herzlich
Ihr Pfr.i.R. Steinführer

Liebe Lesergemeinde!
Ich grüße Sie herzlich am Sonntag Laetare, dem 4. Sonntag in der Passionszeit.
Das Predigtwort steht für diesen Sonntag im 2.Korintherbrief, im 1. Kapitel,
in den Versen 3 – 11):²

„Gelobt sei Gott, der Vater unsers Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir trösten können, die da sind in allerlei Trübsal, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott. Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus. Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil. Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, welcher sich wirksam erweist, wenn ihr leidet mit Geduld dieselben Leiden, die auch wir leiden. Und unsere Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein.
Denn wir wollen euch nicht verschweigen, liebe Brüder, unsere Trübsal, die uns in der Landschaft Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über Vermögen, so daß wir auch am Leben verzagten und wir selbst es für beschlossen hielten, wir müßten sterben. Das geschah aber darum, daß wir unser Vertrauen nicht sollten auf uns selbst stellen, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, welcher uns von solchem Tode erlöset hat und erlösen wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erlösen. Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, auf daß unsertwegen für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank geschehe.“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Wer viele Nächte nicht durchschlafen kann freut sich über jede durchgeschlafenen Nacht. Aber es sind nicht nur Schlaflosigkeit und Schmerzen, die die Nachtruhe rauben. Oft sind es auch schreckliche Alpträume. Dann sehen wir hilflos, wie eine Bedrohung auf uns zu kommt, der wir nicht ausweichen können. Völlig verstört fliehen wir aus dem Schlaf.

Aber noch schlimmer ist es für uns, wenn das Leben selber zum Alptraum wird. Die Belastungen des Lebens können so groß werden, dass wir mit ihnen nicht fertig werden. Wer dann nicht weiß wohin er sich wenden soll, versinkt in Selbstaufgabe oder Umnachtung. Manche werfen in solcher Ausweglosigkeit ihr Leben fort.

Dabei haben wir einen Gott, der uns nicht aufgibt und der uns retten will.
ER sagt uns in SEINEM Wort der Bibel: (Ps 50,15)
„Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten, so sollst du mich preisen.“

Im Gebet können wir allezeit zu Gott kommen:
– mit unserem Flehen um Hilfe
– mit unserem Schreien um Rettung
– mit unserem Anruf in Gedanken, wenn uns die Worte versagen.

Gott hört uns und wird uns zu neuem Leben helfen!
Viele Menschen können das bezeugen – und ich auch.

Doch Gottes Hilfe geschieht nicht immer nach unseren Wünschen und Vorstellungen. Manchmal führt Gott uns einen langen und notvollen Weg, bis an den Rand des Ertragbaren. Aber Gott lässt uns nicht los, wenn wir IHN nicht loslassen.

Gott kann uns im Nachhinein Erkenntnis geben, was dieser Weg an uns bewirkt hat. ER kann eine Erfahrung sein, die das Vertrauen auf Gott durch Tiefe und Wachstum bereichert hat.

Das Leiden kann für uns einen Sinn bekommen. Paulus schreibt aus solch einer Erfahrung an die Gemeinde in Korinth. Dabei berichtet er von seinen Bedrängnissen in Kleinasien. Diese Bedrängnisse haben ihn so getroffen, dass er selber am Leben verzagte. Doch Gott hat ihn durch diese Bedrängnisse geführt.

Das hat ihn erneut Vertrauen und Hoffnung auf Gott geschenkt. Daraus ist die Gewissheit gewachsen, dass Gott auch in den ausweglosesten Situationen hilft. Das lässt Paulus getrost in die Zukunft schauen, auch für Zeiten, wo ihm ähnliches widerfahren wird. Er erkennt für sich einen Sinn in dem durchgestandenen Leiden.

Paulus sagt der Gemeinde: Gott hat mich so durch die Tiefe des Leidens geführt und mir durch SEINE Hilfe Trost gegeben, damit ich Anderen in ihrem Leiden nahe sein und sie trösten kann.

Aus Dankbarkeit gegenüber dem erbarmenden und helfenden Gott, beginnt er diesen Predigtabschnitt mit einen Lobpreis Gottes. Er preist Gott als „Vater unseres Herrn Jesus Christus“, als „Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes“.
Dabei ist der Bezug auf Jesus keine Formel. Paulus spricht davon, dass er an das Leiden Christi reichlich Anteil hat.

Zu unserem Leben als Christ gehört das Leiden. Das ist eine Wahrheit, die uns oft nicht bewusst ist. Doch wir leiden, wie Jesus, an der Sünde und Schuld in dieser Welt. Die Ablehnung Gottes und der Ungehorsam gegen Gottes Wort richtet sich nicht nur gegen Gott, sondern auch gegen SEINE Gemeinde.

Aber wir empfangen als Gemeinde auch Gottes Zuwendung und tröstende Liebe in Christus. Jesus Christus ist selber durch die Tiefen des Leidens gegangen. ER hat für sich um die Annahme des Leidens gerungen. Im Gehorsam gegen Gott hat ER SEIN Leben für uns Menschen geopfert. Damit hat ER uns unsere Schuld vor Gott abgenommen, damit wir frei werden können, Gottes Liebe und Hilfe zu empfangen, denn Gott will uns retten.

Gott möchte alle Menschen frei machen von allem, was sie belastet.

ER hat mit der Auferstehung SEINES Sohnes begonnen, eine neue Welt zu schaffen, in der es keinen Tod und kein Leiden geben wird. In der Gemeinschaft mit Jesus schenkt ER ein neues Leben, das auf diese kommende Welt hin führt.

So führt ER auch alle, die sich in Jesu Namen an IHN wenden, durch die Leiden in dieser Welt hindurch. So wächst in der Gemeinde im Leiden durch Gottes Trost befreiende Hilfe, die trägt.

Das ist für Paulus eine Gewissheit, die Paulus an die Gemeinde damals und auch heute an uns weiter gibt. Paulus sagt:
„Unsere Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen, daß, wie ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig sein.“

Damit sagt Paulus der Gemeinde und auch uns:
Gott ist unsere Hoffnung, auch im Leiden.

Damit wir daran festhalten können, brauchen wir das Gespräch mit Gott, brauchen wir das Gebet.

Das gilt für unser eigenes Beten, aber auch für das Gebet der Gemeinde, als Fürbitte für uns.

Es geht nicht nur um unser Vertrauen auf Gottes Hilfe in unserem Leiden. Vielmehr sollen viele Menschen vom Angebot und Wirken der Hilfe Gottes erfahren, damit auch sie bei Gott Rettung suchen und finden, damit sie von Herzen in den Lobpreis Gottes über SEINE Barmherzigkeit und SEINEN Trost einstimmen können.

Gottes Segen geleite uns, auch durch unsere Leiden, zu dem Leben, das ER uns geben möchte.

Es grüßt herzlich
Ihr Pfr.i.R. Steinführer