ePredigt vom 18.04.2004 (1.Petrus 1; 3-9)

Liebe Lesergemeinde!

Ich grüße Sie herzlich am 1. Sonntag nach Ostern – Quasimodogeniti.
Für alle Zuschriften und Grüße zum Osterfest sei ganz herzlich gedankt.

Das Predigtwort für diesen Sonntag steht im 1. Petrusbrief,
im 1. Kapitel, in den Versen 3 – 9:²²

„Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns zum zweiten Mal geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung hat ihren festen Grund darin, daß Jesus Christus vom Tod auferstanden ist. Sie richtet sich auf das neue Leben, das er schon jetzt im Himmel für euch bereithält als einen Besitz, der niemals vergeht oder verdirbt oder aufgezehrt wird. Wenn ihr ihm fest vertraut, wird er seine starke Hand über euch halten und euch bewahren, so daß ihr gerettet werdet und am Ende der Zeit das unvergängliche Leben bekommt, das er euch zugedacht hat.
Deshalb seid ihr voll Freude, auch wenn ihr jetzt für kurze Zeit leiden müßt und auf die verschiedensten Proben gestellt werdet. Das geschieht nur, damit euer Vertrauen auf Gott sich bewähren kann. Wie das vergängliche Gold im Feuer auf seine Echtheit geprüft wird, so wird euer Vertrauen, das viel kostbarer ist als Gold, im Feuer des Leidens geprüft. Wenn es sich als echt erweist, wird Gott euch mit Ehre und Herrlichkeit belohnen an dem Tag, an dem Jesus Christus sich in seiner Herrlichkeit zeigt. Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nie gesehen habt, ihm vertraut ihr, obwohl ihr ihn jetzt nicht sehen könnt. Darum seid ihr schon jetzt von unaussprechlicher Freude und seligem Jubel erfüllt. Denn ihr seid gewiß, daß euer Vertrauen euch die endgültige Rettung, das unvergängliche Leben, bringen wird.“

Der Herr segne an uns SEIN Wort!

Liebe Gemeinde!
Spürt ihr die Hoffnung auf Leben, die Euch umgibt?
Überall knospet und blüht es. Aus der Dämmerung heraus steigt ein Gesang der Sonne und dem Schöpfer entgegen. In Fülle und Intensität drängt neues Leben ans Licht. Es ist wie ein Lobpreis Gottes aus prophetischer Annahme der kommenden Erlösung des Schöpfers.

Wir können uns mitnehmen lassen von der Hoffnung. Es ist eine Hoffnung, die trotz Vergehen, Tod und Gewalt zu unseren Herzen drängt. Aber sie alleine trägt noch nicht. Sie löst nicht unsere Probleme.

Aber sie öffnet unser Herz für Ostern.

Da hat Jesus den Tod überwunden. In Jesu Kreuz und Auferstehung ist unsere Sünde getilgt und wir haben neues Leben empfangen. Es ist das Leben, das mit dem Auferstandenen zu uns kommt und zum verheißenen Leben bei Gott führt. Es ist uns geschenkt, von Gott als eine Hoffnung. Sie ist stärker als alle menschliche Hoffnung, die in Erfüllung und Zerbrechen unser Leben bestimmt.

Im Erinnern kann jeder an seine eigene Erfahrung denken.
Einst sang ich mit Anderen Lieder der Hoffnung. In geordneten Reihen sangen wir von der Zukunft. Voran gingen die, die schon einmal unter anderer Fahne und Uniformenhemden gezogen waren. Wir waren jung. Wir hatten überlebt. Wir wollten Zukunft bauen. So hörten wir auf Zukunftsvisionen unserer Zeit.

Aber wir hörten auch an anderer Stelle von der Zukunft, die Gott bereitet. Dort vernahmen wir, dass Gottes Sohn durch den Tod gegangen ist, damit wir leben konnten. Wir erfuhren, dass ein Leben mit Jesus in Gottes Zukunft führt.

Einigen von uns wurde Gottes Zukunft wichtiger als die Zukunft, die uns Menschen versprachen. Wir hörten von Gottes Zusagen, von SEINER Liebe zu uns, von SEINER schenkenden Kraft, die uns trägt und im Tode bewahrt. Und der Herr führte uns auf SEINEN Weg. Wir erlebten, wie uns auf diesem Weg Verlockungen, Verleumdungen und Drohungen begegneten.

Doch die Hand des Herrn ließ uns nicht los. In den Geschehnissen der Zeit, in unseren Lebensereignissen, in der Begegnung mit glaubenden Menschen hörten wir Jesu Ruf zum Leben. Wir entdeckten für uns die Kraft des Gebets und die Kraft der Gemeinschaft unter Gottes Wort.

All das ging in unserem Leben mit uns, durch die Tiefen und Höhen des Lebens, als Hoffnung auf den auferstandenen Jesus. Diese Hoffnung trägt uns durch die Gegenwart und öffnet die Zukunft nach dem Tod.

So lese ich auch unser Predigtwort als Zusage für mich und für Euch:
„Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns zum zweiten Mal geboren und mit seiner lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung hat ihren festen Grund darin, daß Jesus Christus vom Tod auferstanden ist. Sie richtet sich auf das neue Leben, daß er schon jetzt im Himmel für euch bereithält als einen Besitz, der niemals vergeht oder verdirbt oder aufgezehrt wird.“

Hier wird uns gesagt:
Ihr seid Menschen, neu geboren zur Hoffnung!

Das hat Euch Gott in der Auferstehung SEINES Sohnes geschenkt.
Aus dieser Kraft lebt Ihr auf die Zukunft Gottes hin, die Gott Euch durch die Auferstehung SEINES Sohnes bereitet hat.

Dafür lasst uns Gott in Freude loben und danken.

Durch dieses Lob und diesen Dank soll die Welt erfahren, dass Jesu Auferstehung auch für sie Gottes Zukunft bringt. – Jesus lebt! –

Mit IHN können alle aus der Hoffnung auf Gottes Zukunft leben. Alle Menschen können neu geboren werden. Wie unser Leben, wird sich auch ihr Leben dadurch verändern. Leiden, Sorgen und Not werden nicht einfach verschwinden. – Aber wie der Herr sie für uns trägt, wird ER es bei allen tun, die Jesus als ihren Herrn annehmen.

Das können wir einander zusprechen!
Das können wir füreinander erbitten!

Der Herr schenke uns und den Gemeinden die Fülle des neuen Lebens, die Jesus in SEINER Auferstehung in diese Welt gebracht hat.
ER schenke es allen Menschen, die IHM und SEINEM Wort begegnen!

SEIN Segen geleite Euch durch die Osterzeit,

es grüßt herzlich
Euer Pfr.i.R. Steinführer

²² Die Gute Nachricht Bibel, Deutsche Bibelgesellschaft