Liebe Gemeinde,

ich begrüße Sie alle ganz herzlich am heutigen ersten Weihnachtsfeiertag. Den Predigttext für den heutigen Tag finden wir bei dem Propheten Jesaja im 52. Kapitel, die Verse 7-10. Lassen Sie uns diesen Text zunächst gemeinsam lesen:

Die frohe Botschaft

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Friedensboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König. Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und rühmen miteinander; denn alle Augen werden es sehen, wenn der Herr nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der Herr hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der Herr hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen der Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

Liebe Gemeinde,

unser Predigttext trägt die Überschrift „Die frohe Botschaft“, ich würde sie um ein Wörtchen erweitern und den Text überschreiben mit. „Die dennoch frohe Botschaft“.

Als Jesaja diese Botschaft an das Volk richtete, war Jerusalem zerstört und es war einfach alles den berühmten Bach runtergegangen.

Übertragen wir dies doch einmal in unsere heutige Zeit. Geht nicht gerade augenscheinlich auch bei uns alles den Bach runter ? Kirchen verschwinden von der Bildfläche und werden für andere Zwecke genutzt, allen anderen Ersatzreligionen wird munter nachgegangen und unsere Symbol, das Keuz, wird vielerorts nicht mehr geduldet.

Wir können also mit Fug und Recht sagen, dass auf der Glaubensebene bei uns gerade munter alles den Bach runtergeht. Und dann kommt sie dennoch, die frohe Botschaft. Schauen wir uns diese einmal etwas näher an:

1. Gott tröstet sein Volk

Wie Gott damals die Israeliten getröstet hat, so will er uns heute im 21. Jahrhundert ebenfalls trösten. Es muss ja nicht alles so bleiben wie es ist, es kann alles mit seiner Hilfe wieder anders werden.

Mit den jubelnden Friedensboten sind wir gemeint, die wir heute am esten Weihnachtstag zusammengekommen sind. Wir dürfen jubeln und uns freuen, dass unser Herr diese Welt auch im Jahre 2020 immer noch nicht aufgegeben hat.

Entgegen anderslautenden Meinungen hat Gott alles fest im Griff. Gott hält an seinen geliebten Kindern fest.

Daran ändern auch der Genderwahn, Abtreibungen und die Ehe für alle nichts. ER ist es, der immer noch im Hintergrund die Fäden in der Hand hält.

„He’s got the whole world in His hands“, so heißt es  in einem amerikanischen Gospelsong. Und daran will uns unser Herr auch heute am ersten Weihnachtsfeiertag erinnern.

2. Gott offenbart sich der Welt

„Alle Augen werden es sehen“, so haben wir es soeben in unserem Predigttext vernommen.

Dies trifft auch auf uns zu. Wir müssen Gott nur die Genehmigung geben, dass er unsere inneren Augen öffnet. Was ist das für ein Quatsch sagte ein Cousin zu mir, der mit Jesus nichts am Hut hat.

Liebe Gemeinde, wir werden alle mit weltlichen Augen geboren. Mit diesen nehmen wir unsere Umwelt wahr und alles, was in dieser dreidimensionalen Welt existiert. So sehen unsere weltlichen Augen auch das Kind in der Krippe als ein Baby, das offensichtlich in einem Stall das Licht der Welt erblickte.

Bei unserer Bekehrung, also unserem JA zu unserem Herrn, da werden dann unsere inneren Augen, die bisher verschlossen waren aufgetan. Und dann sehen wir Dinge, die der Weltmensch nicht sehen kann und wir deswegen auch dem Spott und Hohn der Mitmenschen ausgesetzt sind.

Dann ist das Kind in der Krippe nicht mehr das Kind, welches in einem Stall das Licht der Welt erblickte, dann dürfen wir erkennen, dass dieses Kind das Licht der Welt ist. Dieses Licht der Welt reißt uns aus unserer inneren Finsternis heraus.

Mit diesen inneren Augen werden wir auch unseren Herrn spüren, fühlen und auch erleben können. Auf einmal werden seine Worte, die er über die Bibel an uns richtet mit Leben erfüllt und wir erkennen, dass ER uns mit seinem Wort die Bedienungsanleitung für ein gelingendes Leben an die Hand gegeben hat.

Wenn das kein Grund zum Jubeln ist !!!!!

3. Gott hat Jerusalem erlöst

Diese frohe Botschaft, die Jesaja an das Volk der Israeliten gerichtet hat, gilt auch für einen jeden unter uns ganz persönlich.

In Jesaja 43, Vers 1 sagt Gott: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei Deinem Namen gerufen ; Du bist mein !“

Und dieses „DU“ steht für einen jeden unter uns. Hier dürfen wir getrost unseren eigenen Namen eintragen.

Das Kind, welches jetzt so friedlich in der Krippe liegt, wird in ein paar Monaten auf dem Hügel Golgatha grausam hingerichtet. Dieses niedliche Kind wird für uns zur Sünde gemacht und bezahlt für alle unsere Sünden am Kreuz mit seinem Leben.

Als er sprach: Es ist vollbracht, da hat er auch an Dich gedacht. Dies dürfen wir im Glauben annehmen und uns über dieses Geschenk freuen und jubeln.

Wenn Jesaja prophezeit, dass aller Welt Enden das Heil sehen werden, dann steckt hinter dieser Prophezeiung auch eine weihnachtliche Aufgabe. Die Erlösungstat gilt nämlich zunächst einmal nur für diejenigen, die den Herrn im Glauben angenommen haben.

Wir, die wir dieses Weihnachtsgeschenk erhalten haben, wir alle sollen dieses Weihnachtsgeschenk in die Welt hinaustragen und es allen Menschen weitersagen, die noch nichts von diesem Geschenk Gottes an sie gehört haben.

Wenn wir diese Aufgabe erfüllt haben, dann werden eines Tages alle Völker der Welt das Heil erkennen. Beten wir dafür, dass sie es auch angenommen haben bzw. noch annehmen werden.

Lassen Sie uns zum Abschluss des heutigen Gottesdienstes gemeinsam in den 6. Vertas des Liedes „Ihr Kinderlein kommet“ einstimmen, der da lautet, wie folgt:

So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;
wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn.
Ach mache sie heilig und selig wie deins
und mach sie auf ewig mit deinem nur eins.

Der Herr segne dich und behüte Dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig
Der Herr hebe sein Angesicht über Dich und gebe Dir seinen Frieden

Amen.

Liebe Gemeinde,

ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten ersten Weihnachtsfeiertag und ich freue mich, wenn wir morgen wieder zusammenkommen dürfen.

Es grüßt Sie alle ganz herzlich
Ihr

Ulrich Naber

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