Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen Letzten Sonntag nach Epiphanias. Den Predigttext für den heutigen Sonntag finden wir im 2. Petrusbrief, Kapitel 1, die Verse 16-19. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

Liebe Gemeinde,

nachdem die Feiertage nunmehr beendet sind, bekommen wir mit unserem heutigen Predigttext ganz konkrete Handlungsanweisungen, wie wir als Christen durch die Welt gehen sollen und zwar unabhängig von allen äußeren Umständen.

Lassen Sie uns doch einmal gemeinsam das anschauen, was uns Petrus rät:

1. Seid Zeugen in der Welt

Auf dem Berg der Verklärung hatten Petrus, Johannes und Jakobus ein besonderes Erlebnis. Sie sahen die Herrlichkeit des Herrn, aber auch Mose und Elias. Sie hörten, wie der große Gott selber zu Jesus sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen habe.“

Sie erlebten dies alles sichtbar und vollkommen real. So wie wir aus dem Fenster schauen und unsren Garten als real wahrnehmen, so nahmen Petrus, Johannes und Jakobus dieses Geschehen wahr. Wäre es nur Petrus gewesen, so könnte man sagen: Er hat sich des nur eingebildet. Aber es waren drei Zeugen, die dieses Geschehen wahrgenommen haben.

Und der auferstandene Jesus wurde später nicht nur von Paulus gesehen, sondern von über 500 Menschen, von denen die meisten noch lebten, als Paulus dieses Erlebnis niederschrieb.

Und weil wir diese Zeugnisse von absolut vertrauensvollen Jüngern gehört haben, so ist es unsere Aufgabe, dies weiterzusagen.

Wir dürfen eben ganz gewiss davon ausgehen, dass wir keine ausgeklügelten Fabeln verkündigen, sondern unseren Mitmenschen das berichten, was vor 2000 Jahren ganz real geschehen ist.

Neben Covidleugnern treffen wir natürlich auch seit 2000 Jahren auf Jesusleugner. Genauso real, wie das Covidvirus existiert, genauso real lebt unser Herr mitten unter uns. Wir machen uns also nicht lächerlich wenn wir die frohe Botschaft verkündigen.

2. Das prophetische Wort

Wir kennen alle die Propheten des Alten Testamentes. Allen voran hat der Prophet Jesaja exakt vorausgesagt, wie und wo und von wem Jesus geboren werden sollte, wie er für uns starb und was es mit seinem Tod auf sich hatte.

Ich habe das folgende Beispiel schon einmal verwandt; Stellen wir uns vor, ein Wahrsager sagt ein bestimmtes Ereignis voraus, welches sich Jahrhunderte später genauso erfüllt, wie er es vorausgesagt hat. Gut, kann man sagen Glück gehabt.

Jetzt sagt der Wahrsager noch zwei andere Gegebenheiten voraus, die genau so exakt eintreffen. Man könnte schon ins Grübeln kommen.

Rund 300 Prophetien des Alten Testamentes, also nicht drei oder vier, sind genau so geschehen, wie Gott dies seinen Propheten vorhergesagt hat. Ich glaube, da kann kein Mensch mehr von Zufall reden.

Wenn also über 300 Prophetien des Alten Testamentes so eingetreten sind, wie Gott es seinen Propheten in den Mund gelegt hat, so dürfen wir auch getrost darauf vertrauen, dass auch die Verheißungen, die noch nicht eingetreten sind, auch tatsächlich so geschehen werden, wie wir es in der Bibel vorfinden.

Weil wir dies wissen, dürfen wir dies auch unseren Mitmenschen voller Überzeugung weitersagen, was noch auf uns zukommt und was wir erwarten dürfen.

3. Leben im Licht

Liebe Gemeinde, gerade in der heutigen Zeit lassen wir uns schnell von den vermeintlich dunklen Wolken am Horizont überschatten. Dann sehen wir auf einmal alles nur noch negativ.

Aber, liebe Gemeinde, von dieser Endzeitstimmung sollen wir uns gar nicht erst einholen lassen. Als Kinder unseres Vaters im Himmel sollen wir im Licht leben.

Wir sollen auf DAS Licht schauen, welches zu Weihnachten das Licht der Welt erblickt hat und dessen Geburtstag wir vor gut 4 Wochen wieder einmal gefeiert haben.

Wir sollen auf das Licht schauen, welches auf dem Hügel Golgatha für unser aller Sünden die gerechte Strafe ertragen hat und endgültig für unsere Sünden bezahlt hat.

Wir sollen auf das Licht schauen, welches uns gesagt hat „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“.

Selbst wenn der Herr mit dem Coronavirus das Ende der Welt eingeläutet haben sollte, wovon wir alle mal nicht ausgehen, selbst dann dürfen wir ihm getrost im Leben, wie im Sterben unser ganzes Vertrauen schenken, denn ER hat ja unsere Wohnungen im Himmel schon bereitet.

Leben im Licht ist also nichts anderes, als an der Hand unseres Herrn durch unser Leben zu gehen um mit ihm zusammen im Himmel anzukommen.

Da wir dies wissen, sollen wir dies auch an die Menschen weitergeben, die dieses Licht noch nicht kennen und vielleicht immer noch in der Dunkelheit leben. Gott möchte nicht, dass auch nur ein einziger Mensch verlorengeht. Leisten wir doch unseren Beitrag dazu als seine aufrichten Zeugen.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 2. Vers des Liedes „Ist Gott für mich, so trete…“ (EG 351) von Paul Gerhardt einstimmen, der da lautet, wie folgt:

Nun weiß und glaub ich feste, ich rühm’s auch ohne Scheu,
dass Gott, der Höchst und Beste, mein Feund und Vater sei
und dass in allen Fällen er mir zur Rechten steh
und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Weh.

Der Herr segne Dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen noch einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

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